Port-au-Prince zu Beginn der Siebzigerjahre. Der vierzehnjährige Adrien träumt davon, ein Violinenvirtuose zu werden. Voraussetzung dafür, dass er den Unterricht fortsetzen kann, ist allerdings eine eigene Geige. Da seine Eltern nicht die Mittel dafür haben, sucht er sich das Geld dafür selbst zu beschaffen. Ein Offizier der Geheimpolizei macht ihm ein verlockendes Angebot. Adrien ahnt nicht, worauf er sich einlässt …
In seiner unverwechselbaren Handschrift, in der realistische Sozialkritik, Phantastisches, Tragik und Ironie ineinander übergehen, erzählt Gary Victor davon, wie die Diktatur die unschuldigsten Träume und nobelsten Ziele pervertiert. Ein Psychodrama und zugleich ein Sittengemälde Haitis zur Duvalier-Zeit.
»Die Stärke von Eine Violine für Adrien liegt in der Stimmigkeit dieses ambivalenten Freskos, in dem ein Theater aufgeführt wird, in dem die Loyalitäten trügerisch sind und die nacheinander fallenden Masken die Gefahr, ja die Unmöglichkeit, man selbst zu sein, enthüllen: ›Die Dinge können so schwierig und gefährlich sein, dass man sich für etwas ausgeben muss, das man nicht ist. Du wirst es einmal verstehen.‹« – Yannick Marcoux, Le Devoir (Montreal)
Stimmen zum Buch:
Gary Victor im Interview mit Victoria Eglau bei Deutschlandfunk Kultur
„Das tragische Ende ist ebenso vorhersehbar wie der Selbstekel des Protagonisten. Das macht die Lektüre dieses eindringlich erzählten Romans über die Korrumpierbarkeit unbedingten Kunstwillens so verstörend.“ – Joachim Feldmann, Der Freitag
„Gary Victor zeichnet mit diesem berührenden Coming-of-age Roman, dem eine tiefe Tragik nicht abgestritten werden kann, eine gutes Abbild der Gesellschaft des Landes. Die Menschen lebten in einem Gefängnis, degradiert zu Staatsmarionetten, deren Wünsche, Sorgen und humane Ziele in der Gesellschaft nichts verloren hatten. Sehr gerne gebe ich für diesen fein gezeichneten Roman eine große Leseempfehlung.“ – Marco Lombardi, Alpenlandkunst
„Dieses Buch lässt mich sehr bewegt zurück. Adrien ist eine wunderbare Figur, sehr pflichtbewusst, liebevoll und voller Träume. In einem Land, was von Armut, Unterdrückung und Korruption geprägt ist, ist es bedrückend zu lesen, wie ein einfacher Wunsch nach einem Instrument, so schmerzhaft und tragisch für einen jungen Menschen sein kann.“ – Luisa Kiel, itsaboutgoodbooks
„Den Roman „Eine Violine für Adrien“ empfehle ich jedem, der eine dramatische, rührende und traurige coming of age Geschichte lesen möchte“ – Tamara Crazzolara
„Ein Buch voller Lebensfreude und Trauer, Hoffnung und Verzweiflung. Beim Lesen erhält man den Eindruck, dass sich das haitianische Volk nicht unterkriegen lässt. Aber die Oberhand gewinnt es auch nicht. Es hat sich in den paar Wochen, die der Roman umfasst, vieles geändert. Und doch ist irgendwie alles gleich geblieben. Eine realistisch geschilderte und lesenswerte Erzählung.“ – Paul Hübscher, litteratur.ch
„Mit Dramatik, Komik, Übersinnlichem und Spannung unterhält der kurzweilige Roman die Leser und entführt sie in eine Welt, wie wir sie in Deutschland nicht kennen.“ – Karin Pütz, Trierer Volksfreund
„Gary Victor hat so auf engstem Raum auch ein wuchtiges, farbenfrohes und intensives Zeiten- und Sittengemälde Haitis erschaffen, das sich tief ins Gedächtnis gräbt. Wie unter einem Brennglas zeigt er ein breites Spektrum menschlicher Verhaltensweisen und legt den Finger in gesellschaftliche Wunden.“ – Barbara Pfeiffer, Kulturbowle
„Die Geige wird immer mehr zu einer Metapher, denn Adriens Geschichte ist keineswegs nur auf eine historische Situation von Haiti beschränkt. Im Gegenteil, das neue Buch von Gary Victor ist sehr aktuell.“ – Bernhard R. M. Ulbrich
„Gary Victor ist mit „Eine Violine für Adrien“ ein vielschichtiger Roman und spannendes Porträt der Duvalier-Diktatur gelungen. Das Buch braucht den Vergleich mit Graham Greenes „Die Stunde der Komödianten“ (1966) nicht zu scheuen.“ – Klaus Jetz in der Zeitschrift „ila“ der Informationsstelle Lateinamerika
„Ab der ersten Seite, ja eigentlich schon mit den ersten Buchstaben dieses Buches, umgarnt Gary Victor den Leser mit zauberhaften Akkorden, die in Melodien aufgehen, die man nie mehr missen möchte. Verträumte Harmonien werden durch schellende Paukenschläge durchbrochen, um anschließend sanft den Leser wieder in Hoffnung zu packen. Gary Victor dirigiert sein Werk selbstsicher und gekonnt – standing ovations garantiert.“ – Karsten Koblo, aus-erlesen
Zum Autor:
Gary Victor, geboren 1958 in Port-au-Prince, Haiti, ursprünglich Agronom, gehört zu den populärsten haitianischen Gegenwartsautoren. Im deutschsprachigen Raum wurde er vor allem durch seine Kriminalromane um Inspektor Dieuswalwe Azémar bekannt. Seine drastischen Schilderungen gesellschaftlicher Missstände stellen ihn in die Tradition der Sozialromane des 19. Jahrhunderts und machen ihn zum subversivsten zeitgenössischen Autor Haitis. Gary Victor wurde mit mehreren Preisen, darunter dem Prix RFO, ausgezeichnet. Er war mehrfach auf der Krimibestenliste (DIE ZEIT, später DLF/F.A.S.) sowie auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger platziert.
Bibliographische Angaben:

Bibliographische Angaben:
Gary Victor
Eine Violine für Adrien
Aus dem Französischen von Peter Trier
Softcover, 150 Seiten, 16,00 Euro
ISBN: 978-3-940435-47-7
ET: 17. September 2024
Kontakt Verlag:
Litradukt, Literatureditionen Manuela Zeilinger-Trier
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