Eine kleine Auswahl an Beiträgen zur zeitgenössischen Lyrik aus den USA - von John Ashbery bis Lisel Mueller.
Lyrik: Rezensionen von Gedichtbänden und Anthologien
Ein lyrisches Ich auf Fährtensuche: "reste von landschaft", die erste Einzelpublikation von Pega Mund, nimmt einen mit auf eine poetische Begehung von Stadt-, Land- und Seelenland.
Kurt Tucholsky – Augen in der Großstadt
Tucholsky verband zu Berlin eine Art Hassliebe. Die Anonymität, die Hektik, den Rhythmus der Stadt brachte er kongenial in "Augen der Großstadt" zum Ausdruck.
JEAN DE PALACIO: Das Portrait
Ein Kleinod der fantastischen Literatur bietet der Flur Verlag mit "Das Portrait" von Jean de Palacio. Der schmale Roman des renommierten französischen Literaturwissenschaftlers ist eine Reflexion über das sprachliche Erbe der Welt und ein Sprachkunstwerk zugleich.
MICHAEL WÄSER: Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
Mit "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" legt Michael Wäser eine Tragikomödie vor, die politischer Thriller und die Liebesgeschichte zweier Außenseiter zugleich ist. Und wie bei allen seinen bisherigen Romanen ist das Buch überbordend bevölkert von schrillen und abgründigen Charakteren. Eine packende Groteske über den Krieg in der Welt, und sein an sich höchst schweigsamer Held ist ein zeitgenössischer Simplicissimus.
IRRSCHWEIFEN UND LACHEN: Über die Kultur der Antillen
Für die Kultur der Antillen sind "Irrschweifen und Lachen" zwei zentrale Begriffe. 15 Autor*innen spüren in dieser Anthologie diesen Begriffen und deren Bedeutung für ihre Identität nach. Herausgeber ist Professor Ralph Ludwig.
RODNEY SAINT-ÉLOI: Wenn es traurig wird, singt Bertha
Rodney Saint-Éloi, Dichter, Erzähler, Essayist und Verleger, setzt seiner Mutter Bertha mit diesem Buch ein Denkmal. Es ist ein „Buch von beschwörender Schönheit über die Erinnerung und das Exil, geteilt zwischen Mutter und Sohn in immerwährender Zwiesprache", schreibt Gladys Marivat in Le monde des livres.
KRISTIN RUBRA: Keloid – vom überleben und lieben
"Keloid" ist der medizinische Fachbegriff für eine wuchernde Narbe. Ein passender Titel für den Debütroman der saarländischen Autorin Kristin Rubra. Auch psychische Wunden verheilen manchmal kaum, wie es das Schicksal ihres Protagonisten Leon, der als GI bei der Befreiung des KZ Dachau dabei war, zeigt.
KETTLY MARS: Kasalé
Kettly Mars ist eine der bekanntesten Gegenwartsautorinnen aus Haiti, deren Werke zahlreiche Übersetzungen erfuhren. Höchste Zeit also, dass auch ihr Debütroman endlich in deutscher Sprache vorliegt. Übersetzt durch Ingeborg Schmutte entführt "Kasalé" (2003) in die vom Voodoo geprägte Welt haitianischer Frauen.
MARTIN EBBERTZ: Ein Esel ist ein Zebra ohne Streifen
Ein Kultbuch für Kinder und Erwachsene wird 20 Jahre alt: Onkel Theo ist dank seiner liebenswerten Münchhausen-Geschichten ein kleiner Star. Das Jubiläum verdeutlicht auch, wieviel Ausdauer und Glück Autoren brauchen, um sichtbar zu werden.
DIERK WOLTERS: Dienstag
In seinem neuen Roman "Dienstag" begleitet Dierk Wolters die Mitglieder einer Familie durch einen einzigen Tag. Und legt mit diesem "stream of consciousness" aus sechs Stimmen das Innerste seiner Figuren frei.
ANJA SCHERZ: Goldstein – ein phantastisches Leben
Kurz nach Fertigstellung seiner Autobiographie stirbt Raphael-Maria Goldstein. Die Journalistin Anja Scherz übernimmt das Manuskript des Mannes, der angibt, der Halbbruder von Anne Frank zu sein und stellt bei ihren Recherchen Unglaubliches fest.
Literarische Orte: Tschechows letzte Tage
Anton Tschechow weilte zwar nur wenige Wochen in Badenweiler. Dennoch entwickelte sich der Kurort zur einzigen europäischen Tschechow-Gedenkstätte von Rang.
«Der Afrik» von Sven Recker erzählt von Zwangsauswanderung
Um die Armen loszuwerden, schickten manche Ortschaften in Deutschland ihre Tagelöhner im 19. Jahrhundert als Wirtschaftsflüchtlinge nach Nordafrika. Sven Recker erzählt in "Der Afrik" auf beeindruckende Weise von solch einem Schicksal.
Michela Marzano: Falls ich da war, habe ich nichts gesehen
Als die italienische Philosophin und Autorin Michela Marzano entdeckt, dass ihr Großvater ein Faschist der ersten Stunde war, ist das ein Schock für sie. In ihrem Buch arbeitet sie sowohl ihre Familiengeschichte auf als auch die Geschichtsvergessenheit eines ganzen Landes.