GUIDO FUCHS: Vorwiegend heiter bis boshaft: Spitznamen in der Literatur

Weil ein Lehrer in Berlin-Marzahn den russischen Namen »Andrej Tschichatschow« nicht stolperfrei über die Lippen bringt, entstand einer der bekanntesten Spitznamen der jüngeren deutschen Literatur: Aus »Tschichatschow« wurde kurzerhand »Tschick«. Was außerdem in Österreich auch auf Zigarettenstummel und kleine Menschen angewandt wird – beides aber trifft auf Wolfgang Herrndorfs Titelhelden eindeutig nicht zu.

Von »Tschick« und anderen Namensgebungen erzählt Guido Fuchs auf unterhaltsame Weise in »Vorwiegend heiter bis boshaft: Spitznamen in der Literatur«, nun erschienen im Verlag Monika Fuchs. Vom »Attrappenonkel« über »Die Bier­schaumgeborene« und »Tschick« bis »Ziegen-Böck«: In der Literatur finden sich zahlreiche Spitznamen. Sie bringen oft auf den Punkt, was die Leute von ei­ner Person halten oder wie sie wirkt – ähnlich einer Karikatur, die das Charak­teristische eines Menschen zugespitzt zeigt. Sie können liebenswürdig-heiter sein, aber auch boshaft und verletzend.

Guido Fuchs hat literarische Beispiele gesammelt und beleuchtet sie in diesem Buch in verschiedenen Zusammenhän­gen: Wie entsteht ein Spitzname in einem Roman, einer Erzählung, wer kommt auf ihn und spricht ihn erstmals aus? Wie geht jemand damit um? Und wie setzen sich Spitznamen aus der Literatur auch im realen Leben durch? Ebenso schaut Guido Fuchs aber auch auf die diskriminierende Verwendung von Spitznamen in der Literatur, die mit abwertenden, meist rassistischen Motiven hinterlegt sind.

Überwiegend sind jedoch literarische Spitznamen, wie der Autor in seinem Nachwort betont, »ein besonderer Farbtupfer, eine Note, die dem Ganzen erst den runden Klang gibt, eine Gewürzprise für den speziellen Geschmack (…). Wolfgang Herrndorfs »Tschick« bliebe mit »Andrej Tsch…Tschicha… tschoroff einfach unaussprechlich.«

Für diese amüsante Zusammenschau von fast 300 Spitznamen hat Guido Fuchs hunderte von Werken der klassischen und zeitgenössischen Literatur gelesen und studiert – die Referenzen reichen von Balzac und Fontane bis zu Michael Köhlmeier und Wolf Haas. Unter anderem enthält dieses längst überfällige Buch Texte und Zitate von Hans Christian Andersen, Lothar Buchheim, Hans Fallada, Jo­hann Wolfgang von Goethe, Wolfgang Herrndorf, Petra Morsbach, Sten Nadolny, Joachim Ringelnatz, Brigitte Schwaiger, Carl Zuckmayer und weiteren über 120 Autorinnen und Au­toren …

Der Autor:
Guido Fuchs, geboren 1953, ist Publizist und katholischer Liturgiewissenschaftler. Bis 2019 war er als Professor an der Universität Würzburg tätig. Er veröffentlichte mehrere Bücher, zuletzt in diesem Verlag: »In der Bahnhofs­gaststätte. Ein literarisches Menü in zwölf Gängen« (2018).

Bibliographische Angaben:
Guido Fuchs
Vorwiegend heiter bis boshaft: Spitznamen in der Literatur
Verlag Monika Fuchs, Hildesheim, 2022
256 Seiten, Hardcover, zahlreiche Illustrationen, 20,00 € (D), 20,50 € (A)
ISBN 978-3-947066-36-0

Stimmen zum Buch:
„Ein so ausführliches Werk gab es auf dem deutschsprachigen Markt zu diesem Thema noch nicht.“ – Simon Schomäcker in einem Beitrag beim Deutschlandfunk

Das Buch inspirierte zu einem „Streiflicht“ in der Süddeutschen Zeitung.

„Wer sich für die Entstehung und Bedeutung von Spitznamen interessiert, vielleicht sogar selbst mit einem solchen leben muss und sich dazu für Literarisches begeistert, wird mit dem Buch „Spitznamen in der Literatur“ von Guido Fuchs und zwölfseitigem Quellennachweis sicher seine Freude haben.“ – Sigismund von Dobschütz, Mainpost/In Franken

„Man fühlt sich wie in einer geselligen Runde, in der man – vielleicht um eine Feuerzangenbowle – sitzt und sich launige Geschichten erzählt. Und Guido Fuchs haut eine Anekdote nach der anderen raus. Liest man das Buch in einem Ritt, klingelt es noch Tage danach im Schädel.“ – Karsten Koblo, aus-erlesen

Buchvorstellung bei der Leserkanone

Die Verlegerin Monika Fuchs beim Netzwerk „schöne bücher“: https://www.schoenebuecher.net/vom-schlappen-handyakku-bis-zum-streiflicht-spitznamen-buch-haelt-duo-fuchs-auf-trab/

Pressekontakt und Rezensionsanfragen:
Birgit Böllinger
Büro für Text und Literatur
Auf dem Rain 2
86150 Augsburg
Telefon: 0821 4509-133
E-Mail: kontakt@birgit-boellinger.com

Kontakt zum Verlag:
Verlag Monika Fuchs
Langer Hagen 25
31134 Hildesheim
Telefon: 05121-962117
E-Mail: mail@verlag-monikafuchs.de
www.verlag-monikafuchs.de

Beitrag: Werbung/Im Rahmen meiner Pressearbeit

MIRABILIS VERLAG: Besuch vom MDR und Lesungen beim Literaturfest Meißen

Viel los ist derzeit beim Mirabilis Verlag. So kam Katrin Schumacher von MDR Kultur, die in diesem Sommer mit einem Bücherbus unter dem Motto „Unter Büchern unterwegs“ auf Tour durch Mitteldeutschland unterwegs ist, zu Besuch.

„Ich möchte Menschen treffen und mit ihnen über Literatur reden. Ich möchte wissen, was in unseren drei Ländern gelesen wird und wie geschrieben wird, wie Bücher gemacht werden und wo Literatur passiert“, sagt die Literaturkritikerin. Und so machte sie auch Halt beim Mirabilis Verlag, der in Klipphausen/Miltitz seinen Sitz hat.

An Büchern fehlt es nicht im Verlag – so gab es auch dementsprechend viel zu erzählen. Mit dabei waren Muntaha Al-Robaiy und Nicole Nickler mit ihrem Kinderbuch „Layla aus dem Zauberwald“ und Herbert Heinrich Beckmann, der mit dem spannenden Roman „Es sind Kinder“ im Verlagsprogramm vertreten ist.

Die Runde ergänzten Maria Fagerlund und Daniel Bahrmann, die Organisatoren vom Literaturfest Meißen, das vom 10. bis 12. Juni stattfindet. Eine fröhliche und sympathische Bücherrunde mit angenehmen Gesprächen und Interviews bei Kaffee und Kuchen auf der Wiese vor den Verlagsräumen.

Ein großes Dankeschön kam von Verlegerin Barbara Miklaw an die überaus sympathische Katrin Schumacher vom MDR Kultur für ihr Interesse und den schönen Nachmittag  – und an das Literaturfest Meißen, das unabhängige Verlage unterstützt, in diesem Jahr auch einige Büchertische einrichtet und Lesungen ermöglicht. Aus dem Mirabilis Verlag lesen dort Herbert Heinrich Beckmann aus „Es sind Kinder“ am Samstag, 11. Juni, 17.00 Uhr, Martina Altschäfer aus „Andrin“ am Sonntag, 12. Juni, 16.00 Uhr, beide auf der Bühne am Markt, sowie Muntaha Al-Robaiy und Nicole Nickler aus „Layla aus dem Zauberwald“, ebenfalls am 12. Juni, um 15 Uhr auf der Bühne Tuchmachertor. Der Verlag ist an beiden Tagen mit einem Stand vertreten.

Zum tollen Programm des Literaturfestes Meißen geht es hier: https://literaturfest-meissen.de/programm/

Zum Gruppenbild unter der Verlagslinde versammelten sich: Daniel Bahrmann, Maria Fagerlund, Katrin Schumacher, Muntaha Al-Robaiy, Nicole Nickler, Herbert Heinrich Beckmann und Barbara Miklaw (von links).

Infos zu den vorgestellten Büchern:
Layla aus dem Zauberwald
Es sind Kinder
Andrin

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Mirabilis Verlag.

EDITION FAUST: Zum E.T.A.Hoffmann-Jubiläum – Der goldene Topf, illustriert von Alexander Pavlenko

In Frankreich wurde er früh zum Klassiker, im deutschsprachigen Raum hingegen blieb E.T.A. Hoffmann (1776-1822) der Rum lange verwehrt. Heute gilt Hoffmann als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Romantik. Der studierte Jurist war Musiker und Zeichner, Bekanntheit erlangte er jedoch als Verfasser ungeheuerlicher Geschichten wie „Der Sandmann“, die „Serapionsbrüder“ oder „Kater Murr“.
Passend zum 200. Todesjahr von E.T.A. Hoffmann erscheint dessen Novelle „Der goldene Topf“ in der Edition Faust in einer visuell herausragenden Neuausgabe. Ihre Bildwelt erfährt in den Illustrationen von Alexander Pavlenko eine zeitgemäße Interpretation. Pavlenko zitiert die im 19. Jahrhundert verbreitete Scherenschnitttechnik und ermöglicht einen neuen Blick auf Hoffmanns Klassiker mit all seinen Doppeldeutigkeiten.
E.T.A. Hoffmanns Novelle „Der goldene Topf“ entstand während seines Zwischenspiels in Dresden, wo Hoffmann zwischen 1813 und 1814 als Kappellmeister wirkte. Die Novelle war eine seiner ersten schriftstellerischen Erfolge und gilt als ein Höhepunkt der romantischen Literatur. Der Autor selbst bezeichnete das 1814 erschienene Werk als „Märchen aus der neuen Zeit“.
Sie handelt vom jungen Studenten Anselmus, der am Himmelfahrtstag in Dresden durch das Schwarze Tor rennt und in den Korb eines Apfelweibs hineinstolpert. Daraufhin lässt er sich an den Elbwiesen unter einem Holunderbusch nieder, als er plötzlich Stimmen zu hören glaubt. Anselmus blickt in die Augen der Schlange Serpentina und verliebt sich in sie. Kurz darauf wird ihm eine Stelle als Kopierer beim Archivarius Lindhorst angeboten, der in Wahrheit ein Salamanderfürst aus Atlantis und Serpentinas Vater ist…
E.T.A. Hoffmann erzählt Anselmus‘ Weg von Dresden nach Atlantis in einem stetigen Pendeln zwischen bürgerlich-rationaler Realität und der phantastischen Welt der Poesie.

