CHARLES DERENNES: Ungeheuer am Nordpol

Und da hörten wir zum ersten Mal, wie in unserer Nähe ein unsichtbarer Flügel die Luft peitschte; dann strich ein kleiner Schatten mit durchdringendem Schrei dicht an uns vorbei und stieß gegen das Dach der Kabine; wir versuchten, ihm mit dem Blick zu folgen, doch innerhalb einer Sekunde war das Ding verschwunden.“

Zwei Abenteurer machen sich mit einem Ballon auf den Weg zum Nordpol. Dort geraten sie in eine unheimliche Welt mit Dinosaurier-ähnlichen Wesen. Die furchteinflößenden reptilienartigen Geschöpfe sind intelligent und technisch hochversiert. Wird es den Männern gelingen, sich mit den Ungeheuern zu verständigen und der fremden Welt wieder zu entkommen?

Mit »Ungeheuer am Nordpol« erscheint nun im Flur Verlag erneut eine Wiederentdeckung aus der französischen Literatur – eine spannungsreiche, phantastische Abenteuergeschichte in der Tradition von Jules Verne und H. G. Wells. Den Reiz des Romans macht die Mischung aus Tatsachenbericht und Fiktion aus. »Ungeheuer am Nordpol«, 1907 in Frankreich erstmals erschienen, ist ein hervorragendes Beispiel der wissenschaftlichen Phantastik, einer Untergattung der Science Fiction, und ein Vorläufer des Steampunk, inspiriert von den damaligen Erfindungen und Entdeckungen, dem riesigen Interesse an der Luftfahrt und an den Expeditionen zum Nordpol.


Stimmen zum Buch:

„Dem kleinen Heidelberger Flur Verlag ist mit der deutschen Erstausgabe eines Klassikers der phantastischen Literatur ein echter Coup gelungen.“ – Sibylle Peine für dpa

„Wer Jules Verne mag, wird auch diese Erstübersetzung schätzen.“ – Linda Stift, Die Presse, 06.12.2025

„Derennes zeigt ziemlich klar auf, woraus sich Kolonialismus speist, und die empfundene Differenz zu den Bewohnern des Pols spielt dabei keine kleine Rolle.“ – Tilman Spreckelsen, FAZ, 30.12.2025

„Dieter Meiers Übersetzung überzeugt. Sie biedert sich weder dem Publikum der Gegenwart zu sehr an, noch wirkt sie gekünstelt oder unverständlich.“ – Joachim Kern, Kreuzer Leipzig, Januar 2026

Silke Arning hat die erstmals erschienene deutsche Ausgabe des französischen Abenteuerromans gelesen und stellt ihn bei „SWR Kultur am Samstagnachmittag“ vor

An H.P. Lovecraft und „Krieg mit den Molchen“ von Karel Čapek fühlt sich Christian Kaiser in seiner Rezension im Stadtkind Hannover bei der Lektüre erinnert, ebenso aber auch an progressivere Sci-Fi-Filme der 1950er wie „Am Tag, an dem die Erde stillstand“.

„Ungeheuer am Nordpol“ ist allen zu empfehlen, die nicht nur fesselnde Abenteuer schätzen, sondern sich auch Gedanken machen über ökologische Herausforderungen der modernen Welt, über die Beziehung des Menschen zur Natur, zueinander sowie zum Umgang mit dem Unbekannten, dem Fremden. – Maria Herlo im Mannheimer Morgen

„Lesenswert“ urteilt Eugen Tews auf seinem Blog „Bücherbriefe“: „Ungeheuer am Nordpol von Charles Derennes ist ein kleines Juwel der frühen phantastischen Literatur.“

Marco Lombardi bei Lovelybooks: „Fazit: ein wunderbarer Science-Fiction Roman aus dem Jahre 1907 (…). Große Leseempfehlung für alle Freunde dieses Genres und die es noch werden möchten. „

„Ein spannender Abenteuerroman, der zum Schluss noch eine ganz andere Wendung nimmt, mit der Derennes weit über Jules Verne hinausragt, auch über Wells und dessen Scientific Romances, und der deshalb seinem Publikum gleich doppelt Freude und Spaß bereitet: eine Entdeckung.“ – Paul Hübscher, litteratur.ch

„Mit „Ungeheuer am Nordpol“ ist es dem Flur Verlag gelungen, einen kleinen Schatz aus den Tiefen vergessener klassischer Literatur zu bergen.“ – Sigismund von Dobschütz, watchareadin.de

„Wodurch dieser Roman besticht, ist die ungewöhnliche Erzählperspektive. Schon aus anderen Werken dieser Zeit kennt man, dass es nicht nur einen Erzähler gibt. In diesem Werk findet der Autor eine Möglichkeit, den Bericht so zu verschachteln, dass man immer wieder aus einer Sphäre auftaucht, um dann die Qualität des Textes und seinen Aufbau entsprechend zu würdigen.“ – Sarah Lutter, Sarahs Lesereise

„Ein vergessenes Fossil der Abenteuerliteratur in völliger Tradition von Jules Verne.“ – Thorties Bücher Blog

„Die Schnittstellen aus Expeditionserzählung und Schauergeschichte machen die „Ungeheuer am Nordpol“ ausgesprochen spannend. Die Formulierungskunst des Autors
schwebt leicht dahin wie ein Ballon.“ – Franz Schneider in der Rhein-Neckar-Zeitung, 13.10.2025

„Ich habe auch etliches an Gesellschaftskritik in diesem Roman gelesen, die mich – auch wenn das Buch vor über 100 Jahren erschien – doch deutlich an die heutige Zeit erinnert. Das ist einer der ganz phantastischen Aspekte dieses Buches für mich.“ – Belana Hermine

„Die Erzählweise ist fiktiv, spielt mit Fakten und Fantasie und möchte ihre Leser durch die literarische Spielerei, die eine reale Berichtserstattung vorgaukelt, das Erzählte glauben lassen. (…) Somit stellt das Abenteuer grundlegende Lebensfragen.“ – Blogger und Buchhändler Hauke Harder


Autor und Übersetzer:

Charles Derennes (1882–1930)
wurde in Villeneuve-sur-Lot nahe Bordeaux geboren. Er schrieb Romane, Erzählungen, Lyrik und Tiergeschichten in französischer und provenzalischer Sprache. 1924 erhielt er den renommierten Prix Femina. Er starb 1930 in Paris. Sein Roman Ungeheuer am Nordpol erschien 1907 unter dem Titel Le Peuple du Pôle in Paris. Der Flur Verlag veröffentlicht das Werk erstmals auf Deutsch.

Charles Derennes um 1924

Dieter Meier, Übersetzer und Verfasser des Nachworts
wurde 1954 geboren. Er war vierzig Jahre als romanistisch-anglistischer Lektor tätig, die meiste Zeit bei Reclam. Dort war er u. a. für die Rote Fremdsprachenreihe, zahlreiche Übersetzungen und Editionen verantwortlich. Heute ist er als freischaffender Übersetzer tätig; zuletzt: Voltaire, Candide.


Bibliographische Angaben:

Charles Derennes
Ungeheuer am Nordpol
Roman
Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort von Dieter Meier
Flur Verlag 2025, 256 Seiten, 22,00 Euro
Klappenbroschur, Fadenheftung, 12 x 19 cm
ISBN 978-3-98965-103-6
Erscheint am 10. September 2025

Weitere französische Literatur im Flur Verlag

Jean de Palacio: Das Portrait
Charles Nodier: Jean Sbogar
Rachilde: Nein, ich bin keine Feministin


Zum Download:

*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage