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Kategorie: Blog

Veröffentlicht am 7. November 201426. März 2026

Rainer Maria Rilke schreibt Briefe an einen jungen Dichter

Foto von Gül Işık: https://www.pexels.com/de-de/foto/licht-stadt-strasse-gebaude-7463106/

Franz Xaver Kappus wandte sich an den älteren Rilke: Sollte er Schriftsteller werden? Die Antwortbriefe Rilkes: Poetische, kluge Lebensratgeber.

Veröffentlicht am 19. Oktober 201421. März 2026

Die Kunst der Erzählung: Siegfried Lenz‘ „Schweigeminute“

Kiesel am Meeresstrand Bild von Iris Jahnke

„Schweigeminute“ markierte im Leben von Siegfried Lenz Abschied und Neubeginn zugleich. 80 Jahre alt war Lenz, als er seine erste Liebesgeschichte schrieb.

Veröffentlicht am 12. Oktober 201426. März 2026

Peter Wawerzinek und der Kampf mit der Sucht

Figur von einem Trinker

"Schluckspecht" ist ein Buch, das umhaut. Roman oder Autobiographie? Egal. Auf jeden Fall: Die gnadenlos hellsichtige Verarbeitung einer Sucht.

Veröffentlicht am 7. Oktober 201412. April 2026

Dashiell Hammetts letzter Roman – „Der dünne Mann“

Dashiell Hammett Der dünne Mann

Mit Nora und Nick Charles schuf Dashiell Hammett (1894-1961) das wohl charmanteste Detektivpärchen der Literatur. "Der dünne Mann" war sein letzter Roman.

Veröffentlicht am 17. September 201426. März 2026

Ignazio Silone: Vino e pane entstand im Schweizer Exil

Brot, Wein und Salami auf gedecktem Tisch Rezension Italien

Silone schrieb dieses Buch 1936 im Schweizer Exil. Es gilt seither als eines der wichtigsten Bücher der italienischen Resistenza-Literatur.

Veröffentlicht am 15. September 201426. März 2026

Neorealismus in Buch & Film: Luigi Bartolini und Fahrraddiebe

Abgestellte Fahrräder in einer Reihe Italien

Durch die realistische Schilderung der Armut ist "Fahrraddiebe" ein plastisches Zeitdokument. Buch und Film sind jedoch zwei Paar italienische Stiefel.

Veröffentlicht am 6. September 201419. April 2026

Truman Capote und sein turbulentes Leben

Verlassene Parkbank im Regen

Wie ein „Who`s who“ der High Society liest sich der Überblick der Zeitzeugen, die George Plimpton in „Truman Capotes turbulentes Leben“ zu Wort kommen lässt.

Veröffentlicht am 10. August 201425. März 2026

Judith Hermann und ihr Stalking-Roman

Figur eines Mannes mit Fernglas im Gebüsch Stalking

Öko-Links wird bürgerlich. Doch in das Vorstadtidyll schleicht sich das Grauen ein. Ein Roman über Stalking und die Fragilität der Liebe.

Veröffentlicht am 12. Juli 201427. März 2026

Albert Cohen und sein Mammutroman: Die Schöne des Herrn

Skulptur der Kaiserin Sissi auf Korfu

Keine Besprechung im eigentlichen Sinne: "Die Schöne des Herrn" ist ein Roman, der seine Zeit braucht - ein Buch für den "Super-SuB" sozusagen.

Veröffentlicht am 3. Juli 201419. April 2026

Joseph Roth logiert im Hotel Savoy

Verlassene Schlossruine

Hotel Savoy löste bei Erscheinen ein großes Echo aus: So präzise hatte Roth den Untergang einer Epoche beschrieben, so sehr traf er den Geist seiner Zeit.

Veröffentlicht am 16. Juni 201419. April 2026

Djuna Barnes in Paris: Auf den Spuren von James Joyce

Modell des Eiffelturms auf einer Karte von Paris

1919 kam Djuna Barnes erstmals nach Paris. Sie blieb bis 1940 und wird zur "Gallionsfigur" der amerikanischen Szene an der Seine.

Veröffentlicht am 11. Juni 201425. März 2026

Der Buchladen in Paris: „Shakespeare and Company“ von Sylvia Beach

Fassade Buchladen Shakespeare and Company Paris

Sie war eine Institution in Paris: Die Amerikanerin Sylvia Beach, die sich an der Seine den Traum von einer Buchhandlung erfüllte.

Veröffentlicht am 28. Mai 201427. März 2026

Fritz J. Raddatz‘ bissiges Bestiarium der deutschen Literatur

Graugans steht auf einem Bein

In der Nachfolge von Franz Blei verfasste auch Fritz J. Raddatz ein Bestiarium der deutschen Literatur: Ein Buch über seltsame Vögel und andere Fabelwesen...

Veröffentlicht am 25. Mai 201423. März 2026

Ein Reisender – Paul Bowles und die Taufe der Einsamkeit

Paul Bowles schreibt am schönsten dort, wo er über die Wüste schreibt. Der amerikanische Schriftsteller verbrachte selbst sein Leben wie ein Nomade.

Veröffentlicht am 18. Mai 201419. April 2026

Sophia und Nathaniel Hawthorne schwelgen im Paradies der kleinen Dinge

Weiher in den USA Paradies Massachusetts

Nach ihrer Hochzeit bezogen Sophia und Nathaniel Hawthorne 1842 ein altes Pfarrhaus - ihr Paradies der kleinen Dinge. Davon zeugt ihr gemeinsames Tagebuch.

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1979. Troisdorf bei Köln. Der 18jährige Andreas will Schriftsteller werden und sucht einen Mentor. Voller Hoffnung schreibt er an Heinrich Böll, schickt ihm seine Kurzgeschichten, aber es kommt kein Kontakt zustande. Wenig später zieht der Dichter Frieder Salzgraf nach Troisdorf.  Andreas belegt bei ihm einen Schreibkurs und die beiden freunden sich an. Zunehmend jedoch legt Salzgraf ein verstörendes Verhalten an den Tag.  Es entfaltet sich ein persönliches Drama, das für Andreas erst vierzig Jahre später mit einem Akt der Befreiung endet. Blue eyes Vor 90 Jahren wurde in Wien das Stück eines jungen ukrainischen Autors uraufgeführt, das heute wieder von großer Aktualität ist: „Der Weltuntergang“ von Jura Soyfer zeigt das herannahende Ende der Menschheit: Ein Komet rast auf die Erde zu – ausgesandt von der Sonne und den Planeten, um die „kranke“ Erde von den Menschen zu befreien. Diese gehen mit der drohenden Apokalypse unterschiedlich um: Ein Gelehrter, der die Welt retten möchte, Beamte, Diplomaten und ein „Führer“, die den Weltuntergang mal Wegdiskutieren, mal politisch ausschlachten möchten, ein Selbstmörder, eine alte Jungfer und ihr Papagei, amerikanische Millionäre, welche das Ende der Welt „zu Geld machen“ wollen – sie alle erlebt man in absurd-komischen Bildern, die das Lachen bisweilen im Halse stecken bleiben lassen… Der deutsch-iranische Schriftsteller erzählt in seinen Romanen von Herkunft und Identität, Fluchterfahrung und Exil und den Herausforderungen, die ein Neubeginn in einem anderen Land mit sich bringen. In seinem neuen Roman „Tausend Fenster“, der am 20. April im Sujet Verlag erscheint, wählt Djafari jedoch ein ganz anderes „Setting“ – diesmal spielt nicht der Iran eine wesentliche Rolle, sondern Tschechien. Digitale Gewalt gegen Frauen? Misogynie im Literaturbetrieb? Neu im Büro: "Zur anderen Seite des Ozeans" ist der erste Roman der peruanischen Schriftstellerin Julia Wong, der ins Deutsche übersetzt wurde. 1799 heuert ein 12-jähriges Kind im Hafen von La Coruña auf der «Pizzaro» an, jenem Schiff, das Alexander von Humboldt an die Küste Venezuelas bringen wird. Was «Ang Chi», der sich auch «Ángel Chan» oder wahlweise «Angelo» nennen lässt, vor der Schiffsbesatzung verbergen kann, bleibt für den Forschungsreisenden kein Geheimnis: Das Kind, das sich als Junge ausgibt, weil es unbedingt weg will aus Spanien, ist ein Mädchen namens Angela. Die beiden ungleichen Reisegefährten nähern sich an, überstehen gemeinsam die nicht ungefährliche Schiffsreise und bleiben auch später noch befreundet. Im Frühjahr 2023 verbrachte Hanna Osadko vier Monate als Stipendiatin der UNESCO-Literaturstadt Heidelberg am Neckar. In dieser Zeit entstand ihr Buch „Sieben Pralinen aus Heidelberg“, in dem sie literarische Feinfühligkeit mit persönlicher Trauerarbeit verbindet. Jede der sieben handgefertigten Pralinen steht für eine Erzählung, die ihren Erinnerungen an ihren Mann nachspürt, der im Juli 2022 im Ukrainekrieg gefallen ist. Ich komme ja leider nur noch selten zum Bloggen, aber wenn, dann darf es auch mal etwas länger werden. Damit es sich denn auch lohnt. Vor Wochen schon gelesen und Notizen gemacht und seither spukte mir das Buch im Kopf rum – und jetzt muss es raus, auch wenn es zugegebenermaßen nicht gerade die Zeit ist, um einen russischen Klassiker, der mit seinen späten Jahren immer nationalistischere Züge zeigte, das Wort zu geben. Aber – es gibt da halt auch die andere Seite beziehungsweise Interpretationsmöglichkeit. Lesen oder nicht lesen, das ist keine unerhebliche Frage. Literatur öffnet Horizonte. In Bildern und Symbolen erweist sich der literarische Raum als eigene Form von Wirklichkeit. Bücher reden nicht nur von Freiheit oder der Überwindung von Gegensätzen, im Gespräch mit den Lesenden eröffnen sie selbst Freiräume und stiften menschliche Verbundenheit. Sie befördern Empathie und Gemeinsinn. Das gilt für Autoren wie Hölderlin, Kleist und Novalis ganz besonders, wie dieses Buch – mit einem Ausblick auf zeitgenössische Autorinnen und Autoren wie zum Beispiel Bulgakow, Genazino oder Hilary Mantel – zeigen möchte.

Birgit Böllinger
Büro für Text und Literatur
Auf dem Rain 2 | D-86150 Augsburg
Telefon: 0821 4509-133
Email: kontakt@birgit-boellinger.com

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