KERSTIN SPECHT: Mittelberge

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Als Bühnenautorin zählt Kerstin Specht zu den Bekanntesten ihres Fachs – ihre Werke gelten als typische Vertreter des neuen kritischen Volksstücks in der Tradition von Horváth, Fleißer, Fassbinder und Kroetz. Nun legt die vielfach ausgezeichnete Autorin ihren ersten Roman vor: „Mittelberge“ löst mit seiner klaren und zugleich poetischen Sprache tatsächlich einen Lesesog aus, wie auch Elke Heidenreich meint.

Mittelberge erzählt in poetischer Prosa die Lebensgeschichte der eigensinnigen Sophie. Ihre Kindheit ist geprägt von Armut und der Nähe zur Natur in einem oberfränkischen Dorf der 1930er Jahre. Hier kennt jeder jeden und die Erwartungen und Gedanken müssen nicht laut ausgesprochen werden, um für jedermann hörbar zu sein. Kerstin Specht zeichnet mit Sprachwitz und hintergründigem Humor das Panorama einer wundersamen Welt von kleinen Leuten.

Kerstin Specht
Rezensionen

„Als junge Dramatikerin wurde sie gefeiert, dann wurde es stiller um sie. Jetzt veröffentlicht Kerstin Specht mit 70 „Mittelberge“ – ein spätes Erstlingswerk von großer Sprachkraft und Härte.“ – Jutta Czeguhn, Süddeutsche Zeitung

„Dieses Buch zieht einen mit seiner Lakonie zauberisch in seinen Bann“, so Christine Dössel bei den Büchertipps der Süddeutschen für die Sommerferien.

„Mittelberge“ erzählt nicht nur das Leben einer Frau aus Oberfranken. Es bewahrt die Erinnerungen einer ganzen Generation, deren Stimmen nach und nach verstummen. Umso wichtiger sind Bücher wie dieses. Sie halten fest, was sonst verloren ginge. – Micha Goetz, Evangelisches Sonntagsblatt

„So wird aus diesem Roman ein eindringlich Leseerlebnis, ein Sprachfest, die Feier weiblicher Widerstandskraft und die logische Fortführung eines künstlerischen Werks, das Oberfranken und den Herausforderungen, denen sich die Landbevölkerung in vielfacher Hinsicht gegenübersah, nun in Form dieses Romans ein Denkmal setzt!“ – Marius Müller, Buch-Haltung

„Kerstin Specht hat die Herrschaft des Hauses und der Häuser verwandelt in ein romanhaftes Gehäuse, in dem die Fantasie und der Sprachwitz Sophies weiterleben in der sprühenden Sprachkraft und dem kritischen und feiernden Zauber dieser Prosa.“ – Prof. Dr. Martin Hielscher, Literaturportal Bayern

Kerstin Specht im Interview bei „Kulturleben“ im Bayerischen Rundfunk über ihre Karriere als Theaterautorin und ihr spätes Prosadebüt mit Mittelberge

„Ein hinreißendes kleines Meisterwerk“ – Cornelia Zetzsche, Münchner Feuilleton

„Man merkt – wenn man es denn weiß: Kerstin Spiek ist Theaterstückeschreiberin. Sie schreibt in Bildern, in Bühnenbildern. Wir Leser tauchen in diese Bilder ein und erleben eine ganze Welt.“ – Marion Hinz, Kulturport.de

„Mittelberge ist ein kompositorisches Meisterstück, bei dem jedes Wort an der richtigen Stelle sitzt. Ein sprachlicher Hochgenuss und die berührende Dokumentation eines Lebens, das im Allgemeinen – weil es „nichts Besonderes“ zu sein scheint – nur selten gesehen wird.“ – Britta Röder, booknerds.de

„Kennzeichen des Romans ist ein harter Realismus, der seine Wirkung aus einer sehr sinnlichen, dialogisch angelegten Sprache bezieht, die mit ihrer regionalen Ausdrucksvielfalt und -eigenart die weibliche Heldin plastisch werden lässt.“ – Manfred Bosch, ekz

„Die Sprache spielt eine große Rolle, sie bleibt an den Dingen.“ – Valerie Springer im Podcast Book Shot

„Ein ausgezeichneter Roman! Horvath und Fleißer lassen grüßen.“ – Johanna Berger, Kultursalon

„Empfehlung für alle, die in ein Landleben eintauchen möchten, das so schonungslos ehrlich beschrieben ist, dass es eine wahre Freude ist.“ – Anna Heinlein, annas_bloggerwelt

„Es entsteht ein Sog in diesen klugen, poetischen und unangepassten Roman, öffnet sich das Herz für Sophie und ihr Schicksal.“ – Heidrun Scherrmann, bücherheidrun

