Philip Roth (1933 – 2018) galt als ewiger Anwärter auf den Literaturnobelpreis. Die eigene Biographie mit seiner Herkunft aus der jüdischen Mittelschicht und ein scharfer Blick hinter US-amerikanische Fassaden und Traumbilder flossen in seinen Romanen zu einem einzigartigen Gesamtwerk zusammen. Wer Philip Roths Romane liest, bekommt auch eine Analyse der amerikanischen Gesellschaft von den 1940ern bis in die 2000er-Jahre.
Daneben ist sein Werk nicht minder geprägt von den Themen des männlichen Begehrens, Leidenschaft und Sexualität sowie der Frage nach dem Scheitern, Schuld und Sühne.
Matt Haig sagte in einem Nachruf am 23. Mai 2018 über Philip Roth:
«Er war eine überragende Persönlichkeit, weil er so vieles beherrschte: Humor, Dunkelheit, Amerika, Politik, Pathos, Geschichte, Sexualität, Identität. Er wollte nie mit feinen moralischen Tugenden beeindrucken. Er präsentierte das Leben und das Innenleben einfach so, wie er es sah, und ging keine Kompromisse ein bei dem, was er den moralischen Schönheitswettbewerb nannte, an dem sich andere Schriftsteller beteiligen.»
Inhaltsverzeichnis:
| Titel/Epoche | Erscheinungsjahr | Zentrales Thema |
|---|---|---|
| Amerikanisches Idyll | 1997 | Der Vietnamkrieg, Rassenunruhen in Newark und das Zerbrechen des US-Traums am Beispiel des „Schweden“ |
| Mein Mann, der Kommunist | 1998 | Der private und politische Niedergang eines Mannes während der McCarthy-Ära |
| Verschwörung gegen Amerika | 2004 | Ein faschistisches Alternativszenario der USA ab 1939 aus der Perspektive eines jüdischen Kindes |
| Die Nemeses-Reihe | 2006 – 2010 | Vier kurze Romane (Jedermann, Empörung, Die Demütigung, Nemesis) über Männer im Kampf gegen ihr Schicksal |
Die Amerika-Trilogie: Wenn das Private politisch wird
In der «Amerikanischen Trilogie» fungiert Nathan Zuckerman als literarischer Chronist, mit dem Roth die Verunsicherung der weißen Mittelschicht in den USA seziert.
Totgesagte leben länger. So erging es auch Nathan Zuckerman. In den 1970er-Jahren ließ Philip Roth sein Alter Ego das erste Mal in zwei Erzählungen auftreten. Ebenfalls ein Schriftsteller, unverkennbar ein Abbild und literarischer Doppelgänger von Roth. Zuckerman hatte in etlichen Romanen Philip Roths seinen Platz, bis er ihn 1990 in »Deception» zu Grabe trug.
Um ihn umso lebendiger in der sogenannten «Amerikanischen Trilogie» wieder auferstehen zu lassen. Philip Roth, zu jener Zeit selbst schon über 60 Jahre alt, bietet mit den drei Romanen Nathan Zuckerman nochmals eine grandiose Bühne. 1997 erschien zum Auftakt «Amerikanisches Idyll», angesiedelt zu Zeiten des Vietnamkrieges und der Watergate-Affäre. Im Jahr darauf geht Roth mit «Mein Mann, der Kommunist» zurück in die düstere Zeit der McCarthy-Ära. Um schließlich mit «Der Menschliche Makel» (2000) die Clinton-Ära mitsamt dem Trubel um Monika Lewinsky als Hintergrund zu wählen.
Nathan Zuckermann wird zum Chronisten
Zuckerman wird dabei jeweils zum Gesprächspartner und Chronisten des Lebens dreier Männer, deren individuelles Scheitern eng mit den politischen Gegebenheiten verknüpft ist. Nur am Rande: Erst sieben Jahre später, in «Exit Ghost» lässt Philip Roth seinen Geist Zuckerman endgültig abtreten. Für die Wiederbelebung in der «Amerika-Trilogie» muss man jedenfalls dankbar sein. So klar und hellsichtig und dabei auf hohem literarischem Niveau analysiert Philip Roth in diesen drei Büchern die Verunsicherung der weißen Klasse in den USA, deren «white dominant culture» in Frage gestellt wird. Vor allem sind es Männer der Mittel- und Oberschicht, deren Leben aus den Fugen gerät.
Eine Verunsicherung, die – Philip Roth ahnte es schon – dazu führt, dass die «sterbenden Tiere» zurückschlagen. Die Trump-Ära und MAGA-Bewegung sind auch eine brutale Reaktion auf die Spaltung und die psychologischen Bruchlinien der amerikanischen Gesellschaft, die Philip Roth in diesen drei Romanen beschrieb. Deutlicher noch wird er in «Verschwörung gegen Amerika» (siehe unten).
Rezension: Amerikanisches Idyll (1998)
Fast schon ein wenig zynisch klingt da der Titel des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Auftaktromans «Amerikanisches Idyll». Seymour Irving Levov scheint sich ein solches geschaffen zu haben. Obwohl jüdischer Herkunft, wird er wegen seines Äußeren – blond, blauäugig, hünenhaft groß und sportlich – von allen nur «der Schwede» genannt. Nathan Zuckerman, der als Kind den Sporthelden Levov anhimmelte, trifft sein Idol Jahrzehnte später. Und ist zunächst enttäuscht von dessen scheinbarer Belanglosigkeit. Bis er wiederum Jahre später die eigentliche Geschichte von dessen Bruder erfährt.
«Manche haben ihn für einfach gehalten, weil er immer so freundlich war. Aber so einfach ist Seymour nie gewesen. Einfach ist nie so einfach. Trotzdem hat es einige Zeit gedauert, bis die Selbstzweifel auch bei ihm ankamen.«
«Der Schwede», US-Amerikaner in dritter Generation, Enkel eingewanderter polnischer Juden, leitet die familiäre Handschuhfabrik in Newark, hat eine Schönheitskönigin zur Frau und eine süße Tochter, deren einziger Makel ein Sprachfehler ist. In der «Arcardy Hill Road», einem fast zweihundert Jahre alten Farmerhaus in New Jersey, hat er sich sein eigenes Arkadien geschaffen. Das alte Steinhaus als Symbol für den gelungenen Aufstieg und die perfekte Assimilation.
Der amerikanische Traum im Werk von Philip Roth
Bis in dieses Arkadien im wahrsten Sinne des Wortes eine Bombe platzt: 1968 wirft Teenager-Tochter Merry eine Bombe in das Postamt von Old Rimrock. Ein Mensch stirbt, die 16-jährige taucht unter.
«Diese Bombe hat sein Leben zerstört. Das wahre Opfer dieser Bombe war er selbst.»
Hier greift Philip Roth zu einem erzählerischen Kunstgriff. Aus dem scheinbar biographischen Bericht von Zuckermann über die diversen Begegnungen mit dem «Schweden» wird nun ein Roman im Roman. Roth (oder auch Zuckerman) wechseln in die Innenperspektive von Seymour Levov, der bis ins Mark erschüttert ist vom Terrorakt seiner behüteten Tochter.
«Der Tochter, die ihn aus dem ersehnten amerikanischen Idyll in etwas hineinstürzt, das dessen Gegensatz und Gegner ist, in die Raserei, in die Brutalität und Verzweiflung der Gegenidylle – in den typisch amerikanischen Amoklauf.»
Während der immer freundliche, vermittelnde, so selbstbeherrschte Seymour zunächst noch versucht, alles am Laufen zu halten, klappt er innerlich mehr und mehr zusammen. An ihm nagen Schuldgefühle, in endlosen Gedankenschleifen versucht er, den Motiven seiner Tochter auf die Spur zu kommen. Diese Gedankenschleifen mäandern immer nah an der Grenze zum Wahnsinn, beispielsweise wenn sich Seymour in langen eingebildeten Debatten mit Angela Davis verliert.
Alle Wertvorstellungen des Schweden werden hinterfragt
Den Motiven Merrys, die sich zunächst der militanten Untergrundgruppe Weatherman (die sich nach einem Song von Bob Dylan benannt haben) und dann dem Jainismus, einer asketischen Religionsausrichtung, anschließt, geht Zuckerman, der sich richtiggehend in das Leben des «Durchschnittsbürgers» Seymour hineinfühlt, nicht allzu tief auf den Grund.
Sie ist eine von vielen, die, angestachelt durch das Trauma des Vietnam-Krieges, in den späten 1960-er Jahren das Leben der Eltern in Frage stellen, eigentlich alles unter Anklage stellen, die da lautet auf Faschismus, Imperialismus, Kapitalismus, Rassismus. Zuckerman selbst interessiert sich mehr für den psychischen Niedergang Seymours. Er, der von sich sagte: «Und er liebte Amerika. Er war gern Amerikaner.», muss auch seine eigenen Wertvorstellungen mehr und mehr in Frage stellen:
«Drei Generationen. Alle waren sie größer geworden. Arbeit. Sparen. Erfolg. Drei Generationen, hingerissen von Amerika. Drei Generationen, um mit einem Volk zu verschmelzen. Und jetzt, mit der vierten, war das alles zu nichts zerronnen. Die totale Verwüstung der Welt.»
Am Ende muss Seymour nicht nur zusehen, wie seine römisch-katholische Ehefrau mit einem WASP-Vertreter – der ihm sein Judentum dezent unter die Nase reibt – eine Affäre beginnt, sondern auch sein geliebtes Steinhaus niederreißt. Arkadien in Trümmern.
