Thomas Wolfe fühlte sich von Deutschland magisch angezogen. Die Berichte seiner sechs Reisen zwischen 1926 und 1936 gleichen den Forschungen eines Ethnologen in einem fremden Land.
Christoph Heubner: Ich sehe Hunde, die an der Leine reißen
Mit drei eindrücklichen Erzählungen gibt Christoph Heubner den Opfern des Holocaust eine Stimme.
Eddy de Wind: Ich blieb in Auschwitz
Der holländische Arzt Eddy de Wind überlebte Auschwitz. Schon 1946 veröffentlichte er seinen Bericht, der jedoch erst im Jahr 2020 in deutscher Sprache erschien.
Friederike Manner: Die dunklen Jahre
Bereits 1948 erschien dieser Exilroman: Ein berührender, authentischer Bericht vom täglichen Überlebenskampf einer Familie auf der Flucht.
Katherine Anne Porter: Das Narrenschiff
"Das Narrenschiff" ist ein opulenter Gesellschaftsroman und Schmöker. Mit kleinen Schönheitsfehlern: Allzu plakativ "böse" sind einige Passagiere gezeichnet.
Literarische Orte: Hans Sachs und die Szenen einer Ehe
Hans Sachs, der Meistersinger aus Nürnberg, ist der bekannteste Vertreter seines Standes, der sich zu jener Zeit auch die Künste eroberte.
Arthur Koestler: Sonnenfinsternis
1940 entstand dieser Roman über Stalins "Säuberungen". Nun liegt er erstmals nach dem 2018 wiederentdeckten Originaltyposkript vor.
Vicki Baum: Hotel Berlin
Noch während des Krieges zeichnet Vicki Baum, da schon lange in den USA lebend, ein deutliches Bild von den Zuständen in Deutschland. Ein bemerkenswerter Roman.
Albert Drach: Das Goggelbuch
Albert Drach (1902 – 1995) gilt als ein Autor, der nur noch von Liebhabern gelesen wird. Was zu bedauern ist: Sein Stil ist prägnant und beeindruckend.
Einer der ersten APO-Romane – Uwe Timms Debüt „Heißer Sommer“
Uwe Timms Debütroman "Heißer Sommer" erschien 1974. Es gibt viele Gründe, warum sich der Roman im heißen Sommer 2018 wieder zu lesen lohnt.
Tadeusz Pankiewicz und sein bewegendes Zeitdokument: „Die Apotheke im Krakauer Ghetto“
Tadeusz Pankiewicz war als Apotheker der einzige nichtjüdische Bewohner des Krakauer Ghettos. Sein Buch ist ein erschütterndes Zeitdokument.
Maria Leitner – die rasende Reporterin und ihr tragisches Ende
Nachdem sie 1933 ins Exil fliehen musste, kam Maria Leitner dennoch immer wieder zurück nach Deutschland, um zu berichten. Erinnerung an eine mutige Frau.
Hans Sahl: Memoiren eines Moralisten
Die Erinnerungsbände von Hans Sahl sind mit das Beste, was man an autobiografischer Exilliteratur über das 20. Jahrhundert lesen kann.
Gustav Regler: Vulkanisches Land
1940 kommen der Schriftsteller Gustav Regler und seine Frau auf der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Mexiko. Dort trafen sie zwar weitere Exilanten, wurden aber niemals richtig heimisch. Ein Gastbeitrag von Jürgen Neubauer.
Von Rilke gefördert, später vergessen: Ite Liebenthal
Die Philosophin und Lyrikerin Ite Liebenthal veröffentlichte schon früh eigene Gedichte. Unter den Nationalsozialisten verstummte sie, 1941 wurde sie ermordet.