Der Lyriker, Essayist und Romancier Steffen Popp erhält in diesem Jahr den Lyrikpreis München. Erstmals wird zudem ein Preis für Junge Lyrik vergeben, der an drei Teilnehmende des Wettbewerbs geht. Der Lyrikpreis München wird seit 2010 verliehen und steht jeweils unter einem bestimmten Thema. In diesem Jahr war die Resonanz mit über 800 Einsendungen so hoch wie nie zuvor.
MICHAEL WÄSER: Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
Mit "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" legt Michael Wäser eine Tragikomödie vor, die politischer Thriller und die Liebesgeschichte zweier Außenseiter zugleich ist. Und wie bei allen seinen bisherigen Romanen ist das Buch überbordend bevölkert von schrillen und abgründigen Charakteren. Eine packende Groteske über den Krieg in der Welt, und sein an sich höchst schweigsamer Held ist ein zeitgenössischer Simplicissimus.
CHRISTOF BURKARD: Starkstrom
Ein ungewöhnliches Milieu wählt Christof Burkard für seinen ersten Kriminalroman: Er lässt seinen Kommissar Blum, ein Typ mit Ecken und Kanten, im Gewerkschaftsmilieu ermitteln.
PAUL WATERMANN: Moskovian Kinder
Paul Watermann erzählt in seinem Debüt eine Coming-of-Age-Geschichte: Surreal, mit kafkaesken Zügen führt "Moskovian Kinder" in die schrundigen Ecken der Großstadt, wo Kindergangs in ihrer ganz eigenen Welt leben.
CORNELIA ROFFLER: Eigentlich gut
Eine Runde von unverwechselbaren Frauen trifft sich im Kunsthaus, am See und beim Buchclub. Jede bringt etwas mit. Kuchen und Lügen, Geheimnisse und Glückskekse. Es ist alles da, und das grosse Auftischen unter dem Sonnenschirm kann beginnen. Die Reise mit ihnen führt tief ins eigentlich gute Leben und seine Geschichten.
DORIS WIRTH: Findet mich
Mit ihrem ersten Roman "Findet mich" legt die Schriftstellerin Doris Wirth ein packendes Buch vor, das die Folgen verbaler Gewalt in einer Familie aufzeigt. Und verdeutlicht, wie schmal der Grat zwischen scheinbarer Normalität und psychischer Erkrankung ist.
IRRSCHWEIFEN UND LACHEN: Über die Kultur der Antillen
Für die Kultur der Antillen sind "Irrschweifen und Lachen" zwei zentrale Begriffe. 15 Autor*innen spüren in dieser Anthologie diesen Begriffen und deren Bedeutung für ihre Identität nach. Herausgeber ist Professor Ralph Ludwig.
JOHN SAUTER: Startrampen I & II
Mit seinem scharfen Blick auf Alltägliches und all das, was dahinter lauert, begeistert John Sauter seit seinem ersten Lyrikband "Startrampen". Das vergriffene Buch gibt es nun in einer Neuauflage, ergänzt durch neue Gedichte: "Startrampen I & II".
MICHAEL KLEINHERNE: Lea
Michael Kleinherne erzählt in seinem neuen Roman "Lea" von einer Liebe, die von der deutsch-jüdischen Geschichte geprägt ist: München und Tel Aviv werden zur Bühne einer komplizierten Beziehung.
NASSIR DJAFARI: Der Großcousin
Als eines Tages sein Großcousin aus dem Iran vor seiner Tür steht, ändert sich das Leben des kosmopolitischen Unternehmers Abbe grundlegend. Der neue Roman von Nassir Djafari kreist um die Themen von Herkunft und Identität.
RODNEY SAINT-ÉLOI: Wenn es traurig wird, singt Bertha
Rodney Saint-Éloi, Dichter, Erzähler, Essayist und Verleger, setzt seiner Mutter Bertha mit diesem Buch ein Denkmal. Es ist ein „Buch von beschwörender Schönheit über die Erinnerung und das Exil, geteilt zwischen Mutter und Sohn in immerwährender Zwiesprache", schreibt Gladys Marivat in Le monde des livres. Übersetzt von Margrit Klingler-Clavijo erscheint es am 15. April in deutscher Sprache beim Verlag Litradukt.
KRISTIN RUBRA: Keloid – vom überleben und lieben
"Keloid" ist der medizinische Fachbegriff für eine wuchernde Narbe. Ein passender Titel für den Debütroman der saarländischen Autorin Kristin Rubra. Auch psychische Wunden verheilen manchmal kaum, wie es das Schicksal ihres Protagonisten Leon, der als GI bei der Befreiung des KZ Dachau dabei war, zeigt.
KETTLY MARS: Kasalé
Kettly Mars ist eine der bekanntesten Gegenwartsautorinnen aus Haiti, deren Werke zahlreiche Übersetzungen erfuhren. Höchste Zeit also, dass auch ihr Debütroman endlich in deutscher Sprache vorliegt. Übersetzt durch Ingeborg Schmutte entführt "Kasalé" (2003) in die vom Voodoo geprägte Welt haitianischer Frauen.
MICHAELA MARIA MÜLLER: Zonen der Zeit
Privates und Politisches, Geschichte und Gegenwart verknüpft Michaela Maria Müller in ihrem Roman "Zonen der Zeit" zu einem feinen Gewebe. Die Geschichte zweier Menschen, die zu "ihrer Zeit" und ihrem Leben finden.
BJÖRN HAYER: Die neuen Schöpfer
Welchen Stand hat die moderne Lyrik in der zeitgenössischen Literatur? Der renommierte Kritiker Björn Hayer zeigt in 25 Essays auf, dass und warum die Gegenwartslyrik das Potential hat, ein visionärer Wegweiser zu sein.