Der amerikanische Traum: Ein Club nicht für Jedermann
Doch welche Moral könnte man aus dieser Geschichte ziehen? Vielleicht, dass wie Seymours Arkadien der gesamte «amerikanische Traum» auf tönernen Füßen steht. Ein Club, in den eben doch nicht jeder darf. Nicht Juden, trotz aller Assimilation, nicht Schwarze (im Roman spielen auch die Rassenunruhen von Newark, dem Geburtsort von Philip Roth, eine große Rolle), usw.
Wie auch immer man den Roman interpretieren möchte – trotz seiner komplexen, anspruchsvollen Erzählstruktur und der Konzentration auf Seymours Innenleben hält Roth die erzählerische Spannung aufrecht. Die wenigen Strecken, in denen er allzu detailverliebt beispielsweise die Handwerkskunst des Handschuhmachens schildert, verschmerzt man gerne bei dieser wuchtigen Gesellschaftsanalyse. Die vor allem eines zeigt: Die Verlogenheit hinter dem amerikanischen Versprechen der Chancengleichheit. Die Verlogenheit eines Systems, gegen das die Kinder letzten Endes gewaltsam aufbegehren.
Weitere Buchtipps:
Während Roth die Risse im amerikanischen Traum aus einer jüdisch-amerikanischen Perspektive seziert, beleuchten die Bücher von Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison radikal und eindringlich die historische Aufarbeitung von Rassismus und Sklaverei.“
Ebenfalls empfehlenswert: „Das ist bei uns nicht möglich“ von Sinclair Lewis – das Buch wird im Roman sogar erwähnt.
Bibliographische Angaben:
Amerikanisches Idyll
Aus dem Englischen von Werner Schmitz
Hanser Verlag
ISBN: ISBN 978-3-446-26237-9
Rezension: Mein Mann, der Kommunist (1998)
Ein wenig drohte dieser zweite Roman aus Philip Roths «Amerikanischer Trilogie» unterzugehen – ironischerweise, weil hier im echten Leben das Private das Politische überlagerte. Nur knapp zwei Jahre vor dem Erscheinen des Buches hatte die britische Schauspielerin Claire Bloom ihre Autobiografie veröffentlicht. In «Leaving a Doll’s House: A Memoir» rechnete Roths zweite Ehefrau ziemlich gnadenlos mit ihrem langjährigen Partner ab.
Und so las mancher Rezensent den Roman, der die düstere McCarthy-Ära und die amerikanische Kommunistenhatz als Hintergrund nutzt, weniger als literarische Analyse einer gespaltenen Gesellschaft denn als Ausdruck eines privaten Rosenkriegs. Die Parallelen drängten sich schließlich auf: Auch im Roman rächt sich eine Schauspielerin, die mit einem überzeugten Kommunisten verheiratet ist, mit einem Enthüllungsbuch an ihrem Mann für tatsächliche und eingebildete Kränkungen.
Wenn der private Firlefanz in den Hintergrund tritt
Lässt man diesen biografischen Hintergrund jedoch beiseite, erweist sich «Mein Mann, der Kommunist» als literarisch fast ebenbürtiger Nachfolger zu «Amerikanisches Idyll». Roth wählt zudem denselben Rahmen: Erneut tritt sein Alter Ego Nathan Zuckerman auf. Der Schriftsteller lässt sich die Lebensgeschichte eines Mannes erzählen, den er in seiner Jugend bewunderte – berichtet von dessen älterem Bruder Murray. Es ist das Porträt eines Autors, dessen eigene Geschichten erschöpft sind und der erst durch die Erzählungen Dritter wieder zum Schreiben erwacht.
Und wieder ist der inzwischen verstorbene Held der Geschichte kein eindeutiger Charakter: Für den jungen Nathan ist Ira «Iron» Rinn ein Idol – ein Weltkriegsveteran und Minenarbeiter, der es zum Radiosprecher gebracht hat und trotz seines gesellschaftlichen Aufstiegs stur an seinen Idealen festhält. Seine Karriere beginnt Ira als Abraham-Lincoln-Imitator. Der US-Präsident dient hier als Folie für die wahren Werte einer Demokratie, die in den 1950er-Jahren unterlaufen und pervertiert werden.
Die persönliche Nemesis des „eisernen“ Ira
Doch unabhängig vom politischen Klima trägt der «eiserne» Ira einen dunklen Fleck in seiner Vergangenheit. Es ist seine ganz persönliche Nemesis, die ihn einholt – getrieben von einem aufbrausenden, jähzornigen Charakter, den er nicht zähmen kann. Dieses innere Pulverfass bricht den Protagonisten letztlich, und nicht das große politische System, wie sein Bruder Murray konstatiert:
«Trotz Ideologien, Politik und Geschichte ist eine echte Katastrophe im Kern vielleicht immer auf eine persönliche Bêtise zurückzuführen. Man kann dem Leben wahrlich nicht vorwerfen, es versage dabei, Menschen kleinzumachen.»
Nathan und Murray, die sich zufällig wiederbegegnen, rekapitulieren dieses Leben in nächtelangen Gesprächen. Dabei lassen sie das Newark ihrer Jugendjahre auferstehen – Roths eigener Geburtsort. Diese Passagen gehören zu den stärksten des Buches. Es ist fantastisch, wie lebendig Roth das italienische Viertel seiner Kindheit zeichnet; die feierliche Beerdigung samt Leichenzug für einen Kanarienvogel ist bei aller Tragik zum Schreien komisch.
Der Verrat der drei Frauen
Ira wird für den jungen Nathan zum geistigen Mentor. Doch mit dem wachsenden politischen Druck werden Iras Monologe und Ausfälle gegen das Establishment immer radikaler. Die Freundschaft schläft ein, als Nathan zum Studium nach Chicago zieht. Erst durch Murray erfährt er später die ganze Tragödie: Von Iras Ehe mit dem einstigen Stummfilmstar Eve Frame und deren manipulativer Tochter Sylphid.
Während der Name eigentlich für überirdische Schönheit steht, ist die mäßig begabte Harfenistin das exakte Gegenteil. Sie zerstört die Ehe, Ira flüchtet in eine Affäre und wird am Ende von allen drei Frauen verraten. Eve veröffentlicht mit «Mein Mann, der Kommunist» ihr Abrechnungsbuch – Ira verliert seine Existenz und endet als gebrochener Mann, der an einer stillgelegten Mine Mineralien verkauft. Bei seiner Beerdigung resümiert seine Schwägerin:
«Er sei Kommunist gewesen und habe eine Schwäche für das Leben gehabt, hat sie da gesagt; ein leidenschaftlicher Kommunist, der jedoch nicht dazu geschaffen gewesen sei, im geschlossenen Zirkel der Partei zu leben, und genau daran sei er letztlich zerbrochen. Aus kommunistischer Sicht sei er keineswegs vollkommen gewesen – Gott sei Dank. Er habe auf ein Privatleben nicht verzichten können.»
Das bittere Fazit eines Lebens
Philip Roth verwebt in diesem Schicksal die Tragik eines Mannes, der auf allen Ebenen scheitert: Als Jude reibt er sich am Antisemitismus der Stalin-Ära. Als Mensch versagt er vor den Augen seines Mentors, den Roth als Prototyp des kalten Dogmatikers zeichnet. Vor allem aber scheitert er an einer Gesellschaft, die sich von der McCarthy- und Nixon-Ära bereitwillig in eine antirussische Hysterie treiben lässt. Das bittere Fazit seines Bruders bleibt:
«Aber wer mit Leidenschaft etwas ändern will, das seinem Einfluss entzogen ist, sollte sein Scheitern einkalkulieren – am Ende wird man in die Knie gezwungen.»
Bibliographische Angaben:
Mein Mann, der Kommunist
Aus dem Englischen von Werner Schmitz
Hanser Verlag
ISBN: 978-3-446-19477-9

Prophetische Fiktion: Verschwörung gegen Amerika (2004)
Roth entwirft eine Alternative History, in der der Isolationist Charles Lindbergh mit „America first“ zum US-Präsidenten gewählt wird und einen faschistischen Kurs steuert. Das aus der Perspektive eines siebenjährigen jüdischen Kindes geschilderte Werk gilt als prophetische Analyse von Autokratie und Rassismus.
Viel zu lange stand dieses Buch von Philip Roth schon ungelesen in meinem Regal. Aber nun war der Griff danach beinahe schon zwingend. Es schien mir das Buch zur Stunde. Und wird doch beinahe schon stündlich wieder von den neuen Nachrichten aus Amerika überholt. Wer glaubt, die Schreckenszeiten seien auf vier Jahre beschränkt, der täuscht sich in meinen Augen. Alles, was an Staatsumbau derzeit in den USA per Dekret und sowohl am Kongress und an den Gerichten vorbei implementiert wird, ist auf Dauer angelegt.
Aber zurück zu der literarischen „Verschwörung gegen Amerika“: Es ist sicher nicht der beste Roman von Philip Roth, 2004 veröffentlicht. Insbesondere im deutschen Feuilleton wurde das etwas hanebüchen wirkende Ende des Romans kritisiert (siehe hier eine Zusammenfassung im Perlentaucher), als er 2005 in deutscher Übersetzung durch Werner Schmitz hierzulande erschien. Und dennoch hinterlässt dieser Roman einen mulmigen Nachgeschmack. Und er wirft die Frage auf: Hat der große Romancier da schon etwas kommen sehen, vor dem wir selbst vielleicht zu lange die Augen verschlossen?
Philip Roth zeigt Parallelen zwischen Lindbergh und der Trump-Ära
Roth schreibt in „Verschwörung gegen Amerika“ kurzerhand die Geschichte um. 1939 kehrt Charles Lindbergh nach längerem Aufenthalt in ein Land zurück, dessen Bevölkerung offenbar mehrheitlich bereit ist für den von ihm vertretenen Isolationismus. Er überzeugt die Wähler mit einer einfachen Losung: Wählt Lindbergh oder wählt den Krieg. Der demokratische Präsident Roosevelt sieht im Aufstieg der Nationalsozialisten eine Gefahr für die ganze Welt. Er will Europa in dem von Hitler entfesselten Krieg unterstützen.
Dass Lindbergh dagegen eine Nähe zu den Nationalsozialisten pflegt, ficht die Mehrheit der Amerikaner nicht an. Sie folgen seinem Kurs des „America first“ willig. Und wählen ihren tragischen Helden, den wagemutigen Flieger und trauernden Vater, zum Präsidenten.
„Da war er wieder, unser Lindy (…), der furchtlose Lindy, jugendlich und doch auch ernst und gereift, der zähe Individualist, der legendäre amerikanische Übermann, der das Unmögliche leistet, indem er sich ganz auf sich allein verläßt.“
Es ist der literarische Kunstgriff Philip Roths, der die Lektüre dieses Buches so eindrücklich macht. Geschildert wird die Geschichte dieser Machtergreifung und ihrer Folgen aus der Sicht eines siebenjährigen Kindes, dem Alter ego des Autors. Roth bringt Anteile ein. Seine Eltern waren assimilierte amerikanische Juden, seine Kindheit verbrachte er in einem jüdisch geprägten Stadtteil von Newark. Und genau hier lässt er seinen kindlichen Erzähler erleben, wie seine Welt von Tag zu Tag enger und bedrohlicher wird.
„Angst beherrscht dieser Erinnerungen, eine ständige Angst. Natürlich hat jede Kindheit ihre Schrecken, doch ich frage mich, ob ich als Kind nicht weniger Angst gehabt hätte, wenn Lindbergh nicht Präsident gewesen oder ich nicht das Kind von Juden gewesen wäre.“
Antisemitismus wird offen ausgelebt
Zunächst scheint das Schlimmste, was Philips hellsichtiger Vater Herbert befürchtet und erwartet, jedoch nicht einzutreten – auch wenn der Amerikadeutsche Bund seinen Judenhass offen zur Schau tragen darf und viele ihren Antisemitismus deutlich zeigen, fühlt sich die jüdische Gemeinde in Newark noch relativ sicher. Doch dann kommt es Schlag auf Schlag. Jugendliche werden ihren Familien entfremdet. Hand in Hand mit der Politik geht die Wirtschaft ein „Umsiedlungsprogramm“ für jüdische Familien an. Ein jüdischer Journalist wird unbehelligt ermordet, die Stimmung gegen Juden ständig angeheizt, bis es schließlich zu offenen Pogromen kommt.
Kritisiert wurde der Roman, wie eingangs angesprochen, durch die Auflösung der Geschichte. Lindbergh verschwindet spurlos und zu Tage kommt die eigentliche Verschwörung gegen Amerika – sein 1930 entführter Sohn lebt, ist in den Fängen der deutschen Nazis und wurde als Druckmittel gegen das Ehepaar eingesetzt, das ein faschistisches, antisemitisches Regime in den USA etablieren sollte. Das ist natürlich abenteuerlichste Fiktion und wirkt etwas arg aufgesetzt. Beinahe wie eine literarische Notlösung, um aus der eigenen, erfundenen Geschichte zu entkommen. Aber andererseits: Jeden Morgen schaue ich gerade nach den Nachrichten und hege dabei den naiven Wunsch, das, was jetzt geschieht, sei alles nur ein Traum und der Narzisst im Weißen Haus samt seiner ganzen Entourage ist über Nacht verschwunden …
Philip Roth schildert das Geschehen aus der Perspektive eines Kindes
Was das Buch so eindrücklich macht, ist die stringente Beibehaltung der kindlichen Perspektive: Ein Junge, der erlebt, wie zwei seiner Helden – Lindbergh und sein älterer Bruder – stürzen, sein Vater beinahe verzweifelt, die Familie zu zerbrechen droht – das Politische dringt nicht nur in das Private ein, es überlagert alles. Wer das Buch vor dem Hintergrund dessen, was sich heute in den USA abspielt, liest, der kommt nicht umhin, Parallelen zu ziehen: Die Angst, die die jüdische Familie im Griff hat, die jeden Einkaufsgang oder den Weg zur Schule gefährlich erscheinen lässt, weil man verhaftet, verschleppt oder angegriffen werden könnte – diese Angst fühlen Menschen mit Migrationshintergrund in den Vereinigten Staaten heute.
