Die Bücher von Aharon Appelfeld und Otto Dov Kulka, die als Kinder den Nazi-Terror erlebten, zeigen, wie wichtig es ist, über diese Vergangenheit zu sprechen. Vorgestellt werden "Landschaften der Metropole des Lebens" und "Geschichte eines Lebens".
Michela Marzano: Falls ich da war, habe ich nichts gesehen
Als die italienische Philosophin und Autorin Michela Marzano entdeckt, dass ihr Großvater ein Faschist der ersten Stunde war, ist das ein Schock für sie. In ihrem Buch arbeitet sie sowohl ihre Familiengeschichte auf als auch die Geschichtsvergessenheit eines ganzen Landes.
Karen Gershon fühlte sich wie ein «Unterkind»
Käthe Loewenthal gelangte 1938 noch mit einem der letzten Kindertransporte nach England. Dort wurde sie als Schriftstellerin Karen Gershon bekannt. Doch es dauerte Jahrzehnte, bis sie eine Form für die Erzählung ihrer Kindheit fand.
Der Bericht eines Überlebenden: Eddy de Wind blieb in Auschwitz
Der holländische Arzt Eddy de Wind überlebte Auschwitz. Schon 1946 veröffentlichte er seinen Bericht, der jedoch erst im Jahr 2020 in deutscher Sprache erschien.
Über Brigitte Reimann: «In der Erinnerung sieht alles anders aus»
Die künstlerische Auseinandersetzung von Anke Feuchtenberger mit dem Werk von Brigitte Reimann: Eine passende Hommage an eine große Autorin.
Das Leben von Erich Mühsam: Sich fügen heißt lügen
"Sich fügen heißt lügen." Nach diesem Motto lebte der Schriftsteller und Anarchist Erich Mühsam, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde.
Tadeusz Pankiewicz und sein bewegendes Zeitdokument: «Die Apotheke im Krakauer Ghetto»
Tadeusz Pankiewicz war als Apotheker der einzige nichtjüdische Bewohner des Krakauer Ghettos. Sein Buch ist ein erschütterndes Zeitdokument.
Memoiren eines Moralisten – Hans Sahl und das Exil
Die Erinnerungsbände von Hans Sahl sind mit das Beste, was man an autobiografischer Exilliteratur über das 20. Jahrhundert lesen kann.
Keinen Sinn für die Sinnlichkeit des Landes: Gustav Regler in Mexiko
1940 kommen der Schriftsteller Gustav Regler und seine Frau auf der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Mexiko. Dort trafen sie zwar weitere Exilanten, wurden aber niemals richtig heimisch. Ein Gastbeitrag von Jürgen Neubauer.
John Fante: «Voll im Leben» in «Little Italy»
Mit dem ersten Kind steht er plötzlich "voll im Leben": John Fante, endlich wiederentdeckt, mit einem tragisch-komischen Erzählstück seiner Biographie.
«Ich war seine Maßlosigkeit» – Franck Maubert über Alberto Giacomettis letztes Modell
"Caroline" bietet einen ganz eigenen, persönlichen Zugang zum Spätwerk Alberto Giacomettis. En Interview mit seinem letzten Modell, seiner Geliebten Caroline.
Lesley M. M. Blume: Und alle benehmen sich daneben
Wie Hemingway kühl und auf Kosten anderer seinen Erfolg als Schriftsteller plante: The Sun Also Rises war ein Skandal mit Ansage.
Tania Blixen sehnt sich zurück in «Jenseits von Afrika»
Eine Liebeserklärung an Afrika: Das ist Tania Blixens bekanntestes Buch, ein hymnisches Sehnsuchtsbuch. Denn sie ist, als sie es schreibt, längst "Out of Africa".
Virginia Woolf und der Hund: Ein literarisches Porträt von Flush
Virginia Woolf bezeichnete ihr Buch selbst als "nur so eine Art Witz". Herausgekommen ist ein differenziertes Portrait eines Hundes und seiner Besitzerin.
Alice Herdan-Zuckmayer und die sonderbare, vierbeinige Erbschaft: Das Scheusal
1937 erbt die österreichische Schauspielerin Alice Herdan-Zuckmayer von einer ungeliebten Tante einen Hund: "Das Scheusal", das ihr ans Herz wächst.