„Schonungslos und knapp in der Schilderung, zugleich aber liebevoll und poetisch.“ – Sava Gwiasda, frau.stern.liest

„Ein sprachlich besonderes, atmosphärisches und berührendes Buch. Klare Leseempfehlung.“ – Christine Mergemeier, christines.mixtum.compositum

„Kurze Szenen, wenig Worte. Dafür auf den Punkt präzise und mit Sätzen, die wie Pfeile ihr Ziel treffen. Diese Sätze leuchten von innen heraus, sie haben Widerhaken, sind akrobatisch schön, und haben in meinem Leseherz Sturm geläutet.“ – Petra Kuhn, Petras Bücherapotheke

„Mit Recht wird dieser erste Roman der renommierten 70jährigen Bühnenautorin hochgelobt.“ – Sigrun Klüger, Kulturette Braunschweig

„Kerstin Specht bringt mir in ihrem Roman das dörfliche Leben sehr nah. Die Kargheit, Mühsal, die wenigen kleinen Freuden, die Abhängigkeit von der Natur sind in ihrer Sprache, mit Dialektausdrücken versetzt, gut spürbar.“ – Andrea Pilgrim, andrea.liestundliest

„Ein atmosphärischer, sprachlich beeindruckender Roman.“ – Anja Stiller, anja.liest

„Mittelberge ist mehr als ein gelungenes Debüt, es ist der Beweis, dass eine Sprache, die man für ausgereizt halten könnte, immer noch neue Härten und neue Zärtlichkeiten freilegen kann.“ – Carola Quint, Lesen mit Carola

„Und vielleicht ist es genau das, was Mittelberge für mich so besonders macht:
Es erzählt nicht von einer großen, fernen Weltgeschichte. Es erzählt davon, wie sich große Geschichte im Leben ganz gewöhnlicher Menschen festsetzt.“ – Eva Quast-Jell, book_fairy04

„So erzeugen Sprache als auch der Erzählstoff einen Sog, dem man sich beim Lesen nicht widersetzen kann. Große Leseempfehlung!“ – Christiane Vilimek, vilianes Bücherwelt

„Der erste Roman dieser bisher durch Theaterstücke bekannten Autorin (*1956) entwirft eine fesselnde Lebensgeschichte wie aus einem anderen Leben, in dem weibliche Fähigkeiten kaum Beachtung fanden. – Gerne empfohlen.“ – Rolf Pitsch, Michaelsbund

Autorin
Kerstin Specht Portrait

Kerstin Specht wuchs in Oberfranken auf. Sie studierte in München Germanistik und evangelische Theologie sowie an der Hochschule für Fernsehen und Film.
Seit 1990 schreibt sie zahlreiche preisgekrönte und in viele Sprachen übersetzte Theaterstücke, unter anderem DAS GLÜHEND MÄNNLA und AMIWIESEN. Für MOND AUF DEM RÜCKEN erhielt sie den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis.
Aufenthaltsstipendien unter anderem in der Villa Aurora Los Angeles 1997 und der Villa Concordia Bamberg 2014.
2002 wurde sie in die Bayerische Akademie der Schönen Künste aufgenommen, 2013 erhielt sie die Auszeichnung Pro Meritis scientiae et litterarum.
MITTELBERGE ist ihr erster Roman.

Bild: STROUX edition

Bibliographische Angaben

Kerstin Specht
Mittelberge
Roman
STROUX edition, München
ET: 15.5.2026
244 Seiten, Hardcover, Fadenheftung, € 26 [D]
ISBN 978-3-948065-50-8

Verlag
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Frauenleben in der STROUX edition:

EVA M. BAUER: Brennnesseltage

Ein hartes Frauenleben in den Alpen: Eva M. Bauer erzählt in „Brennnesseltagen“ vom Überlebenswillen einer Bäuerin, die ganz auf sich alleine gestellt ist.

BIRGITTA M. SCHULTE: Ruhrgemüse, polnisch

Vom Ankommen einer polnischen Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet am Ende des 19. Jahrhunderts, von deren Kampf gegen Ausgrenzung und Armut und deren Bemühen um Integration erzählt Birgitta M. Schulte in „Ruhrgemüse, polnisch“. Ein beeindruckendes Debüt, ein packender Familienroman.

EVA-MARTINA WEYER: Tabakpech

Der Debütroman von Eva-Martina Weyer ist nicht nur ein besonderes Frauenportrait, sondern auch das einer einzigartigen Landschaft. „Tabakpech“ erzählt vom „Gold der Uckermark“ und dem bäuerlichen Leben im Unteren Odertal in Zeiten des Umbruchs.

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