Ebenfalls in diesem Bücherjahr ist in Zusammenarbeit mit Alexander Pavlenko die Graphic Novel FAUST bei der Edition Faust erschienen. Auch hier gelingt es dem international erfolgreichen Künstler Alexander Pavlenko es mit meisterlich gezeichneten Szenen wie aus einem kühnen Historienfilm, Goethes zentrales und exemplarisches Drama mit seinen verschiedenen Sphären, Milieus und Zeiten sinnfällig in entsprechenden Stilen zu visualisieren.

Informationen zum Buch:
E.T.A. Hoffmann
Der goldene Topf
Illustriert von Alexander Pavlenko
Edition Faust, Frankfurt am Main, 2022
168 Seiten, Hardcover, 20,00 €
ISBN 978-3-945400-48-7
https://editionfaust.de/produkt/der-goldene-topf/

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für die Edition Faust.


KRÖNER VERLAG: Tina Stroheker wird mit Berthold-Auerbach-Preis ausgezeichnet

Die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher aus New York hat bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2022 im deutschen Bundestag an ihren Verwandten, den Dichter Berthold Auerbach (1812-1882), erinnert. Doch nicht nur eine Straße in Berlin ist wieder nach ihm benannt, auch in seinem schwäbischen Geburtsort Nordstetten, heute ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Horb am Neckar, wird das Andenken an den im 19. Jahrhundert weltweit gelesenen Bestsellerautor seit Jahrzehnten gepflegt.

Bild: Horst Alexy

Im Berthold-Auerbach-Museum im Schloss Nordstetten lassen sich in einer 1986 vom Deutschen Literaturarchiv Marbach eingerichteten Gedenkstätte seine Schriften und die Stationen seines bewegten Lebens erkunden. Alle fünf Jahre wird zudem der Berthold-Auerbach-Literaturpreis verliehen. Seit 1982 vergibt die Stadt Horb am Neckar im Gedenken an den deutsch-jüdischen Schriftsteller diese Auszeichnung für ein literarisches Werk, das in der Tradition Berthold Auerbachs steht oder sein Erbe in zeitgemäßer Weise fortführt.

Dieses Jahr wird diese Auszeichnung an die Schriftstellerin Tina Stroheker aus Eislingen verliehen. Gewürdigt wird sie für die 2021 in der Kröner Edition Klöpfer im Kröner Verlag Stuttgart erschienene poetische Biografie „Hana oder Das böhmische Geschenk“. Zugleich sollen ihr Engagement zur Förderung von Frauen in Kultur und Gesellschaft und ihr Einsatz für die Verständigung mit Osteuropa die verdiente Würdigung erfahren.

Die Preisträgerin:

Tina Stroheker wurde1948 in Ulm geboren. Heute lebt sie in Eislingen an der Fils. Von 1967 bis 1972 studierte sie Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft in München. Danach unterrichtete sie zehn Jahre lang an Gymnasien in Göppingen und Schwäbisch Gmünd. Seit 1983 arbeitet sie als freie Schriftstellerin. Neben weiteren Auslandsaufenthalten war sie Gastschreiberin im polnischen Lodz und 1986 Stipendiatin der Villa Massimo in Rom. Tina Stroheker wurde mit dem Literaturpreis der Stadt Stuttgart 1992 und mit dem Andreas-Gryphius-Preis 2017 ausgezeichnet. Unter anderem ist sie Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und engagiert sich im Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg. Seit vielen Jahren trägt und fördert sie zahlreiche literarische und künstlerische Projekte.

Das prämierte Werk:

Die Autorin Tina Stroheker widmet ihr Werk der tschechischen Germanistin und Dissidentin Hana Jüptnerová. In 67 Albumblättern verbindet sie eine Auswahl schlichter Familienfotos mit sprachlich dichten, sensiblen Texten. So entsteht ein „poetisches Portrait“, eine ganz eigene, persönliche Art der Biografie, die das reiche Leben einer mutigen und beeindruckenden Frau in Streiflichtern widerspiegelt.

Es gibt dabei keine allwissende Erzählerin, sondern eine Chronistin, die tastet, nachspürt, aufhebt. Ein Betrachten und Beschreiben. Die einzelnen Albumblätter, von denen jedes zum Nach-Fühlen und Nach-Denken einlädt, dokumentieren das freundschaftliche Sich-Annähern zweier Frauen. Solch eine Biografie, die sich aus fotografischen Fragmenten zu einem großen Gedenkbild zusammen zusammenfügt, kann nur eine Dichterin schreiben.

Informationen zum Buch beim Verlag: https://www.kroener-verlag.de/details/product/hana-oder-das-boehmische-geschenk/

Die Preisverleihung:

Die feierliche Verleihung des 7. Berthold-Auerbach-Literaturpreises an Tina Stroheker durch Peter Rosenberger, Oberbürgermeister der Stadt Horb a. N., findet am Mittwoch, 25. Mai 2022 für geladene Gäste im Schloss Nordstetten statt. Die Laudatio hält Sibylle Knauss.

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Alfred Kröner Verlag.

KRÖNER VERLAG: Sibylle Knauss – Der Glaube, die Kirche und ich

Bin ich noch Christin? Und was bedeutet das für mich? Werden meine Enkel noch Christen sein? Oder wird es eine Zukunft geben, in der die Erzählung von Kreuzestod und Auferstehung des Gottessohns in Vergessenheit geraten sein wird? Nein, sagt entschieden die Autorin, sie ist einfach zu ergreifend. Das größte Narrativ der Welt, nennt sie sie und nimmt uns im zentralen Kapitel mit auf eine Reise nach Golgatha.
Es ist das persönlichste Buch der Romanautorin Sibylle Knauss, in dem sie ihr Leben, in Form eines Essays, als eine Beziehungsgeschichte mit Gott erzählt. Eine Beziehung zwischen den Polen Distanz und Nähe, Gläubigkeit und kühler Betrachtung, Alltagserfahrung und Transzendenz. Keine theologische Abhandlung, sondern ein Zeugnis gelebten Lebens und der Suche nach Spuren göttlicher Gegenwart darin. Ein aufgeklärtes zeitgenössisches Bewusstsein und Christ Sein schließen sich nicht aus, meint die Autorin. Davon handelt dieses Buch.

Zur Autorin:
Sibylle Knauss, aufgewachsen am Rande des Ruhrgebiets, Studium der Germanistik, Anglistik und Evangelischen Theologie in München und Heidelberg, 1992–2012 Professorin an der Filmakademie Baden-Württemberg und Drehbuch-Dramaturgin, schreibt seit 1981 Romane, darunter den Bestseller ›Evas Cousine‹, von der New York Times unter die notable books of the year gewählt. Ihre letzten Romane, veritable Erfolge, erschienen alle unter der Verlegerzeit Hubert Klöpfers: Das Liebesgedächtnis und Der Gott der letzten Tage, zuletzt, 2019: Eine unsterbliche Frau. Sibylle Knauss ist Mitglied im deutschen PEN.

Stimmen zum Buch:
Mit Achim Schmitz-Forte spricht Sibylle Knauss in „Neugier genügt“ beim WDR darüber, warum sie aus der Kirche aus- und wieder eintrat, die Zwiespältigkeit des Glaubens und was er für ihr persönliches Leben bedeutet.

„Ich bin Atheistin – und suche Gott“: Sibylle Knauss sprach im Deutschlandradio mit Christiane Florin über ihre Haltung zur Amtskirche, ihre Kritik und Wünsche sowie ihre persönliche Beziehung zu Glauben und Gott. Das Interview in der ganzen Länge gibt es hier.

Informationen zum Buch:
Sibylle Knauss
Der Glaube, die Kirche und ich
Alfred Kröner Verlag, März 2022
160 Seiten, Klappbroschur, 16,00 €
ISBN 978-3-520-72201-0
https://www.kroener-verlag.de/details/product/der-glaube-die-kirche-und-ich/

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Alfred Kröner Verlag

EDITION FAUST: Hartmut Fähndrich – Kleine Festungen

51 Geschichten von 51 Autoren aus elf arabisch-sprachigen Ländern hat der Nahost- und Literaturwissenschaftler Hartmut Fähndrich für die Anthologie Kleine Festungen übersetzt und zusammengestellt, von der Libanesin Maha Nasrallah wurden sie mit filigranen Zeichnungen bereichert. Geschichten, wie sie inhaltlich und stilistisch unterschiedlicher nicht sein könnten und thematisch nur eine Gemeinsamkeit haben: die ersten zwei Jahrzehnte menschlichen Lebens.
Die erzählte Zeitspanne vom Geboren- bis zum Erwachsenwerden durch unterschiedlichste Sozial-, Bildungs- und Gefühlswelten hindurch, geschildert anhand individueller Erlebnisse,
Erinnerungen und Gefühle von Autor:innen unterschiedlichen Alters, verdeutlicht die unglaubliche Verschiedenheit und Vielfalt von Menschen, selbst wenn sie aus demselben Land stammen. Wie beispielsweise die Erzählungen zweier Syrer:innen. In „Die Mörderin“ von Haifa Bitar tyrannisiert ein grausamer Vater seine Tochter jahrelang dermaßen, dass sie keinen anderen Ausweg sieht, als ihn zu erstechen und nach der Tat zu fliehen. Haidar Haidar lässt die weibliche Erzählerin in „Mein Vater“ hingegen sagen: „Er war mir Vater in der Kindheit und wurde mir Freund, Lehrer und Vorbild in einer Umgebung, die ihre Zurückgebliebenheit aus Urzeiten mitschleppte.“
Wichtiges Thema in der arabischen Welt ist, wie überall sonst auch, das Erwachen der Sexualität. So ist in „Die Speichelladung“ von Raja Alem der Tag der ersten Menstruation ein Tag der Schande für die Mutter und einer der Schuld für die Erzählerin. In „Ich kann mich nicht mehr erinnern“ von Laila al-Sajjid Hussain ist dieser Tag lediglich verwirrend für sie selbst, weil sie sich noch gar nicht als Erwachsene fühlt. Oder „Ein Mädchen namens Wien“, das sich erstmals in einen Jungen verliebt, aber feststellen muss, „dass mein Schatz meine Gefühle nicht erwiderte, dass er schwul war. „Er liebte Männer, junge Männer“, wie Sahar Mandur ihre Erzählung enden lässt.
Hamad al-Issa schildert äußerst humorvoll die Konfrontation zweier Kinder und ihrer Eltern mit den Absurditäten der saudi-arabischen Regimestrenge anlässlich einer Tour von Khobar zum Shoppen in Bahrain. „Kleine Festungen“ ist eine Fundgrube für jeden, der Erzählungen liebt, völlig unabhängig davon, ob er sich jemals mit der arabischen Welt auseinander gesetzt hat oder nicht.

Eine Textsammlung für junge Leser und für Erwachsene, die daraus erfahren können, wie Kinder und Jugendliche in der arabischen Welt (zwischen Irak und Marokko, zwischen Syrien und Jemen) aufwachsen, was sie erleben und empfinden, worüber sie sich freuen und woran sie leiden bzw. wie dieses Erleben, literarisch gebrochen, wiedergegeben wird.

Mit Beiträgen von: Sahar Mandur (Libanon), Gamil Atija Ibrahim (Ägypten), Muhammad Safsaf (Marokko), Michaïl Nuaima  (Libanon), Samicha Chrais (Jordanien), Salwa Bakr (Ägypten), M. Salach al-Asab (Ägypten), Nadschwa Binschatwan (Libyen), Anwar Scha‘ul (Irak), Wagdi al-Komi (Ägypten), Ibrahim Samauïl (Syrien), Achmad al-Chamissi (Ägypten), Raja Alem (Saudi-Arabien), Achlam Bischarat (Palästina), Badrija al-Bischr (Saudi-Arabien), Buthaina al-Nassiri (Irak), Edwar al-Charrat (Ägypten), Muhammad al-Bissati (Ägypten)

Hartmut Fähndrich, geboren 1944 in Tübingen, studierte dort und in den USA Nahostwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft; er lebt seit 1972 in der Schweiz; unterrichtete von 1978 bis 2014 an der ETH Zürich arabische Sprache und Kulturgeschichte; übersetzt seit 1984 zeitgenössische arabische Literatur; wurde
mehrfach für seine Übersetzungstätigkeit ausgezeichnet, zuletzt 2016 mit dem Schweizer Literaturpreis – Spezialpreis Übersetzung.

Informationen zum Buch:
Kleine Festungen
Geschichten über arabische Kinder und Jugendliche
Zusammengestellt und aus dem Arabischen übersetzt von Hartmut Fähndrich
Mit Illustrationen von Maha Nasrallah
Edition Faust, Frankfurt Oktober 2021
Klappenbroschur, 382 Seiten, 24,– €
ISBN 978-3-945400-85-2
https://editionfaust.de/produkt/kleine-festungen/

Stimmen zum Buch:
„Die Geschichten selbst und die Herkunft der Autoren sind sehr heterogen, so dass sich hier ein gelungener Querschnitt aus der arabischen Literatur zeigt.“ – Travel Without Moving

Presseanfragen und Rezensionsexemplare: Birgit Böllinger, Telefon 0821 4509-133, kontakt@birgitboellinger

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für die Edition Faust.

JUTTA WEBER-BOCK: Das Vermächtnis der Kurfürstin

Das Schicksal der historischen Christiane Ruthardt, die als uneheliche Tochter unter Vormundschaft und falschem Namen aufwächst, spiegelt die Situation der Frauen Anfang des 19. Jahrhunderts wieder, die von diversen Abhängigkeiten geprägt war. Die Stuttgarter Autorin Jutta Weber-Bock spürt in ihrem neuen historischen Roman »Das Vermächtnis der Kurfürstin« als Fortsetzung von »Das Mündel des Hofmedicus« (2020) der jungen Frau in ihrem Kampf um ein eigenständiges Leben nach. Christiane wächst als Mündel des Hofmedicus von Klein auf, der von seiner Schwester Elisabeth Hehl vergiftet wird. Diese will dadurch die Vormundschaft über Christiane erlangen. Doch Christiane flieht und arbeitet als Kammerzofe bei verschiedenen Herrschaften in Süddeutschland. Ohne die Zustimmung Elisabeths kann sie jedoch nicht heiraten und sich niederlassen. Auf bestickten Servietten erhält Christiane eine geheimnisvolle Nachricht von der Kurfürstin, die sie zur Aufklärung ihrer Herkunft und einem vielversprechenden Erbe führen soll. Doch auch Elisabeth ist auf das Vermögen aus. Sie versucht ihre Vormundschaft auszuspielen und setzt damit nicht nur Christiane mit ihren skrupellosen Intrigen unter Druck. Damit entfaltet die Autorin ein spannendes, fiktives Ränkespiel um die historische Person der Christiane Ruthardt.

