Seit seinem Debütroman »Der Fernsehgast oder Wie ich lernte die Welt zu sehen« hat der Autor Kurt Oesterle etliche viel beachtete Bücher veröffentlicht, unter anderem »Stammheim. Der Vollzugsbeamte Horst Bubeck und die RAF-Häftlinge«. Im Gans Verlag sind inzwischen zwei Essaybände über zwei Klassiker erschienen: »Es lebe die Republik!« über den Weg von Thomas Mann zum Fürsprecher der Demokratie im Februar 2025 und »Die schlaffen Völker mit Götterfunken zu entzünden« über Friedrich Hölderlin im Februar 2026.
Es lebe die Republik! – Thomas Manns Weg zur Demokratie
Mit seinem Essay »Es lebe die Republik! Wie Thomas Mann zum gewichtigen Fürsprecher der Demokratie wurde und was wir heute von ihm lernen können« zeichnet Autor Kurt Oesterle den Weg Thomas Manns vom zunächst eher unpolitischen, dann beinahe reaktionären Denken zu einem engagierten Verfechter der Demokratie nach. Und entdeckt dabei zahlreiche bedeutsame Texte Manns, die heute wieder hochaktuell sind.

Die Verwandlung Thomas Manns zum gewichtigsten Fürsprecher der Demokratie unter Deutschlands Schriftstellern war jedoch keineswegs geradlinig: Begonnen hat der Autor der »Buddenbrooks«, des »Zauberbergs« und des »Doktor Faustus« noch als Vertreter obrigkeitsstaatlichen Denkens. Er beanspruchte für sich das Bürgerrecht, unpolitisch zu sein, Kultur stand für ihn in scharfem Gegensatz zur Zivilisation.
Sein Umdenken begann nach der Ermordung von Walther Rathenau und vollendete sich im amerikanischen Exil. Summarisch niedergelegt hat er die eigene Entwicklung zum Demokraten und Republikaner in der grandiosen Rede »Deutschland und die Deutschen«. Diese und andere, weniger bekannte Texte des Literaturnobelpreisträgers zieht Kurt Oesterle in seinem Essay heran, um die politische Reise des Literaturnobelpreisträgers zu erhellen. Ein Essay, erschienen zum 150. Geburtstag von Thomas Mann, der auch verdeutlicht, wie aktuell dessen Schriften heute noch sind – gerade in Zeiten, in denen antidemokratisches Denken verstärkt um sich greift.
Friedrich Hölderlin für Einsteiger: „Die schlaffen Völker…“
Kurt Oesterle gelingt mit diesem Essay eine prägnante Darstellung von Leben, Werk und Rezeption Hölderlins, behandelt zentrale Themen – württembergische Herkunft, evangelische Religiosität, Philosophie, Ökologie, Geschlechterverhältnis, Sexualität und Dichtung – und dies in einer leicht verständlichen Sprache, die dennoch der Komplexität des Hölderlinschen Werks gerecht wird. Durchaus also auch ein Buch für Hölderlin-Einsteiger, die sich mit diesem Dichter, der bis heute fasziniert, auseinandersetzen wollen.
Hölderlin an der Zeitenwende
Hölderlin lebte in einer gewaltigen Zeitenwende, der dritten in Europa: nach Renaissance und Reformation war es die Revolution von 1789, die diese Wende einleitete und sämtliche althergebrachten Einrichtungen in Politik und Gesellschaft, in Wissenschaft, Kunst und Religion in Frage stellte. Davon aufgewühlt, begann er mit den Mitteln seines Dichtens und Denkens eine grundlegende Reform der bisherigen Lebensweise – eine Art Wiederverheiligung des Lebens, um es in den Umbrüchen zu schützen und zu bewahren.

Rezensionen
Das
„1922 hält Thomas Mann in Berlin seine Rede „Von deutscher Republik“: ein Plädoyer für die Republik, für Demokratie – und für die Akzeptanz eines „besonderen Gefühlsbezirks“. Wie war es dazu gekommen? Und was können wir heute von Mann lernen? Darüber hat der Tübinger Autor Kurt Oesterle ein Buch geschrieben.“ – Moritz Siebert, Südwestpresse
„Indem Kurt Oesterle zeigt, wie aktuell Thomas Mann Schriften heute noch sind, warnt er vor den Gefahren unserer krisengeschüttelten Zeit. Für eine literarisch und politisch interessierte Leserschaft ab mittleren Beständen sehr gern empfohlen.“ – Gertrud Plennert, Borromäusverein
„Sein Vorhaben, uns den schwierigen Hölderlin wieder näherzubringen, ist Oesterle gelungen.“ – Günter Rinke, literaturkritik.de
Autor

Kurt Oesterle promovierte bei Walter Jens mit einer Arbeit über Peter Weiss’ »Die Ästhetik des Widerstands«. Seit seinem Debütroman »Der Fernsehgast oder Wie ich lernte die Welt zu sehen« hat er etliche viel beachtete
Bücher veröffentlicht, unter anderem »Stammheim. Der Vollzugsbeamte Horst Bubeck und die RAF-Häftlinge«. Der Schriftsteller und ehemalige Literaturkritiker (SWR, Süddeutsche Zeitung, FAZ) lebt in Tübingen. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Theodor-Wolff-Preis, dem Berthold-Auerbach-Preis und
Ludwig-Uhland-Förderpreis.
Bibliographische Angaben
Es lebe die Republik!
Essayband Nr. 8
Gans Verlag, Berlin
Hardcover, Fadenbindung
124 Seiten | 18 x 13 cm
12,90 Euro [D] | ca. 13,30 Euro [A]
ISBN: 978-3-946392-59-0
Erscheinungstermin: 05. Februar 2025
Die schlaffen Völker mit Göttersprüchen entzünden
Essay
Gans Verlag, Berlin
ET: 02.02.2026
Hardcover mit Fadenbindung
180 Seiten | 18 x 13 cm
19,80 Euro [D] | 20,40 Euro [A]
ISBN: 978-3-946392-71-2
Verlag
Gans Verlag
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Heinrich-Heine-Str. 36
10179 Berlin
Telefon: +49 – 179 – 130 52 79
Email: gansverlag@gansverlag.de
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