ISOLDE OHLBAUM: Anderswo atmet man, hier lebt man

Ende der 1960er-Jahre kam Isolde Ohlbaum als fille au pair in das von Studentenunruhen aufgewühlte Paris. Jahre später erinnert sich die inzwischen berühmte Fotografin: „Was gab es Schöneres, als mit einem Buch im Jardin du Luxembourg zu sitzen oder in den Tuillerien oder im legendären Café Les Deux Magots oder auch nur auf einer Treppe am Ufer der Seine die Boote vorbeiziehen zu sehen. Es war ein bis dahin nie gekanntes Gefühl von Freiheit und Unbeschwertheit.“

Text für die Bayerische Akademie der Schönen Künste

2022 wurde Isolde Ohlbaum mit dem Wilhelm-Hausenstein-Ehrung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet. Aus diesem Anlass entstand ihr Text über ihre Beziehungen zu Frankreich und zu dessen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Unter dem Titel „Anderswo atmet man, hier lebt man“ erscheint dieses schmale Essay nun als wunderschöner Bildband in der Edition Isele. Ergänzt durch zahlreiche Fotos von Isolde Ohlbaum, darunter auch Autorenportraits von Claude Simon, Nathalie Sarraute und Eugène Ionesco, die später entstanden, sowie Pariser Szenen aus ihrer Zeit als Aupair, etliche davon bislang unveröffentlicht, ist dieser Band eine schöne Hommage an die französische Hauptstadt. Die Erinnerungen und Fotos kommen als Hardcover heraus, der Untertitel ist aussagekräftig: „Über meine Pariser Zeit, Wilhelm Hausenstein, Joseph Breitbach und die französische Literatur.“


Bibliographische Angaben

„Anderswo atmet man, hier lebt man“
Erinnerungen und Photos
Edition Klaus Isele, Eggingen
Oktober 2025
64 Seiten, Hardcover, 21,5 x 13,5 cm, 19,80 Euro
ISBN 978-3-86142-679-0

Rezensionen

„Es sind wunderbare, dem jeweiligen Menschen zugewandte und ihnen auf diese Weise sehr nahe kommende Porträts. Und der ganze Band ist Ohlbaums Paris.“ – Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

„Insbesondere die berühmten Straßenfotografien von Robert Doisneau prägten die angehende Fotografin, die die Stadt bald als Au-pair-Mädchen kennenlernte. Das
merkt man diesem Fotoband an.“ – Barbara Beer, Kurier, 23.12.2025

„Für kurzzeitige Paris-Abstinenzler ist Isolde Ohlbaums empfehlenswertes Buch eine Art Zwischenmahlzeit bis zum nächsten Paris-Aufenthalt, der die Entzugserscheinungen zu mildern hilft.“ – Rainer Erd bei Textor

„Neben den zahlreichen historischen Fotoabbildungen erzählt Isolde Ohlbaum von der Pariser Zeit und von den Begegnungen mit den Schriftsteller*innen. Fazit: Ein bemerkenswertes Erinnerungsbuch und eine interessante Lektüre.“ – Manfred Orlick

„Summa summarum ein Wohlfühlbuch im besten Sinn des Wortes: keine matschige Esoterik oder zuckersüße Fotos von Tieren oder Babys, sondern klare Linien in Wort und Bild, alltägliche Menschen (gerade auch die Schriftsteller und Schriftstellerinnen!); untergemischt spüren wir eine Portion Nostalgie, die wiederum nie überhand nimmt.“ – Paul Hübscher

„Es sind mehr als nur bloße Erinnerungen an Zeiten, die uns in Schwarz-Weiß träumen lassen. Es sind Alltagsszenen voller Eleganz und Nostalgie.“ – Karsten Koblo

„Ein schöner Band für Frankophile.“ – Christian Kaiser, Stadtkind Hannover, 01/2026

„Ohlbaum nennt in ihrer Rede Robert Doisneau, der sie damals als Fotograf beeindruckt hat, und man darf vielleicht vermuten, dass die eigenen Fotos diese Vorbilder im Hinterkopf haben.“ – Dr. Thomas Merklinger, literaturkritik.de

Verlag


*Im Rahmen meiner Arbeit – PR für Verlage