DENISE BUSER: Die Altenboomer


Was kommt im Alter auf mich zu? Es ist die Frage, die sich das ganze Leben hindurch stellt. Was kommt auf mich zu? Es gibt viele Antworten darauf, die alle unsicher sind. Ist es nicht ergiebiger, Wünsche an sich selbst zu formulieren, statt die ungewisse Zukunft zu befragen? Dann bleibt die Macht in meiner Hand, zum Beispiel die Macht über mein Lächeln. Ein anderer großer Wunsch könnte die Versöhnung mit dem Alter sein.

Nicht mehr durchstarten müssen, Schritttempo tut es auch. Mit dem Älterwerden begeben wir uns auf eine Reise, deren Ziel zwar feststeht, aber nicht der Weg, den wir dabei gehen. Doch warum daraus gleich ein großes Altersprojekt machen und sich wieder abmühen? Es hindert uns nichts daran, zuerst einmal auszuschlafen und dann darüber nachzudenken, meint die Basler Schriftstellerin Denise Buser.

Cover des Essaybands Die Altenboomer

Wie werden das Alter und die damit verbundene Verletzlichkeit in der Kunst dargestellt? Was bedeutet das für das eigene Älterwerden? Welche Bedeutung kommt dem Herzblut und Engagement im Alter zu? Wie und wo findet man Trost und Hoffnung? Ist Sex im Alter noch ein Thema?

Denise Buser geht dabei ebenso auf die Probleme und Sorgen, die das Älterwerden mit sich bringt, ein, wie auch auf die Vorteile – ein Buch, das Mut macht und bestärkt.


Rezensionen

TV & Print:

Denise Buser im Gespräch bei regioTVplus

Wolfgang Südbeck-Baur hat Denise Buser zum Thema Älter werden für „Publik-Forum“ interviewt.

Was wünschen Sie sich fürs hohe Alter?
„Das Leben ist voller Ecken und Kanten. Im hohen Alter lassen sich diese möglicherweise abrunden, sodass man mit allem, was ist und einmal war, eines
Tages versöhnt ist.“
Denise Buser im umfangreichen Interview mit der „Schweizer Familie“, März 2026

Online & Blogs:

„Die Altenboomer“ wird unter den Buchtipps für 2025 bei Palais F*luxx empfohlen

„Und genau deshalb fühlt sich der Essay Altenboomer von Denise Buser so persönlich an: Er ist an mich gerichtet. An meine Generation. An mein Jetzt. Buser sagt mir nicht, wie ich mit Cremes, Tinkturen und Durchhalteparolen jung bleibe. Sie fragt etwas viel Ehrlicheres: Wie wirst du alt? Und was machst du aus dieser Zeit?“ – Lesen mit Carola

„Die 1959 geborene Autorin und Juristin hat mit diesem kleinen Buch einen wichtigen Fahrplan guter Ideen zusammengestellt, wie wir unseren Lebensabend verbringen könnten, ohne zu verzweifeln. Mit ihrer klugen Lebenserfahrung und der richtigen Prise Humor hat sie definitiv mein Bewusstsein erweitert.“ – MariOn

„Das Leben ist nicht vorbei, auch nicht mit dem Renteneintritt (…). Wir dürfen uns mit dem Alter versöhnen. Die Autorin beschreibt es so liebevoll, behutsam, ehrlich und schnörkellos. Ich fand mich in vielen Zeilen sofort wieder und musste oft schmunzeln oder zustimmend nicken.“ – christines.mixtum.compositum

„im Frühjahr 2025 erzählte die ehemalige Strafrichterin im Sissacher Kulturbistro Cheesmeyer vom harzigen Leben lange verkannter Dichterinnen. Sie tat dies, wie gewohnt, fein, fundiert und differenziert. Und so kommt auch ihr neues Oeuvre daher. Zudem witzig und spitzig.“ – Ueli Maeder bei seniorweb

Die Altenboomer greift ein heißes Thema auf, das von ganz unterschiedlichen literarischen, staats- und finanztechnischen Operationen artikuliert wird. In der Kombination von Alter und weiblichem Geschlecht wird es von Denise Buser noch einmal zugespitzt. Und – gleich vorweg – ins Positive transformiert.“ – Night out @ Berlin

„Noch stärker wird das Buch allerdings dort, wo Buser von sich selbst schreibt, wo sie ihre eigenen Alltagsbeobachtungen einfließen lässt oder Szenen von Menschen im Alter vor dem geistigen Auge erstehen lässt. Dann spricht sie auf Augenhöhe mit den Lesenden.“ – Andreas Urban, urbslit.de

Autorin

Denise Buser

Geboren 1959, ist Autorin und Juristin und hat in verschiedenen Funktionen als Unidozentin und Strafrichterin gearbeitet. 2006 wurde sie mit dem Wissenschaftspreis der Stadt Basel ausgezeichnet. Neben wissenschaftlichen Texten und Kulturreportagen publiziert sie Belletristik und Lyrik. Sie lebt in Basel, zeitweilig in Berlin und Tanger (Marokko). «Die Altenboomer» ist nach «Dichten gegen das Vergessen» (2023) ihr zweites Buch bei Zytglogge.

Bibliographische Angaben

Denise Buser:
Die Altenboomer
Was das Leben jetzt verspricht
Essay
Zytglogge Verlag, Basel
Gebundene Ausgabe, 152 Seiten,
Format 21.5 x 13.5 cm
24,00 €, 26,00 CHF
ISBN 978-3-7296-5206-4
Erscheint am 13. Oktober 2025


In «Dichten gegen das Vergessen» erzählt Autorin Denise Buser von den Stern- und Schattenstunden von zwölf Dichterinnen aus unterschiedlichen Zeiten und Weltregionen, die sich für ihre künstlerische Berufung gegen zahlreiche Widerstände und Hindernisse durchsetzen mussten.

Empathisch und pointiert widmet sich die Autorin dabei, selbst mit viel literarischer Experimentierfreude und poetischer Stilsicherheit ausgestattet, den faszinierenden, teilweise erschütternden Lebensläufen dieser Frauen und erörtert, weshalb ihr Werk zum Teil vollkommen zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

Denise Buser lässt sich auf jede dieser zwölf Frauen auf ganz eigene Weise ein. Im Vorwort schreibt sie: «Das Eintauchen in das Werk … eröffnete mir faszinierende Zwischenräume, in denen die Dichterinnen wieder lebendig wurden. Lange blieb ich dort, bis ich ihre Stimmen vernahm. Ja, sie sprachen zu mir. Die Dichterinnen sprachen durch die Gedichte zu mir.»

Das Resultat ist ein faszinierendes und immer wieder überraschendes Buch:  So ist etwa das Kapitel «Verhängnisvolle Reise» über die wegen einer Russlandreise (1953) lange Zeit verfemte Schweizer Lyrikerin Helene Bossert ganz in der Ich-Form erzählt, wobei sich Denise Buser hier auf reiches Archivmaterial stützen konnte: «Das ist meine Geschichte. Die Geschichte eines glücklichen Lebens. In der Halbzeit aber wurde mein Glück lebendig begraben.» Im Kapitel über die argentinische Lyrikerin Alejandra Pitzarnik («Bordell für Künstlerinnen») dagegen diskutieren zwei Literaturprofessorinnen mit einem Psychiater und einer Doktorandin in Buenos Aires über das Leben und die Gedichte der schwer depressiven, 1972 verstorbenen Poetin. Der Text über Vittoria Colonna, die berühmteste Dichterin der Renaissance, besteht aus Erinnerungen eines fiktiven Sekretärs an ein Gespräch mit Michelangelo und der gefeierten Vittoria. Eingeblendet sind kurze Mails der Autorin an einen Freund, in denen die wichtigsten Lebensstationen der Lyrikerin erwähnt werden. 

Eine schöne Auswahl von Gedichten der besprochenen Autorinnen und ein sehr persönlicher Brief an die «Verehrte Sappho», gewissermaßen die geistige Mutter aller dieser mit schwierigen Lebensumständen, Ausgrenzung oder männlicher Nichtachtung kämpfenden Frauen, runden den Band ab.

Cover Dichten gegen das Vergessen

«Dichten gegen das Vergessen» enthält Beiträge über und Gedichte von al-Khansā (7. Jh.), Comtessa Beatriz de Dia (12. Jh.), Vittoria Colonna (1490/92–1547), Sibylla Schwarz (1621–1638), Anna Louisa Karsch (1722–1791), Akiko Yosano (1878–1942), Gabriela Mistral (1889–1957), Gertrud Kolmar (1894–1943), Helene Bossert (1907–1999), Lenore Kandel (1932–2009), Audre Lorde (1934–1992), Alejandra Pizarnik (1936–1972).

Stimmen zum Buch

„Denise Buser (…) stellt in ihrem Husarenstück „Dichten gegen das Vergessen“ nur Dichterinnen vor, die es verdienen (immer wieder) erinnert zu werden. (…) Busers Zusgang ist ein persönlich-subjektiver, ein literarischer.“ – Alexandru Bulucz im Magazin Buchkultur/Dezember 2023

„Ein brillanter Band.“ – Björn Hayer im Bücher Magazin 2/2024

„Dichten gegen das Vergessen“ ist ein hochinteressantes Buch mit plausiblen Geschichten zu zwölf Dichterinnen und ihrer Lyrik, die es mehr als verdient haben, nicht vergessen zu werden. – Matthias Ehlers, WDR 5 Bücher

„Das Buch ist freilich keines, das laute Reden schwingt. Sondern eins, das Stille einfordert und sich einem verschliesst, will man es zu fahrig durchblättern. Zu lesen sind die einzelnen Kapitel für sich: Jede Figur erhält ihre eigene Erzählperspektive und ihre Form.“ – Kathrin Singer in der Basellandschaftlichen Zeitung

„Eine Hommage an das weibliche Schreiben.“ – Kulturjoker

„Besonders toll, wie sie es schafft, durch Wortwahl und stilistische Mittel auch sprachlich die jeweilige Zeit, Atmosphäre und besondere Sprache jeder Dichterin einzufangen.“ – Buch im Koffer

„Die Autorin zeigt Witz, Ironie und Empathie um uns die Schriftstellerinnen vorzustellen und macht damit Lust, diese auch im Original zu lesen, damit sie nicht vergessen werden!“ – Margret Hövermann-Mittelhaus bei altmodisch : lesen

„Dichten gegen das Vergessen, ist ein bemerkenswertes Buch über faszinierende Lyrikerinnen, die es verdient haben, nicht vergessen zu werden. Große Leseempfehlung!“ – Sabine Krass bei Tausendléxi

„Charismatisch, mit viel Feingefühl und Akribie, schafft Buser ein Kompendium an Zeugnissen weiblicher Lyrik und deren (möglichem) Hintergrund, was aufgrund der wissenschaftlichen und dezidierten Recherche nie anmaßend oder trocken wirkt, sondern eine Hommage an diese Dichterinnen ist, die Außergewöhnliches schufen und die, wie Buser in ihrem Vorwort selbst erwähnt, dachten, dass sie in der Vergessenheit entschwinden. Mit „Dichten gegen das Vergessen“ gelingt es Buser auf sensible Art und Weise, genau das zu verhindern“ – Mariann Gaborfi bei booknerds.de

„Dichten gegen das Vergessen wechselt in zwölf Texten jeweils zwischen alten Originalen und wertenden literarischen Einordnungen der Autorin hin und her, mal mit einem Unterton der Empörung, mal mit Trauer und Fassungslosigkeit, mal mit sachlichem Kontext. Leserinnen – und vor allem auch Lesern – sei wärmstens empfohlen, in die lyrischen Texte einer während Jahrhunderten von Männern geprägten Kultur einzutauchen.“ – Basler Zeitung



*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage und Autor*innen