Für sein Romandebut „Soleil à coudre“ wurde der Dichter und Rapper Jean D' Amérique von der französischen Kritik gefeiert. Nun liegt es unter dem Titel "Zerrissene Sonne" in deutscher Übersetzung durch Rike Bolte vor.
BJÖRN HAYER: Winklers letzter Feldzug
In "Winklers letzter Feldzug" spürt Björn Hayer einer ethischen Grundfrage nach: Inwiefern ist es legitim oder illegitim, das vermeintlich Gute mittels Gewalt durchzusetzen? Sein Roman erzählt davon, wie ein Mensch sukzessive von schwer erträglichem Unrecht überwältigt wird
PERSONA VERLAG: Krisenfest seit 41 Jahren
Vor 41 Jahren gründete Lisette Buchholz in Mannheim den persona verlag, um vergessener Exilliteratur einen Raum zu geben. Nun freut sie sich in schwierigen Zeiten für die Buchbranche über die Auszeichnung mit dem Deutschen Verlagspreis.
EBERHARD GEISLER im Gans Verlag
Der Literaturwissenschaftler, Autor und Kritiker Eberhard Geisler ist mit zwei Werken im Gans Verlag vertreten: Mit dem Essay "Taubes Novak Beese", einer Annäherung an Helga M. Novak, Susan Taubes und Henriette Beese. Und der Erzählung "Gemeinschaft der Heiligen".
EVA-MARTINA WEYER: Tabakpech
Der Debütroman von Eva-Martina Weyer ist nicht nur ein besonderes Frauenportrait, sondern auch das einer einzigartigen Landschaft. "Tabakpech" erzählt vom "Gold der Uckermark" und dem bäuerlichen Leben im Unteren Odertal in Zeiten des Umbruchs.
JOACHIM MAASS: Der Schnee von Nebraska
Im Exil zu Unrecht vergessen: Der meisterhafte Stilist Joachim Maass. 1939 ging der Hamburger aus politischen Gründen in die USA. Im deutschen Literaturbetrieb konnte er trotz seiner frühen Erfolge nicht mehr Fuß fassen.
ERNST KRETSCHMER (Hrsg.): Spiegelschriften – Literatur am Lago Maggiore
Erich Kästner und Ernest Hemingway, Claire Goll und Johanna Spyri: Zahlreiche Schriftsteller*innen verewigten den Lago Maggiore in ihren Texten. Der Lago-Kenner Ernst Kretschmer hat die literarischen Spuren in zwei Bänden zusammengefasst: Die "Spiegelschriften" berichten vom "Langen See".
GARY VICTOR: Eine Violine für Adrien
In seiner unverwechselbaren Handschrift, in der realistische Sozialkritik, Phantastisches, Tragik und Ironie ineinander übergehen, erzählt Gary Victor davon, wie die Diktatur die unschuldigsten Träume und nobelsten Ziele pervertiert. Ein Psychodrama und zugleich ein Sittengemälde Haitis zur Duvalier-Zeit.
RACHILDE: Nein, ich bin keine Feministin
„Pourquoi je ne suis pas féministe“: 1928 veröffentlicht die französische Schriftstellerin Rachilde diese Streitschrift, in der sie den Feminismus ihrer Epoche provokant und humorvoll zugleich beschreibt. Der Text erscheint nun in deutscher Erstübersetzung im Flur Verlag.
JEAN DE PALACIO: Das Portrait
Ein Kleinod der fantastischen Literatur bietet der Flur Verlag mit "Das Portrait" von Jean de Palacio. Der schmale Roman des renommierten französischen Literaturwissenschaftlers ist eine Reflexion über das sprachliche Erbe der Welt und ein Sprachkunstwerk zugleich.
MICHAEL WÄSER: Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
Mit "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" legt Michael Wäser eine Tragikomödie vor, die politischer Thriller und die Liebesgeschichte zweier Außenseiter zugleich ist. Und wie bei allen seinen bisherigen Romanen ist das Buch überbordend bevölkert von schrillen und abgründigen Charakteren. Eine packende Groteske über den Krieg in der Welt, und sein an sich höchst schweigsamer Held ist ein zeitgenössischer Simplicissimus.
IRRSCHWEIFEN UND LACHEN: Über die Kultur der Antillen
Für die Kultur der Antillen sind "Irrschweifen und Lachen" zwei zentrale Begriffe. 15 Autor*innen spüren in dieser Anthologie diesen Begriffen und deren Bedeutung für ihre Identität nach. Herausgeber ist Professor Ralph Ludwig.
RODNEY SAINT-ÉLOI: Wenn es traurig wird, singt Bertha
Rodney Saint-Éloi, Dichter, Erzähler, Essayist und Verleger, setzt seiner Mutter Bertha mit diesem Buch ein Denkmal. Es ist ein „Buch von beschwörender Schönheit über die Erinnerung und das Exil, geteilt zwischen Mutter und Sohn in immerwährender Zwiesprache", schreibt Gladys Marivat in Le monde des livres.
KRISTIN RUBRA: Keloid – vom überleben und lieben
"Keloid" ist der medizinische Fachbegriff für eine wuchernde Narbe. Ein passender Titel für den Debütroman der saarländischen Autorin Kristin Rubra. Auch psychische Wunden verheilen manchmal kaum, wie es das Schicksal ihres Protagonisten Leon, der als GI bei der Befreiung des KZ Dachau dabei war, zeigt.
KETTLY MARS: Kasalé
Kettly Mars ist eine der bekanntesten Gegenwartsautorinnen aus Haiti, deren Werke zahlreiche Übersetzungen erfuhren. Höchste Zeit also, dass auch ihr Debütroman endlich in deutscher Sprache vorliegt. Übersetzt durch Ingeborg Schmutte entführt "Kasalé" (2003) in die vom Voodoo geprägte Welt haitianischer Frauen.