Lebens-Geschichten: Autobiographisches Schreiben mit Theres Essmann

In ihrem literarischen Debüt „Federico Temperini“ verwebt Theres Essmann auf wunderbare Weise die Lebensgeschichten zweier ganz unterschiedlicher Männer. Nicht von ungefähr wurde diese Novelle auf Anhieb mit dem Literaturstipendium 2020 des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet und ist für den renommierten Thaddäus-Troll-Preis nominiert.

Doch nicht nur im fiktionalen Erzählen von Lebensgeschichten ist die Schriftstellerin zuhause: Sie unterrichtet auch autobiographisches Schreiben. Bei ihrem nächsten Kurs, der im Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart stattfindet, sind noch einige wenige Plätze frei.

Kursbeschreibung:
Erinnerungen verändern sich jedes Mal, wenn wir darauf zugreifen. Und das Verstehen der eigenen Biografie ist einer ständigen Wandlung unterzogen. Indem wir unser Leben uns und anderen erzählen, erfinden wir es daher immer wieder neu, eignen wir es uns immer wieder neu an.

In dieser Schreib-Werkstatt sind Sie eingeladen, den poetischen Blick auf das eigene Leben zu wagen. Dabei geht es nicht um die zusammenhängende Lebensgeschichte. Vielmehr werden Sie einzelne Begebenheiten und Themen in kleine Erzählbögen und Texte fassen. Anhand von vielfältigen Schreibimpulsen experimentieren Sie mit autofiktionalen Stilformen wie dem Brief oder dem Tagebuch, mit Stilmitteln wie der Auslassung und Übertreibung, der Identifikation und Distanzierung, dem Wechsel von Erzählperspektiven und Erzählebenen.

So entdecken Sie schreibend, wie im Spannungsfeld von Erinnerung und Fiktion zwar nicht die eine gültige Wahrheit, aber so etwas wie Wahrhaftigkeit und Sinn aufleuchten kann.Schreiberfahrungen sind von Vorteil, aber nicht Voraussetzung. Ein Laptop erleichtert das Schreiben vor Ort.

Der Kurs findet an sechs Abenden statt und startet am Montag, 11. Oktober. Alle weiteren Informationen samt Anmeldemöglichkeiten finden sich hier: https://www.hospitalhof.de/programm/111021-lebens-geschichten-autobiographisches-schreiben/

Wächst das Rettende auch? Akademiepreis für die literarische Auseinandersetzung mit der Coronakrise

Die Welt durchlebt gerade die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Pandemie bedroht jede und jeden, immer und überall. Und überall wächst das Verlangen nach Rettung, nach medizinischen Lösungen, nach wirtschaftlichen Hilfen, nach Freiheit, Trost und Zuversicht. In dieser eigentümlichen und bedrohlichen Konstellation wird immer wieder auf Hölderlins berühmten Satz verwiesen: »Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch«. Doch welche Aussichten und Einsichten lassen sich aus Hölderlins Vers gewinnen, welche Erkenntnisse und Erfahrungen mit ihnen verbinden? Worauf baut die Zuversicht, worin ist die Hoffnung begründet?

„Wächst das Rettende auch?“: Unter dem Vorzeichen dieses Hölderlin-Wortes riefen die Akademie für gesprochenes Wort und das PEN-Zentrum Deutschland im vergangenen Jahr zu einer literarischen Auseinandersetzung mit den individuellen und sozialen Dimensionen der Coronakrise auf. An dem anonym durchgeführten Wettbewerb beteiligten sich über 400 Autorinnen und Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum mit ihren Texten.

Die sechs Hauptpreisträger und 14 weitere Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die mit einem Anerkennungspreis prämiert werden, werden am Sonntag, 26. September, 16.00 Uhr, bei einem Festakt in Stuttgart gewürdigt. Neben der Verleihung des Akademiepreises wird dabei auch die Anthologie „Wächst das Rettende auch?“, herausgegeben von Prof. Dr. Thomas Knubben, Prof. Uta Kutter und Hubert Klöpfer im Alfred Kröner Verlag, vorgestellt.

