ANDREAS FISCHER: Böll kam nicht bis Troisdorf

1979. Troisdorf bei Köln. Der 18jährige Andreas will Schriftsteller werden und sucht einen Mentor. Voller Hoffnung schreibt er an Heinrich Böll, schickt ihm seine Kurzgeschichten, aber es kommt kein Kontakt zustande. Wenig später zieht der Dichter Frieder Salzgraf nach Troisdorf.  Andreas belegt bei ihm einen Schreibkurs und die beiden freunden sich an. Zunehmend jedoch legt Salzgraf ein verstörendes Verhalten an den Tag.  Es entfaltet sich ein persönliches Drama, das für Andreas erst vierzig Jahre später mit einem Akt der Befreiung endet.

«Böll kam nicht bis Troisdorf» ist nach dem 2022 erschienenen Roman «Die Königin von Troisdorf» die zweite literarische Veröffentlichung von Andreas Fischer. Er ist Fotograf, Filmemacher und Schriftsteller. Bereits mit seinem autofiktionalen Roman «Die Königin von Troisdorf» landete Andreas Fischer einen Überraschungserfolg. Das Buch wurde vielfach besprochen, u.a. in der Süddeutschen Zeitung und im WDR. Es erfuhr mehrere Auflagen und war für den «Literaturpreis Ruhr» nominiert.

Auch in seiner neuen autofiktionalen Erzählung verbindet Andreas Fischer persönliche Erfahrungen mit einem Stimmungsbild der Republik in den 1980er-Jahren. «Böll kam nicht bis Troisdorf» erzählt einfühlsam, aber auch mit viel Humor, von den Träumen eines jungen Mannes, der Schriftsteller werden will. Von fragilen Freundschaften und einer ersten Liebe. Zudem bietet die Erzählung einen Einblick in die Medienwelt jener Jahre. Unter anderem mit einer liebevollen Referenz an den großartigen WDR-Talkmaster Wolfgang Korruhn.


Narzisstischer Missbrauch würde man das heute vielleicht nennen, aber Fischer schafft es auch ohne Modeworte, die damit einhergehende Scham und Verunsicherung darzustellen“ – Pia Wieners, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Damit verleiht Andreas Fischer seiner tragisch-komischen Geschichte genau jenes Quantum Leichtigkeit, mit dem man bestens durch den Sommer kommt.“ – Martin Oehlen im Feuilleton des Kölner Stadt-Anzeiger, 25.07.2026

„Fischer hat nicht zuletzt ein Buch über die Faszination des Schreibens geschrieben – und über die Abgründe, in die es führen kann.“ – Andreas Helfer, Kölnische Rundschau

Ein Interview mit Andreas Fischer zum Buch im Bonner Generalanzeiger

„Es ist eine nonchalante Collage aus unterschiedlichen Textsorten. Darunter einige frühe Werke des Autors, Gedichte und Kurzgeschichten, zudem eine Hommage auf den Fernsehjournalisten Wolfgang Korruhn und ein Rezept für „Russischen Hackfleischtopf“ (für vier Personen). All das fügt sich zu einer Revue der frühen Jahre, die bestens unterhält. Applaus!“ – Martin Oehlen, Bücheratlas

„Diese moderne Mischung aus „Aus dem Leben eines Taugenichts“ und Goethes Werther ist kurios geschrieben und fasziniert. (…). Ganz große Empfehlung!!“ – Sabine Schiffner, taz-Blog „Fremdeln“

„Wir Lesende nehmen an dem Befreiungsakt von Andreas indirekt teil und können daraus lernen: Idole und Mentoren können auch enttäuschen.“ – Bernhard R. M. Ulbrich, Bennads Buchtipps

„Was den Band trägt, ist die Beobachtungsschärfe eines Autors, der zugleich Bildermacher ist. Filmische Sehgewohnheiten finden in die Prosa Eingang, Alltagsgeschichten kippen unversehens in einen Plottwist, ins Inkongruente, ins Andere als das Erwartete. Fischer beherrscht die Kunst der kleinen Form, ohne sie zur Anekdote zu verkleinern.“ – Carola Quint, Lesen mit Carola

„Es sind die Träume und die Wirklichkeiten eines jungen Mannes, der Schriftsteller werden möchte und wird. Es geht um Freundschaften und Liebe. Ein sehr einfühlsamer und humorvoller Text, der viel Vergnügen bereitet.“ – Hauke Harder, Leseschatz

„Dass sich auf rund 150 Seiten eine Coming-of-Age-Story, ein Panorama der Bonner Republik, eine Reflexion über Träume und Lebenswege sowie eine Hommage an Wolfgang Korruhn vereinen lassen, grenzt an ein literarisches Kunststück.“ – Yvonne Schauch

„Das ist mit den übrigen Erlebnissen einer coming of age-Erzählung glaubhaft und mit bisweilen lustigen Episoden (Lilly!) erzählt, auch mit Lokalkolorit versehen.“ – Georg Jünger

Ein Auszug aus dem Buch mit einer wunderbaren Geschichte und ebenso passendem Bild dazu auf der Alltagsbühne von Manfred Lipp

„Ein Adoleszenzporträt, das die Atmosphäre der Zeit mit feiner Genauigkeit einfängt. Die kurzen Kapitel wie Filmschnitte: fragmentarisch, präzise getaktet.“ – Anke Schmeier


Andreas Fischer, geboren 1961, ist Fotograf, Filmemacher und Autor. Er wuchs in Troisdorf/NRW auf. Nach der Ausbildung zum Fotografen absolvierte er ein Studium der Filmwissenschaft und Psychologie. Seit 1982 drehte Fischer zunächst Kurzfilme, später Dokumentarfilme für Kino und Fernsehen, so Contergan: Die Eltern oder Die Les Humphries Singers. Andreas Fischer lebt in Berlin.

Bild: Isabelle Höpfner


Andreas Fischer
Böll kam nicht bis Troisdorf
Erzählung
Eschen 4 verlag, Berlin
Hardcover
158 Seiten, 13 x 21 cm, 17,50 €
ET: 02. Mai 2026
ISBN 978-3-00-085953-3

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