SASCHA KOKOT: Geisternetze

Sascha Kokots Lyrik ist höchst eigenständig und vertraut ganz der Wahrnehmung, den Gedanken und Bildern. Leise und ruhig spinnen diese Gedichte ihre Netze mit einer wunderschönen Genauigkeit, sie sind so durchscheinend, dass man, wenn man durch sie hindurchschaut, meint, nichts als Tiefe zu erkennen.
Martina Hefter


Autor

Sascha Kokot, 1982 in der Altmark geboren und aufgewachsen, lebt als freier Autor und Fotograf in Leipzig. Nach einer Lehre als Informatiker in Hamburg und einem längeren Aufenthalt in Australien studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Er erhielt verschiedene Stipendien und Preise, veröffentlichte in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften.

»Geisternetze« beim Gans Verlag ist sein dritter Lyrikband. Die beiden Gedichtbände »Ferner« (2017) und »Rodung« (2013) sind in der edition AZUR erschienen.

Bild: Enrico Meyer

https://www.saschakokot.de

Bibliographische Angaben

Sascha Kokot
Geisternetze
Lyrik
Gans Verlag, Berlin
ET: 18.02.2026
Hardcover, 92 Seiten, 18 x 13 cm, 20,00 €
ISBN: 978-3-946392-72-9

Rezensionen

Online & Blogs:

„Die Gedichte wirken wie Erkundungen innerer Erfahrungsräume, in denen Verletzlichkeit und Geborgenheit eng beieinanderliegen.“ – Carola Quint, Lesen mit Carola

„Man merkt, wie dieser poetische Ton hilft, das kaum Benennbare dennoch in Worte zu fassen, es geradezu in die Hände zu nehmen und mit einer Aufmerksamkeit zu betrachten, die die Poesie unserer Welt erst sichtbar macht.“ – Ralf Julke, Leipziger Zeitung

„Kokots Gedichte (…) vertrauen auf Genauigkeit, auf die Kraft der Beobachtung und auf eine Sprache, die sich nicht aufdrängt.“ – Michael Fiedler, lesering.de

„Kokot zeigt die unsichtbaren „Geisternetze“, die unser Leben durchdringen, zart, zerbrechlich und voller Schmerz und Schönheit.“ – Dano Senger, Lust auf Literatur

Leseprobe & Downloads

wir schreiben ein neues Leben
grob eingezeichnet in den Kalender
mehr Bleistift als Hand und Fuß
muss es sich noch festbeißen
in dir in mir was wir uns geben
wächst im Labor unter einem
Embryoskop sehen wir uns
immer wieder teilen und mehren
die Sorge keimen und etwas
noch ohne Struktur lässt nicht
mehr von uns ab umhüllt
die Hälfte von dir und mir
und liegt so groß vor uns

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*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage