Der Herbst bei Kröner, Dielmann, Mirabilis und der STROUX edition

Die Blätter fallen und die neuen Bücher kommen: Bei den Verlagen, für die ich arbeite, warten die Bücher aus den aktuellen Herbstprogrammen auf ihre Leser.

Alfred Kröner Verlag
Bereits Ende September erschienen sind im Alfred Kröner Verlag die vier Titel aus der Kröner Edition Klöpfer: „Professor Lear“ von Joachim Zelter, „Das Zusammenfalten der Zeit“ von Walle Sayer, „Deutsche Szenen“ von Gerhard Stadelmaier sowie „Und jetzt ist Schluss“ von Christine Lehmann. In diesen Tagen erscheint zudem ein von Gabriele Haefs übersetzter Roman, der ähnlich wie „Brooklyn soll mein Name sein“ von Eduardo Lago (erst vor kurzem im Interview mit Denis Scheck in „Druckfrisch“ zu sehen), in seinem Herkunftsland ein riesiger Erfolg war: „Zweckfreie Kuchenanwendungen“ von Yeoh Jo-Ann.
Der Debütroman der Autorin aus Singapur erhielt aus dem Stand mehrere Preise und Nominierungen und gilt als passendes Portrait der „Post-Millenium-Generation“.
Das Herbstprogramm zum Durchblättern findet sich hier: https://www.book2look.com/book/sasiUXOf71

axel dielmann-verlag
Ein ganzes Herbstprogramm komplett mit Lyrik! Kann das gutgehen? Die Frage stellt sich Verleger Axel Dielmann selbst in seiner Vorschau. Und meint: „Na ganz einfach, indem wundervolle Dichterinnen und Dichter in schöne Bände gepackt werden. Und das ist hier achtfach geschehen. Denn es ist eindeutig so: Die notwendige Erarbeitung von sprachlichen Möglichkeiten, welche sich die rasant und massiv verändernden Rahmenbedinungen unseres Lebens wenigstens in ersten Annäherungen formulieren und ausdrücken könnten, findet in der zeitgenössischen Lyrik statt. Und die Dichterinnen und Dichter, welche ihre Sprache auf die Aussprechbarkeit der neuen Unbegreiflichkeiten und Herausforderungen,
der Komplexität und Dynamik hin prüfen, müssen lesbar gemacht werden.“

Die Vorschau, die auch noch einen EU-Lyrik-Reisepass bietet, und Informationen zu den einzelnen Titeln finden sich hier: http://www.dielmann-verlag.de/de/termine/detail/~id.425~nm.5/LYRIK-Halbjahr-im-Verlag.html
Als PDF zum Download:

Mirabilis Verlag
Beim Mirabilis Verlag erscheint Ende Oktober „Nur einmal mit den Vögeln ziehn“ von Sylvia Frank. Hinter dem gemeinsamen Pseudonym stecken Sylvia und Frank Meierewert. Beide Autoren haben bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, gemeinsam, aber auch einzeln unter verschiedenen Pseudonymen, u. a. beim Aufbau Verlag, bei Ullstein und Gmeiner. Der Roman erzählt das Leben von fünf Menschen von 1977 bis zur Wendezeit 1989/1990.
Jens, Anna Maria, Ivo, Siv und Aki begegnen sich und trennen sich wieder – der Roman schildert ihre Hoffnungen und Träume, Erwartungen und Enttäuschungen, den Wunsch nach Selbstverwirklichung und das Scheitern an der Realität, die Rebellion gegen Systeme und die Suche nach dem eigenen Weg, gepaart mit dem steten Gefühl, alles in diesem einen Leben erreichen zu müssen. – Ein fiktiver Roman, beruhend auf wahren Ereignissen.

Das Programm zum Download:

STROUX edition:
Vor 80 Jahren, am 3. Oktober 1942, wurde in Peenemünde zum ersten Mal eine A4-Rakete gestartet. Alfred Schmidt erzählt in dem biographischen Roman „Gröttrup und das Universum der erfinderischen Zwerge“ die Geschichte des genialen Erfinders Helmut Gröttrup, die auch ein Stück DDR-Geschichte ist. Das Buch erscheint am 17. Oktober.

Im November folgt mit „Die Göttlichen Kindchen“ von Tatjana Gromača die Übersetzung ihres Romans über die Geschichte ihrer Mutter, die an den Folgen der Wirtschaftskrise, des aufkommenden Nationalismus und des Krieges in Kroatien psychisch zerbricht. Das Buch wurde in Kroatien mit mehreren Preisen ausgezeichnet, nun wird es erstmals in deutscher Übersetzung vorliegen.

Das Programm zum Download:

Wer eines der (oder alle) Programme per Post zugesandt haben möchte – ich freue mich über eine kurze Nachricht. Und natürlich nehme ich gerne auch Rezensionswünsche entgegen, versende Leseproben und weitere Informationen.

Hildegard E. Keller: „Was wir scheinen“ – die Reise mit Hannah Arendt geht weiter

„Was wir scheinen“ ist der Roman einer großen Lebensreise von Königsberg über Berlin,
Paris nach New York, nach Jerusalem, Zürich, Basel und Rom und auch immer wieder ins sommerliche Tessin. Und die Reise mit der poetischen Denkerin Hannah Arendt geht weiter: Der erfolgreiche Debütroman von Hildegard E. Keller erscheint am 26. August nun auch als Taschenbuch.

