Agnieszka Lessmann erzählt in ihrem Roman "Aga", wie das Schweigen der Überlebenden den Nachkommen zur Last wird – und wie ihre heranwachsende Hauptfigur in gewitzter Selbstbehauptung die Hoffnung auf Heilung nie aufgibt. Ein Roman über das Schweigen nach der Shoah, und eine Geschichte darüber, was nötig ist, um es zu überwinden.
Verschwörung gegen Amerika: Philip Roths prophetischer Roman
Ein literarisches Experiment, das bei seinem Erscheinen eher auf Zurückhaltung stieß: "Verschwörung gegen Amerika" von Philip Roth. Heute erscheint der Roman geradezu prophetisch.
Karen Gershon: Das Unterkind
Käthe Loewenthal gelangte 1938 noch mit einem der letzten Kindertransporte nach England. Dort wurde sie als Schriftstellerin Karen Gershon bekannt. Doch es dauerte Jahrzehnte, bis sie eine Form für die Erzählung ihrer Kindheit fand.
Gabriele Tergit: Effingers
„Effingers“, das ist ein gewaltiger Familienroman, ein deutsches Epos, ein Berlinroman, lebendige Geschichtsschreibung am Beispiel zweier fiktiver Familien.
Albert Drach: Das Goggelbuch
Albert Drach (1902 – 1995) gilt als ein Autor, der nur noch von Liebhabern gelesen wird. Was zu bedauern ist: Sein Stil ist prägnant und beeindruckend.
Tadeusz Pankiewicz und sein bewegendes Zeitdokument: „Die Apotheke im Krakauer Ghetto“
Tadeusz Pankiewicz war als Apotheker der einzige nichtjüdische Bewohner des Krakauer Ghettos. Sein Buch ist ein erschütterndes Zeitdokument.
„Adressat unbekannt“ von Kathrine Kressmann Taylor wurde aus guten Gründen zu einem Longseller
1938 veröffentlichte die New Yorker Zeitschrift „Story“ die Erzählung einer unbekannten Autorin: "Adressat unbekannt" erregte sofort großes Aufsehen.
Harald Roth: Was hat der Holocaust mit mir zu tun?
Erinnern statt verdrängen: Harald Roth will mit seinem Buch junge Menschen erreichen. Es ist eine gute Grundlage für eine Auseinandersetzung mit der Thematik.