MACIEJ SIEMBIEDA: Katharsis

Maciej Siembieda ist gegenwärtig einer der populärsten Schriftsteller Polens. Kein Wunder: Seine Werke bewegen sich stilistisch zwischen populärer Spannungsliteratur und literarischem Anspruch und werden in eine Reihe mit den Romanen von Robert Harris, Ken Follet und Philip Kerr gestellt.

Der Polente Verlag macht das Werk nun auch dem deutschsprachigen Publikum zugänglich: In der Übersetzung von Ewa Krauss erscheint mit „Katharsis“ der Auftaktband von Siembiedas „Griechisch-Trilogie“, der in Polen 2022 veröffentlicht und mit dem Wielki Kaliber Publikumspreis ausgezeichnet wurde.

„Katharsis“ ist ein großer Roman über die Suche nach Identität und den eigenen Wurzeln – er erzählt von Menschen, die in den unerbittlichen Strudel der Geschichte gezogen werden, die ihre Heimat und manchmal auch alles, was ihnen wichtig ist, verlieren. Der Roman blättert dabei zudem ein hierzulande wenig bekanntes Kapitel europäischer Geschichte auf: Nach dem Griechischen Bürgerkrieg nahm Polen etwa 14.000 griechische Flüchtlinge, zumeist Partisanen der Demokratischen Armee Griechenlands auf, die vor allem in den ehemaligen deutschen Ostgebieten angesiedelt wurden.

Auch der griechische Partisanenheld Kostas Tosidos landet 1949 mit seiner Familie in einem geheimen Krankenhaus auf der polnischen Ostseeinsel Wollin. Doch der vermeintlich sichere Zufluchtsort wird zur Falle, seine Vergangenheit holt ihn ein und führt in geradewegs in die Tragödie. Parallel dazu gerät auch der polnische Schmuggler Sacharin, der in den 1930er-Jahren den Gdingener Schwarzmarkt beherrscht, durch Verrat und Krieg in einen Strudel schrecklicher Ereignisse. Eine Generation später kreuzen sich die Wege von Janis, Kostas‘ Sohn, der im polnischen Milizdienst arbeitet und Zulus, Sacharins Zögling, der eigentlich in die kriminellen Fußstapfen seines Vorbilds treten möchte. Die scheinbar eigenständigen Geschichten kreuzen sich in einer Uranerzmine in Niederschlesien, in der die Sowjets zwischen 1948 und 1953 Material für ihre Atombomben abbauten.

Cover das Romans Katharsis von Maciej Siembieda Polente Verlag

Klappenbroschur, 632 Seiten, Format 13,5 x 21 cm
€ 24,00 inkl. MwSt.
ET: 16. März 2026
ISBN 978-3-903634-02-2 Paperback
ISBN 978-3-903634-03-9 E-Book


Rezensionen

Print & Rundfunk:

Katharsis erzählt mit rauem Ton von einem Europa, das sich neu erfinden muss“: Der Roman von Maciej Siembieda steht im Juni 2026 auf der Krimibestenliste von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur

„Ein komplexer Roman, vollgepackt mit sehr vielen Figuren und Geschichten – und genau deshalb so gut.“ – Maria Wiesner bei Deutschlandfunk Kultur

„Man könnte sich das alles, die charismatischen jungen Männer, den Partisanenkampf in griechischen Berglandschaften, den Grenzverkehr um Danzig und die Minen in Kowary, leicht auch als aufwändig europäisch koproduzierte Serie vorstellen.“ – Katrin Doerksen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die scheinbar eigenständigen Geschichten verwebt der preisgekrönte Autor auf über 600 Seiten zu einem epischen und spannenden Roman.“ – Stadtmagazin „Mein Bielefelder“

„Polnische Geschichte, unwahrscheinlich spannend geschrieben.“ – Sigismund von Dobschütz, Mainpost

Online & Blogs:

„Katharsis steht hier für das aristotelische Versprechen, das gutes Erzählen einlöst. Emotionale Erschütterung, die in etwas Klarerem endet. Siembieda, grandios übersetzt von Ewa Krauss, löst es ein.“ – Carola Quint

„Dazu ein Personal, das authentisch glaubhaft eine Familien-, Ganoven- und Heldensaga abbildet (…) und dabei auch noch, bei aller Tragik, nicht zu unterschätzende Anteile an subtil schwarzem Humor aufweist.“ – Ulrich Karger, Büchernachlese

„Siembieda, einer der bekanntesten polnischen Schriftsteller, thematisiert im 1. Band seiner Trilogie über ein halbes Jahrhundert polnischer, griechischer und damit auch europäischer Geschichte. Er verwebt historische Fakten und Fiktion zu einem spannenden Buch – über 600 Seiten…und man langweilt sich nicht!“ – Stefan Jost, Bücher-Books-Libros

„Mit „Katharsis“ liefert Siembieda einen brisanten und überragend gut recherchierten Thriller, mit dessen Hilfe man die polnische Vergangenheitskorridore erkunden kann. Es ist zwar keine Geschichtsstudie, aber eine Geschichtsstunde.“ – Wolfgang Brylla, Culturmag

„Ein genreübergreifendes Erzählwerk – teils Gangsterroman, teils Politthriller, teils Familienepos. Vor allem aber ein großartiges Kolportagestück von klassischem Format.“ – Joachim Feldmann, Crimemag

„Siembiedas Hintergrund als Autor von Reportagen ist spürbar: Die Szenerie zwischen Polen, Griechenland und dem nahen Umfeld der Sowjetunion fühlt sich für mich sehr konkret an, ohne jemals zu trockenem Geschichtsunterricht zu werden.“ – Manuela Hahn, Lesenswertes aus dem Bücherhaus

„Reich ist die polnische Literatur – und unterschätzt hierzulande. Mit Maciej Siembieda betritt ein Meister der Erzählkunst die Bretter der Alltagsbühne. Hinterher, dass Sie sich fragen werden: warum kannte ich ihn nicht?“ – Manfred Lipp bringt einen Auszug aus „Katharsis“ auf seiner Alltagsbühne

„Empfehlenswert für Leser:innen opulenter historischer Romane aus der Zeit der Weltkriege.“ – Walter Brunhuber, Borromäusverein

„Wie Siembieda das alles in Eins bringt: die erfundenen Figuren und ihre echten Vorbilder, ihre echten und erfundenen geschichtlichen Ereignisse, das ist ein großer Wurf und nur der erste Teil einer beabsichtigten Trilogie, auf die wir schon jetzt gespannt sind.“ – Claudia Schulmerich, Weltexpresso

„Maciej Siembieda hat mit Katharsis geradezu ein Epos geschrieben, das fast ein Jahrhundert europäischer Geschichte in fesselnde Einzelschicksale fasst.“ – Mario Keipert, textwärts

„Es gibt Bücher, die man mit großem Vergnügen liest. Und es gibt Bücher, die den eigenen Horizont erweitern. Katharsis gelingt beides – und genau deshalb ist dieser Roman für mich das Lese-Highlight des Jahres.“ – Yvonne Schauch

Autor

Maciej Siembieda, geb. 1961, Doktor der Politikwissenschaften, arbeitete in einem der wichtigsten Pressehäuser Polens. Sein Fokus lag auf historischen Reportagen, für die er mehrfach mit dem „Polnischen Pulitzerpreis“, dem Preis des Journalistenverbandes, ausgezeichnet wurde. Seit 2017 erscheint seine überaus populäre Reihe um Jakub Kania, einem Staatsanwalt im „Institut für Nationales Gedenken“. Wie bei der Griechisch-Trilogie reichen auch diese Fälle weit in die Vergangenheit.

Bild: Renata Dabrowska

Verlag

POLENTE VERLAG
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*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage und Autor*innen



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