Im Sommer 1975 reist Hannah Arendt, eine der bedeutendsten Frauen des 20. Jahrhunderts, im Alter von 69 Jahren ein letztes Mal von New York in die Schweiz, in das Tessiner Dorf Tegna. Von dort fliegen ihre Gedanken zurück nach Berlin und Paris, nach Marseille und in die USA der 1940er Jahre, nach Jerusalem und Rom. Sie ist Tochter, Geliebte und Ehefrau, Professorin, leidenschaftliche Freundin, Witwe jetzt. In Tegna möchte sie noch einmal denken und dichten, faulenzen und mit den Rotkehlchen das Leben genießen. Doch mit den Erinnerungen kehrt auch die an den Eichmann-Prozess 1961 wieder. Was wir scheinen erzählt von einer Hannah Arendt, die aus dem Schatten der bekannten Fakten tritt. Sie gibt sich zu erkennen mit ihrem ganzen Unabhängigkeitsdrang, Scharfsinn und Witz sowie ihren zarten Saiten, auf denen sie meist nur für sich selbst spielte. Hildegard Keller wirft einen mitreißend frischen Blick auf Hannah Arendts Leben und Werk. Sie lädt zum Entdecken und Staunen ein, unterwegs mit einer starken und verletzlichen Frau, die ihre Freiheit über alles schätzte.

Noch mehr Informationen, zahlreiche Abbildungen und ein Interview mit Hildegard E. Keller zu ihrer persönlichen Reise mit und zu Hannah Arendt finden sich in diesem Flyer:

Zur Autorin:
Von 2009 bis 2019 war Hildegard Keller Literaturkritikerin im Fernsehen (Jurymitglied beim Bachmannpreis, ORF/3sat; Kritikerteam des Literaturclubs SRF/3sat). Seit 2019 konzentriert sie sich auf das eigene literarische Schreiben und die Tätigkeit als Filmemacherin sowie Herausgeberin der Edition Maulhelden. Seit den frühen 1990er Jahren lehrte sie deutsche Literatur an Universitäten im In- und Ausland (USA, GB, NL, D, ARG, TUR), zehn Jahre lang als Professorin an der Indiana University in Bloomington (USA), wo sie ihren ersten Dokumentarfilm (Whatever Comes Next, 2014) geschaffen hat; heute lehrt sie Multimedia-Storytelling an der Universität Zürich. Ihr Werk umfasst Romane, Hörspiele, Radiofeatures, Podcast, Filme und Performances.
Homepage: https://www.hildegardkeller.ch/

Alle Informationen zum Buch gibt es auf der Seite des Eichborn Verlags: https://www.luebbe.de/eichborn/buecher/gegenwartsliteratur/was-wir-scheinen/id_8017802

Buchwerbung/Ein Beitrag im Rahmen meiner Presseaktivitäten.

Rainer Maria Rilke – Ich ließ meinen Engel lange nicht los

Bild: Birgit Böllinger

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt…

Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
kann er frei seine Flügel entfalten
und die Stille der Sterne durchspalten, –
denn er muss meiner einsamen Nacht
nicht mehr die ängstlichen Hände halten –
seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.

Rainer Maria Rilke, Engellieder aus dem Band „Dir zur Feier“ (1897/1898).

Als ich dieser Tage diesen Schnappschuss dieser Flügelwesen im Regen machte, kam mir der Halbsatz „Wenn Engel weinen…“ in den Sinn. Und wenn ich schon in sentimentaler Stimmung bin, dann ist meist auch Rilke nicht weit. Manche nennen seine Gedichte Kitsch, ich dagegen staune immer wieder, wie man soviel Gefühl gepaart mit Verstand in sprachliche Musik umwandeln kann. Den Gedichtband „Dir zur Feier“ widmete er seiner großen Liebe Lou Andreas-Salomé, die „Engellieder“ sind im Kapitel „Mir zur Feier“ zu finden. „Ich ließ meinen Engel lange nicht los“: Im Grunde eine ganz unsentimentale Bestandsaufnahme einer komplizierten Paarbeziehung.

KRÖNER VERLAG: Hubert Klöpfer – Der handschriftliche Gedichtekalender 2023

Jahr für Jahr ist er ein echter „Hingucker“, der handschriftliche Gedichtekalender, handgeschrieben und herausgegeben von Hubert Klöpfer. Seit dem vergangenen Jahr gibt es bei diesem Kalender, der bereits zahlreiche Sammler hat, eine Neuerung: Die Auswahl der Gedichte treffen neben Hubert Klöpfer nun auch prominente Gedichte-„Patinnen“ und „Paten“ aus dem Literaturbereich.

Unter anderem tragen so zum handschriftlichen Gedichtekalender 2023 Ulrich Tukur, Matthias Politycki und Thea Dorn zu einer überraschenden lyrischen Vielfalt von der Klassik bis zur Moderne bei: Von Hölderlin bis Thomas Brasch, von Knorr von Rosenroth bis Rose Ausländer reicht die Bandbreite. Walle Sayer und Christine Langer als „Kröner-Hausautoren“ sind ebenso vertreten wie eben Matthias Politycki und Susanne Gührs mit bislang unveröffentlichten Gedichten.
Doch nicht nur wegen der besonderen Lyrikauswahl und der hervorstechenden Handschrift ist dieser Kalender ein wahres Schmuckstück! Sondern auch aufgrund der handwerklich feinen Verarbeitung: Er wird von der renommierten italienischen Druckerei Grafiche Busti in Verona auf edles Munken Pure Papier in hoher Grammatur gedruckt und ist mit einer silber-matten Spiral­bindung sowie einer stabilen Aufhängung versehen. Neben den Gedichten in faksimilierter Abschrift bietet der Kalender 2023 auch Extraseiten, auf denen die Gedichte in zweifelsfrei lesbarem Schriftsatz abgedruckt sind. Der handschriftliche Gedichtekalender 2023 erscheint im September.

Weitere Informationen auf der Verlagsseite: https://www.kroener-verlag.de/details/product/gedichtekalender-2023/

Pressestimmen:

„Berührende Gedichte, in eine illustrative Handschrift gekleidet, die den stillen Glanz erlesener Sprachgeschmeide zum Leuchten bringt.“
Helmut Benze in der Rubrik „Benzes Besonderes Buch“, Buchmarkt 11/2021

„Wer aber einen Kalender sucht, der das Formale und die Schönheit des Abdrucks schätzt, dem sei der Kalender aus dem Kröner Verlag ans lyrische Herz gelegt, gestaltet von Hubert Klöpfer.“ – Matthias Ehlers, WDR



Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Alfred Kröner Verlag.

WORTSCHAU VERLAG: Johanna Hansen – Mondhase an Mondfisch

Eine Partitur von Robert Schumann
Fragmente aus dem Briefwechsel von 
Clara und Robert Schumann 
Lyrik und Malerei von Johanna Hansen

Zwei schöne Wörter, eine Liebesgeschichte und eine Partitur haben zu diesem Buch geführt. Zunächst waren da die Kinderszenen und andere Klavierstücke von Robert Schumann. Eine Partitur vom Trödelmarkt, das Papier bereits leicht brüchig und vergilbt, der Einband schwarz wie der von alten Schulkladden.

Ebenso wie die Musik der Schumanns trägt die Lyrikerin und Malerin Johanna Hansen seit Jahren auch die beiden Wörter »Mondfisch« und »Mondhase« mit sich herum. Während der Pandemie reichte sie beide für das Lexikon der schönen Wörter des Literaturhauses Stuttgart ein. Gesucht wurden Trostwörter und solche, die Zuflucht geben: Für Johanna Hansen die ureigentliche Bedeutung der beiden Begriffe.

»Den Hasen im Mond, ein mythisches Tier, das für die Mondgöttin in einem Mörser wohlriechende Kräuter für ein Unsterblichkeitselexier zerstampft, und den Mondfisch, ein lebendes Fossil, zusammenzubringen, reizte mich sehr«, so die Künstlerin.
Aber wo sollten sie sich treffen? Die Partitur von Robert Schumann wurde schließlich, so unvorstellbar es auf den ersten Blick erscheinen mag, der Ort, an dem »Mondfisch« und »Mondhase« sich begegnen können.

Die Partitur als Malgrund wurde zum Bestandteil eines poetisch-künstlerischen Projekts, das seine endgültige Form dann durch die Lektüre des Briefwechsels zwischen Clara Wieck und Robert Schumann fand. Die Hindernisse, die die beiden Liebenden überwinden mussten, um heiraten und zusammen leben zu können, bewegten Johanna Hansen sehr. Da der Vater Clara Wiecks lange einer Heirat nicht zustimmte, konnten sich die beiden Musiker nur unter konspirativen Umständen treffen, der Brief wurde zu ihrem Medium. »Die Kraft dieser Liebe, aber auch ihre künstlerische Auseinandersetzung, das alles hat mich sehr inspiriert«, sagt Johanna Hansen.

Auf den Doppelseiten dieses Kunstbuches treffen sich die Lyrik Johanna Hansens, ausgewählte Zitate aus dem Briefwechsel von Robert Schumann und Clara Wieck sowie die ausdrucksstarken Bilder von Johanna Hansen zu einem einzigartigen Trialog über Menschen, die wie ferne Monde zu sein scheinen und sich dennoch immer wieder berühren und begegnen. »Mondhase an Mondfisch«: Aus ganz unterschiedlichen Elementen ist ein Versuch über die Liebe, in guten wie in schwierigen Zeiten entstanden, eine Wort-Bild-Begegnung über die Sehnsucht nach Nähe, Berührung, aber auch nach dem Einssein mit sich und dem anderen: der Welt.

Das Kunstprojekt wurde gefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen.

Zur Autorin:
Johanna Hansen, Malerin und Autorin, lebt in Düsseldorf. Kindheit am Niederrhein. Studium der Germanistik und Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm- Universität Bonn. 1. und 2. Staatsexamen.Zunächst Journalistin und Lehrerin. 1991 Beginn der künstlerischen Tätigkeit. Autorin und Malerin. Seit 1993 zahlreiche Ausstellungen, seit 2008 literarische Veröffentlichungen. Seit 2013 Herausgeberin der Literaturzeitschrift WORTSCHAU, www.wortschau.com.
In Zusammenarbeit mit Musikern, Komponisten und Videokünstlern entstanden Performances, Poesiefilme und spartenübergreifende literarische, musikalische und bildnerische Projekte. Texte wurden ins Englische, Lettische, Spanische, Französische und Hindi übersetzt.
www.johannahansen.de
Kontakt: johanna.hansen@t-online.de

Stimmen zum Buch:

„Sehnsucht erfasst alles im Sehnsüchtigen: die inneren Bilder, die Sprache, das, was gehört, gesagt und verstanden wird. Wie in einem Trialog aus Sprache, Bild und Musik manifestiert und umspielt Johanna Hansens Buch eine unstillbare und schon allein deswegen nicht zum ultimativen Happy End sich eignende Sehnsucht.“ – Stefan Hölscher, Signaturen

Ein Blick ins Buch bei den Signaturen: https://signaturen-magazin.de/johanna-hansen—nie-denke-ich-daran-mich-zu-verlieren-.html

„Ein Werk von großer Poesie.“ – Barbara Weitzel, Welt am Sonntag

„Ein Gedichtband, der ein berückend schönes Objekt voller Bilder ist und dazu noch eine Hommage an die Liebe von Clara und Robert Schumann.“ – Birgit Koelgen, Düsseldorf aktuell

Mit Musik Schumanns: Kerstin Bachtler stellt „Mondhase an Mondfisch“ im SWR vor:
„Eine musikliebende Lyrikerin, die auch malen kann, bekommt eine Partitur von Robert Schumann geschenkt und macht daraus ein neues Kunstwerk. Das ist die Geschichte des Langgedichts „Mondhase an Mondfisch“ von Johanna Hansen.“
https://www.swr.de/swr2/literatur/mondhase-an-mondfisch-von-johanna-hansen-100.html

Im Podcast von Regina Lehrkind: https://open.spotify.com/episode/5sP6nPd6JQKBluKJbiwW23

Bibliographische Angaben:
Johanna Hansen
Mondhase an Mondfisch
Wortschau Verlag, Juni 2022
92 Seiten, Kunstbuch, eine Begegnung von Poesie und Malerei, 69,00 € 
ISBN 978-3-944286-37-2

Pressekontakt und Rezensionsanfragen:
Birgit Böllinger
Büro für Text und Literatur
Auf dem Rain 2
86150 Augsburg
Telefon: 0821 4509-133
E-Mail: kontakt@birgit-boellinger.com

oder über den Verlag:
WORTSCHAU Verlag
Winzinger Straße 48, 67433 Neustadt/Weinstraße
Telefon: 0 63 21/4 81 71 73, wolfgang.allinger@wortschau.com

www.wortschau.com

KATHRIN NIEMELA: Lesung in der Lyrikhandlung in Tübingen

Am Samstag, 21. Mai, 17.00 Uhr liest Kathrin Niemela aus ihrem Debütband „wenn ich asche bin, lerne ich kanji“ in der Lyrikhandlung am Hölderlinturm, Bursagasse 15, 72070 Tübingen. Eva Christina Zeller („Unterm Teppich“) moderiert und führt das Gespräch mit Kathrin Niemela.

Der Eintritt für die Lesung bei Brot und Wein beträgt 10,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um eine Anmeldung bis zum 15. Mai gebeten:
https://lyrikhandlung.de/veranstaltungen/

Ort: Lyrikhandlung Tübingen

Johanna Hansen, Ulrike Schrimpf: Pariser Skizzen / Je te flingue

Bild: Jardin De Tuileries – https://pixabay.com/de/users/gaimard-10324218/

was uns möglicherweise eint im
nirgendland sind wir eher daheim als
in festgestelltem c`est une façon de
chercher

Auszug aus: „refuge/bild dir nichts ein“ in „Pariser Skizzen. Je te flingue“ von Ulrike Schrimpf und Johanna Hansen.

Es sind die Momente, bevor der Vorhang hochgeht, das Herzklopfen, das Lampenfieber, die Nervosität vor dem Auftritt. Und da die innere Stimme, die leise flüstert: „Nimm dich nicht zu wichtig. Bild dir nichts ein.“ Es schimmert immer wieder durch in diesen „Pariser Skizzen“, diese Fragilität des weiblichen Selbstbewusstseins, das sich behaupten muss gegen die Glaubenssätze, die frau mitgegeben werden, schon von Kindheit an, die sie aber auch annimmt, um sie dann doch mit einer Mischung aus Stolz, aus Selbstentfaltung und Selbstgestaltung zu überwinden. Das zögernde Kind, die junge Künstlerin, die sich im ersten Zyklus dieses wunderschönen Gedichtbands, nicht einmal selbst zugesteht, eine zu sein – der aussagekräftige Titel: „an eine junge künstlerin (die ich nie war)“ – sie lässt die Selbstzweifel allmählich vorwärts tastend hinter sich, gelangt zu ihrer eigenen „façon“:

„(…) denken sie
immer daran was sich auch
tun tun sie es mit
einer krone aus
glas und mine
de rien“

Scheinbar beiläufig werden die „Gesetze der Wahrscheinlichkeit“, so der Titel des letzten Zyklus in „Pariser Skizzen. Je te flingue“ unterlaufen. Das pantherhafte Drehen im allerkleinsten Kreise wird überwunden. Das tragische Ende der „Azur in nuce“ ist nicht ihres. Beides zeigt auch, wie elegant Ulrike Schrimpf viele feine Bezüge zur titelgebenden Stadt einzuflechten vermag, wie sie mit müheloser Geste auf poetische Vorläufer*innen referiert. Doch nicht nur diese Zwiegespräche mit Rilke, Unica Zürn und anderen sind es, die das lyrische Ich dieses Bandes in seinem Weg bestärken, begleiten, befördern – es ist vor allem die Zwiesprache mit einer anderen Dichterin, die auch – und in diesem Gedichtband vor allem – als bildende Künstlerin tätig ist. Jedes der Gedichte Ulrike Schrimpfs korrespondiert mit einem Bild von Johanna Hansen. Und man sieht es deutlich beim abschließenden Doppelportrait: Da haben sich zwei Künstlerinnenseelen gefunden.

„Da haben sich zwei getroffen, die gern schonungslos ablichten zu shootings – im Sinne von Fotos, aber auch mit dem Messer oder Revolver – oder Lippenstift als Waffe. Sie sehen sich in ihrer Weiblichkeit nicht als Objekte, nicht als targets, sondern zielen selber hin“, so Kristian Kühn im Vorwort zu diesem Band.

Kristian Kühn von den „Signaturen“ brachte die beiden zusammen, als „Ulrike Schrimpf Bilder suchte, um ihr inneres Drängen mit konkret vorhandenen Bildern in ein formales Verhältnis zu bringen.“ Ausschlaggebend war für Kühn das „latent Überfließende“, das er im Werk beider Frauen wahrnahm. Was er nicht ahnte, war, dass beide Frauen diesen engen Paris-Bezug hatten: Johanna Hansen hatte ihre Pariser Skizzen während ihrer Zeit im Gastatelier der Cité Internationales des Arts in Paris erstellt, Ulrike Schrimpf die Stadt über ihre Familie und in ihrer Zeit als Studentin intensiv kennengelernt. Und so spielt auch die Stadt Paris in diesem Buch naturgemäß eine zentrale Rolle, neben dem lyrischen weiblichen Ich eigentlich wie ein eigenständiges Wesen, mal hell-leuchtend, dann wieder voller Abgründe. Eine wuchernde Pflanze, ein Moloch, wie er in der expressionistischen Lyrik als Topos erstand, in eindrucksvollen Bildern geschildert:

tu n`es pas venu zu einem
unterbrochenen klang der nun ihr
gehört wächst eine krautige
schlingpflanze im Jardin manche
enden um einen stuhl gewickelt“

Schlingpflanzen gleich ziehen Ulrike Schrimpfs Poeme mit ihren ausdrucksstarken Bildern beim Lesen förmlich in die Gedichte mit hinein, die überraschenden Wendungen, das Spiel mit den Polen, das Gefangensein in und entlassen werden aus diesen Gedichten ist ein sinnliches Erlebnis, das in den ebenso konkreten wie dennoch rätelshaften Bildern von Johanna Hansen seine Fortsetzung findet.

Informationen zum Buch:

Johanna Hansen, Ulrike Schrimpf
Pariser Skizzen / je te flingue
Edition Melos, Wien, 2021
ISBN 978-3-9519842-8-5

Homepage von Ulrike Schrimpf: https://www.ulrike-schrimpf.de/
Homepage von Johanna Hansen: https://www.johannahansen.de/

Einen Eindruck von den Pariser Skizzen von Johanna Hansen bietet dieses wunderschöne Video:

KRÖNER VERLAG: Christine Langer – Ein Vogelruf trägt Fensterlicht

An der Schwelle

Lichtrisse schieben den Himmel vor sich her bevor sie die Abend-
Glocken in die Baumwipfel hängen

Schwer wiegen sich die Schatten des Walds in den Wolken
Und spannen Laken über die Erde

Der Geruch feuchter Steine trägt Spuren wilder Tiere in mein Haus:
Ich habe die Stirn gelehnt an die offene Tür der Nacht

„Ein Vogelruf trägt Fensterlicht“: Das ist der neue Gedichtband von Christine Langer, nun erschienen in der Kröner Edition Klöpfer im Alfred Kröner Verlag. Mirko Bonné schreibt in seinem Nachwort zu diesem feinen Lyrikband:
„Christine Langers Gedichte sind mitreißende Übungen in der Zwiesprache mit Dingen, die von einem im Einklang stehenden Dasein offenbar mehr wissen als wir auf unserer
gehetzten Suche danach. Die Poesie ersucht hier noch einmal offenherzig die weise Welt um Rat.“

Zur Autorin:
Christine Langer, 1966 in Ulm geboren, lebt und schreibt in der Donaustadt. Chefredakteurin der Literaturzeitschrift „Konzepte“. Ihre letzten vier Gedichtbände erschienen alle bei Klöpfer & Meyer: „Lichtrisse“ (2007), „Findelgesichter (2010), „Jazz in den Wolken“ (2015) und „Körperalphabet“ (2018). Sie veröffentlicht ihre Gedichte auch regelmäßig in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen (u.a. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jahrbuch der Lyrik, Akzente, allmende, „Das Gedicht“). Für ihre Gedichte wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. Stipendium für die Villa Vigoni, Lyrikförderpreis der Internationalen Bodenseekonferenz, Buch des Monats der Darmstädter Jury sowie Jahresstipendium des Landes Baden-Württemberg. Für 2022 hat sie die künstlerische Leitung des Ulmer Lyriksommers übernommen. In der Zeit hieß es über sie: „Zu entdecken: eine große Dichterin.“
Und Friederike Mayröcker sagte: „Christine Langers Gedichte sind einfach sehr schön.“

Informationen zum Buch:
Christine Langer
Ein Vogelruf trägt Fensterlicht
Alfred Kröner Verlag, 20. März 2022
160 Seiten, Fühlkarton mit Lesebändchen, 20,00 €
ISBN 978-3-520-76501-7
https://www.kroener-verlag.de/details/product/ein-vogelruf-traegt-fensterlicht/

Stimmen zum Buch:

„Christine Langer beschwört Bilder von solcher Schönheit herauf, dass man künftig anders durchs Haus, durch die Natur geht.“ – Barbara Weitzel in der Welt am Sonntag

„Die Gedichte der Ulmer Lyrikerin Christine Langer erzählen von Luft, Licht, Wolken und immer wieder von geöffneten Fenstern. Durch sie kann man nicht nur weit den Blick schweifen lassen, sondern auch Geräuschen lauschen, die einen weit in die Natur hinaustragen und manchmal auch darüber hinaus. Christine Langers Texte entführen in traumhafte Landschaften, in denen die Worte wie Bäume wachsen, umgeben von einer schwebenden Leichtigkeit.“ – Kerstin Bachtler, SWR 2

„Die Botschaft dieses feinen Textes, abgedruckt in einem nicht minder virtuosen Band, lautet, dass Krisen uns nicht zur Ohnmacht zwingen.“ – Dr. Björn Hayer interpretiert das Gedicht „Innere Ordnung“ im BÜCHERMagazin.

„Das sollte man gründlich, das darf man lohnend erlesen.“ – Jürgen Kanold in einer ausführlichen, begeisterten Rezension in der Südwest Presse

„Nahezu in all ihren Gedichten, die die Lyriksammlung enthält, beweist Christine Langer ein bemerkenswertes Talent für Worte und Sprache. Mit einer unglaublichen Präzision erschafft sie Dichtung, die beinahe melodisch anmutet.“ – Anna Jakob, booknerds.de

„Langer spielt souverän mit der Sprache und eindrucksvollen Bildern. So entstehen ausdrucksstarke Wortschöpfungen wie „Tapetengebete“, „wimpernschwer“, „Lichtfeder“ oder „Amselmond“, welche die Fantasie bei der Lektüre anregen und den Geist in Bewegung setzen.“ – Barbara Pfeiffer, Kulturbowle

„Erinnerungen mischen sich mit Gefühlen und verbinden sich mit dem Klang der Wörter zu einem stimmigen Ganzen.“ – Kulturbuchhandlung Jastram

„Christine Langer hat uns einen kostbaren, ernsthaften, bereichernden und lichtvollen Gedichtband geschenkt.“ – Thorsten Paprotny bei literaturkritik.de

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Alfred Kröner Verlag


Lyrikhandlung am Hölderlinturm: Jeder Tag ist ein Gedicht

Mitten in der Corona-Krise wagte Ulrike Geist den großen Schritt: Vor einem Jahr, im März 2021, eröffnete die Kunsthistorikerin und Germanistin in Tübingen eine der ersten deutschen auf Lyrik spezialisierten Buchhandlungen. Ein Abenteuer? „Nein“, sagt Ulrike Geist, „für mich ist seither jeder Tag buchstäblich wie ein Gedicht.“

Denn ihr Konzept – der Lyrik einen Raum zu geben, einen Ort für Begegnungen und Austausch zu schaffen, Poesie erlebbar zu machen – gehe auf. Natürlich gäbe es Höhen und Tiefen bei einem neuen Laden, der sich erst etablieren muss, sagt die Inhaberin der „Lyrikhandlung am Hölderlinturm“. Aber trotz Kontaktbeschränkungen und den Verzicht auf Lesungen habe sie schon einen festen, lyrikaffinen Kundenstamm gewonnen. „Es macht sich bemerkbar, dass die zeitgenössische Lyrikszene überaus aktiv und in den Medien präsent ist, aber die Lyrik an sich im Sortimentsbuchhandel oft ein Nischendasein führt“, so Ulrike Geist. „Ich biete einen analogen Ort an für eine literarische Gattung, die nicht nur gelesen, sondern auch erlebt werden will.“ Bei Kundengesprächen stelle sie immer wieder fest, wie schnell die Lektüre eines Gedichts zu einem intensiven Austausch zwischen Menschen führen könne.

Blick in die Lyrikhandlung. Bild: Ulrike Geist

Neben dem Lyrikschwerpunkt bietet die Buchhandlung zudem noch ein ausgewähltes Sortiment an literarischer Belletristik, Biographien und Bildbänden, Antiquarisches sowie feine Papeterie, „aber die Poesie steht über allem.“ Dass inzwischen in Berlin ein Laden mit ähnlichem Konzept eröffnete, versteht Ulrike Geist als Bestätigung und Kompliment: „Da war Tübingen der Metropole einen Schritt voraus.“

Um ihre Leidenschaft – Ulrike Geist liest selber täglich zum Einstieg in den Tag ein Gedicht – weitergeben zu können, ließ sie sich bereits im ersten Geschäftsjahr einiges einfallen. Die Quereinsteigerin, die für ihren Traum von einer eigenen Buchhandlung einen etablierten Job als Herausgeberin eines Kulturmagazins aufgab, stellte unter anderem einen Lyrikautomaten auf, bietet „Lyrik to go“, führte Aktionen mit Schulklassen durch und arbeitet an einem Lyrikkalender mit Veranstaltungen aus Baden-Württemberg.

Und auch zum einjährigen Bestehen wird es eine besondere Aktion geben:
Am Samstag, 26. März, wird der Ulmer Lyriker Marco Kerler, von 14.00 bis 17.00 Uhr, gerüstet mit Schreibmaschine und Papier, vor der Buchhandlung Lyriksprechstunden abhalten. Mit dieser Aktion begeistert der Straßenpoet unter anderem regelmäßig auch die Menschen in seiner Heimatstadt Ulm: Jeder kann vorbeikommen, dem Lyriker von sich etwas erzählen und sich dann von einem persönlichen Gedicht überraschen lassen. Dazu gibt es Sekt, Wein, Café und leckere Kleinigkeiten und natürlich Gedichte in Hülle und Fülle. Vor Ort wird auch eine Spendenkasse für die Ukraine aufgestellt.

Einladend: Der Eingang zur Lyrikhandlung. Rechts zu sehen: Ein Lyrikautomat. Bild: Ulrike

„Auch wenn wir mit unseren Gedanken bei den Menschen dort sind, will ich meine Veranstaltungen derzeit bewußt nicht absagen“, meint Ulrike Geist. Zu lange seien kulturelle Orte gar nicht oder nur eingeschränkt zugänglich gewesen. „Dabei ist es wichtiger denn je, dass wir Orte bewahren und lebendig halten, wo wir auch wieder Kraft, Zuversicht und Frieden finden können: die Literatur, insbesondere aber die Lyrik ist solch ein innerer Ort.“

Weitere Information und Kontakt:

Lyrikhandlung am Hölderlinturm
Ulrike Geist
Bursagasse 15
72070 Tübingen
Telefon: 07071/5667171
E-Mail: info@lyrikhandlung.de

www.lyrikhandlung.de

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für die Lyrikhandlung am Hölderlinturm

KATHRIN NIEMELA – wenn ich asche bin, lerne ich kanji

"wenn ich asche bin, lerne ich kanji" ist das Lyrikdebüt von Kathrin Niemela.

Mit ihrem ersten eigenständigen Lyrikband wenn ich asche bin, lerne ich kanji begeistert Kathrin Niemela sowohl Leserinnen und Leser als auch die Literaturkritik: „Das große Thema Liebe wird nochmals neu gefasst. Mit unerhörten Wortschöpfungen, mit frischen, die Sprachkonventionen aufbrechenden Kombinationen aus literarischen Anspielungen und gegenwärtigen Ausdrucksformen und einem sensiblen Gespür für Rhythmik, Klang und visueller Kraft. Dadurch wird aus den Versen eine berührende Geschichte, die mit einem originellen Zugriff die Befindlichkeiten der Liebenden behutsam seziert“, heißt es in der Begründung der Jury zum renommierten Jury-Preis des Irseer Pegasus über den Zyklus die süße unterm marmeladenschimmel.

Was passiert mit uns, wenn wir unterwegs sind, was setzt es frei? Und was, wenn wir fremd sind? Worin gründen Wurzeln? wenn ich asche bin, lerne ich kanji von Kathrin Niemela beschäftigt sich in fünf Kapiteln mit dem Reisen und dem Fremdsein: in der Liebe, in Paris, in der Welt, im Leben und Sterben, in der Herkunft. Ihre Gedichte erzählen von (Ab)Gründen und Höhenflügen, vom Suchen und Ausgesetztsein, vom Großen im Kleinen und vom Kleinen im Großen, von Momenten der Betörung, Verstörung, Zerstörung und der Einsamkeit, der digitalen Getriebenheit, der Suche nach Liebe und dem Scheitern.

Aus dem Nachwort von Artur Becker:

„Kathrin Niemela ist eine vielreisende Lyrikerin. Schlägt man ihren Debütband auf, wird man nicht nur nach Südamerika und Asien geschickt, um die Dichterin bei ihren oft gesellschaftskritischen Beobachtungen zu begleiten, sondern auch in die Bilderwelt einer Autorin, deren poetische Wortschöpfungen durchaus auch für Semiotik- und Archetypenforscher interessant sein könnten. Der den Bandtitel gebende Satz „wenn ich asche bin, lerne ich kanji“ stammt aus dem Gedicht „bad in shibuya“, das geradezu ein Paradebeispiel für Niemelas Schreiben ist: urbane, vor Werbung für Weltmarken überbordende Welten prallen mit Menschenmassen und Anonymität zusammen, und mittendrin das lyrische Ich, das das Mysterium unseres Daseins nicht nur beschreiben, sondern auch verstehen will. Niemela schreibt im besagten Gedicht aus Japan: „(…) ich bin kein roboter, / wähle alle bilder mit brücken – hantle mich an mangas / entlang, acht stunden neben der zeit – das waka bricht / silben in splitter – ich schneide mich am sein“.

Kathrin Niemela: wenn ich asche bin, lerne ich kanji. Gedichte, mit einem Nachwort von Artur Becker, parasitenpresse, Köln 2021, 88 Seiten. Preis: 12,- €.

ISBN 978-3947676859

Kathrin Niemela, geboren 1973 in Regensburg, lebt in Passau und Regensburg und ist unterwegs als Lyrikerin und Markenbotschafterin. Sie studierte Betriebswirtschaft in Regensburg und Paris. Bisher erschienen ihre Gedichte in Anthologien und Literaturzeitschriften. wenn ich asche bin, lerne ich kanji ist ihr erster Lyrikband. Zuletzt wurde sie mit dem Jurypreis des 23. Irseer Pegasus für den im Band enthaltenen Zyklus die süße unterm marmeladenschimmel ausgezeichnet.

Homepage von Kathrin Niemela: www.kathrin-niemela.de

Stimmen zum Buch:

„Den größten Zauber haben Niemelas Gedichte, wenn eine neue Sprache in ihnen entsteht:
„dämmerlang“, „eine frage des überliebens“, das Pärchen ist sich „sperrangelnah“. In diesem Ton schreibt Niemela über die Liebe und ihr Vergehen, über Paris, Herkommen,
Fortkommen, Ankommen und den Tod.“ – Kathrin Niemela im Portrait in der Passauer Neuen Presse

Immer wieder wird in den nur vordergründig luftig leicht wirkenden Versen dabei das Bemühen dieser Autorin sichtbar, die Welt im Wandel besser zu begreifen. Und sich schwierigen Fragen zu stellen: „wie verworrenem / ordnung geben, ohne dass / das geheimnis zerbricht?“ – Antje Weber, Süddeutsche Zeitung

„Kathrin Niemela ist eine vielreisende Lyrikerin. Schlägt man ihren Debütband auf, wird man nicht nur nach Südamerika und Asien geschickt, um die Dichterin bei ihren oft gesellschaftskritischen Beobachtungen zu begleiten, sondern auch in die Bilderwelt einer Autorin, deren poetische Wortschöpfungen durchaus auch für Semiotik- und Archetypenforscher interessant sein könnten.“ – Kathrin Niemela mit einer Lesung und im Gespräch bei Literatur Radio Hörbahn

„Kopfüber mitten in die Sprache, so kann man einen Gedichtband auch beginnen. Allein schon diese 20 Gedichte beglaubigen die sprachliche Virtuosität von Kathrin Niemela und sind mit ihrem Anspielungsreichtum ein wahrer Fundus für Poesie-Aficionados.“ – Hellmuth Opitz bei „Das Gedichtblog“

„Lyrikfreunde haben an diesem Bändchen sicherlich grosse Freude. Für mich ist Kathrin Niemela jedenfalls eine Entdeckung und erhält einen verdienten Platz im Lyrik-Regal meiner Bibliothek.“ – Adrian T. Mai, arcimboldis world

„Beginnend bei „1“ und endend mit „LETZTER GANG“, ist dieser im Verlag parasitenpresse erscheinende, 88 Seiten starke Lyrikband ein Panorama unserer Zeit, bleibt daran jedoch nicht gebunden.“ – Stephan Moers bei zugetextet.com

„Kathrin Niemelas Gedichte sind wie Kanji um dieses Fließen, den Buchstaben und Worten den richtigen Platz geben, das Gesamtbild, bemüht. Jede Ausschmückung ist ihr fremd, ihr geht es um die Essenz. Bereits in ihrem Debüt hat sie ihre eigene poetische Stimme gefunden. Schön.“ – Petra Lohrmann bei „Gute Literatur – meine Empfehlung“

„Dieser Debütband ist eine kleine Weltreise. Man reist mit der Autorin in einer globalen Welt und streift dabei das moderne Leben und macht kulturelle und gesellschaftliche Beobachtungen, die durch die Gedichte etwas ganz Persönliches bekommen.“ – Hauke Harder, Buchhändler, auf seinem Blog Leseschatz

Laudatio der Jury beim Irseer Pegasus

Über die Preisvergabe und das Buch berichteten die Passauer Neue Presse und die Regensburger Rundschau.

Drei Gedichte bei Signaturen

Presseanfragen und Rezensionsexemplare: Birgit Böllinger, Telefon 0821 4509-133, kontakt@birgit-boellinger.com