MAGDALENA PARYS: Der Prinz

„Was für ein radikales Buch – ein Kassandra Roman“: So begeistert äußert sich keine Geringere als Simone Buchholz über diesen hochaktuellen Thriller. „Der Prinz“ ist nach „Der Magier“ der zweite Band der international gefeierten Berlin-Trilogie von Magdalena Parys, die im noch jungen Polente Verlag nun nach und nach in deutscher Übersetzung erscheint.

Wie bereits in „Der Magier“, der nach seiner Erstveröffentlichung in Polen mit dem Literaturpreis der Europäischen Union 2015 ausgezeichnet wurde, greift auch „Der Prinz“ brisante politische Themen auf. In Polen bereits 2020 erschienen, wirkt dieser Thriller mit Blick auf deutsche Verhältnisse geradezu hellseherisch und hochaktuell: Magdalena Parys verknüpft Verstrickungen der Geheimdienste, kriminelle Aktivitäten, bizarre Serienmorde und Verschwörungen paramilitärischer Organisationen in einer spannungsgeladenen Story.

Zur Handlung: Im Berliner Dom wird die Leiche eines gekreuzigten Priesters gefunden. Unter unklaren Umständen bricht zugleich ein Brand in einer Migrantensiedlung aus, in einigen Bundesländern wachsen separatistische Stimmungen, toxischer Nationalismus lebt wieder auf. Aber wem kommen diese scheinbar unzusammenhängenden Vorgänge zugute? Einem skrupellosen Prinzen, der das „Imperium Germanicum“ wiederbeleben will? Einer geheimdienstlichen Organisation, die sich der demokratischen Kontrolle entzieht? Oder Regierungsmitgliedern, die um das höchste Amt im Staat kämpfen?

Als der Berliner Polizeipräsident Tschapieski, der Kommissar Kowalski und die Journalistin Dagmara Bosch im Fall des toten Priesters zu ermitteln beginnen, kommen sie einer Verschwörung auf die Spur, die sie nicht nur selbst in unmittelbare Lebensgefahr bringt, sondern bei der auch die Zukunft des Staates auf dem Spiel steht …


Zur Autorin:

Magdalena Parys, geb. 1971 in Danzig, lebt seit 1984 in West-Berlin. Sie schreibt auf polnisch, in Polen sowie in Frankreich erreichen ihre Bücher enorme Auflagen. Parys debütierte 2011 mit dem tatsachengestützten Thriller Tunnel. Ihre Bücher wurden bislang in 19 Sprachen übersetzt, u.a. ins Französische, Italienische, Spanische, und wurden mehrfach ausgezeichnet. Ein besonderes Anliegen der Autorin, die sich bewusst zwischen der deutschen und der polnischen Kultur bewegt, sind gesellschaftspolitische Themen, zu denen sie u.a. in der Gazeta Wyborcza, einer der wichtigsten polnischen Zeitungen, in der französischen Marianne und in der Stuttgarter Zeitung Feuilletons veröffentlicht.

Bild: Anna Powałowska Górska


Stimmen zum Buch:

„Die Romane der Autorin sind nicht nur in ihrem Geburtsland Polen Bestseller. Mehrmals wurden ihre Thriller von der Realität eingeholt.“ – Uwe Sauerwein spaziert für die Berliner Morgenpost mit Magdalena Parys zu den Schauplätzen ihrer Romane in Berlin.