Die Hauptpreisträger sind Ruth Erat (Arbon/Schweiz), Christina Müller (Weimar), Ralf Schwob (Groß-Gerau), Katrin Seglitz (Ravensburg), Simone Trieder (Halle/Saale) und Dierk Wolters (Eppstein). Mit Anerkennungspreisen ausgezeichnet werden Dr. Norbert Autenrieth (Cadolzburg), Volker Demuth (Berlin), Günter Detro (Rheinbach), Pauline Füg (Fürth), Heribert Kuhn (München), Anke Laufer (Wannweil), Simone Scharbert (Erfstadt), Carolina Schutti (Innsbruck), Claire Walka (Hamburg), Susanne Neuffer (Hamburg), Bernd Watzka (Wien), Ozan Zakariya Keskinkilic (Berlin), Eva Christina Zeller (Tübingen) und Manuel Zerwas (Speyer).

Der Festakt findet am Sonntag, 26. September, 16.00 Uhr, in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart statt. Die Würdigung der Preisträger und eine Vorstellung der Anthologie geschieht durch die Jury-Mitglieder Prof. Dr. Thomas Knubben und Verleger Hubert Klöpfer. Dr. Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland und Prof. Uta Kutter, Direktorin der Akademie für gesprochenes Wort, überreichen die Urkunden. Das Sprecherensemble der Akademie wird aus den Texten der Hauptpreisträger lesen. Zum Abschluss der Veranstaltung wird Pianist Chris Jarrett mit Orlando Schenk (Gesang) von Jarett komponierte Hölderlin-Lieder uraufführen.

Der ›Preis-Band‹ versammelt 20 Beiträge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – Essays, Gedichte, Erzählungen und dramatische Texte, die aus dem Inneren der Erfahrung berichten und über den Tag hinausweisen. Wer neugierig darauf ist, welche Chancen in der Krise Schriftstellerinnen und Schriftsteller sehen – für den lohnt ein Blick in das Buch: https://www.kroener-verlag.de/details/product/waechst-das-rettende-auch/

Pressemitteilung im Auftrag Verlag/Akademie.

Online-Lesung mit Theres Essmann

Online-Lesung und Gespräch zu »Federico Temperini«
FR 26.03.21, 19:00-20:30 Uhr

Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Der Kölner Taxifahrer Jürgen Krause und der seltsame ältere Herr Federico Temperini, der ihn als Chauffeur anheuert. Aus der Begegnung der ungleichen Männer erwächst nach und nach eine Verbindung, die auch über den Tod hinaus Bestand hat. Die Novelle, aus der die Schriftstellerin Theres Essmann am Freitag, 26.März 2021 um 19:00 Uhr lesen wird, verhandelt Fragen nach dem, was einem Menschenleben Größe, Bedeutung und Sinn verleiht.

Theres Essmann wurde für Ihre Novelle »Federico Temperini« wurde mit dem Literaturstipendium 2021 des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Theres Essmann studierte Germanistik und Philosophie, lebt als Autorin in Stuttgart. In ihrem anderem Leben arbeitet sie als Führungskraft in der freien Wirtschaft. Das Gespräch führt Wolfgang Tischer (literaturcafe.de) mit ihr.

Buchhinweis: Theres Essmann, Federico Temperini, Klöpfer Narr, 2020
Mehr Information zum Buch unter www.theres-essmann.de

DIE VERANSTALTUNG FINDET ONLINE STATT: Sie benötigen zur Teilnahme einen Computer oder Laptop mit Internetzugang sowie ggfs. Kamera und Mikrofon. Bitte reservieren Sie Ihre Teilnahme unter www.hospitalhof.de. Den Zugangslink erhalten Sie 1-3 Tage vor der Veranstaltung zugesandt.

KOSTENBEITRAG entfällt. Quelle: Hospitalhof Stuttgart

Ab 2021: Start der ›Edition Hubert Klöpfer‹ beim Kröner Verlag

Der Alfred Kröner Verlag Stuttgart positioniert sich neu: Das traditionsreiche Stuttgarter Verlagshaus wird ab dem Frühjahr 2021 auch deutschsprachige Literatur verlegen. Programmverantwortlich ist dafür der renommierte Verleger und Büchermacher Hubert Klöpfer, der 1991 den Klöpfer & Meyer Verlag gegründet hatte, der seit Jahrzehnten für schöne Literatur, Sachbücher und Essayistik steht.

