Susan Glaspell (1876 - 1948) war eine Pionierin der feministischen Literatur in den USA. Die Pulitzer-Preisträgerin wird nun im deutschsprachigen Raum wiederentdeckt. Zum 150. Jahrestag bringt der Stifter Verlag ihren Roman "Treue" in einer neuen Übersetzung heraus.
DUBRAVKA UGREŠIĆ: Füchsin
"Füchsin" von der mehrfach preisgekrönten kroatischen Schriftstellerin Dubravka Ugrešić (1949 - 2023) ist eine flirrende Erkundung der Literatur. Changierend zwischen Essay und Erzählung entsteht ein raffiniertes Spiel mit Fiktion und Wahrheit.
Liz Moore und ihre Romane – Leben in Parallelwelten
Mit "Der Gott des Waldes" gelang Liz Moore der Durchbruch. Ihre Erzähltechnik ist aber auch schon im Frühwerk "Der andere Arthur" angelegt. Eine Autorin, von der man noch viel erhoffen darf.
Henry James: Lebensängste, überaus elegant verpackt
Vom charmanten Frühwerk bis zu den Romanen der letzten Jahre: Henry James ist ein Autor, der wie kein zweiter die leisesten Schwingungen der Seele erfasst. Das zeigen schon "Die Europäer" von 1878, vollendet ist es in "Die Gesandten" von 1903.
EMIL BELZNER: Marschieren – nicht träumen. Zerstörte Erinnerung
Erschütternd, burlesk und modern: Der 1931 erstmals veröffentlichte Antikriegsroman "Marschieren - nicht träumen" von Emil Belzner ist auch fast 100 Jahre später noch ungeheuer lesenswert.
Der Südstaaten-Kosmos von William Faulkner – alles endet in Schall und Wahn
Er galt als der herausragendste Stilist seiner Zeit, ein bahnbrechender Autor, der den nordamerikanischen Roman in die Moderne führte: William Faulkner (1897 bis 1962). Ein Beitrag mit Rezensionen von "Schall und Wahn", "Als ich im Sterben lag" und "Absalom, Absalom!".
Upton Sinclair – der Schriftsteller mit Mission
Upton Sinclair war einer der meistgelesenen Autoren seiner Zeit, seine Romane zugleich auch immer politische Manifeste. So "Der Dschungel" von 1906 und "Boston" von 1928 über einen Justizskandal, der die Welt bewegte. "Am Fließband" zeigte schließlich die düstere Entwicklung des Kapitalismus à la Henry Ford.
Sinclair Lewis, der Staubaufwirbler: Wichtige Romane des Literaturnobelpreisträgers
Er sezierte das nordamerikanische Spießbürgertum: Sinclair Lewis, der unter anderem mit "Babbitt" einen zeitlosen Charakter geschaffen hat. Neben "Main Street" wird hier auch "Das ist bei uns nicht möglich" rezensiert, eine bittere Satire auf den Weg der USA in eine Diktatur.
Sylvia Plath – Schreiben unter der Glasglocke
Sylvia Plath (1932 – 1963) hinterliess ein schmales Werk, das aber - über ihre eigene Biographie hinaus - bis heute von Bedeutung ist. Ihr Roman "Die Glasglocke" ist von düsterer Schönheit, herrlich leicht und witzig dagegen ihr Kinderbuch "Das Bett-Buch".
EBERHARD HILSCHER im Flur Verlag
Eberhard Hilscher war ein Ausnahmetalent, dessen eigene literarische Werke jedoch in der DDR - trotz teilweise hoher Auflagen seiner Künstlermonographien - größtenteils unveröffentlicht blieben. Mit dem Erzählband »Rendezvous der Träumer, Narren und Verliebten« und dem Künstlerroman «Maestros Himmel- und Höllenfahrt» schließt der Flur Verlag diese Lücke.
Louis Begley und Jerzy Kosinski: Lügen, um zu überleben
Zwei Überlebende, zwei ganz unterschiedliche Bücher über den Holocaust: Louis Begley und Jerzy Kosinski verarbeiteten das Grauen auf sehr verschiedene Weise. "Lügen in Zeiten des Krieges" und "Der bemalte Vogel" im Vergleich.
E. M. Forster sah unsere Gegenwart voraus: Die Maschine steht still
"Die Maschine steht still" erschien 1909. Doch diese Dystopie liest sich so überzeugend und ist verblüffend aktuell, als habe E. M. Forster schon ein paar Jahre Facebook-Mitgliedschaft hinter sich gebracht.
Gabriele Tergit: Die Unerschrockene mit der Berliner Schnauze
Gerichtsreportagen, Feuilletons, Lebenserinnerungen und Romane: Das spät wiederentdeckte Werk von Gabriele Tergit (1894 - 1982) ist großartig. "Käsebier erobert den Kurfürstendamm", die "Effingers" und "Der erste Zug nach Berlin" in näherer Betrachtung.
KERSTIN SPECHT: Mittelberge
Auch Elke Heidenreich konnte sich dem Sog nicht entziehen: "Mittelberge", der späte Debütroman der gefeierten Theaterautorin Kerstin Specht, erzählt von der Welt kleiner Leute und einem eigensinnigen Mädchen.
Toni Morrison – das literarische Gewissen der USA
Sie erhielt als erste afroamerikanische Schriftstellerin den Literaturnobelpreis: Toni Morrison (1931 - 2019), das literarische Gewissen der USA. Neben "Menschenkind" stellt der Beitrag ihre späteren Romane "Heimkehr" und "Gott, hilf dem Kind" vor sowie den Essayband "Die Herkunft der Anderen".