Mit "Begegnung in Samarra" wurde der amerikanische Schriftsteller John O'Hara 1934 schlagartig bekannt. In seinem Debütroman sezierte er den amerikanischen Traum vom sozialen Aufstieg.
KERSTIN SPECHT: Mittelberge
Auch Elke Heidenreich konnte sich dem Sog nicht entziehen: "Mittelberge", der späte Debütroman der gefeierten Theaterautorin Kerstin Specht, erzählt von der Welt kleiner Leute und einem eigensinnigen Mädchen.
MARGRET SCHEPERS: … und wir träumten vom Matriarchat
Die Filmemacherin Margret Schepers gründete 1976 den Frauenbuchladen in Heidelberg. In ihrem Debütroman blickt sie auf die Anfänge der Frauenbewegung zurück und zeigt auf, wie aktuell die Kämpfe von damals heute noch sind.
ACHIM STEGMÜLLER: Der Prozess der Modernisierung
Achim Stegmüller, der selbst als Lektor an einer japanischen Universität arbeitet, verbindet in diesem Roman virtuos die Bauernaufstände vor 500 Jahren mit Machtkämpfen an einer Universität in Kyoto in der Gegenwart – erzählt wie ein brueghelsches Wimmelbild.
SABINE ZAPLIN: Die Wasserwandler
"Die Wasserwandler" ist der erste Jugendroman in der STROUX edition. Sabine Zaplin erzählt in lebendigen Bildern vom Leben und der Armut in einem Schwarzwalddorf im 18. Jahrhundert und der abenteuerlichen Reise der Donauschwaben, die als Siedler für die Bebauung der Gebiete in Ungarn angeworben wurden.
KIRSTI ELINE TORHAUG: Der schmale Grat der Vernunft
Inspiriert vom Schicksal ihres Onkels, der als Teil des norwegischen Widerstands gegen die nationalsozialistische Besatzung ins KZ Sachsenhausen kam, griff die Schauspielerin Kirsti Eline Torhaug zur Feder. Der erste Teil ihrer gefeierten "Amazonas-Trilogie" liegt nun in deutscher Erstübersetzung vor.
JOHANNA HANSEN: Schamrot
Poetisch verdichtet, ein Gesamtkunstwerk in Wort und Bild ist "Schamrot", der autofiktional grundierte Roman der Malerin und Lyrikerin Johanna Hansen. Sie erzählt von Kindheit und vom Aufwachsen in der Enge der 1950/60er-Jahre in der niederrheinischen Provinz.
ÁKOS SZOLCSÁNYI: David
In einem mitreißenden Erzählstrom begleitet der ungarische Schriftsteller Ákos Szolcsányi seine Hauptfigur David durch die zentralen Stationen der Überlieferung. Ein Roman über eine der prägendsten Figuren der Menschheitsgeschichte.
AGNIESZKA LESSMANN: Aga
Agnieszka Lessmann erzählt in ihrem Roman "Aga", wie das Schweigen der Überlebenden den Nachkommen zur Last wird – und wie ihre heranwachsende Hauptfigur in gewitzter Selbstbehauptung die Hoffnung auf Heilung nie aufgibt. Ein Roman über das Schweigen nach der Shoah, und eine Geschichte darüber, was nötig ist, um es zu überwinden.
MATTIAS TIMANDER: Dein Wille wohnt in den Wäldern
In Schweden hatte Mattias Timander mit seinem Debütroman auf Anhieb großen Erfolg. "Dein Wille wohnt in den Wäldern" ist eine stille, unerschrockene Auseinandersetzung mit Identität, Zugehörigkeit und der Sprache als Grenze und Brücke.
BIRGITTA M. SCHULTE: Ruhrgemüse, polnisch
Vom Ankommen einer polnischen Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet am Ende des 19. Jahrhunderts, von deren Kampf gegen Ausgrenzung und Armut und deren Bemühen um Integration erzählt Birgitta M. Schulte in "Ruhrgemüse, polnisch". Ein beeindruckendes Debüt, ein packender Familienroman.
JEAN D’AMÉRIQUE: Zerrissene Sonne
Für sein Romandebut „Soleil à coudre“ wurde der Dichter und Rapper Jean D' Amérique von der französischen Kritik gefeiert. Nun liegt es unter dem Titel "Zerrissene Sonne" in deutscher Übersetzung durch Rike Bolte vor.
EVA-MARTINA WEYER: Tabakpech
Der Debütroman von Eva-Martina Weyer ist nicht nur ein besonderes Frauenportrait, sondern auch das einer einzigartigen Landschaft. "Tabakpech" erzählt vom "Gold der Uckermark" und dem bäuerlichen Leben im Unteren Odertal in Zeiten des Umbruchs.
KRISTIN RUBRA: Keloid – vom überleben und lieben
"Keloid" ist der medizinische Fachbegriff für eine wuchernde Narbe. Ein passender Titel für den Debütroman der saarländischen Autorin Kristin Rubra. Auch psychische Wunden verheilen manchmal kaum, wie es das Schicksal ihres Protagonisten Leon, der als GI bei der Befreiung des KZ Dachau dabei war, zeigt.
KETTLY MARS: Kasalé
Kettly Mars ist eine der bekanntesten Gegenwartsautorinnen aus Haiti, deren Werke zahlreiche Übersetzungen erfuhren. Höchste Zeit also, dass auch ihr Debütroman endlich in deutscher Sprache vorliegt. Übersetzt durch Ingeborg Schmutte entführt "Kasalé" (2003) in die vom Voodoo geprägte Welt haitianischer Frauen.