GARY VICTOR: An der Kreuzung der Parallelstraßen

Haiti, Ende der 90er Jahre. Éric, ein ehemaliger Beamter, der aufgrund von Strukturanpassungsprogrammen entlassen wurde, will sich an denen rächen, die er für sein Unglück verantwortlich macht. Er beginnt einen Amoklauf durch ein Port-au-Prince, in dem der „Erwählte“ eine neue Ordnung zu errichten sucht. Zugleich werden Spiegel blind und Schriften kehren sich um, eine Heiligenstatue treibt sich in den Straßen herum, und der Erwählte lässt Gott ermorden …

Ein Höllenritt durch eine apokalyptische Szenerie. Gary Victors härtester und in Haiti meistdiskutierter Roman ist, so der Autor selbst angesichts der Situation in Haiti, „zum Verzweifeln aktuell“. 2003 schrieb er im Vorwort zur französischen Ausgabe: „Ich brauchte viel Mut und die Beharrlichkeit einiger Freunde, die das Manuskript gelesen hatten, bis ich
mich entschloss, den Text zu veröffentlichen“. Nun liegt das Buch in deutscher Übersetzung durch Peter Trier vor.


Stimmen zum Buch:

„Härter kann man als Künstler den Niedergang einer Nation nicht beschreiben.“ – Maria Wiesner, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2025

Verleger Peter Trier spricht mit Sigrid Brinkmann in der Sendung „Büchermarkt“ (Deutschlandfunk) über den Roman

„Zum Verzweifeln aktuell.“ – Andrea Pollmeier, Frankfurter Rundschau

„Sein bislang schockierendster und tiefgründigster Haiti-Roman, den der Verleger und Übersetzer Peter Trier kenntnisreich mit erläuternden Anmerkungen zur Kultur und Geschichte Haitis in bestes Deutsch übersetzt hat.“ – Klaus Jetz, ila – Das Lateinamerika Magazin, Dezember 2025

„Tief verwurzelter Glaube und die unbändige Wut sind die Pfefferschoten in dieser an sich schon scharfen Mischung aus Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Gary Victor hat den Roman vor einem Vierteljahrhundert geschrieben. (…). Das Buch hat seit Erscheinen nichts von seiner Aktualität und seinem Wahrheitsgehalt verloren.“ – Karsten Koblo, aus-erlesen.de

„Ein lesenswerter, kluger Roman, der mich auch sprachlich sehr überzeugt hat.“ – Luisa Kiel, itsaboutgoodbooks

Als Buchtipp in der November-Ausgabe beim Stadtkind Hannover

„Gary Victor hat die Gabe, schier unvorstellbare Zustände sichtbar zu machen und sich damit in Haiti nicht nur Freunde gemacht. Kein einfacher Unterhaltungsroman. Für alle Leser*innen, die an experimentellen Texten, die eine Botschaft transportieren, Spaß haben.“ – MarieOn

„Der Begriff Transzendenz trifft es sehr gut. Wer einen apokalyptisch-irrwitzigen Höllenritt nicht scheut, darf zugreifen. Landesgeschichte einmal ganz, ganz anders.“ – Jörg Kijanski, Booknerds

„Die Sprache ist meistens äußerst direkt. Der magische Realismus lockert einiges auf und macht es gleichzeitig bildhafter und schärfer.“ – Marco Lombardi


Zum Autor:

Gary Victor, geboren 1958, wurde im deutschsprachigen Raum vor allem durch seine Kriminalromane um Inspektor Dieuswalwe Azémar bekannt. Seine scharfe Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen in seinem Land machte ihn zu einem der populärsten haitianischen Gegenwartsautoren und sorgte zuletzt dafür, dass er aus seinem Haus ausziehen musste, da das Viertel unter die Kontrolle von Gangs geraten ist, bei denen er sich unbeliebt gemacht hatte. Gary Victor war mehrfach auf der Krimibestenliste (DIE ZEIT, später DLF/F.A.S) und auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger platziert.


Bibliographische Angaben:

Gary Victor
An der Kreuzung der Parallelstraßen
Aus dem Französischen von Peter Trier
Softcover, 136 Seiten
16,00 Euro
Litradukt Verlag, Trier
ISBN 978-3-940435-52-1
Erscheinungstermin: 15. Oktober 2025

Verlag:
Litradukt, Literatureditionen Manuela Zeilinger-Trier
Christian-Eberle-Str. 4a
54295 Trier
Tel. 0651 99168588
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Downloads & Informationen:

*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage