Der Gans Verlag gratuliert Jan Kuhlbrodt zum Klopstock-Preis 2026

Der diesjährige Klopstock-Preis für neue Literatur wird an den Schriftsteller Jan Kuhlbrodt überreicht. Der Leipziger Autor erhält die wichtigste Literatur-Auszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt für sein literarisches Gesamtwerk.

Seit dem Jahr 1996 verleiht das Land Sachsen-Anhalt jährlich einen Literaturpreis. Im Jahr 2015 wurde der Literaturpreis neu ausgerichtet. Er wird seither als „Klopstock-Preis für neue Literatur“ vergeben. Er ist die höchste Literaturauszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt. Ausgezeichnet wird ein deutschsprachiges Werk (Roman, Lyrik, Drama, Reisebeschreibung, Essay) oder ein literarisches Gesamtwerk.

Jan Kuhlbrodt erhält den Preis für sein Gesamtwerk. Seine Werke erscheinen im Gans Verlag. Darunter auch der mit dem Alfred Döblin-Preis ausgezeichnete Roman „Krüppelpassion“, in dem Kuhlbrodt den Umgang mit seiner MS-Erkrankung thematisiert.

Der Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra gratulierte dem Preisträger: „Jan Kuhlbrodt schreibt auf ungewöhnliche Weise über seine eigene Geschichte und die der DDR – oft offen und fragmentarisch, sodass Zweifel, Irrtümer und neue Perspektiven bewusst Teil seiner Literatur werden. Besonders beeindruckend ist, mit welcher Wucht er in „Krüppelpassion“ die Wirkung einer Krankheit beschreibt und ohne larmoyant zu werden einen Diskurs über Diskriminierung aufmacht. Er richtet damit den Blick auf immer noch blinde Flecken. Ich beglückwünsche Jan Kuhlbrodt zum diesjährigen Klopstock-Preis.“

Literaturkritiker Jörg Schieke wird zur Preisverleihung die Laudatio sprechen. Er sagte bei MDR KULTUR in Kuhlbrodts Texten würden Gegenwart und Vergangenheit verklammert. Kuhlbrodts Biografie teile sich auf in zwei Pole, nach denen seine Literatur zu verstehen sei. Einer sei seine Pubertät bis zur politischen Wende mit dem Zentrum Karl-Marx-Stadt. Der andere sei die Gegenwart, zu der eine Krankheit gehöre, das Leben im Rollstuhl mit einem speziell zu meisternden Alltag. „Die elementaren Bedingungen des Gehens hat kaum jemand mit einer solchen bestürzenden Genauigkeit beschrieben wie Jan Kuhlbrodt in seinem Buch ‚Krüppelpassion‘„, lobte Schieke.

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JAN KUHLBRODT: Verzeichnis erweitert

20 Jahre nach seinem Lyrikdebüt „Verzeichnis“ legt Jan Kuhlbrodt mit „Verzeichnis erweitert“ eine erweiterte Neuedition im Gans Verlag vor. Seine Gedichte setzten sich mit Sprache als Speicher der historischen und der eigenen Geschichte auseinander.

JAN KUHLBRODT und Töchter: Wäsche im Wind und Polizisten

Landschaften verändern sich von Generation zu Generation, Menschen hinterlassen Spuren: Diesen Linien spürt das ungewöhnliche Textalbum »Wäsche im Wind und Polizisten« nach. Sozusagen in einem generationenübergreifenden Dialog trifft Autor Jan Kuhlbrodt auf seine beiden Töchter Maria und Sofia.

JAN KUHLBRODT: Chemnitzer Trilogie

Sozusagen als »Volksausgabe« sind nun alle drei autofiktionalen Romane aus der »Chemnitzer Trilogie« des Schriftstellers Jan Kuhlbrodt in einem Band zusammengefasst: Vor der Schrift, Schneckenparadies und Krüppelpassion in einer Ausgabe.

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