»Poesie ist für mich ein analytisches Werkzeug, das Zeile um Zeile offenbart, wie das lyrische Ich zu jener Stimme werden konnte, die nun zu sprechen beginnt.«
Nathalie Schmid
Von der Schweizer Lyrikerin Nathalie Schmied erschien im Gans Verlag 2025 der neue Gedichtband »Ein anderes Wort für einverstanden« sowie eine Neuauflage ihres gefeierten Lyrikbandes »Atlantis lokalisieren«.
Ein anderes Wort für einverstanden
Die Sprache, die Poesie als Mittel der Spurensuche. Die Fragen dabei wichtiger als die Antworten. Das ist den Gedichten der Schweizer Schriftstellerin Nathalie Schmid beinahe eingeschrieben: »Der Auftrag war nie: Sei das Gedicht. Sondern: Höre wie es zu dir spricht.«
In ihren Gedichten erforscht die Autorin Bewusstseinszustände – zwischen dem wachen Blick auf das Leben und einem unterbewussten Wahrnehmen der Welt. Beides hat Einfluss auf das eigene Werden. Ihre Gedichte kreisen um Fragen der Identitätsbildung. Sie untersuchen, wie ein lyrisches Ich zu seiner einerseits vermeintlich festen, andererseits aber oft auch fragilen Identität als Frau und Mutter gelangt. Das thematisiert die Autorin im Zyklus »Alltag & Abstammung« und zeichnet so die Wirkung von sozialem Rollenverhalten und Konsensdruck nach. In den Gedichten unter dem Titel »Eine Anleitung gibt es nicht« stellt sie sich den Themen Sterbehilfe und Tod. Und im Gedichtzyklus im Aargauer Dialekt »Wie mer send« verschriftlich Nathalie Schmid mit einer autochthonen Sprache zugleich den sprachlichen Nahbereich des Alltags. Für Leser*innen gibt es selbstverständlich eine Übertragung der schweizerischen Lyrik in die deutsche Schriftsprache.
Poesie ist für Nathalie Schmid ein analytisches Werkzeug, das Zeile um Zeile offenbart, wie das lyrische Ich zu jener Stimme werden konnte, die nun zu sprechen beginnt. Geprägt von der Auseinandersetzung mit angelsächsischen Autorinnen und Autoren wie Robert Hass, Anne Carson oder Eileen Myles fügt Nathalie Schmid diesem Chor ihre eigene, unverwechselbare Stimme bei.

Nathalie Schmid
Ein anderes Wort für einverstanden
Lyrik
Gans Verlag, Berlin
ET: 5. März 2025
Hardcover, Fadenbindung
128 Seiten | 18 x 13 cm
22,00 Euro [D] | 22,70 Euro [A]
ISBN: 978-3-946392-56-9
Rezensionen
„Nathalie Schmids Lyrik kommt ohne überdehnte formale Spreizungen aus, ist unprätentiös und bildhaft“ – Alice Grünfelder mit einem Portrait von Nathalie Schmid bei zæsur. poesiekritik
„Was der Titel „Ein anderes Wort für einverstanden“ auf sich hat, verrät sie im Podcast. Viele Texte im Buch handeln von einer Suchbewegung, vom Einverstanden sein.“ – Nathalie Schmid im Interview bei Radio 3Fach zu ihrem Buch und ihrem Schreiben
Schriftstellerin Alice Grünfelder interviewt Nathalie Schmid
„Was bleibt beim Zuklappen des Buchs: ein leises Zittern der eigenen Gedanken und Erinnerungen an die eigenen Gärten der Kindheit. Und, ähnlich wie z.B. auch bei Iris, der Wunsch, das eine oder andere anders gemacht zu haben, ohne sich für seine früheren Taten und Unterlassungen aber schuldig zu fühlen.“ – Paul Hübscher, litteratur.ch
„Schmid dichtet schriftsprachlich wie mundartlich in freien, aber gewählten Rhythmen und mit konziser, kommaloser Diktion. Zum Ringen der Frau und Künstlerin um ihren Platz in der Gesellschaft gehört der Kampf gegen den Impuls, sich über Mangel zu definieren.“ – Florian Bissig in der Sommerliteratur-Beilage der NZZ
Autorin

Nathalie Schmid wurde 1974 in Aarau, Schweiz, geboren. Sie studierte am Deutschen Literatur Institut Leipzig (1998 – 2003). Nathalie Schmid veröffentlichte bisher vier Gedichtbände: »Die Kindheit ist eine Libelle« (2005), »Atlantis lokalisieren« (2011) und »Gletscherstück« (2019) sowie »Ein anderes Wort für einverstanden« (2025). 2023 erschien ihr erster Roman »Lass es gut sein« im Geparden Verlag. Für ihre Arbeit hat Nathalie Schmid mehrere Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Lyrikpreis des Autoren Verbandes der Schweiz und für Auszüge aus dem Lyrikmanuskript „Ein anderes Wort für einverstanden“ 2019 den Werkbeitrag des Aargauer Kuratoriums.
Nathalie Schmid lebt mit ihrer Familie in Baden, Schweiz.
Bild: Claudia Herzog
Leseprobe & Downloads
Verlag
Gans Verlag
Ulrich Leinz
Heinrich-Heine-Str. 36
10179 Berlin
Telefon: +49 – 179 – 130 52 79
Email: gansverlag@gansverlag.de
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Altantis lokalisieren
Bis heute schlägt die Suche nach Atlantis Wellen: Wo lag die sagenumwobene Stadt? Nathalie Schmid ging mit dem erstmals 2011 erschienenen Lyrikband „Atlantis lokalisieren“ auf Spurensuche. Im Gans Verlag, der bereits ihren erfolgreichen Gedichtband „Ein anderes Wort für einverstanden“ veröffentlichte, erschien nun eine Neuedition des längst vergriffenen Atlantis-Buches.
Nathalie Schmid unternimmt in ihren Gedichten eine weitausgreifende Suchbewegung, versucht in den Texten das Vergehende einzufangen, das Werdende zu antizipieren und erneut zu vergessen, um das Vergessene wiederzufinden – es ist wie ein Augenschließen, damit innere Bilder aufsteigen können. Schmid fängt Naturbilder von irritierender Schönheit ein: wenn der Schnee in den Galopp der Hirsche staubt, die Finken in der Dämmerung landen, wo die Greifer kreisen. Sie skizziert melancholische Szenen von beginnendem Leben, von heiterstem Lieben und trostvollen Erinnerungen an »frühere Gärten«.

Ihre Gedichte sind dabei oft von einer berückenden Leichtigkeit, nehmen die Leserin, den Leser mit in bekannte und unbekannte emotionale Welten, die sie überraschend und klug zu schildern weiß – und auf die Suche nach einem Atlantis, das vergessen wurde, damit es neu gefunden werden kann.
Rezensionen
„Dadurch, dass sie uns zwingt, genau hinzusehen, erblicken wir feinste Haarrisse in dieser von uns als so selbstverständlich hingenommen Umwelt. Und das alles in ihrer zutiefst melodiösen Sprache …“ – Paul Hübscher, litteratur.ch
„Die Suchbewegungen, die die Texte hier und da anstrengen, wirken oft zugleich wie eine glättende Geste – als wäre das Erinnern nicht nur eine Angabe, sondern auch eine Aufgabe, als ginge es darum aufzugeben, um aufzugehen in etwas.“ – Timo Brandt, lyristix
„Nathalie Schmid lässt in ihrem Buch die Gedanken fliegen, fängt flüchtige Momente wieder ein, schafft starke Bilder von Landschaften und unserer zerbrechlichen Welt.“ – Zoe Bischoff, Phosphor Kultur
Bibliographische Angaben
Nathalie Schmid
Atlantis lokalisieren
Gedichte
Gans Verlag, Berlin
ET: 20.1.2026
Hardcover mit Fadenbindung
100 Seiten | 18 x 13 cm
18,00 Euro [D] | 18,60 Euro [A]
ISBN: 978-3-946392-77-4
Leseprobe & Downloads
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*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage und Autor*innen
