«Zeilen über das Unerbittliche, das nichts lässt, wie es war und dem Leben einen neuen Ton abverlangt. Notate lässt den neuen Ton spüren, leise, stark und menschliche Existenz über sich hinauswachsend.» Annette Schavan
Eltern ersterben in ihren Kindern, wenn sie ihre Aufgabe, zu zeugen, zu lieben und zu bilden, erfüllt haben, so Hegel. Das ist der natürliche Ablauf der Generationen. Im Fall der «Notate» von Erich Thies sehen wir eine verkehrte Welt: Der erste Teil der Notate entspringt dem Alltag eines eigentlich gesegneten Lebens. Im zweiten Teil bricht dieser Alltag schicksalhaft ein. In ihm wird versucht, das Sterben eines Kindes zu verstehen, also etwas zu verstehen, was kaum zu verstehen ist und eigentlich auch nicht verstanden werden will.
Vielleicht gibt es Menschen, die sich in den Notaten, die man auch Gedichte nennen kann, wiederfinden können. Sprache hilft und heilt, weil sie auch das fasst, was unfassbar zu sein scheint: das Sterben und die Unwirklichkeit des Todes.
Horst Bredekamp sagt über diesen Band: «Notate dringen in Abgründe des Leids, ohne in diesen aufzugehen. Sie lehren, dem Unverstehbaren in Würde zu begegnen.»

Erich Thies
Notate
Gans Verlag, Berlin
Hardcover mit Fadenbindung, 94 Seiten, 18,00 €
ISBN: 978-3-946392-94-1
Erscheinungstag: 28. September 2026
Autor

Erich Thies, aufgewachsen in Niedersachsen, war Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Professor für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er schrieb über Ludwig Feuerbach und veröffentlichte zuletzt „Dialog mit den Dingen“, Essays zu Werken des Bildhauers Franz Bernhard (modo, 2016). Thies lebt in Heidelberg.
Bild: Privat
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