Als ein verstaubtes Gemälde aus dem Elternhaus zum Restaurator gebracht wird, erleben die Besitzer eine veritable Überraschung: Das Bild, das das mexikanische Anwesen der Urgroßeltern zeigt, stammt von dem berühmten Reisemaler Johann Moritz Rugendas (1802 – 1858).
Rugendas und Humboldt
Rugendas, zeitlebens mit dem Südamerikaforscher Alexander von Humboldt befreundet und von ihm gefördert, hatte bereits 19-jährig an einer ersten Expedition nach Brasilien teilgenommen, später führten ihn seine ausgedehnten Reisen nach Mexiko, Chile, Peru, Argentinien, Uruguay und erneut nach Brasilien.

Neben seinen wissenschaftlichen Zeichnungen und der Landschaftsmalerei war es ihm auch ein Anliegen, das Leben der Menschen im Bild festzuhalten, er beschäftigte sich intensiv mit der Bevölkerung und ihrer Kulturgeschichte. Im Jahre 1833 besucht der Augsburger Zeichner und Maler Johann Moritz Rugendas auf seiner Reise durch Mittel- und Südamerika in Mexiko deutsche Emigranten in der Hacienda „El Mirador“.
Inspiriert von der farbgewaltigen Landschaft ensteht sein Gemälde „Blick auf die Hacienda El Mirador und den Pico de Orizaba“. Noch heute befindet sich das Kunstwerk im Besitz der Nachfahren der damaligen Auftraggeber – die, wie es der Zufall will, ausgerechnet in Augsburg leben.
Die Entstehung des Bildes und sein erstaunlicher Weg zurück in die Geburtsstadt seines Schöpfers verknüpft Marie Gaté zu einer facettenreichen Zeitreise durch das 19. und 20. Jahrhundert. „Marie Gaté entfaltet ein lebendiges familiengeschichtliches Tableau und verwebt dieses mit dem koloritreichen Leben des berühmten Malers Johann Moritz Rugendas. In bildreicher Sprache lässt sie ein Stück Kunstgeschichte literarisch lebendig werden“, sagt Dr. Christof Trepesch, Leitender Museumsdirektor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg.
Rezensionen
Rundfunk & Podcasts:
Uwe Kullnick spricht mit der Autorin über ihr Buch, außerdem bietet „Literaturradio Hörbahn“ eine ausführliche Lesung zu Mirador an
„Mirador“ im BR2 -Podcast „Kulturlandschaft Bayern“
„Ein Leben zwischen Ländern, Sprachen und Zeiten“: Marie Gaté gibt im Podcast Buchplausch Auskunft über ihr Leben, ihre Bücher und empfiehlt eigene Lieblingslektüren.
Marie Gaté in der Sendung „Zeit für Bayern“ des Bayerischen Rundfunks
Print:
„Marie Gatés Grundton ist human und pazifistisch. Ihr Schreiben schöpft auch aus ihren Erfahrungen als Dolmetscherin, Lehrerin, Filmkommentatorin. Ihre Literatur bündelt Sachbuch, Essay, Dichtung – und das in einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist. Alle Achtung.“ – Hans Krebs in der Augsburger Allgemeinen
„Kunst und Geschichte vereinen sich in Gatés Roman, der auf wahren Begebenheiten
beruht, zu einer lebendigen Kunstgeschichte. Zugleich ist das Buch auch eine facettenreiche Familiensaga.“ – Barbara Lang, Katholische Sonntagszeitung
„Es ist abenteuerlich, unterhaltsam und belehrend, dieses Buch.“ – Laura Held, ila – Das Lateinamerika-Magazin
Online & Blogs:
Marie Gaté im Interview bei Literatur outdoors
„Die Sprachführung ist dem Inhalt angepasst. Direkt, wenn es um Fakten geht, verspielt und schwärmerisch bei den Bildern und Personen. Auf eine einfache Art und Weise erzeugt Marie Gaté wunderbare Bilder im Kopf, die von einer prächtigen, farbenfrohen Dschungelwelt über einem pulsierenden Valencia bis hin zum nüchternen grauen bayerischen Alltag reichen. Man stelle sich nur den kleinen, quirligen Ubaldo in seiner klammen Lederhose vor … herrlich.“ – Marco Lombardi
„Marie Gaté hat mit ihrem zweiten Roman „Mirador“ ein sehr persönliches und intelligentes Buch verfasst, das entlang von Gemälden und Zeichnungen Rugendas’, welche den Kapiteln vorangestellt und auch farbig abgebildet sind, kunstvoll zwischen den Zeiten wechselt. So entsteht ein abwechslungsreiches Buch, das eine abenteuerlustige und entdeckerfreudige Familiengeschichte erzählt und diese zugleich gekonnt mit Zeit-, Kultur- und Kunstgeschichte verbindet.“ – Barbara Pfeiffer, Kulturbowle
„Der Roman fühlt sich an wie ein kurzweiliger Spaziergang durch eine Gemäldegalerie. Im Mittelpunkt ein Bild, das die Geschichte zweier Familien verbindet über Kontinente und mehrere Epochen hinweg. Das zentrale Thema ist die Suche nach Heimat und die Kunst, die zur Heimat wird.“ – Britta Röder
Zur Autorin

Marie Gaté wurde 1955 in den französischen Ardennen geboren. Nach dem Spanisch-Studium in Reims und Straßburg zog es sie nach Valencia. Heute lebt sie mit ihrem Mann bei Augsburg und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Dolmetscherin. Seit 2012 schreibt die Cineastin Kurzkritiken für Filmportale.
2020 erschien bei STROUX edition ihr Roman „Der Klang des Bleistiftes, der zu Boden fällt“, der 2024 unter dem Titel „Le bruit du crayon qui tombe“ in ihrer eigenen Übersetzung in Frankreich veröffentlicht wurde. Ihre Übersetzung des Romans ins Spanische wird 2025 erscheinen. „MIRADOR“ ist ihr zweiter Roman. Autorenfoto: Matthias Mielitz
Bibliographische Angaben
MARIE GATÉ
MIRADOR
Roman
mit farbigen Abbildungen
STROUX edition, München
204 Seiten, Hardcover, Fadenheftung, € 26,00 [D]
ISBN 978-3-948065-39-3
ET: 26. Februar 2025
Leseproben & Downloads
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STROUX edition
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*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage und Autor*innen
