Lesezeichen sind kurze Zitate von Autor*innen über das Leben, Lesen, Schreiben. Gedankenanstöße, Diskussionsstoff, Merkmale.
Francis D. Pelton wagt den Sprung über ein Jahrhundert
1934 erschien ein utopischer Roman, der eine neue Wirtschaftsordnung feiert. Sein Autor entwarf ein Bild von einer besseren Welt, als diese besonders düster war. Das Buch bietet auch heute noch diskussionswürdige Denkanstösse.
Johanna Hansen, Ulrike Schrimpf: Pariser Skizzen / Je te flingue
Ein sinnliches Erlebnis: Die "Pariser Skizzen", eine poetisch-kreative Zusammenarbeit der beiden Künstlerinnen Ulrike Schrimpf und Johanna Hansen.
Zelda Fitzgerald: Himbeeren mit Sahne im Ritz
Sie stand im Schatten ihres Mannes - dabei hatte Zelda Fitzgerald, die Ikone der 1920er-Jahre, durchaus literarisches Potential, wie ihre Erzählungen zeigen.
Henry James im Dreierpack
Vom charmanten Frühwerk bis zu den Romanen der letzten Jahre: Henry James ist ein Autor, der wie kein zweiter die leisesten Schwingungen der Seele erfasst.
Joachim Geil: Ruhe auf der Flucht
Was für ein seltsames, irritierendes, faszinierendes Buch. Genregrenzen? Einfach gesprengt. Typographisches Einheitsbild? Gesetzte Kunst statt Einheitsbrei.
Uwe Wittstock: Februar 33. Der Winter der Literatur.
"Februar 33": Sorgfältig recherchiert, rasant geschrieben. Ein gelungenes Buch, das nochmals deutlich macht, welchen geistigen Verlust die deutsche Literatur und Kunst in diesen wenigen Wochen erlitten hat.
Eine Entdeckung – die Lyrikerin Wanda Coleman und „strände. warum sie mich kaltlassen“
Wer die Gedichte von Wanda Coleman (1946 – 2013) liest, der wird ganz unmittelbar mit der Lebenswirklichkeit der schwarzen Bevölkerung in den USA konfrontiert: Das sind Zeilen, die brennen vor Zorn und Frustration, Gedichte, die aufrütteln.
„Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich“ betont William Saroyan
Der Titel dieses 2017 bei dtv erschienenen Erzählbandes verspricht nicht zu viel: In der Tat ist William Sayoran (1908 – 1981), im Gegensatz zu Hemingway, an dem er sich auch in seinen Texten immer wieder ironisch reibt, ein freundlicher, ein menschenfreundlicher Autor.
Linda Vilhjálmsdóttir: das kleingedruckte
Frauen sind im Kleingedruckten die unbekannten Größen: Diese Gedichte der isländischen Autorin Linda Vilhjálmsdóttir sind Revolutionskantaten und ein Lesegenuss nicht nur für Frauen.
Björg Björnsdóttir: Der sechste Wintermonat
Mit den Gedichten von Björg Björnsdóttir, die erst im vergangenen Jahr in Island in erschienen sind, haben Jón Thor Gíslason und Wolfgang Schiffer, zwei unermüdliche Botschafter für die isländische Literatur, deutschsprachigen Leserinnen und Lesern ein besonderes Geschenk gemacht.
Pega Mund bedichtet reste von landschaft
Ein lyrisches Ich auf Fährtensuche: "reste von landschaft", die erste Einzelpublikation von Pega Mund, nimmt einen mit auf eine poetische Begehung von Stadt-, Land- und Seelenland.
Oxana Matiychuk über Rose Ausländers Leben im Wort
Der Ulmer Verlag "danube books" ehrt Rose Ausländer zu ihrem 120. Geburtstag mit einer bezaubernden Graphic Novel.
Hildegard E. Keller: Was wir scheinen
„Wahrheit ist kein Geschenkartikel“, heißt es an einer Stelle des Buches. So bekam auch Hannah Arendt, die sich plötzlich einer feindseligen Öffentlichkeit gegenübersah, für ihren Mut zum selbständigen Denken nichts geschenkt. Wie die Denkerin zu dem wurde, was sie war (und nicht nur schien), dies zeichnet Hildegard Keller in ihrem geschickt aufgebauten Roman wunderbar nach.
Ludwig Ganghofer und sein Lebenslauf eines Optimisten
Spurensuche in Bayerisch-Schwaben: Die Wurzeln des Ludwig Ganghofer.