Poetische Ornithologie in nüchternem Sprachgewand: Henning Ziebritzki vereint präzise Vogelbeobachtungen mit existentiellen Seins-Fragen.
Ragnar Helgi Ólafsson: Handbuch des Erinnerns und Vergessens
„Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können“ gibt Schriftsteller Ragnar Helgi Ólafsson ein „Handbuch des Erinnerns und Vergessens“ mit.
„Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann und seine wechselvolle Geschichte
Der Struwwelpeter war kaum erschienen, schon war er umstritten. Und während Erwachsene bis heute diskutieren, lesen Kinder es weiterhin.
Admiral Mahić: Flirrende Visionen
Es ist, als habe die Bora selbst diese Gedichte an Land gespült: Sie sind nicht aus Worten geschrieben, sondern aus den Elementen gemacht.
Agnieszka Lessmann ist im Fluchtzustand
In ihrem ersten Gedichtband bringt Agnieszka Lessmann eigene familiäre Erfahrungen und Erfahrungen aus ihrer Arbeit mit Migranten zusammen.
Christoph Heubner: Ich sehe Hunde, die an der Leine reißen
Mit drei eindrücklichen Erzählungen gibt Christoph Heubner den Opfern des Holocaust eine Stimme.
Exerzitien des Alltags: „das wort beim wort genommen“ von Philipp Luidl
Als "Exerzitien des Auges" bezeichnete Michael Krüger die Gedichte von Philipp Luidl. Ein Sammelband ist im MaroVerlag erschienen.
Max Mohr: Frau ohne Reue
Ein traumwandlerisch schöner Roman von der Unbehaustheit mancher Menschen in einer kalten Welt. Es lohnt sich, Max Mohr zu lesen und zu entdecken.
Olga Tokarczuk: Die Jakobsbücher
Überwiegend wurden „Die Jakobsbücher“ im Feuilleton als „Opus Magnum“ der polnischen Schriftstellerin Olga Tokarczuk gefeiert, als ein Roman, der vor allem in Polen – wo das Buch ja auch bei Nationalisten auf heftigen Widerstand und zu Bedrohungen der Autorin führte – zu einem neuen, anderen Blick auf die europäische und polnische Geschichtsschreibung führt. Mich ließ das jüngste Werk der Literaturnobelpreisträgerin jedoch etwas ratlos zurück.
Eddy de Wind: Ich blieb in Auschwitz
Der holländische Arzt Eddy de Wind überlebte Auschwitz. Schon 1946 veröffentlichte er seinen Bericht, der jedoch erst im Jahr 2020 in deutscher Sprache erschien.
Schlüsselroman der französischen Linken: Die Mandarins von Paris von Simone de Beauvoir
In dem mit dem "Prix Goncourt" ausgezeichneten Roman setzte sich Simone de Beauvoir mit dem Scheitern politischer Utopien und der Rolle der Frau auseinander.
Simone Scharbert: du, alice
Ein poetisches Portrait der Schwester von Henry und William James. Und ein Zeugnis weiblicher Selbstbehauptung.
Ilsa Barea-Kulcsar: Telefónica
Mit "Telefónica" wird endlich ein Zeugnis weiblicher Literatur aus dem Spanischen Bürgerkrieg in Buchform zugänglich. Eine späte Wiederentdeckung.
Susanne Neuffer: Im Schuppen ein Mann
Susanne Neuffer ist eine Schriftstellerin, die messerscharf menschliche Befindlichkeiten analysiert und sich zugleich eine kindliche Verspieltheit bewahrt hat.
Sibylle Knauss: Eine unsterbliche Frau
Die Sibylle von Cumae ist eine unsterbliche Frau. Und nach diesem Roman auch eine Romanfigur, die man so schnell nicht vergisst.