Achim Stegmüller, der selbst als Lektor an einer japanischen Universität arbeitet, verbindet in diesem Roman virtuos die Bauernaufstände vor 500 Jahren mit Machtkämpfen an einer Universität in Kyoto in der Gegenwart – erzählt wie ein brueghelsches Wimmelbild.
FRANKÉTIENNE: Eine Aufforderung zum Kampf
Frankétienne war der große alte Mann der haitianischen Literatur. 2025 ist das Multitalent verstorben. Zu seinem Vermächtnis gehört auch der Roman "Eine Aufforderung zum Kampf", der nun in deutscher Übersetzung erscheint.
LUKÁŠ CABALA: Denkst du noch an Trenčín?
"Denkst du noch an Trenčín?" von Lukáš Cabala ist eine Hommage an Trenčín – zwischen Erinnerung, Identität und Imagination. Die slowakische Stadt Trenčín ist 2026 Kulturhauptstadt Europas. Stefanie Bose, die Übersetzerin des Romans, wird Mai – September 2026 Stadtschreiberin von Trenčín sein.
MARTIN EBBERTZ: Der kleine Herr Jaromir
"Der kleine Herr Jaromir": Mit diesem wunderbaren Kinderbuch und einem poetischen Helden wurde Martin Ebbertz bekannt. Nun erscheint der Evergreen in einem neuen Gewand.
BJÖRN HAYER (Hrsg.):
Aus einer geschützten Ecke heraus
läßt du den Raum entstehen
Viele zeitgenössische Lyriker:innen suchen nach Hoffnungspoetiken. Sie hinterfragen die Verantwortung des Menschen für seine Umwelt, kreieren neue Welten und loten aus, was denk- und machbar erscheint. Utopisches Dichten in der Gegenwart - Björn Hayer versammelt in dieser Anthologie wichtige Stimmen zeitgenössischer Lyrik.
SABINE ZAPLIN: Die Wasserwandler
"Die Wasserwandler" ist der erste Jugendroman in der STROUX edition. Sabine Zaplin erzählt in lebendigen Bildern vom Leben und der Armut in einem Schwarzwalddorf im 18. Jahrhundert und der abenteuerlichen Reise der Donauschwaben, die als Siedler für die Bebauung der Gebiete in Ungarn angeworben wurden.
HARALD ALBRECHT: Kummer ist die kälteste der Saaten
"Kummer ist die kälteste der Saaten" ist der inzwischen vierte Lyrikband von Harald Albrecht. Der Lyriker nutzt dabei die Sprache des Gedichts und dessen Form als Orientierung in einer sich ständig wandelnden Welt.
Otto Dov Kulka und Aharon Appelfeld: Als Kinder dem Lager entkommen, geprägt für den Rest ihres Lebens
Die Bücher von Aharon Appelfeld und Otto Dov Kulka, die als Kinder den Nazi-Terror erlebten, zeigen, wie wichtig es ist, über diese Vergangenheit zu sprechen. Vorgestellt werden "Landschaften der Metropole des Lebens" und "Geschichte eines Lebens".
KURT DRAWERT: Neue Publikationen zum 70. Geburtstag
Am 15. März feiert der Schriftsteller Kurt Drawert seinen 70. Geburtstag. Der axel dielmann - verlag würdigt den Lyriker, Dramatiker und Essayisten mit einem Programmschwerpunkt.
Lauter toxische Verhältnisse: Das Lebensdrama des Richard Yates
Es gibt Schriftsteller, die umkreisen immer wieder dieselben Themen. Und dennoch wird man ihrer nicht überdrüssig. Einer davon ist Richard Yates. Neben den Stories beleuchtet der Beitrag die Romane "Cold Spring Harbor", "Zeiten des Aufruhrs" und "Young Hearts Crying".
KIRSTI ELINE TORHAUG: Der schmale Grat der Vernunft
Inspiriert vom Schicksal ihres Onkels, der als Teil des norwegischen Widerstands gegen die nationalsozialistische Besatzung ins KZ Sachsenhausen kam, griff die Schauspielerin Kirsti Eline Torhaug zur Feder. Der erste Teil ihrer gefeierten "Amazonas-Trilogie" liegt nun in deutscher Erstübersetzung vor.
Rolf Dieter Brinkmann: Ein Beitrag von Theo Breuer
Zahlreiche Bücher erschienen zum 50. Todestag von Rolf Dieter Brinkmann. Der Schriftsteller Theo Breuer hat sie gelesen - daraus entstand eine Art Lesetagebuch, Notizen, die auch von der Wirkmacht von Literatur erzählen.
LINDE ROTTA: Rost war die Farbe der Zeit
Linde Rotta zeichnet ihn ihrem erzählenden Essay die Auseinandersetzungen um das Bild »Aufrecht stehen« von Reinhard Minkewitz mit großer Genauigkeit und Klarheit nach. »Rost war die Farbe der Zeit« ist ein dokumentarischer und zugleich sehr persönlicher Text.
Lyrikpreis München – Aktuelles und Rückblick
Das Bewerbungsverfahren für den Lyrikpreis München 2027 ist eröffnet: Ab sofort können sich Autorinnen und Autoren mit ihren Beiträgen um den renommierten Preis, der seit 2010 vergeben wird, bewerben. Das Wettbewerbsthema lautet diesmal „Dürers Melencolia I und die Gravur der Gegenwart“.
JOHANNA HANSEN: Schamrot
Poetisch verdichtet, ein Gesamtkunstwerk in Wort und Bild ist "Schamrot", der autofiktional grundierte Roman der Malerin und Lyrikerin Johanna Hansen. Sie erzählt von Kindheit und vom Aufwachsen in der Enge der 1950/60er-Jahre in der niederrheinischen Provinz.