Mit "Begegnung in Samarra" wurde der amerikanische Schriftsteller John O'Hara 1934 schlagartig bekannt. In seinem zweiten Roman sezierte er den amerikanischen Traum vom sozialen Aufstieg.
Liz Moore – Leben in Parallelwelten
Mit "Der Gott des Waldes" gelang Liz Moore der Durchbruch. Ihre Erzähltechnik ist aber auch schon im Frühwerk "Der andere Arthur" angelegt. Eine Autorin, von der man noch viel erhoffen darf.
US-Autorinnen sagen: It’s a woman’s world
Der politischen und gesellschaftlichen Realität in den USA setzen zeitgenössische Schriftstellerinnen immer wieder starke Romane entgegen. Eine Auswahl mit Büchern von Jami Attenberg, Rachel Kushner, Lionel Shriver und Attica Locke bis hin zu Jacqueline Woodson.
Henry James: Lebensängste, überaus elegant verpackt
Vom charmanten Frühwerk bis zu den Romanen der letzten Jahre: Henry James ist ein Autor, der wie kein zweiter die leisesten Schwingungen der Seele erfasst. Das zeigen schon "Die Europäer" von 1878, vollendet ist es in "Die Gesandten" von 1903.
Der Südstaaten-Kosmos von William Faulkner – alles endet in Schall und Wahn
Er galt als der herausragendste Stilist seiner Zeit, ein bahnbrechender Autor, der den nordamerikanischen Roman in die Moderne führte: William Faulkner (1897 bis 1962). Ein Beitrag mit Rezensionen von "Schall und Wahn", "Als ich im Sterben lag" und "Absalom, Absalom!".
Upton Sinclair – der Schriftsteller mit Mission
Upton Sinclair war einer der meistgelesenen Autoren seiner Zeit, seine Romane zugleich auch immer politische Manifeste. So "Der Dschungel" von 1906 und "Boston" von 1928 über einen Justizskandal, der die Welt bewegte. "Am Fließband" zeigte schließlich die düstere Entwicklung des Kapitalismus à la Henry Ford.
Sinclair Lewis, der Staubaufwirbler
Er sezierte das nordamerikanische Spießbürgertum: Sinclair Lewis, der unter anderem mit "Babbitt" einen zeitlosen Charakter geschaffen hat. Neben "Main Street" wird hier auch "Das ist bei uns nicht möglich" rezensiert, eine bittere Satire auf den Weg der USA in eine Diktatur.
Sylvia Plath – Schreiben unter der Glasglocke
Sylvia Plath (1932 – 1963) hinterliess ein schmales Werk, das aber - über ihre eigene Biographie hinaus - bis heute von Bedeutung ist. Ihr Roman "Die Glasglocke" ist von düsterer Schönheit, herrlich leicht und witzig dagegen ihr Kinderbuch "Das Bett-Buch".
Louis Begley und Jerzy Kosinski: Lügen, um zu überleben
Zwei Überlebende, zwei ganz unterschiedliche Bücher über den Holocaust: Louis Begley und Jerzy Kosinski verarbeiteten das Grauen auf sehr verschiedene Weise. "Lügen in Zeiten des Krieges" und "Der bemalte Vogel" im Vergleich.
E. M. Forster sah unsere Gegenwart voraus: Die Maschine steht still
"Die Maschine steht still" erschien 1909. Doch diese Dystopie liest sich so überzeugend und ist verblüffend aktuell, als habe E. M. Forster schon ein paar Jahre Facebook-Mitgliedschaft hinter sich gebracht.
Gabriele Tergit – die Unerschrockene mit der Berliner Schnauze
Gerichtsreportagen, Feuilletons, Lebenserinnerungen und Romane: Das spät wiederentdeckte Werk von Gabriele Tergit (1894 - 1982) ist großartig. "Käsebier erobert den Kurfürstendamm", die "Effingers" und "Der erste Zug nach Berlin" in näherer Betrachtung.
Toni Morrison – das literarische Gewissen der USA
Sie erhielt als erste afroamerikanische Schriftstellerin den Literaturnobelpreis: Toni Morrison (1931 - 2019), das literarische Gewissen der USA. Neben "Menschenkind" stellt der Beitrag ihre späteren Romane "Heimkehr" und "Gott, hilf dem Kind" vor sowie den Essayband "Die Herkunft der Anderen".
Der US-Roman. Zwischen Neo-Western und Neo-Noir
Neben einer zunehmenden Diversifizierung und Multikulturalität ist die zeitgenössische nordamerikanische Literatur auch geprägt vom politisch engagierten Roman. Mit Rezensionen zu Romane von Joshua Cohen, Anthony Doerr, Adam Johnson bis hin zu J. Ryan Stradal.
Dostojewski und die Dämonen – die «Bösen Geister» spuken noch
Bis heute nicht unumstritten, aber zweifelsohne ein Klassiker: Dostojewskis politischster Roman "Böse Geister" oder auch "Die Dämonen".
Lauter toxische Verhältnisse: Das Lebensdrama des Richard Yates
Es gibt Schriftsteller, die umkreisen immer wieder dieselben Themen. Und dennoch wird man ihrer nicht überdrüssig. Einer davon ist Richard Yates. Neben den Stories beleuchtet der Beitrag die Romane "Cold Spring Harbor", "Zeiten des Aufruhrs" und "Young Hearts Crying".