BJÖRN HAYER: Kein Ende der Geschichte

In einer Zeit multipler Krisen, angefangen von der existenzbedrohenden Klimakrise über den global zu beobachtendem Aufstieg des Populismus bis hin zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, sehnen sich Menschen nach positiven Gegenbildern und Utopien. Wie setzt sich die Kultur mit den Fragen unserer Zeit auseinander? Wie reagieren Literatur, Theater und Film auf die tiefgreifenden Herausforderungen unserer Tage? Und vermag es die Kultur überhaupt, da sich Gruppen zunehmend in Gegensätzen und den eigenen Echokammern verschanzen, neue, offene Diskussionsräume zu öffnen?
Diesen Fragen geht Björn Hayer in den vorliegenden Essays nach. Und verbindet sie mit einem Appell: »Demokratie und insbesondere eine aufrechte Werteordnung brauchen eine Kunst, die weiter ist und mehr will als die ohnehin vorhandenen Dichotomien zu zementieren.«

Die Texte in diesem Band ringen um dringend gesuchte Narrative für unsere Zeit, ohne unumstößliche Wahrheiten zu behaupten. Sie wagen die unentwegte Expedition in die Künste, weil sie dort trotz aller Kritik zu finden glauben, was wir alle, taumelnd zwischen Krisen-Live-Tickern und Katastrophenmeldungen, so sehr suchen: Hoffnung.

Der Literaturkritiker und Kulturjournalist Björn Hayer setzt sich in diesem Essayband mit der neuen Ernsthaftigkeit bei den schönen Künsten auseinander: „Erzählen scheint gegenwärtig ein höchst dringliches Anliegen zu sein. Romane werden dicker, die Geschichten existenzieller und welthaltiger. Angesichts der politischen Zersetzungserscheinungen und fiebriger Debatten sehen sich die Autoren vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Wer die spätmoderne Krisenkultur aufzuarbeiten versucht, geht es immer häufiger monumental an. Die neuen Wälzer zeugen von einer tiefgreifenden Renaissance des Epischen, wie wir es mit den wuchtigen Klassikern »Die Odyssee« von Homer oder Dantes »Die göttliche Komödie« verbinden“, attestiert er beispielsweise der Literatur.

Der Essayband ist der dritte Band mit Texten zur Gegenwart von Björn Hayer im Gans Verlag. Bereits erschienen sind „Die neuen Schöpfer“ sowie „Jenseits der Menschlichkeit„. Außerdem liegt bei dem Berliner Verlag der aktuelle Roman „Winklers letzter Feldzug“ vor.


Zum Buch:

Björn Hayer
Kein Ende der Geschichte
Texte zu Literatur, Theater und Film
Gans Verlag, Berlin
ET: 12.03.2025
Hardcover, Fadenbindung, Schutzumschlag, Lesebändchen
248 Seiten | 18 x 13 cm
28,00 Euro [D] | 28,80 Euro [A]
ISBN: 978-3-946392-51-4


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*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage