Fast zehn Jahre lebte Georges Simenon in den USA. Doch nur in zwei Romanen lässt der Schriftsteller auch seinen Kommissar Maigret in den Vereinigten Staaten ermitteln. Und der zeichnet, wie man sich denken kann, kein allzu rosiges Bild von der Neuen Welt.
Attica Locke: Heaven, My Home
"Heaven, my home" von Attica Locke: Ein klug konstruierter Kriminalroman, der im Milieu der Arischen Bruderschaft in Texas spielt.
Dror Mishani: Drei
"Drei": Ein packender Kriminalroman von Dror Mishani, der sich ganz auf die Perspektive der Opfer konzentriert.
Robert Reuland: Brooklyn Supreme
Die eigentliche Hauptrolle in diesem intelligent konstruierten Roman spielt die Stadt: "Brooklyn Supreme" von Robert Reuland evoziert Kinobilder.
Nachtigallentage von Sabine Schiffner und eine Leiche im Keller
Die Nachtigall singt für die Liebenden: Doch die Protagonistin in diesem Roman hat zwar Vögel im Garten, aber vor allem eine Männerleiche im Keller. "Nachtigallentage" von Sabine Schiffner ist ein poetisches Lesevergnügen mit einer äußerst sympathischen, traumverlorenen Hauptfigur.
Emma Flint: In der Hitze eines Sommers
In ihrem Debütroman entwickelt Emma Flint das Psychogramm einer Frau, um die sich die Kreise der gesellschaftlichen Missachtung und persönlichen Rachlust immer enger drehen. Ein psychologisch spannender Pageturner.
Olga Tokarczuk: Gesang der Fledermäuse
Veronika Eckl meint: Mit dem Roman "Gesang der Fledermäuse" ist Olga Tokarczuk die Frau der Stunde. Sie feiert die Tiere und betrachtet Menschen mit Skepsis.
Hansjörg Schneider: Hunkeler in der Wildnis
Auch in seinem zehnten Hunkeler-Fall zeichnet Hansjörg Schneider wieder ein ganz besonderes Sittengemälde der Schweizer Gesellschaft.
Patricia Highsmith und das Psychogramm einer Frau in Ediths Tagebuch
"Ediths Tagebuch" schildert das Scheitern einer Frau, die nach Jahren der Selbstaufopferung aufbegehrt - und dann für wahnsinnig erklärt wird.
Georges Simenon: Die Katze
Klar, präzise, fast schon spartanisch im Stil: So sezierte Georges Simenon die Psyche seiner Figuren. Ein meisterhaftes Beispiel dafür: "Die Katze".
Jack London: Das Haus von Mapuhi und Mord auf Bestellung
Sie kostete ihn zwar sein Vermögen und die Gesundheit - aber die Reise in die Südsee erschloss Jack London auch eine neue literarische Welt.
James McClure: „The Steam Pig“ und „The Song Dog“
James McClure schrieb seine Krimis über Südafrika im britischen Exil - düstere Abbilder einer Gesellschaft, geprägt von Apartheid und Gewalt.
Der talentierte Mr. Ripley – der zwielichtige, faszinierende Antiheld von Patricia Highsmith
Tom Ripley: Einer der sympathischsten amoralischen Mörder der Literatur. Ein Dorian Gray des Kriminalromans?
William S. Burroughs und Jack Kerouac: Und die Nilpferde kochten in ihren Becken
Das kommt dabei raus, wenn zwei Schriftsteller-Kumpels in einer Bar Radio-Nachrichten hören: Ein abgefahrener Titel für einen abgefahrenen Kriminalroman.
Ein Frühwerk von Cormac McCarthy: Ein Kind Gottes
Nüchtern, beinahe empathielos erzählt McCarthy von unfassbarer menschlicher Grausamkeit. Gnadenlos, unerbittlich, aber von großer Schönheit in der Sprache.