„Magdalena ­Parys bedient sich starker Effekte, betreibt aber letztlich keine Gewaltpornografie mit ihren lapidaren Schnappschüssen von sex, crime & vio­lence, sondern kreiert daraus gleichsam ein eigenes Genre.“ –Katharina Granzin, taz am Wochenende

„Mit ihrem eigenwillig rauen, impulsiven Erzählstil führt sie sprunghaft durch eine epische Geschichte, die als dystopischer Thriller zu einer ungewöhnlich eindringlichen Mahnung wird.“ – Nils Heuner, kulturnews

„Ein interessanter Ausflug in die polnische Literatur, der sich besonders für politisch interessierte Leserinnen und Leser lohnt.“ – Sabine Eckhoff, bibabuch

„„Der Prinz“ ist weit mehr als eine leicht zu lesende Spannungslektüre. Die Autorin zwingt uns vor allem durch nüchternen Stil ohne jede künstliche Dramatik, dafür aber durch kontrollierten Aufbau ihrer Geschichte zum konzentrierten Mitdenken.“ – Sigismund von Dobschütz, buch.besprechung

„Der Roman ist top-empfehlenswert für Leser, die gerne Thriller im Dunst von Verschwörungstheorien, Neo-Nazis und Geheimdiensten lesen. Fans von Frederick Forsyth werden auch diesen Roman lieben.“ – Detlef Knut, Der Krimi und mehr Blog

„„Der Prinz“ ein gelungener Thriller, der auf Deutschland aus der Außenperspektive einer Polin blickt. Es ist ein durchaus erfrischender Blick – und ein erschreckender dazu.“ – Wolfgang Brylla, Culturmag

„Der Roman gibt keine einfachen Antworten, aber er ist spannend, abwechslungsreich, hat Gefühl für seine Figuren, unterhält uns im besten Sinn und zeigt auf einer zweiten Ebene, wie nahe wir uns am gesellschaftlichen Abgrund bewegen. Wer heutzutage wach durch die Welt geht, weiß dass das keine Floskel ist.“ – Lena Riess

„Stilistisch setzt Parys weniger auf Tempo und Action, sondern auf einen ruhigen, dichten Aufbau. Die Spannung entsteht vor allem daraus, wie sich nach und nach die Verbindungen zwischen Polizeiarbeit, Journalismus und Geheimdiensten offenbaren.“ – Manuela Hahn, Lesenswertes aus dem Bücherhaus

Der Prinz nicht nur klug und gekonnt konstruiert, er liest sich überdies auf geradezu unheimliche Weise wie eine unheilvolle Prophezeiung.“ – Yvonne Schauch


Zum Buch:

Magdalena Parys

DER PRINZ
aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein und Hans Gregor Njemz

Die Originalausgabe erschien 2020 bei Wydawnictwo Agora, Warschau
2021 Puplikumspreis Złoty Pocisk und Longlist Wielki Kaliber

Klappenbroschur, 424 Seiten, Format 13,5 x 21 cm
€ 20,00 inkl. MwSt.
ET: 16.03.2026
ISBN 978-3-903634-04-6 Paperback
ISBN 978-3-903634-05-3 E-Book


Zum Verlag:

Der POLENTE Verlag wurde Ende 2024 gegründet mit dem Ziel, eine Brücke zu bauen zwischen der polnischen Literatur und dem deutschsprachigen Lesepublikum. Zwar ist Polen dank Olga Tokarczuk und Joanna Bator literarisch schon längst kein „europäisches Randgebiet“ mehr, aber dennoch bleiben viele polnische Autor:innen außerhalb ihres Heimatlandes unentdeckt.

Diese Diskrepanz zwischen institutioneller Relevanz und kultureller Sichtbarkeit markiert eine Lücke, die POLENTE schließt. Der Verlag versteht sich als Brückenbauer zwischen Polen und dem deutschsprachigen Lesepublikum, zwischen Genre- und Hochliteratur sowie zwischen europäischem Anspruch und literarischer Präsenz. „Wir bringen Literatur, die nicht nur erzählt, sondern auch denkt. Literatur, die Europa betrachtet und hinterfragt“, so Verleger Markus Schnabel. Seine Verlagsphilosophie und die persönlichen Hintergründe, die zur Verlagsgründung führten, lassen sich hier nachlesen: https://polenteverlag.com/der-verlag/


Informationen & Downloads:

*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage