Das Schreiben und Leben der Friederike Mayröcker - ein Gesamtkunstwerk. Das 1983 erschienene "Reise in die Nacht" ist die Bestandsaufnahme einer älter werdenden Frau.
Die müde Helene – weibliche Selbstbehauptung in Marlene Streeruwitz‘ «Verführungen»
Der erste Roman der österreichischen Autorin Marlene Steeruwitz handelt von weiblicher Selbstbehauptung. Unterhaltsam zu lesen, bitterböse und realitätsnah.
Karl Kraus – Man frage nicht
Jede Diktatur missbraucht die Sprache für ihre politischen Lügen. Wo gegen Lügen nicht mehr anzugehen ist, droht das Verstummen.
Lili Grün dichtet sich in den Mädchenhimmel!
Für die Wiederentdeckung von Lili Grün sind Herausgeberin Anke Heimberg und der AvivA Verlag nicht genug zu loben: Die jüdische Schriftstellerin ist im gleichen Zug wie Irmgard Keun zu nennen.
Urkomisch und sehr weise: «Die Tante Jolesch» von Friedrich Torberg
„Die Tante Jolesch“ ein Buch der Wehmut, aber auch ein Buch, das zum Schmunzeln bringt: Anekdoten aus einer versunkenen Zeit.
Alice Herdan-Zuckmayer und die sonderbare, vierbeinige Erbschaft: Das Scheusal
1937 erbt die österreichische Schauspielerin Alice Herdan-Zuckmayer von einer ungeliebten Tante einen Hund: "Das Scheusal", das ihr ans Herz wächst.
Ingeborg Bachmann bittet: Erklär mir, Liebe!
Über Ingeborg Bachmann gibt es eine Fülle von Literatur. Beliebtes Topic dabei immer wieder: Ihre unglücklichen Lieben zu Paul Celan und Max Frisch.
Ruth Klüger und ihre Zerreißproben
Das als Schuld empfundene Überleben – Ruth Klüger trägt diese Last ihr Leben lang mit sich mit. Ihre Gedichte erinnern an Verlorenes, sind "Zerreißproben".
Peter Altenberg und die Luftballons im Volksgarten
„Im Volksgarten“ erschien erstmals 1896 in der Sammlung „Wie ich es sehe“, Prosaskizzen, die auf Vermittlung von Karl Kraus beim S. Fischer Verlag erschienen.
Rainer Maria Rilke schreibt Briefe an einen jungen Dichter
Franz Xaver Kappus wandte sich an den älteren Rilke: Sollte er Schriftsteller werden? Die Antwortbriefe Rilkes: Poetische, kluge Lebensratgeber.
#MeinKlassiker (3): Michael Braun über Ilse Aichinger – poetischer Widerstand gegen eine Sprache der Lüge
Literaturkritiker Michael Braun bezeichnete es als sein "Lebensbuch", sein poetisches Evangelium: "Schlechte Wörter" von Ilse Aichinger.