Gerichtsreportagen, Feuilletons, Lebenserinnerungen und Romane: Das spät wiederentdeckte Werk von Gabriele Tergit (1894 - 1982) ist großartig. "Käsebier erobert den Kurfürstendamm", die "Effingers" und "Der erste Zug nach Berlin" in näherer Betrachtung.
Dem Vergessen entrissen: Autor*innen der Weimarer Republik
Nach 1945 wurden viele der zuvor verfolgten Autor*innen fast vergessen. Es ist ein Verdienst unabhängiger Verlage, diese Werke wieder aufzulegen.
Literatur, Geschichte & Geschichten – von Uwe Wittstock bis Florian Illies
Spätestens seit dem riesigen Erfolg von Florian Illies' "1913 – Der Sommer des Jahrhunderts" hat sich auch in der Literaturgeschichte ein Genre durchgesetzt, das man kurz unter dem Stichwort "literaturwissenschaftliches Histotainement" zusammenfassen könnte. Populäre geschriebene Bücher, die eine kurze Epoche, einen bestimmten Zeitraum, komprimiert zusammenfassen. Eine kleine Auswahl hier.
Bertolt Brecht: Kuhle Wampe und andere Filme
Bertolt Brecht war zwar vom Medium Film fasziniert, hatte aber damit kein Glück. BB und der Film – das war weniger episches Theater, sondern ein Drama ohne Ende.
Maria Leitner – die rasende Reporterin und ihr tragisches Ende
Nachdem sie 1933 ins Exil fliehen musste, kam Maria Leitner dennoch immer wieder zurück nach Deutschland, um zu berichten. Erinnerung an eine mutige Frau.
Memoiren eines Moralisten – Hans Sahl und das Exil
Die Erinnerungsbände von Hans Sahl sind mit das Beste, was man an autobiografischer Exilliteratur über das 20. Jahrhundert lesen kann.
Keinen Sinn für die Sinnlichkeit des Landes: Gustav Regler in Mexiko
1940 kommen der Schriftsteller Gustav Regler und seine Frau auf der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Mexiko. Dort trafen sie zwar weitere Exilanten, wurden aber niemals richtig heimisch. Ein Gastbeitrag von Jürgen Neubauer.
Leider immer noch aktuell: «Unruhe um einen Friedfertigen» von Oskar Maria Graf
Die Unruhen der Weimarer Republik - sie erfassten auch das bayerische Hinterland. Seinen Roman "Unruhe um einen Friedfertigen" schrieb Oskar Maria Graf im amerikanischen Exil. Bereits zehn Jahre zuvor war "Anton Sittinger" erschienen.
Der Streit um den Sergeanten Grischa: Die bittere Schwejkiade von Arnold Zweig
Der große Arnold Zweig läutete mit diesem Antikriegsbuch eine Wende ein: Es war der erste ausgesprochen kriegs- und systemkritische Roman dieser Zeit.
Urkomisch und sehr weise: «Die Tante Jolesch» von Friedrich Torberg
„Die Tante Jolesch“ ein Buch der Wehmut, aber auch ein Buch, das zum Schmunzeln bringt: Anekdoten aus einer versunkenen Zeit.
Alice Herdan-Zuckmayer und die sonderbare, vierbeinige Erbschaft: Das Scheusal
1937 erbt die österreichische Schauspielerin Alice Herdan-Zuckmayer von einer ungeliebten Tante einen Hund: "Das Scheusal", das ihr ans Herz wächst.
Anna Seghers‘ Jahrhundertroman «Transit»
Der 1944 erschienene Roman ist eine bewegende Darstellung dessen, was Exil und Flucht bedeutet. Und deshalb bis heute aktuell.
Die Tour de Force des Ulrich Becher: Von der Murmeljagd zu den New Yorker Novellen
Ob „Murmeljagd“ oder die "New Yorker Novellen": Ulrich Becher überzeugt durch Sprachgewalt und grotesken Humor.