KIEV STINGL: Briefe an Gabriella

CARA GABRIELLA,
verzeih mir die poetisierung deines
mädchenhaften namens, doch sie erinnert mich
an seltene korallenartige kristalle,
an libellenflüchtige sonnenreflexe,
an hitzegeladene mittage
an weißen Stränden …

1963 lernt der in Hamburg aufgewachsene Kiev Stingl während einer Zugfahrt eine junge Frau kennen. „Gabriella“, wie er sie nennt, ist Schülerin in einem katholischen Internat. Kiev, damals noch Gerd Stingl, hat gerade Abitur gemacht, auch er hat ein Internat besucht. Die beiden verlieben sich und schreiben sich über drei Jahre hinweg. Persönlich treffen sie sich nur wenige Male.

Während von Gabriella nur ein Briefentwurf erhalten ist, liegen Kievs Briefe und Postkarten komplett vor. Es geht um Moralvorstellungen und das enge Internatsleben der frühen 1960er Jahre. Dazu kommen Eindrücke aus Hamburg, aber auch aus Paris, Korsika und Saint-Tropez.

Die Briefe an Gabriella sind bezaubernde Liebesbriefe, aber auch frühe Zeugnisse der poetischen Ader des späteren Rocksängers, Dichters und Kosmopoliten Kiev Stingl. Sie und die dazugehörigen Fotos werden hier zum ersten Mal veröffentlicht. Gabriele Gelinek, jene „Gabriella“, schreibt in ihrem Nachwort zu dem Briefband: „Wie schön diese Briefe sind! Jetzt, da ich sie nach 60 Jahren wieder lese, glaube ich, sie besser zu verstehen als damals. Sie sind oft seltsam unpersönlich, aber sehr poetisch. Die Fingerübungen eines angehenden Schriftstellers?“

Im Flur Verlag ist von Kiev Stingl bereits der Band „Mein Collier um deinen Hals“ mit Aphorismen, kurzen Texten und Gedankensplittern erschienen.


Stimmen zum Buch:

„In gewisser Hinsicht sind die „Briefe an Gabriella“ der Anfang der „himmlischen Reise durch eine tumbe Bundesrepublik Deutschland„, wie Stingl später als 80-Jähriger seine Karriere im laut.de-Interview zusammenfasst.“ – Für laut.de gehört der Band zu den Musikbüchern des Jahres 2025

„Die Briefe und Karten (…) lassen seine Neigung zur lyrischen Umsetzung seiner noch lange nicht ausgereiften Gedanken- und Ideenwelt erkennen.“ – Frank Becker, Musenblätter

„Man ist gerührt von diesen Briefen und Fotos.“ – Franz Schneider, Rhein-Neckar-Zeitung

„Für kleines Geld zwei großartige und bewegende Bücher. Zuschlagen, Leute.“ – Ulli Heiser bei RockTimes über „Briefe an Gabriella“ und „Mein Collier um deinen Hals“

„Und wenn Sie sich eine poetische Ader bewahrt haben und ihn an diesen trüben November-Abenden noch einmal spüren möchten, den Sound der frühen Jahre: Gabriella wartet auf Sie.“ – Klaus Nilius in „Ossietzky“, Ausgabe 23/2025


Informationen zum Buch:

Kiev Stingl
Briefe an Gabriella
Mit einem Nachwort von Gabriele Gelinek
Flur Verlag, Heidelberg
Klappenbroschur, 72 Seiten, 13,5 x 16 cm,
ET: 08.07.2025
€ 14,00 (D), € 14,40 (A)
ISBN 978-3-98965-202-6


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