Die Handlung:
Nach dem Tod von Christianes Ziehvater liegt das Sorgerecht bei dessen Schwester, der Bergrätin Elisabeth Hehl. Um ihrem Einfluss zu entgehen und eine gute gesellschaftliche Stellung zu erlangen, flieht Christiane. Doch eine standesgemäße Heirat wird ihr von Elisabeth verwehrt. Als Christiane herausfindet, dass Kurfürstin Mathilde ihr eine ansehnliche Geldsumme vermacht hat, schmiedet Elisabeth einen teuflischen Plan, wie sie nicht nur an das Vermögen herankommen, sondern Christiane für immer zu ihrem Mündel machen kann.

Die Autorin:
Jutta Weber-Bock wurde 1957 in Melle geboren und ist dort aufgewachsen. Schon als Kind übten alte Mühlen und Fachwerkhäuser eine große Faszination auf sie aus, ihre Neugier auf Geschichte und Geschichten war geweckt. Sie studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Osnabrück und ist ausgebildete Gymnasiallehrerin. Im Jahr 1983 ist Jutta Weber-Bock mit einer Liebe nach Stuttgart gekommen und aus Liebe zur Stadt geblieben. Heute lebt sie im Heusteigviertel und joggt bei jedem Wetter zum Fernsehturm oder wandert in Istrien, auf der Suche nach Riesen und alten Bahnstrecken. Sie ist freie Schriftstellerin sowie Dozentin und in verschiedenen Autor:innenvereinigungen aktiv. »Das Vermächtnis der Kurfürstin« ist ihr zweiter Roman zum Leben der Giftmörderin Christiane Ruthardt.
https://weber-bock.de/

Stimmen zum Buch:
„Christiane Ruthardt (…) war die letzte Person, die im damaligen Württemberg hingerichtet wurde. 1845 wurde das Urteil gegen Christiane Ruthardt vollstreckt. Ein Schicksal, das Weber-Bock berührte.“ – Portrait in der Neu-Ulmer Zeitung

„Das Vermächtnis der Kurfürstin“ ist die Fortsetzung des historischen Romans „Das Mündel des Hofmedicus“ (…).Erzählt wird auch hier von Christiane Ruthardt, einer jungen Frau, die zu Beginn des 19. Jht. um ein selbstbestimmtes Leben kämpft, gegen Bevormundung, dunkle Machenschaften und Ränkespiele. Und die Autorin entwirft bis ins Detail hinein Bilder vom damaligen Leben.“ – SWR 4, Kultur in Baden-Württemberg

Jutta Weber-Bock gibt in Interviews bei der „Leserkanone“
und bei Buchwurm.info Auskunft zu ihrem neuen Buch.

Ein umfangreiches Interview führte Gerhard Keck mit Jutta Weber-Bock für die Südwest Presse/Neckar-Chronik in Freudenstadt.


„Mit ihrem eindrücklichen, bildhaften Erzählstil nimmt mich Jutta Weber-Bock mit auf eine Reise in eine Zeit, wo Frauen fast keine eigenen Rechte hatten. Beim Lesen merke ich immer wieder, wie aufwendig und genau sie recherchiert hat um mir das Bild dieser Zeit noch eindeutiger vor Augen zu führen. Ich habe diese Reise sehr genossen.“ – Gaby Hochrainer beim „Krimi und mehr“-Blog
„Besonders gut hat mir die ausführliche Recherche der Autorin Jutta Weber-Bock gefallen, vieles von dem, was sie in ihrem Roman erwähnt ist, nachvollziehbar und historisch belegt. So beschreibt sie nicht nur das Leben des Adels oder anderer höher gestellter Personen, auch das Leben der Dienstboten ist anschaulich beschrieben.“ – Manuela Hahn bei „Lesenswertes aus dem Bücherhaus“.
„Christiane, die junge Heldin dieses historischen Romans, gelingt es wegen ständiger Widrigkeiten nicht, sich ein selbst bestimmtes und gut situiertes Leben aufzubauen. (…) Aber sie ist eine echte Kämpferin, gibt nicht auf und ist arbeitet hart. Das zahlt sich schon etwas aus. Sehr gut recherchiert wurde gerade das Leben der einfachen Leute und Dienstboten im 19. Jahrhundert. Sie wurden teilweise fast wie Sklaven gehalten und schlechter behandelt als die verwöhnten Hunde ihrer Herrschaften. Unterhaltsam, sozialkritisch, flüssig geschrieben und informativ ist das Buch.“ – Nur eine vieler positiver Leser*innenstimmen bei Osiander

Zum Buch:
Jutta Weber-Bock
Das Vermächtnis der Kurfürstin
Gmeiner Verlag, Meßkirch, April 2022
Taschenbuch, 480 Seiten, EUR 15,00 [D] / EUR 15,50 [A]
ISBN 978-3-8392-0113-8

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für Jutta Weber-Bock. Rezenionsexemplare, Anfrage für Lesungen oder Interviews können an den Verlag oder gerne auch direkt an mich (kontakt@birgit-boellinger.com) gestellt werden.

MICHAEL KLEINHERNE: Der Mann auf dem Foto

Als der deutsche Journalist Harry in die USA aufbricht, um etwas über seine Familie zu erfahren, ahnt er nicht, dass er sich schon bald auf die Suche nach seinem ihm unbekannten Vater machen wird. Harry begegnet Rassismus, Armut, Hippies und lebensfrohen Künstlern auf seinem Weg durch die Staaten von Michigan bis nach Kalifornien. Die Fahrt von „Motown“ Detroit, eine Stadt geprägt von Armut und Kriminalität, bis zum sonnigen Unicampus Berkeley, wo Reagan einst als Gouverneur die Studenten niederknüppeln ließ, wird zu einem ganz besonderen Roadtrip. Harry lernt nicht nur viel über seine früh verstorbenen Eltern kennen, von deren politischen Engagement in den USA er nichts geahnt hatte, sondern kommt durch ein altes Foto auch auf die Spur eines Mannes, der eine besondere Bedeutung für ihn erlangen wird. Auf der Reise begegnen ihm wurzellose Jugendliche aus prekären Verhältnissen, ein mexikanischer Junge ohne Aufenthaltsgenehmigung, linke Professoren und handfeste Landärzte, die einfach nur helfen wollen.

Pressestimmen:

„In schnörkellosem und präzisem Stil spannt Kleinherne einen Bogen von 1969 über die 80er Jahre bis in die Gegenwart. Elegant verschränkt er Stimmungen und Fakten mit den individuellen Geschichten der Figuren.“ – Barbara Fröhlich, Donaukurier
„Der Autor schafft es, … den Leser in das Buch ´hineinzusaugen´ und mit auf die Reise durch Amerika zu nehmen. Er hält spielend die Spannungsbögen und lässt keinerlei Leerlauf entstehen.“ – Beate Trautner, Westfälische Nachrichten

Zum Autor:
Michael Kleinherne, 1964 in Westfalen geboren, lebt in Bayern. Er arbeitet dort – nach Promotion und Auslandsaufenthalten – als freier Autor und Journalist sowie als Dozent für Kreatives Schreiben und Englisch. 2002 erhielt er den Reportagepreis der Akademie der Bayerischen Presse in München. An der Universität Eichstätt-Ingolstadt leitet er das jährliche Festival LiteraPur. 2012 erschien sein Kurzgeschichtenband Drehpause, 2014 die Novelle Daniel, 2016 der Roman Die Aktion. Verschiedene Kurzgeschichten sind in unterschiedlichen Anthologien veröffentlicht worden. 2015 war er auf Einladung der University of Dallas Gastautor am Dallas Goethe Center.

Informationen zum Buch:
Michael Kleinherne
Der Mann auf dem Foto
Bayerischer Poeten- & Belletristik-Verlag, Reichertshofen, 2020
Taschenbuch | 18,6×11,8cm | 356 Seiten | 10,00 EURO
ISBN 978-3-944000-31-2
Hier geht es zum Verlagsprogramm

Presseanfragen und Rezensionsexemplare: Birgit Böllinger, Telefon 0821 4509-133, kontakt@birgitboellinger

MIRABILIS VERLAG: Wolfgang Allinger und Ute Kliewer – Zeit zieht nicht

Ina und Paul treffen sich an der Universität Marburg. Sie möchten Lepcha lernen, eine Sprache, die vor allem in Sikkim und Darjeeling gesprochen wird. Ihr Traum, diese Himalaya-Region im Grenzgebiet von Nepal, Tibet und Indien zu bereisen, wird jedoch erst vier Jahrzehnte später Wirklichkeit. Auf ihrer Reise lernen sie wunderbare Menschen kennen und tauchen tief ein in die Kultur dieser einzigartigen Bergwelt.

„Erzähl mir von Darjeeling“ lautet der Untertitel dieser besonderen Reiseerzählung: Das Autorenduo Wolfgang Allinger und Ute Kliewer erfüllt diesen Wunsch auf besondere Weise. Poetisch, behutsam und mit einem feinen Blick auf Land und Leute ist „Zeit zieht nicht“ ein Buch, das einen auf ganz besondere Art mit auf Reisen nimmt.

Die Autoren:

WOLFGANG ALLINGER wurde in Dortmund geboren. Er studierte in Dortmund, Duisburg und Perugia. Seit 2017 lebt und arbeitet er in Neustadt an der Weinstraße. Seit 2007 ist er Herausgeber des Literaturmagazins Wortschau.
UTE KLIEWER wurde in Merseburg geboren und wuchs in der DDR auf. Sie studierte an der TU Dresden und lebt und arbeitet seit 1989 in der Südpfalz.

Stimmen zum Buch:

„Einen bezaubernden kleinen Roman, der von einer Reise angeregt wurde, die sie im November 2019 in die Himalaya-Region führte, haben jetzt der Neustadter Wolfgang Allinger und seine Südpfälzer Schreibpartnerin Ute Kliewer vorgelegt: „Zeit zieht nicht“ lautet der Titel, und Entschleunigung ist hier tatsächlich Programm.“ – Holger Pöschl, Die Rheinpfalz

Eine Rezension von Eric Giebel beim Blog Vitabu Vingi mit interessanten Hinweisen zur Sprache Lepcha, die die Protagonisten der Erzählung lernen möchten.

„Wundervolle Reiseliteratur“ – Jörg Berghoff

„Lebensgeschichten. Wunderschön geschrieben und inspirierend.“ – Karminrotes Lesezimmer

Zu Gast bei Hauke Harders Leseschatz-TV: Ute Kliewer und Wolfgang Allinger erzählen etwas über „Zeit zieht nicht“.

Das Buch:

Wolfgang Allinger/Ute Kliewer
Zeit zieht nicht
Erzähl mir von Darjeeling
Mirabilis Verlag, März 2022
112 Seiten, Hardcover, Fadenheftung, 16,90 €
Umschlaggestaltung: Florian L. Arnold
ISBN 978-3-947857-15-9
https://mirabilis-verlag.de/produkt/wolfgang-allinger-ute-kliewer-zeit-zieht-nicht-erzaehl-mir-von-darjeeling/

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Mirabilis Verlag.

EDITION FAUST: Der „Faust“ als Graphic Novel

Alle Welt kennt den Gelehrten Faust, der einen Pakt mit dem Teufel schloss. Übersetzt liegt der Tragödie erster Teil in sämtlichen europäischen und vielen weiteren Sprachen vor, so
beispielsweise in Chinesisch, Persisch, Urdu, Georgisch etc. Einige Zitate aus dem großen Werk sind Teil unserer Umgangssprache geworden. Hätte Goethe diese Geschichte in
unseren Zeiten erfunden, würde sie als Drehbuch für einen Film oder ein Game dienen. Jedoch fordert das Original sowohl hinsichtlich der Sprache als auch in Teilen der inhaltlichen Bezüge dem heutigen Leser viel ab, ist ohne Interpretationshilfen schwer in Gänze zu verstehen. Damit wird DAS deutsche Standardwerk vor allem bei Schülern immer unbeliebter und unbekannter. Die Graphic Novel FAUST will hier Abhilfe schaffen und das Meisterwerk jedem zugänglich machen.

Jan Krauß hat das sehr deutsche Lyrik-Werk vorsichtig sprachlich entstaubt, sensibel in Prosa transferiert und eine dramaturgisch gekonnte Fassung geschaffen, die Leser generationenübergreifend fesselt. Goethe-Experten haben die Textadaption kritisch gegengelesen. Von Jan Krauß liegen bereits der Nietzsche-Remix „Der dritte Dionysos“ und das Kinderbuch „Thors Hammer“ (Edition Roter Drache) vor.
Dem international erfolgreichen Künstler Alexander Pavlenko gelingt es mit meisterlich gezeichneten Szenen wie aus einem kühnen Historienfilm, Goethes zentrales und exemplarisches Drama mit seinen verschiedenen Sphären, Milieus und Zeiten sinnfällig in entsprechenden Stilen zu visualisieren. So dass auch Wagner, Fausts Famulus, schwärmen kann: „Es ist ein so großes Vergnügen, sich in den Geist der Zeiten zu versetzen.“ Von
Alexander Pavlenko erschien zuletzt die Graphic Novel „Herzl“ im Suhrkamp Verlag.

Informationen zum Buch:

Graphic Novel von Alexander Pavlenko
und Jan Krauß nach Goethes FAUST I
Edition Faust, Frankfurt November 2021
Format: 175 x 230 mm
Gebunden. Vierfarbig. 162 Seiten. 24,– €
ISBN 978-3-945400-78-4
https://editionfaust.de/produkt/faust/

Stimmen zum Buch:

Eine ausführliche Besprechung von Florian Balke erschien in der FAZ.

„Diese Graphic Novel erschließt uns dieses sehr deutsche Werk mit meisterlich gezeichneten Szenen wie aus einem kühnen Historienfilm. Dem international erfolgreichen Künstler Alexander Pavlenko gelingt es, Goethes exemplarisches Drama mit seinen verschiedenen Sphären, Milieus und Zeiten sinnfällig in entsprechenden Stilen zu visualisieren. Jan Krauß hat Goethes Lyrik adäquat in Prosa transferiert.“ – Kronen Zeitung

„Zum Verlieben schön“, urteilt Lorenz Gatt in „Strandgut“.

Hauke Harder stellt das Buch im Videokanal seiner Buchhandlung ausführlich vor: https://www.youtube.com/watch?v=gBj4b2UMBiA

„Es gelingt der Graphic Novel Ausgabe, genau dort anzusetzen, wo vor allem jüngere Leserinnen und Leser den originalen „Faust“ zur Seite legen würden. Hier wird gezeigt, dass wir noch so Einiges mit diesem nur scheinbar eingestaubten Heinrich Faust zu schaffen haben.“ – Lesering

„Ich bin mir (…) sicher, dass die Graphic Novel dazu motivieren kann, Goethes spannende Tragödie in die Hand zu nehmen und das Original (mit viel Freude) zu lesen.“ – Blog Travel Without Moving

„Der Faust als Graphic Novel hat eine alte spannende Geschichte zu bieten und vermeidet eine Sprache, die als Hemmschwelle davor liegt, wenn man nicht gerade an alten Texten interessiert ist. Aufgrund der Bilder kann sie sehr gut für sich selber stehen. Auch wenn ich keine eifrige Faust-Leserin bin, fände ich es schön, wenn dieses Werk Lust aufs Original machen könnte.“ – Heike Baller, Kölner Leselust

„Wer den Original-„Faust“ will, wird indes in vielen Ausgaben fündig. Zu Recht wohl ist der Verlag, der sogar Edition Faust heißt, jüngeren Generationen entgegengekommen, die hier einen spannenden Historienfilm erleben.“ – Irmtraud Gutschke, Literatursalon


Presseanfragen und Rezensionsexemplare: Birgit Böllinger, Telefon 0821 4509-133, kontakt@birgitboellinger

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für die Edition Faust.