Vor 41 Jahren gründete Lisette Buchholz in Mannheim den persona verlag, um vergessener Exilliteratur einen Raum zu geben. Nun freut sie sich in schwierigen Zeiten für die Buchbranche über die Auszeichnung mit dem Deutschen Verlagspreis.
JAN KUHLBRODT: Schneckenparadies
Von Ost nach West geht der Protagonist in "Schneckenparadies", dem zweiten Band der "Chemnitzer Trilogie von Jan Kuhlbrodt. Und erfährt dabei, wie Utopien sich wandeln und scheitern und neue Ideale reifen...
MARKUS GRIMM: Die Stille im Auge des Sturms
Aus der Innensicht von drei Akteuren der damaligen Zeit schildert Markus Grimm in "Die Stille im Auge des Sturms" die Entwicklung hin zur ersten großen deutschen Revolution: Vor 500 Jahren begann der Bauernkrieg, ein Aufstand für mehr Freiheit und Mitbestimmung.
EBERHARD GEISLER: Taubes Novak Beese
Drei Frauen und die Entscheidung der Schrift
Der Kritiker und Literaturwissenschaftler Eberhard Geisler geht mit diesem Essay auf eine sehr persönliche Spurensuche: Eine Annährung an Werk und Leben von Helga M. Novak, Susan Taubes und Henriette Beese.
BJÖRN HAYER: Jenseits der Menschlichkeit
Nach "Die neuen Schöpfer" mit Texten zur zeitgenössischen Lyrik ist "Jenseits der Menschlichkeit" nun der zweite Essayband von Björn Hayer, der im Gans Verlag erscheint. Seine Essays zu Politik und Gesellschaft basieren auf der Grundannahme: Es gibt einen moralischen Fortschritt.
EVA-MARTINA WEYER: Tabakpech
Der Debütroman von Eva-Martina Weyer ist nicht nur ein besonderes Frauenportrait, sondern auch das einer einzigartigen Landschaft. "Tabakpech" erzählt vom "Gold der Uckermark" und dem bäuerlichen Leben im Unteren Odertal in Zeiten des Umbruchs.
JOACHIM MAASS: Der Schnee von Nebraska
Im Exil zu Unrecht vergessen: Der meisterhafte Stilist Joachim Maass. 1939 ging der Hamburger aus politischen Gründen in die USA. Im deutschen Literaturbetrieb konnte er trotz seiner frühen Erfolge nicht mehr Fuß fassen.
ERNST KRETSCHMER (Hrsg.):
Spiegelschriften
Mit Kästner, Remarque, Mühsam & Co am Lago Maggiore
Erich Kästner und Ernest Hemingway, Claire Goll und Johanna Spyri: Zahlreiche Schriftsteller*innen verewigten den Lago Maggiore in ihren Texten. Der Lago-Kenner Ernst Kretschmer hat die literarischen Spuren in zwei Bänden zusammengefasst: Die "Spiegelschriften" berichten vom "Langen See".
JAN IMGRUND: Fusionskontrolle
Eine Fusion aus Technik und Poesie: Der Debütband des Lyrikers und Juristen Jan Imgrund verbindet zwei Welten, die nur scheinbar weit voneinander entfernt sind. "Fusionskontrolle" erscheint im Gans Verlag.
GARY VICTOR: Eine Violine für Adrien
In seiner unverwechselbaren Handschrift, in der realistische Sozialkritik, Phantastisches, Tragik und Ironie ineinander übergehen, erzählt Gary Victor davon, wie die Diktatur die unschuldigsten Träume und nobelsten Ziele pervertiert. Ein Psychodrama und zugleich ein Sittengemälde Haitis zur Duvalier-Zeit.
RACHILDE: Nein, ich bin keine Feministin
„Pourquoi je ne suis pas féministe“: 1928 veröffentlicht die französische Schriftstellerin Rachilde diese Streitschrift, in der sie den Feminismus ihrer Epoche provokant und humorvoll zugleich beschreibt. Der Text erscheint nun in deutscher Erstübersetzung im Flur Verlag.
JEAN DE PALACIO: Das Portrait
Ein Kleinod der fantastischen Literatur bietet der Flur Verlag mit "Das Portrait" von Jean de Palacio. Der schmale Roman des renommierten französischen Literaturwissenschaftlers ist eine Reflexion über das sprachliche Erbe der Welt und ein Sprachkunstwerk zugleich.
LYRIKPREIS MÜNCHEN 2024: Jury entscheidet sich für Steffen Popp
Der Lyriker, Essayist und Romancier Steffen Popp erhält in diesem Jahr den Lyrikpreis München. Erstmals wird zudem ein Preis für Junge Lyrik vergeben, der an drei Teilnehmende des Wettbewerbs geht. Der Lyrikpreis München wird seit 2010 verliehen und steht jeweils unter einem bestimmten Thema. In diesem Jahr war die Resonanz mit über 800 Einsendungen so hoch wie nie zuvor.
MICHAEL WÄSER: Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
Mit "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" legt Michael Wäser eine Tragikomödie vor, die politischer Thriller und die Liebesgeschichte zweier Außenseiter zugleich ist. Und wie bei allen seinen bisherigen Romanen ist das Buch überbordend bevölkert von schrillen und abgründigen Charakteren. Eine packende Groteske über den Krieg in der Welt, und sein an sich höchst schweigsamer Held ist ein zeitgenössischer Simplicissimus.
PAUL WATERMANN: Moskovian Kinder
Paul Watermann erzählt in seinem Debüt eine Coming-of-Age-Geschichte: Surreal, mit kafkaesken Zügen führt "Moskovian Kinder" in die schrundigen Ecken der Großstadt, wo Kindergangs in ihrer ganz eigenen Welt leben.