Poetisch verdichtet, ein Gesamtkunstwerk in Wort und Bild ist "Schamrot", der autofiktional grundierte Roman der Malerin und Lyrikerin Johanna Hansen. Sie erzählt von Kindheit und vom Aufwachsen in der Enge der 1950/60er-Jahre in der niederrheinischen Provinz.
AGNIESZKA LESSMANN: Aga
Agnieszka Lessmann erzählt in ihrem Roman "Aga", wie das Schweigen der Überlebenden den Nachkommen zur Last wird – und wie ihre heranwachsende Hauptfigur in gewitzter Selbstbehauptung die Hoffnung auf Heilung nie aufgibt. Ein Roman über das Schweigen nach der Shoah, und eine Geschichte darüber, was nötig ist, um es zu überwinden.
BIRGITTA M. SCHULTE: Ruhrgemüse, polnisch
Vom Ankommen einer polnischen Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet am Ende des 19. Jahrhunderts, von deren Kampf gegen Ausgrenzung und Armut und deren Bemühen um Integration erzählt Birgitta M. Schulte in "Ruhrgemüse, polnisch". Ein beeindruckendes Debüt, ein packender Familienroman.
MARIE GATÉ: Mirador
Marie Gaté beschreibt in ihrem Roman "Mirador" die verschlungene Geschichte eines Gemäldes aus der Hand des Reisemalers Johann Moritz Rugendas. Ein bildreicher Roman, der durch Jahrhunderte, durch deutsche Geschichte und über den südamerikanischen Kontinent führt.
ANJA SCHERZ: Goldstein – ein phantastisches Leben
Kurz nach Fertigstellung seiner Autobiographie stirbt Raphael-Maria Goldstein. Die Journalistin Anja Scherz übernimmt das Manuskript des Mannes, der angibt, der Halbbruder von Anne Frank zu sein und stellt bei ihren Recherchen Unglaubliches fest.