Zwei Überlebende, zwei ganz unterschiedliche Bücher über den Holocaust: Louis Begley und Jerzy Kosinski verarbeiteten das Grauen auf sehr verschiedene Weise.
Isaac B. Singer und seine Kindheit in Warschau
In "Eine Kindheit in Warschau" erzählt Isaac B. Singer auch davon, wie die Liebe zum Lesen und zur Literatur in ihm erwachte.
MACIEJ SIEMBIEDA: Katharsis
Maciej Siembieda ist gegenwärtig einer der populärsten Schriftsteller Polens. Kein Wunder: Seine Werke bewegen sich stilistisch zwischen populärer Spannungsliteratur und literarischem Anspruch und werden in eine Reihe mit den Romanen von Robert Harris, Ken Follet und Philip Kerr gestellt. Mit "Katharsis" erscheint nun einer seiner Romane in deutscher Erstübersetzung.
MAGDALENA PARYS: Der Prinz
Der packende Thriller der polnischen Erfolgsautorin Magdalena Parys erscheint nun endlich auch in deutscher Übersetzung: Der zweite Band der Berlin-Trilogie erzählt von einer Verschwörung gegen die bundesdeutsche Demokratie.
AGNIESZKA LESSMANN: Aga
Agnieszka Lessmann erzählt in ihrem Roman "Aga", wie das Schweigen der Überlebenden den Nachkommen zur Last wird – und wie ihre heranwachsende Hauptfigur in gewitzter Selbstbehauptung die Hoffnung auf Heilung nie aufgibt. Ein Roman über das Schweigen nach der Shoah, und eine Geschichte darüber, was nötig ist, um es zu überwinden.
BIRGITTA M. SCHULTE: Ruhrgemüse, polnisch
Vom Ankommen einer polnischen Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet am Ende des 19. Jahrhunderts, von deren Kampf gegen Ausgrenzung und Armut und deren Bemühen um Integration erzählt Birgitta M. Schulte in "Ruhrgemüse, polnisch". Ein beeindruckendes Debüt, ein packender Familienroman.
Im Schatten des Lebensborn – «Die Verwandelten» von Ulrike Draesner
Ulrike Draesner gibt in ihrem neuen Roman "Die Verwandelten" den Frauen, die im Krieg und auf der Flucht Gewalt erfuhren und erfahren, eine Stimme. Ein beeindruckender Roman, der allerdings auch einiges voraussetzt - insbesondere ein Einlassen auf den spezifischen Stil der Autorin.
Olga Tokarczuk: Gesang der Fledermäuse
Veronika Eckl meint: Mit dem Roman "Gesang der Fledermäuse" ist Olga Tokarczuk die Frau der Stunde. Sie feiert die Tiere und betrachtet Menschen mit Skepsis.
Agnieszka Lessmann ist im Fluchtzustand
In ihrem ersten Gedichtband bringt Agnieszka Lessmann eigene familiäre Erfahrungen und Erfahrungen aus ihrer Arbeit mit Migranten zusammen.
Olga Tokarczuk: Die Jakobsbücher
„Die Jakobsbücher“ wurden im Feuilleton als „Opus Magnum“ der polnischen Schriftstellerin Olga Tokarczuk gefeiert. In Polen blieb das Buch nicht unumstritten.
Tadeusz Pankiewicz und sein bewegendes Zeitdokument: «Die Apotheke im Krakauer Ghetto»
Tadeusz Pankiewicz war als Apotheker der einzige nichtjüdische Bewohner des Krakauer Ghettos. Sein Buch ist ein erschütterndes Zeitdokument.
Isaac B. Singer: Seine Helden sind meist etwas «meschugge»
Hadern mit Gott, ringen mit Wörtern, leiden an der Liebe – das sind die Leitmotive des Isaac Bashevis Singer. So in "Meschugge" und "Max, der Schlawiner".
All time favourite: Feinde, die Geschichte einer Liebe von Nobelpreisträger Isaac B. Singer
Ein Mann und drei Frauen - und ein Roman, der zeigt, dass der Feind der Liebe vor allem eine grausame Welt mit einem unerbittlichen Gott ist.
Ruth Klüger und ihre Zerreißproben
Das als Schuld empfundene Überleben – Ruth Klüger trägt diese Last ihr Leben lang mit sich mit. Ihre Gedichte erinnern an Verlorenes, sind "Zerreißproben".
Tadeusz Borowski überlebt Auschwitz nur wenige Jahre
1943 wird der Dichter Borowski verhaftet. Er wird Häftling Nummer 119 198 in Auschwitz. Die Bilder aus dem Lager wird er nie wieder los.