Und überhaupt lassen sich in diesem beinahe schon prophetischen Buch zahlreiche Anspielungen auf das Amerika dieser Tage erkennen. „Wer das Werk heute liest, muss glauben, eine Prophetie auf Donald Trump zu lesen. Die Ohnmacht unter Intellektuellen nach dem Wahlsieg Trumps 2016 war ja auch deshalb so groß, weil kein noch so kühner Denker oder Literat gewagt hatte, ein solches Szenario vorherzusagen. Amerikas stolze, durch Checks und Balances gesicherte Demokratie in den Fängen eines Autokraten, Egomanen und Rassisten? Unmöglich. Es dauerte ein bisschen, bis man in Roths Vierzigerjahre-Panorama die Parallelen zu der unmittelbaren, disruptiven Gegenwart im neuen Trump-Amerika wahrnahm“, schrieb Christian Buß 2018 im Spiegel. Nur dass es jetzt, sieben Jahre später, noch weitaus schlimmer geworden ist.
Amerikanische Werte werden zerschlagen
Und das nicht nur für die amerikanische Bevölkerung. Sondern, wie das Auftreten des Vizepräsidenten dieser Tage in München verdeutlichte, für die ganze Welt.
„Ein unabhängiges Schicksal für Amerika“ – das war der Satz, den Lindbergh in seiner Rede zur Lage der Nation etwa fünfzehnmal gebraucht hatte (…). Als ich meinen Vater fragte, was das zu bedeuten habe (…), machte er ein finsteres Gesicht und sagte: „Es bedeutet, dass wir uns von unseren Freunden abwenden. Es bedeutet, dass wir uns auf die Seite ihrer Freunde schlagen. Du weißt, was es bedeutet, Sohn? Es bedeutet, dass alles, wofür Amerika steht, kaputtgemacht wird.“
Bibliographische Angaben:
Verschwörung gegen Amerika
Übersetzt von Werner Schmitz
Hanser Verlag, 2005
ISBN 978-3-446-26239-3

Bild: cottonbro Studio, Pexels
Die Nemeses-Reihe (2006 – 2010) – das Alterswerk von Philip Roth
Das vierteilige Quartett bildet das literarische Testament von Philip Roth mit Fokus auf Vergänglichkeit, Älterwerden und den Kampf gegen das Schicksal:
- «Jedermann» (2006): Bilanz über körperlichen Verfall und Sterben.
- «Empörung» (2008): Einblick in die Enge der 1950er-Jahre und den Korea-Krieg.
- «Die Demütigung» (2009): Obsessionen und Kontrollverlust eines alternden Schauspielers.
- «Nemesis» (2010): Der Kampf gegen eine Polio-Epidemie und selbstauferlegte Schuld.
Irgendwann im Leben kommt der Punkt, da man sich selbst die Frage stellt: Wie habe ich es gelebt? Was bleibt? Nicht verwunderlich, dass das einhergeht mit den ersten Zeichen des körperlichen Verfalls. Ein Punkt, an dem einem wird: Irgendwann ist es zu Ende.
Auch das klingt im Alterswerk von Philip Roth an: Dem einen großen Schicksalsschlag, unserem Lebensende, entkommen wir nicht. Vier kurze Romane, sogenannte short novels, legte der US-amerikanische Schriftsteller noch in seinen 70ern vor, die er selbst als «Nemeses»-Reihe bezeichnete. In den schmalen Büchern scheint alles in kondensierter Form vorhanden, was Roth in seinem gesamten Werk beschäftigte. Ein Quartett als eine Art literarisches Testament, das nochmals und diesmal in hochkonzentrierter Form zeigt, wie sehr der Mensch, trotz eigenem Wollen, dem Zufall und Schicksal ausgeliefert ist.
Die letzten Romane von Philip Roth: Kontemplationen über das Schicksal
Nach diesen vier Romanen kündigte Philip Roth 2012 – also knapp vor seinem 80. Geburtstag – an, keine Romane mehr zu schreiben. Er habe alles gesagt, gab er in Interviews an. Und hielt daran bis zu seinem Tod sechs Jahre später auch eisern fest.
Bei ihrem jeweiligen Erscheinen kamen bei der Literaturkritik nicht alle Romane dieses Quartetts gleichermaßen gut an. Und auch beim nochmaligen Wiederlesen merkt man ein Gefälle. Doch in der Zusammenfassung, im Ineinandergreifen fügen sie sich – trotz ganz unterschiedlicher Erzählungen – zu einem Gesamtkunstwerk. Ein Meisterstück aus vier Novellen, die einen altersweisen Autor offenbaren, der seiner eigenen Vergänglichkeit unerschrocken, wenn auch melancholisch, ins Auge blickt.
Die vier Romane der Nemeses-Reihe im Überblick
Jedermann (2006) war ein fulminanter Auftakt. Roth erzählt von einem Werbefachmann, der in seinen 60er-Jahren zunehmend unter gesundheitlichen Problemen leidet. Bei seinen zahlreichen Klinikaufenthalten und in der Seniorenresidenz, die er schließlich bezieht, reflektiert der namenslose Protagonist sein Leben. Gescheiterte Ehen, Kinder, die ihm entfremdet sind, Freunde, die er verlor.