Mit der ›Edition Hubert Klöpfer‹ zieht die deutschsprachige Gegenwartsliteratur beim Stuttgarter Traditionsverlag ein.
Hubert Klöpfer (links) und Alfred Klemm (rechts). Bild: Yvonne Berardi

In der ›Edition Hubert Klöpfer‹, die mit sechs Titeln an den Start geht, finden sich namhafte Autorinnen und Autoren mit ihren neuesten Werken wieder, die seit Jahren eng mit dem Klöpfer & Meyer Verlag verbunden sind. Aber auch neue, junge Stimmen der Literatur sollen dort künftig ihren Raum erhalten.

Für den Kröner Verlag bedeutet dieses neue verlegerische Engagement eine „stimmige Weiterentwicklung“, betont der Verleger Alfred Klemm. Das Stuttgarter Haus mit seiner über hundertjährigen Geschichte hatte sich in den vergangenen Jahren immer mehr der schönen Literatur geöffnet. Neben klassischen Ausgaben wichtiger Werke aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, für die Kröner bekannt ist, traten unter anderem in der Reihe ›Erlesenes Lesen‹ Klassiker der Weltliteratur. In den vergangenen Jahren folgten Übersetzungen von Klassikern der Moderne, wie dem Schlüsselwerk der irischen Literatur, Grabgeflüster von Maírtín Ó Cadhain, die damit erstmals dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht werden.
„Dass wir uns nun als unabhängiger Verlag auch der deutschsprachigen Literatur zuwenden, hat sich daraus beinahe organisch entwickelt“, so Alfred Klemm. „Dass Hubert Klöpfer mit seinem Gespür für außergewöhnliche und gute Literatur dafür die Programmleitung übernimmt, ist ein Glücksfall für uns.“ Beide verbindet neben der Leidenschaft fürs Büchermachen eine jahrelange Freundschaft sowie die Zusammenarbeit im Vorstand des baden-württembergischen Landesverbandes des Börsenvereins.

Briefe schreiben – Seminar mit Theres Essmann

Wer Theres Essmann, die Autorin von „Federico Temperini“, als Dozentin erleben möchte, hat im September dazu Gelegenheit: Die Schriftstellerin bietet beim Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart eine Schreibwerkstatt zum Thema Briefe an.

Aus der Ausschreibung des Veranstalters:

Sie möchten den Zauber des Briefeschreibens und –empfangens wieder entdecken? Die eigene Brief-Stimme entwickeln oder ölen? In Zeiten von Abstandsregelungen Nähe über das Schreiben herstellen?

Dann probieren Sie es doch in diesem Kurs über die Kunst des Briefeschreibens aus. Dabei ist es egal, ob Sie Ihre Briefe handschriftlich verfassen oder mit dem Notebook. Vielmehr geht es darum, sich im Alltag die Zeit zu nehmen, die richtigen Worte zu finden, damit Briefe zu lebendigen und wahrhaftigen Mitteilungen »an dich, von mir, über mich« werden können.

In unseren Erinnerungen kommen wir dem auf die Spur, was Briefeschreiben für uns bedeutet. An Beispielen literarischer Briefe sammeln wir Impulse für den eigenen Ausdruck und setzen diese anhand von imaginierten Situationen in konkrete Schreibübungen um.

Am Ende des Kurses nehmen Sie Anregungen und neu gewonnene Vorfreude auf das Schreiben und Empfangen von Briefen mit.

Im Rahmen von: Summer in the City

LEITUNG: Theres Essmann, Schriftstellerin und zertifizierte Referentin für kreatives Schreiben und Biografiearbeit

Weitere Infos: https://www.theres-essmann.de

Kostenbeitrag: 66,00 € /  60,00 € bei Buchung bis 24.08.20

Kurs-Nr. 202-893

Kontakt: info@hospitalhof.de, Tel. 0711 / 2068-150

https://www.hospitalhof.de/programm/070920-briefe-wege-zum-anderen-wege-zu-mir/