Vielseitiger Blütenrausch im Literaturhaus Stuttgart

Der alljährliche Markt für unabhängige Verlage am Literaturhaus Stuttgart ist für Büchermenschen aus Süddeutschland immer ein Highlight im Kalender. Doch heuer zog es mich aus doppeltem Grund zu der Veranstaltung, die unter dem frühlingshaften Motto „Blütenrausch“ stand: Mit dem Gans Verlag und mit Litradukt waren zwei der Verlage, für die ich arbeite, erstmals mit dabei. Ein kleiner Rückblick in Bildern:

Kristina Schilke las aus ihrem Roman „Alles was lebt“, erschienen im Gans Verlag. Die schwebende Leichtigkeit, die ihrem Buch attestiert wurde, war – wie man an den strahlenden Gesichtern sieht – auch bei der Lesung spürbar. Wunderbar moderiert wurde das anschließende Gespräch von Caroline Grafe.

Gans-Verleger Ulrich Leinz (links) freute sich über ein Zusammentreffen mit dem Tübinger Schriftsteller Kurt Oesterle. Oesterle hat im Frühjahrsprogramm seinen ersten Essayband in dem Berliner Verlag veröffentlicht: „Es lebe die Republik!“ über Thomas Mann und dessen Entwicklung zu einem Fürsprecher der Demokratie.

Der Verleger und seine Autor*innen im Gespräch.

Wenn es um Literatur aus der Karibik, insbesondere aus Haiti geht, kann Peter Trier gesten- und wortreich darüber erzählen: Der Verlag Litradukt, gegründet 2006, dürfte der einzige deutschsprachige Verlag mit diesem Schwerpunkt sein und Peter Trier ein ausgewiesener Fachmann für diesen Bereich.

Da es für ihn schwieriger ist, sich mit Autorinnen und Autoren bei Veranstaltungen zu treffen, übernahm er beim „Blütenrausch“ die Buchpräsentation selbst: Bei einem Speeddating für haitianische Literatur stellte er die wichtigsten Neuerscheinungen der vergangenen Jahre vor.

Und natürlich kam ich auch nicht ganz ohne Bücherkaufrausch davon … was, das verrate ich vielleicht gelegentlich in der Reihe „Bücherfenster“.