Ein außergewöhnliches publizistisch-ästhetisches Projekt bilden Frank Olberts Essay «Das verschwundene Viertel» und Agnieszka Lessmanns Gedichtband «Schieferbruchverse»: Die beiden Titel nähern sich der Historie des Kölner Jüdischen Viertels. Sie eröffnen Perspektiven auf Geschichte, die in unsere Gegenwart hineinragen, und begleiten publizistisch die bald zu erwartende Eröffnung des Jüdischen Museums MiQua in Köln.
AGNIESZKA LESSMANN: Aga
Agnieszka Lessmann erzählt in ihrem Roman "Aga", wie das Schweigen der Überlebenden den Nachkommen zur Last wird – und wie ihre heranwachsende Hauptfigur in gewitzter Selbstbehauptung die Hoffnung auf Heilung nie aufgibt. Ein Roman über das Schweigen nach der Shoah, und eine Geschichte darüber, was nötig ist, um es zu überwinden.