Die größten Reisen finden im Kopf statt. Dies dachte sich Xavier de Maistre, als er wegen eines Duells Stubenarrest bekam. Er reiste einfach um sein Zimmer.
Lieblingsbücher: «Der Verfolger» von Julio Cortázar
Für Julio Cortázar war der Tango die Musik für das Leben, der Jazz für die Literatur. Er widmete einem Jazzmusiker einen Roman: Charlie "Bird" Parker.
Von Liebe und Krieg: Arc de Triomphe und weitere Romane von Erich Maria Remarque
"Arc de Triomphe": Der Roman (1945) von Erich Maria Remarque brachte Edgar Hilsenrath wieder zum Schreiben. Und mich nach Paris.
John Steinbeck – der Autor mit dem Herz für die Underdogs
In der "Tortilla Flat“ leben Tagediebe und Lebenskünstler. John Steinbeck erzählt von einer tragisch-komischen "Tafelrunde" im gesellschaftlichen Abseits.
Literatur aus der Türkei: Das Gefängnis als Schule
"Das Gefängnis ist die Schule der türkischen Literatur": Schon Yaşar Kemal, Sabahattin Ali und Aziz Nesin bezahlten für ihr Schreiben einen hohen Preis.
Georges Simenon, der Unermüdliche
Klar, präzise, fast schon spartanisch im Stil: So sezierte Georges Simenon die Psyche seiner Figuren und schrieb einige der besten Kriminalromane überhaupt.
Hell und düster – die zwei Seiten des Nathaniel Hawthorne
So düster seine Schauergeschichten, so hell und heiter sind die autobiographischen Texte von Nathaniel Hawthorne. Der Schriftsteller mit den zwei Seiten.
Edith Wharton und ihr ironischer Blick auf die oberen Zehntausend
In ihren Romanen sezierte Edith Wharton ironisch die Upper Class. Mit Abstand: Die erste Pulitzer-Preisträgerin lebte überwiegend in Europa und auf Reisen.
Der eine Hit, nicht unumstritten: Das Südstaaten-Epos von Margaret Mitchell
"Vom Winde verweht" (1936) ist bis heute ein Bestseller. Die Romanze um Scarlett und Rhett ist jedoch auch ein vom Rassismus durchtränktes Machwerk.
Furios und wild – die Korsika-Trilogie mit der «Predigt auf den Untergang Roms» von Jérôme Ferrari
Grandiose Trilogie: „Balco Atlantico“ (2008), „Und meine Seele ließ ich zurück" (2010) sowie „Die Predigt auf den Untergang Roms“ (Prix Goncourt 2012).
Lili Grün dichtet sich in den Mädchenhimmel!
Für die Wiederentdeckung von Lili Grün sind Herausgeberin Anke Heimberg und der AvivA Verlag nicht genug zu loben: Die jüdische Schriftstellerin ist im gleichen Zug wie Irmgard Keun zu nennen.
Isaac B. Singer und die Vitamine der jiddischen Sprache
Hadern mit Gott, ringen mit Wörtern, schwelgen in und leiden an der Liebe: Das sind die Leitmotive bei Isaac Bashevis Singer (1904 – 1991).
Sándor Márai und die unfreiwillige Liebe zu einem Hund mit Charakter
Ein Jahr nur währte der Aufenthalt von „Tschutora“ im Haushalt von Sandor Márai. Doch es scheint unvergesslich gewesen zu sein und ging in die Literatur ein.
Der Streit um den Sergeanten Grischa: Die bittere Schwejkiade von Arnold Zweig
Der große Arnold Zweig läutete mit diesem Antikriegsbuch eine Wende ein: Es war der erste ausgesprochen kriegs- und systemkritische Roman dieser Zeit.
Ein Leben wie ein Roman – Jack London folgt dem Ruf der Wildnis
Die Abenteuer, über die Jack London schrieb, kannte er aus eigenem Erleben. Ob Goldschürfer oder Robbenjäger- Jack London hatte alles selbst mitgemacht.