Nach und nach gesteht er sich – auch angesichts seiner Einsamkeit – seine eigenen Lebenslügen ein. Der Roman wird zur melancholischen Bilanz «eines Mannes, der einst hochgemut im Mittelpunkt von allem gestanden hatte und sich jetzt im Mittelpunkt von nichts befand.»
Roth schreibt dabei in einer präzisen Gnadenlosigkeit über das Älterwerden, die Krankheiten und den nahenden Tod, dass einem beim Lesen selbst angst und bange wird:
«Das Alter ist kein Kampf; das Alter ist ein Massaker.»
Und dennoch zieht einen dieses altersweise Buch in seinen Bann: Denn dieser «Jedermann» wird einem zunehmend sympathisch. Er stemmt sich nicht mit großem Pathos und verzweifelten Gesten gegen sein nahes Ende – wie es einer der Protagonisten in einem der folgenden Romane tut – sondern nimmt seine Endlichkeit beinahe demütig und gelassen an. Das Buch schließt mit einem für Roth beinahe schon poetischen und versöhnlichem Ende ab:
«Er sank hinunter, fühlte sich aber alles andere als besiegt, ganz und gar nicht dem Untergang geweiht, nur darauf aus, wieder Erfüllung zu erleben, und dennoch wachte er nicht mehr auf.»
Zurück nach Newark, zurück in die 1950er
Bei Empörung (2008) nimmt Philip Roth im Vergleich zum Vorgänger-Roman einen Sprung auf zwei Zeitebenen vor: Er kehrt zurück in die von der McCarthy-Enge geprägten 1950er Jahre und stellt einen jungen Protagonisten in den Mittelpunkt. Marcus Messer, Sohn eines jüdischen Metzgers, ist vom Bildungshunger erfüllt. Als seinen Vater zunehmend der Wahn ergreift, seinem einzigen Kind könnte etwas Schreckliches geschehen, flüchtet der junge Mann vor der zunehmenden Kontrolle seines Erzeugers an ein abgelegenes College.
Der fiktive Ort «Winesburg» – eine Referenz an Sherwood Anderson – wird zum Menetekel. Marcus, der sich nicht anpassen kann, als Jude auch zahlreichen Vorurteilen begegnet und nicht zuletzt eine Liebschaft mit einer psychisch kranken Frau eingeht, bricht eine Schulregel und muss das College verlassen. Daher wird er für den Korea-Krieg zwangseingezogen. Ironie des Schicksals: Dort wird er schon nach kurzer Zeit getötet. Die Prophezeiung, die Mahnung und Befürchtung seines Vaters holt ihn ein:
«Es geht um das Leben, wo der kleinste Fehler tragische Auswirkungen haben kann.»
Der Kurzroman, der auch durch die wiederkehrenden Motive – von der Schlachtbank des Metzgers zur Schlachtbank des Krieges – stark die Züge einer Novelle trägt, erzählt nur in zweiter Linie von der «Empörung» eines jungen Mannes, der sich zwar mit Vaterfiguren und Collegelehrern anlegt, aber dennoch nie offen in Opposition geht. In erster Linie gilt diese «Empörung» – und ist damit die Klammer für alle vier Romane – den Zufällen, denen man als menschliches Wesen unterworfen ist.
Vom Tod eines Schauspielers
Dies meint auch der Protagonist in Philip Roths drittem Nemeses-Roman, Die Demütigung (2009):
«Das ganze Leben ist von Anfang bis Ende eine einzige Laune des Schicksals.»
Simon Axler, bis vor kurzem ein gefeierter Bühnenstar, der in allen Klassikern seinen Mann stand, haben die Kräfte verlassen. Er traut selbst seinem eigenen Talent nicht mehr, das er ebenfalls als «Laune des Schicksals» betrachtet. Als er sich bei einem Auftritt blamiert, geht er zunächst in die Psychiatrie und zieht sich dann in die Einsamkeit seines Farmhauses zurück, wo er zwischen Todessehnsucht und gelegentlichem Lebenswillen wankt.
Bis die Tochter eines befreundeten Schauspielerpaares in sein Leben tritt. Sie, die in einer lesbischen Beziehung war, will von dem weitaus älteren Mann daraus befreit werden. Man ahnt es schon: Sie verlässt ihn wieder. Die finale Demütigung. Dazwischen liegen dann noch ein paar Erfahrungen mit Sexspielzeug und einem Dreier, bei denen Axler mehr und mehr bewusst wird: Das alles ist auch ein Spiel, bei dem er keine Kontrolle mehr hat, so wenig wie auf der Bühne oder über seine Prostata.
Philip Roth, der Erotomane
Philip Roth kehrt einmal mehr zu seinen Lieblingsthemen, der erotischen Obsession und neurotischer Sexualität, zurück. Die umso neurotischer wird, je mehr der Mann mit seinen abnehmenden Körperkräften und – säften konfrontiert wird.
