EBERHARD HILSCHER: Maestros Himmel- und Höllenfahrt.
Szenen um Robert Schumann

Auch «Maestros Himmel- und Höllenfahrt» ist ein Fund aus dem Nachlass Hilschers, der in der Staatsbibliothek zu Berlin lagert. «Mit Maestros Himmel- und Höllenfahrt geht nun der Blick zurück zu den Anfängen des Schriftstellers – und weit voraus zur Imaginationskraft einer Kunst, die mit jeder umgeblätterten Seite, jeder feingestrichenen Saite und mit jedem Tastenschlag auf dem Klavier neue Welten eröffnet. Höllisch sind sie nicht, eher himmlisch», betont Herausgeber Volker Oesterreich in seinem Nachwort.

Kurz nach der Dresdener Uraufführung seines Oratoriums Das Paradies und die Peri im Jahr 1843 bricht Robert Schumann mit seiner Frau zu einer viermonatigen Russlandreise auf. Gemeinsam erleben sie den Glanz von Sankt Petersburg und Moskau, aber erschrecken auch über die Gegensätze zwischen Adel und Landbevölkerung. Während dieser Reise blickt der kränkelnde Robert oft voller Neid auf die pianistischen Erfolge seiner Frau Clara. Zurück in Deutschland wird das Ehepaar Schumann Zeuge der Ereignisse der Revolution von 1848/49. Der Komponist verspürt erneut eine ungeheure Schöpferkraft und arbeitet an seinen Szenen aus Goethes Faust. Zugleich legt sich schon eine „gespenstische Verschattung“ über sein Leben.

Flur Verlag Eberhard Hilscher

Rezensionen

„Es gilt, ihn als Schriftsteller wiederzuentdecken“ – Matthias Roth, Rhein-Neckar-Zeitung

„Das ironisch gebrochene Szenario und die launigen Dialoge, in denen über die Möglichkeiten der Kunst verhandelt wird, lassen ein wenig an Daniel Kehlmann denken.“ – Welf Grombacher, Nordkurier

Pünktlich zum 120. Todestag von Robert Schumann rezensiert Torsten Möller bei SWR Kultur den Roman.

„Kraftvoll und kurzweilig (…)“ – Christian Kaiser, Stadtkind Hannover

„Das Buch ist gleichermaßen eine Entdeckung für Freunde historischer Romane wie für musikinteressierte Leser.“ – Matthias Voß, Wochenspiegel der Märkischen Allgemeinen

„So sieht Hilscher auch Schumann: als Genie in den Klauen des Dämons, als tragischen, zerrissenen Künstler – vor allem aber als Menschen, dessen Stärke gerade aus seinen Schwächen erwächst. Damit erweist sich die humanistische Botschaft des Schriftstellers aus Świebodzin als bemerkenswert aktuell.“ – Univ.-Prof. Dr. habil. Nina Nowara-Matusik, Neues Wochenblatt

„Gleichzeitig ist der Roman voller skurriler Episoden und ironischer Brechungen, die einen wohltuenden Gegensatz zu der getragenen Grundstimmung bilden.“ – Marion Voigt, Folio Lektorat

„Der vielschichtige und atmosphärische Roman ist vor allem aufgrund Hilschers Vorliebe für gute, gelegentlich ironische Dialoge überaus unterhaltsam. Es ist keine sachlich-trockene Künstlerbiografie.“ – Sigismund von Dobschütz, buch.besprechung

Autor
Der Schriftsteller Eberhard Hilscher Flur Verlag

Eberhard Hilscher(1927–2005) wurde in Schwiebus (heute polnisch Świebodzin) geboren. Er studierte in Berlin an der Humboldt-Universität Literaturwissenschaft und lebte in der DDR als freischaffender Schriftsteller. Neben Monografien über Gerhart Hauptmann oder Thomas Mann verfasste er Novellen, Essays, Lyrik und Romane. Darunter sein Hauptwerk Die Weltzeituhr (1983, unzensiert 2017). Literarisch fand er erst nach der Wende Anerkennung und wurde u.a. mit der Schiller-Ehrengabe in Weimar ausgezeichnet. 2000 wurde er zum Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Świebodzin ernannt und wurde dort, nach seinem Tod in Berlin, in einem Ehrengrab beigesetzt.

Eberhard Hilscher war ein literarisches Ausnahmetalent, dessen Schreiben von kompositorischen Freiheiten, Sprachwitz und ästhetischem Anspruch geprägt war.

Verlag

*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage und Autor*innen



JEAN DE PALACIO: Veturia

„Veturia“ ist nach „Das Portrait“ der zweite Roman des Literaturwissenschaftlers Jean de Palacio, den der Flur Verlag in deutscher Erstübersetzung herausbringt. Eine phantastische Entdeckung!

DANIEL DUBBE: Stopps & Stationen

„Stopps & Stationen“, der erste Gedichtband des Hamburger Autors Daniel Dubbe, versammelt Gedichte aus fünf Jahrzehnten. Sie sind ganz der von Rolf Dieter Brinkmann geprägten Snapshot-Ästhetik verpflichtet.