In seinem klugen Essay »Kampf der Zauberer« zeigt Dierk Wolters auf, wie Thomas Mann dem Faschismus seiner Zeit begegnete - und was uns diese Erzählung angesichts der Rückkehr rechter Ideologien heute zu sagen hat.
BIRGITTA M. SCHULTE: Ruhrgemüse, polnisch
Vom Ankommen einer polnischen Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet am Ende des 19. Jahrhunderts, von deren Kampf gegen Ausgrenzung und Armut und deren Bemühen um Integration erzählt Birgitta M. Schulte in "Ruhrgemüse, polnisch". Ein beeindruckendes Debüt, ein packender Familienroman.
MARTIN EBBERTZ: Ebemibil der Nasenbär
Kinderbuchautor Martin Ebbertz hat sich wieder einen wunderbaren Spaß ausgedacht: "Ebemibil der Nasenbär" hat eine ganz eigene Sprache. Und auch sonst noch ein paar Eigenheiten...
Die Magie der Lyrik: Jürgen Brôcans neue Perspektiven
Jürgen Brôcan verführt mit seinem neuen Buch zum Lesen von Lyrik: „Augenblicke der Anwesenheit ist die Summe einer intensiven Auseinandersetzung mit Poesie, mit ihren Gegenständen und ihrer Sprache.
YANICK LAHENS: Mondbad
Mit Mondbad erscheint am 16. April im Verlag Litradukt in deutscher Übersetzung durch Jutta Himmelreich der mit dem „Prix Femina“, einem der wichtigsten französischen Literaturpreise, ausgezeichnete Roman der haitianischen Autorin Yanick Lahens.
axel dielmann – verlag: »Frank Xerox’ wüster Traum«
Es ist eine kleine Sensation, dass zum doppelten Jahrestag Rolf Dieter Brinkmanns nach 50 Jahren nun auch ein Text an die Öffentlichkeit gelangt, an dem er mit Ralf-Rainer Rygulla gearbeitet hatte: »Frank Xerox’ wüster Traum« ist ein Literaturexperiment, das zuletzt im Literaturarchiv Marbach zwischen zwei Aktendeckeln schlummerte.
BJÖRN HAYER: Kein Ende der Geschichte
Wie setzt sich die Kultur mit den Fragen unserer Zeit auseinander? Wie reagieren Literatur, Theater und Film auf die tiefgreifenden Herausforderungen unserer Tage? Björn Hayer geht diesen Fragen in seinem aktuellen Essayband "Kein Ende der Geschichte" im Gans Verlag nach.
JAN KUHLBRODT: Chemnitzer Trilogie
Sozusagen als »Volksausgabe« sind nun alle drei autofiktionalen Romane aus der »Chemnitzer Trilogie« des Schriftstellers Jan Kuhlbrodt in einem Band zusammengefasst.
EBERHARD GEISLER: Gemeinschaft der Heiligen
Das Wiedertreffen mit einer vergangenen Liebe kollidiert bei dem Erzähler dieser sowohl klugen als auch zarten Geschichte mit der erneuten Lektüre des »Werther«. Eberhard Geisler spinnt aus dieser Konstellation ein intellektuelles Lesevergnügen.
EBERHARD HILSCHER: »Rendezvous der Träumer, Narren und Verliebten«
In der DDR war Eberhard Hilscher ein literarischer Außenseiter. Viele seiner Erzählungen veröffentlichte er nicht: Science Fiction, gepaart mit subversivem Humor, die heute taufrisch wirken. Der Flur Verlag macht sie nun erstmals unter dem Titel »Rendezvous der Träumer, Narren und Verliebten« einem breiten Publikum zugänglich.
NATHALIE SCHMID: Ein anderes Wort für einverstanden
In ihrem neuen Gedichtband "Ein anderes Wort für einverstanden" erforscht die Schweizer Autorin Nathalie Schmid formal und sprachlich abwechslungsreich Fragen der Identität, des Alltags, des Lebens ebenso wie die "letzten Fragen" vor dem Tod.
MARIE GATÉ: Mirador
Marie Gaté beschreibt in ihrem Roman "Mirador" die verschlungene Geschichte eines Gemäldes aus der Hand des Reisemalers Johann Moritz Rugendas. Ein bildreicher Roman, der durch Jahrhunderte, durch deutsche Geschichte und über den südamerikanischen Kontinent führt.
KRISTINA SCHILKE: Alles was lebt
"Schwebende Leichtigkeit" attestiert Simon Urban dem Debütroman von Kristina Schilke. „Alles was lebt“ ist eine Ode an die Kindheit im Erwachsenenalter und eine kitschfreie Erzählung über das Leben in der Provinz.
KURT OESTERLE: Es lebe die Republik!
Autor Kurt Oesterle zeichnet den Weg Thomas Manns vom zunächst eher unpolitischen, dann beinahe reaktionären Denken zu einem engagierten Verfechter der Demokratie nach. Und entdeckt dabei zahlreiche bedeutsame Texte Manns, die heute wieder hochaktuell sind.
CHARLES NODIER: Jean Sbogar. Ein romantischer Räuberroman
Mit seinem 1818 zunächst anonym erschienenen "Jean Sbogar" greift Charles Nodier die damalige Mode des romantischen Räuberromans auf und verbindet sie mit Elementen der Schauerliteratur und der gothic novel. Eine Wiederentdeckung aus dem Flur Verlag.