Die Sehnsucht nach dem «kleinen Tod» treibt den Schauspieler mehr und mehr dem großen Meister entgegen. Wer den Sexphantasien eines alternden Mannes wenig abgewinnen kann, der mag zumindest Gefallen an den literarischen Referenzen, die dieser Roman zuhauf bietet, finden. Bis hin zum bitteren Ende: Axler inszeniert seinen Freitod nach Tschechows «Die Möwe». Ein finaler Auftritt, der Vorhang fällt.
Die Nemesis kommt, ob man will oder nicht
Eine größere inhaltliche Diskrepanz zum letzten der vier Romane – und zu Philip Roths letztem Roman überhaupt – könnte man sich nicht vorstellen. Denn Nemesis (2010) erzählt nun wieder – wie in «Empörung» – von einem jungen Mann. Im Gegensatz zum alternden, narzisstischen Schauspieler ist der Held ein gänzlich gutherziger Sportlehrer im Jahr 1944. Und dennoch gibt es eine zentrale Gemeinsamkeit: Wie der alternde Schauspieler versucht sich der junge Bucky Cantor gegen das Schicksal zu stemmen, das Chaos zu kontrollieren – beide, sowie auch die Protagonisten in den beiden Romanen zuvor, rennen jedoch aussichtslos dagegen an, alle scheitern in einem gewissen Sinne. Kommt bei einem, dem Akteur, die «Nemesis» aus dem Innenleben, bricht sie bei Bucky von außen herein, die launische Göttin der Gerechtigkeit.
Bucky, der wegen seiner Sehschwäche nicht einberufen wurde, sieht es als seine Pflicht an, im Sommer für die Kinder von Newark ein Sportprogramm zu bieten. Als eine Polio-Epidemie ausbricht, in deren Folge zahlreiche Kinder erkranken und sterben, versucht er, für die Familien da zu sein, Stellung zu halten, auch der Hysterie entgegenzuwirken.
Bucky zerbricht an einer selbstauferlegten Schuld
Auf Drängen seiner Verlobten, die in einem Sommercamp in Pennsylvania arbeitet, flüchtet er schließlich doch aus dem heißen Newark in die ländliche Sommeridylle. Was er nicht weiß: Er bringt den Virus mit sich. Etliche Kinder erkranken, eines stirbt, Bucky selbst überlebt die Erkrankung mit einer Behinderung.
Doch es ist nicht dieses körperliche Merkmal, das sein weiteres Leben prägt – schlimmer noch wiegt für ihn der Gedanke der Schuld, die psychische Belastung. Bucky, der sich selbst einen extremen Ehrenkodex auferlegt hat, kann nicht akzeptieren, dass der blindwütige Zufall in Form einer Epidemie zugeschlagen hat. Er gibt sich selbst die Schuld, an der er schließlich zerbricht.
Ein Fazit zum Alterswerk des US-amerikanischen Schriftstellers
In seinen letzten vier Romanen (ein Einschub: 2008 erschien noch «Exit Ghost», der aber nicht zu dieser Reihe gehört) seziert Philip Roth das männliche Ego in seinen verschiedenen Stadien, von der jugendlichen Empörung bis zum Lebensende, das «Jedermann» im Alter ergreift. Alle vier Protagonisten eint, dass sie gegen einen übermächtigen Gegner kämpfen, von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Das Schicksal schlägt zu, ob man will oder nicht – was den Unterschied macht, ist der Weg, wie wir damit umgehen. Und hier scheitern Roths Helden allesamt – die eigentliche «Nemesis» dieser Männer ist ihr eigenes Ego. Vielleicht wollte Roth mit diesen sprachlich extrem präzisen, knapp und nüchtern gehaltenen Erzählungen auch eines verdeutlichen: Das Leben ist zu kurz, um es mit Lebenslügen zu vertändeln.
Die «Nemeses-Reihe» ist im Gesamten der würdige Abschluss eines literarischen Lebenswerkes, das es so wohl auch nicht mehr mit diesem Bekanntheitsgrad geben wird: Wie sein Antipode John Updike war auch Philip Roth der Chronist eines Amerika, aus der Perspektive älterer, weißer Männer betrachtet. Das soll den literarischen Wert nicht schmälern – aber die literarische Welt dreht sich rasant weiter und verändert sich.
Bibliographische Angaben:
Jedermann
Aus dem Englischen von Werner Schmitz
ISBN 978-3-446-26265-2
Empörung
Aus dem Englischen von Werner Schmitz
ISBN 978-3-446-23278-5
Die Demütigung
Aus dem Englischen von Dirk Gunsteren
ISBN 978-3-446-23493-2
Nemesis
Aus dem Englischen von Dirk Gunsteren
ISBN 978-3-446-24979-0
Alle im Hanser Verlag erschienen
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Amerikanische Literatur
Zeitgenössische US-Romane
Nordamerikanische Schriftsteller ab 1945
