„Maud Martha“: Der einzige Roman der amerikanischen Lyrikerin Gwendolyn Brooks ist eine beeindruckende Wiederentdeckung. Auf beinahe verhaltene Weise zeigt der Text die Folgen von Diskriminierung und Ausgrenzung auf. Die melancholische Ballade eines Frauenlebens.
William Faulkner und die Reise mit einem Sarg: „Als ich im Sterben lag“
William Faulkners Roman „Als ich im Sterben lag“ erschien 1930 und war, nach „Schall und Wahn“ das Buch, das seinen Weltruhm als außergewöhnlicher Stilist begründete. Eine Tour de Force, nicht nur für die Protagonisten, sondern auch ein Parforceritt für den Schriftsteller selbst.
Zelda Fitzgerald: Himbeeren mit Sahne im Ritz
Sie stand im Schatten ihres Mannes - dabei hatte Zelda Fitzgerald, die Ikone der 1920er-Jahre, durchaus literarisches Potential, wie ihre Erzählungen zeigen.
Henry James: Lebensängste, überaus elegant verpackt
Vom charmanten Frühwerk bis zu den Romanen der letzten Jahre: Henry James ist ein Autor, der wie kein zweiter die leisesten Schwingungen der Seele erfasst.
Eine Entdeckung – die Lyrikerin Wanda Coleman und „strände. warum sie mich kaltlassen“
Wer die Gedichte von Wanda Coleman (1946 – 2013) liest, der wird ganz unmittelbar mit der Lebenswirklichkeit der schwarzen Bevölkerung in den USA konfrontiert: Das sind Zeilen, die brennen vor Zorn und Frustration, Gedichte, die aufrütteln.
„Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich“ betont William Saroyan
Der Titel dieses 2017 bei dtv erschienenen Erzählbandes verspricht nicht zu viel: In der Tat ist William Sayoran (1908 – 1981), im Gegensatz zu Hemingway, an dem er sich auch in seinen Texten immer wieder ironisch reibt, ein freundlicher, ein menschenfreundlicher Autor.
Emma Flint: In der Hitze eines Sommers
In ihrem Debütroman entwickelt Emma Flint das Psychogramm einer Frau, um die sich die Kreise der gesellschaftlichen Missachtung und persönlichen Rachlust immer enger drehen. Ein psychologisch spannender Pageturner.
Nellie Bly: Around the World in 72 Days
Nellie Bly war eine mutige, investigative Journalistin. Mit diesem Buch lieferte sie das unterhaltsame Werk einer wahrhaft rasenden Reporterin ab.
Thomas Wolfe: Eine Deutschlandreise
Thomas Wolfe fühlte sich von Deutschland magisch angezogen. Die Berichte seiner sechs Reisen zwischen 1926 und 1936 gleichen den Forschungen eines Ethnologen in einem fremden Land.
Lisel Mueller schreibt einen Brief vom Ende der Welt
Lisel Mueller, die einzige deutschstämmige Dichterin, die den Pulitzer Preis für Lyrik bekam, ist hierzulande völlig unbekannt. Ein Nachruf und eine Würdigung.
Benjamin Alire Sáenz: Alles beginnt und endet im Kentucky Club
Grenzerfahrungen: Juárez und El Paso - zwei Städte in Sichtweise an der mexikanisch-amerikanischen Grenze. So nah und doch so getrennt. Auch ohne Trumps Mauer.
Joshua Cohen vergibt einen Auftrag für Moving Kings
Brillant erzählt, intelligent und unterhaltsam - aber dennoch hinterlässt das jüngste Buch von Joshua Cohen eine leichte Unzufriedenheit.
Das vergessene Meisterwerk: „Ein anderer Takt“ von William Melvin Kelley
Der Debütroman "Ein anderer Takt" erschien bereits 1962. Die Wiederentdeckung des Buches kommt in einer rassistisch geprägten Trump-Ära zur rechten Zeit.
Vivian Gornick: Ich und meine Mutter
„Ich und meine Mutter“ (OA 1987), ein Klassiker der amerikanischen Frauenbewegung, ist das erste Buch von Vivian Gornick, das in deutscher Sprache erscheint.
Michaela Karl: „Ich würde so etwas nie ohne Lippenstift lesen.“
Vom Kind irischer Unabhängigkeitskämpfer zur Stilikone im vibrierenden Manhattan: Das Leben von Maeve Brennan war wie ein tragisch-schöner Roman.