Arthur Rundt: Marylin

„Marylin hatte in Chicago eine Fünfundzwanzig-Dollar-Stellung.
Sie fuhr jeden Morgen mit dem gleichen Hochbahnzug in ihr Office, vom Nordwesten der Stadt bis zur Station an der Ecke der Wabash und Madison Street.
Aber was half es Philip, daß er täglich diese selbe Linie benutzte, daß er täglich sechs Stationen vor Madison Street gerade diesen bestimmten Zug erwartete und ihn zugleich mit Marylin verließ?“

Arthur Rundt, „Marylin“, 1928, 2017 erstmals in Buchform erschienen bei „edition atelier“

Ich muss gestehen, ich habe mich in dieses Buch schon auf den ersten Blick verliebt: Manchmal ist es eben doch richtig, ein Buch nach seinem Cover zu beurteilen! Mit der Titelgestaltung durch Jorghi Poll traf der sehr, sehr feine Wiener Verlag „edition atelier“ voll meinen Geschmack. Neben der Gegenwartsliteratur widmet sich der Verlag vor allem auch Wiederentdeckungen der österreichischen Literatur – so  erschienen in seinem Programm die Texte der wunderbaren Lina Loos und der lange verschollene Roman von Bohuslav Kokoschka. Und auch „Marylin“ von Arthur Rundt ist eine Perle – der Inhalt dieses schön gestalteten Buches hält also, was das Cover verspricht.

Was zunächst jedoch wirkt wie eine zarte Liebesgeschichte, die ein wenig mit den Turbulenzen des Jazz Age gespickt ist, nimmt eine unerwartete Wendung – und wird gerade dadurch einerseits tragisch, andererseits aber auch hochaktuell und hochpolitisch.

Die Liebesgeschichte von Philip und Marylin beginnt ein weniger holprig. Der junge Architekt begegnet der selbständig erscheinenden Büroangestellten auf dem Arbeitsweg und weiß sofort: Das ist sie. Doch Marylin, die offenbar ganz für sich, ohne Familie und Freunde lebt, entzieht sich den behutsamen Annäherungsversuchen immer wieder, flüchtet sogar in neue Stellungen und Städte. Philip reist ihr durch halb Amerika hinterher – fast möchte man schon meinen, da habe einer in den 1920er Jahren einen ersten „Stalking“-Roman veröffentlicht. Doch Arthur Rundt lässt das Paar in New York endlich zusammenkommen:

„Die beiden redeten nicht. Jetzt standen sie auf, hielten einander wie Kinder bei der Hand und gingen den gekrümmten Parkweg stadtwärts, ziellos immer weiter, am kleinen See vorbei, sahen, auf einer Anhöhe angelangt, am Ende des Parks ein Stück von der gezackten Wolkenkratzerlinie gegen den blauen Himmel, blieben eine Weile stehen und liefen dann, Hand in Hand, die Anhöhe hinunter.“

Tatsächlich ist von diesem Moment an der Weg der beiden, vor allem ihre Fallhöhe, vorgezeichnet: Denn so harmonisch die Ehe scheint, Marylin birgt ein Geheimnis, hält etwas zurück, auch Philip verspürt ab und an „das Fremde“ in ihr. Lange verwehrt sie sich Philips Kinderwunsch. Als dann doch eine Tochter geboren wird, ist die Tragödie da. Das Kind ist schwarz. Philip vermutet einen Seitensprung Marylins, zumal das Paar Bekanntschaft mit einem schwarzen Boxer und einem Musiker geschlossen hatte. Es kommt zu einem Scheidungsverfahren, das mehr einer Aburteilung der jungen Frau gleicht, in dem der ganze Rassismus auch der amerikanischen Gerichtsbarkeit offenbar wird. Marylin flüchtet noch einmal: Zurück in die Karibik, zu ihren Verwandten. Dass sie selbst gemischtrassig ist, das wagt sie bis zuletzt ihrem Mann nicht einzugestehen. Als Philip vom familiären Hintergrund seiner Frau erfährt, wächst der bis dahin eher brav-bürgerliche junge Mann über sich hinaus – er reist ihr hinterher, wohlwissend, dass eine Ehe mit ihr in den USA Isolation und sozialen Abstieg mit sich bringen würde. Während der Schiffreise begegnet er dem Musiker, den er zunächst verdächtigte, der Vater des Kindes zu sein, wieder. Dieser gibt ihm zu bedenken:

„Wahrscheinlich begreifen Sie noch nicht, Mr. Garrett, was Sie da tun. Sie gehen einen schweren Weg. Früher haben Sie die Wahrheit nicht gewußt, nun wissen Sie alles. Das wird Ihnen schwer angerechnet werden. Leute, die bis jetzt mit Ihnen verkehrt haben, werden Ihren Gruß nicht erwidern; Sie werden Türen verschlossen finden, die Ihnen bisher offen standen. Sie haben dadurch, was Sie jetzt tun – es klingt wie eine Übertreibung, aber es ist so: Sie haben jetzt plötzlich hundert Millionen Menschen zu Feinden. Sie haben Ihr ganzes weißes Amerika gegen sich. Sie gehen einen schweren Weg, Mr. Garrett.“

Doch Philips Entschluss, gegen alle Rassenschranken zu Marylin und dem Kind zu halten, steht fest. Jedoch: Er kommt zu spät…

So schmal dieser gerade 158 Seiten umfassende Roman auch ist – er hinterlässt nach der Lektüre einen großen, wirkmächtigen Eindruck. Arthur Rundt, der zu seiner Zeit als Feuilletonist, Autor und Theatermann eine österreichische Größe war (so gehörte er zur „Mokka-Runde“ im Café Central), galt als einer der Amerika-Kenner seiner Zeit. Er hatte die Vereinigten Staaten in den 1920er-Jahren als Korrespondent bereist und intensiv kennengelernt, sein 1926 erschienenes Buch „Amerika ist anders“ bietet immer noch einen erfrischenden, klaren Blick auf die USA und das europäische Verhältnis zu den Vereinigten Staaten. Diese Kenntnisse bilden auch den geeigneten Hintergrund zu seinem Ausflug in die Belletristik: „Marylin“ ist auch ein Großstadtroman, der ähnlich wie „Manhattan Transfer“ oder „Berlin Alexanderplatz“ den Sound der Metropolen aufgreift, er ist ein Wirtschaftsroman, der einen Blick auf die industriellen Abläufe und Arbeitsmechanismen der großen Konzerne wirft, er ist zudem ein Roman, der das „Jazz Age“ und die Anfänge der Entwicklung schwarzen Selbstbewusstseins (Stichwort Harlem-Renaissance) abbildet. Vor allem aber ist er eine sachliche – und darum umso eindrucksvollere – Abrechnung mit dem Rassismus in den USA.

Der Roman, der 1928 als Fortsetzungsroman in der Neuen Freien Presse erschien, wird der Neuen Sachlichkeit zugeordnet: Tatsächlich gelingt es Rundt auch, diese unglückliche Liebesgeschichte ohne falsche sentimentale Zwischentöne darzustellen, von der Unmöglichkeit der Liebe zwischen den Rassen zu schreiben, ohne Kitsch und Gefühlsduselei. Zudem wird das Geschehen immer wieder unaufdringlich, beispielsweise in der Gerichtsszene oder im Dialog mit einem Arzt, der für die Gleichberechtigung kämpft, auf eine gesellschaftspolitische Ebene gezogen.

Ein sehr empfehlenswerter Roman, der auch einen Blick auf die heutige amerikanische Gesellschaft öffnet – eher zufällig habe ich dieser Tage auch „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie gelesen, der das Thema Rassismus in den USA aus heutiger Sicht widerspiegelt: So viel, wie man es sich manchmal wünscht, hat sich durchaus noch nicht verändert und unter Trump ist zu befürchten, dass sich vieles wieder rückwärts entwickelt.

Zurück zu Arthur Rundt: Der 1881 in Schlesien geborene Autor erreichte mit seinen Amerika-Büchern einen letzten Höhepunkt seiner Bekanntheit. Auch für ihn wurden, wie für viele andere Autoren, Schauspieler, Künstler, ab 1933 die Veröffentlichungsmöglichkeiten und damit auch die materielle Absicherung immer schwieriger. Rundt gelang quasi in letzter Minute die Emigration in die USA – dort aber verstarb er kurz nach seiner Ankunft in New York.

Herausgeber Primus-Heinz Kucher würdigt in seinem Nachwort den Roman „Marylin“:

„Nicht nur thematisch nimmt dieser Roman eine singuläre Stellung ein: Die Überblendung von Race und Gender, europäischen Projektionen und amerikanischen Realitäten, urbaner Modernität und provinzieller Fesseln hat zwar schon Hugo Bettauer in seinem Roman Das blaue Mal (1922) zum Gegenstand eines kulturzivilisatorischen, Widersprüche und Utopien thematisierenden Südstaaten-Narrativs gemacht, doch blieb seine Sicht auf die Vorkriegsrealität begrenzt. Darüber hinausgehend verknüpft Rundt seine Gestaltung des Diskurs- und Themenfeldes von ›Race‹, ›Gender‹ und ›Kultur‹ mit hochaktuellen Debatten über den zeitgenössischen techno-habituellen Wandel. Und er unterlegt sie mit einer sprachlichen Signatur, die in neusachlicher Diktion diesen Wandel kongenial begleitet, ja wesentlich mitträgt, – eine Signatur, die im Ansatz jener von Mela Hartwig und Hermann Kesten verwandt erscheint, aber in ihrem Metropolen-Soundtrack wie in ihrer desillusionierenden Perspektive fast einzigartig aus der zeitgenössischen deutschsprachigen Romanproduktion herausragt.“

Verlagsangaben zum Buch:
http://www.editionatelier.at/marylin.html

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Lili Grün: Mädchenhimmel!

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Bild: Birgit Böllinger

Geliebter Freund (Auszug)

Zum Schluß meinst du, ich soll dir Antwort schreiben,
Natürlich nur in dein Geschäft,
Denn deine junge Frau, sie könnte drunter leiden,
Und wenn sie meinen Brief erwischt,
Dann ging`s Dir schlecht.

Geliebter Freund, ich hab` dir nichts zu sagen;
Denn du bist fremd und fern und alles ist vorbei.
Ich hab` dich sehr geliebt…Es ist vorüber,
Ich sprech` nicht gern davon…Kurz:
Schwamm darüber!

Es ist so eine typische Stimme der 1920er und 30er Jahre, die aus diesen Gedichten zu uns spricht: Ein bisschen schnodderig, ein bisschen frech, ein wenig melancholisch, ein wenig bitter-süß. Man meint, den Sound der Weimarer Republik im Ohr zu haben, wenn man Lili Grün liest. Und nicht zu Unrecht wird sie als Vertreterin der Neuen Sachlichkeit mit Irmgard Keun, Erich Kästner und Kurt Tucholsky verglichen.

Nur: Wo Keun, Kästner und der Teobald Tiger heute noch beziehungsweise wieder ein Begriff sind, geriet Lili Grün in Vergessenheit. Es ist die Geschichte einer mehrfachen Vernichtung: Ermordet von den Nazis, ihr Werk anschließend für sehr lange Zeit vergessen.

Die 1904 in Wien geborene Lili Grün wurde von den Nazis deportiert und am Tag ihrer Ankunft im weißrussischen Lager Maly Trostinec ermordet. Und: „Vermutlich wurde Lili Grüns letzte Habe jedoch spätestens mit ihrer Deportation aus Wien 1942 vernichtet“, bedauert Anke Heimberg, die jetzt die Werke von Lili Grün, soweit noch erhalten, wieder herausgibt. Ihr und dem AvivA Verlag ist es zu verdanken, dass die Schriftstellerin zumindest wieder über ihre Bücher in ihrer ganzen Lebenskraft erwacht. Es liegen inzwischen ihre Romane „Alles ist Jazz“, „Zum Theater!“ und seit 2016 auch „Junge Bürokraft übernimmt auch andere Arbeit…“ vor.

In dem bereits 2014 erschienen Band „Mädchenhimmel!“ veröffentlichte Anke Heimberg die Gedichte und Kurzgeschichten Lili Grüns, die in zeitgenössischen deutschsprachigen Zeitschriften und Zeitungen zu Lebzeiten der Autorin erschienen waren. Es entsteht ein Bild vor meinen Augen von einer jungen, temperamentvollen Frau, die die Fesseln überkommener alter Ver- und Gebote abstreifen will, die den „Notschrei einer allzu Braven“ ausstößt…

„Ach, ich geh` mir selber auf die Nerven,
Weil ich gar so artig bin,
Und voll untentwegter Pflichterfüllung
Steck` ich stets in meiner Arbeit drin.“

… und deshalb aufbricht zu neuen Ufern am „Mädchenhimmel!“ und danach ein freches Lied singen darf:

Elegie bei einer Tasse Mokka (Auszug)

“Mein letzter Freund war ein Jurist.
Ich bin seit dieser Zeit gegen Juristen.
Juristen sind alle falsch, herzlos und bös,
Ich kann dieses Wort gar nicht hören, es macht mich nervös.
Darum wünsch` ich mir zum nächsten Verehrer
Beispielsweise einen Volksschullehrer.“

All die blonden und zarten Stenotypistinnen, Verkäuferinnen und Bürofräuleins, die Lili Grün in ihren Gedichten verewigt und von deren Rendezvous` nach Ladenschluss erzählt, haben  eines gemeinsam: Sie schwanken zwischen Lebenslust und Liebesleid, träumen vom Geldbriefträger, der die Millionen bringt und feinen Kleidern mit Dekolleté, gehen flüchtige Affären ein und sind doch vor allem auf der Suche nach der großen Liebe – auch wenn sie  die „Uralte Liebesmelodie“ singen, wohl wissend, dass alles seine Zeit und sein Ende hat.

„Der Tonfall ihrer heiteren-melancholischen Gedichte verweist bisweilen auf berühmte neusachliche Zeitgenossen wie Erich Kästner und Kurt Tucholsky, und doch beschreibt Grün mit ihrer ganz eigenen Note etwa die Sehnsüchte junger, moderner, selbstbewusster „Neuer Frauen“ am Ende der Zwanziger Jahre – hin- und hergerissen zwischen Autonomie, Selbstbehauptung und der Suche nach dem Traummann“, skizziert Anke Heimberg im Nachwort zu „Junge Bürokraft übernimmt auch andere Arbeit…“ die Gedichte Lili Grüns.

„Ein Fräulein erwacht in einer fremden Wohnung“, die Liebe, sie ist manchmal ein „Kurzer Zwischenfall“, das Leben auch einmal ein „Langweiliger Tag“. Schon die Gedichttitel bringen das Zeitgefühl der 1920er zum Ausdruck: Lebensgier und eine skeptische Sehnsucht, als ahnte man zugleich, dass die Zeiten nicht besser werden.

Lili, eigentlich Elisabeth, wurde 1904 als Jüngste der vier Kinder von Hermann und Regine Grün in Wien geboren. Ihr Mutter verlor sie früh, bereits 1915 – ein Verlust, der sie prägte, zumal wenige Jahre später, 1922, auch der Vater starb – er hatte sich an der Front ein chronisches Nierenleiden zugezogen. Das Theater wurde ihr Flucht- und Bezugspunkt, sie strebt eine Karriere als Schauspielerin an, es zieht sie – auch bedingt durch die Arbeitslosigkeit in Wien – nach Berlin. Anke Heimberg schreibt im Nachwort zu „Mädchenhimmel!“:

„Doch in der glitzernden Kulturmetropole Berlin wuchs mit der wirtschaftlichen Depression und den damit einhergehenden Spaßmaßnahmen beim Film und beim Theater die Zahl der ein Engagement suchenden KünstlerInnen ebenfalls kontinuierlich. (…). Wiederholt berichteten Berliner Zeitungen über die zunehmende Verelendung unter den SchauspielerInnen, deren Situation durch mangelhafte Ernährung, armselige Kleidung, äußerst bescheidene Wohnverhältnisse und chronische Erkrankungen, wie die weit verbreitete Armenkrankheit Tuberkulose, gekennzeichnet war.“

Dass in den goldenen Zwanzigern für die meisten wenig Gold auf der Straße lag, auch das blitzt bei aller Leichtigkeit in und zwischen den Zeilen immer wieder durch:

Einzelhaftpsychose (Auszug)

„Ich weiß nicht mehr, wie meine Stimme klingt,
Ich glaub`, ich habe seit Tagen nicht gesprochen.
Ob man sich etwas aus der Zeitung liest?
»In Neukölln hat einer seine Frau erstochen – – «
Ach nein, es ist schon besser, wenn man etwas singt.“

Statt großer Bühne findet Lili Grün jedoch Kontakt zum Kabarett, dort zum Brücke-Kollektiv um Julian Arendt, zu dem auch Erwin Straus, Margarethe Voß, Ernst Busch, Hanns Eisler und Erik Ode (Der Kommissar) gehörten. Lili Grün trägt eigene Gedichte vor – und findet Anklang bei den Presseleuten. Im Film-Kurier heißt es, »Lilly Grün trägt Erotik, sehr persönlich und sehr belustigend«, in der Vossischen Zeitung lobt man ihre  »witzig-sentimentalen Gedichte«. Lili Grün, die damit beginnen kann, ihre Gedichte und Geschichten in renommierten Zeitungen zu veröffentlichen, leidet jedoch an Tuberkulose. Ihrer Gesundheit wegen kehrt sie 1933 nach Wien zurück – sowohl für sie ein persönliches, als auch ein politisches Schicksalsjahr. Denn sie kann zwar ihren ersten Roman veröffentlichen, doch mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Berlin ist der Weg für die Autorin – Jüdin, linksorientiert, in Handeln und Denken so gar nicht dem Bild vom deutschen Mädel entsprechend – schon vorgezeichnet. Verarmt und chronisch lungenkrank gelingt es ihr nicht, aus Österreich zu fliehen. 1942 wird sie mit dem Transport Nr. 23 aus Wien deportiert.

Eine weitere Stimme zum Schweigen gebracht, ein Leben gekappt, Sehnsüchte, die unerfüllt zurückbleiben:

Ich möchte wieder achtzehn Jahre sein…(Auszug)

„Ich möchte wiederum ein Tagebuch,
In das ich täglich niederschreibe,
Was leider nicht geschehen ist,
Und das ich in der stillen Hoffnung führe,
Daß es vielleicht doch einmal einer liest.“

Ein Tagebuch oder andere biographische Zeugnisse konnte Lili Grün, wie ihre Herausgeberin schreibt, wohl nicht mehr hinterlassen, sind nicht mehr aufzufinden. Aber zumindest können ihre Bücher nun wieder gelesen werden. Und Anke Heimberg arbeitet, gestützt durch mühsam zu recherchierendem, verstreutes dokumentarisches Material an einer Biographie dieser wunderbaren Autorin.

Mehr zum Buch beim AvivA Verlag:
https://www.aviva-verlag.de/programm/mädchenhimmel/

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Irmgard Keun: Nach Mitternacht

„Natürlich ist mein Leben hier eine Hölle“, sagt Heini, ernst und ruhig, „aber was soll ich denn draußen? Ohne Geld, ohne Möglichkeit, Geld zu verdienen. Ohne Glaube an Gott, ohne Glaube an die Menschen, ohne Glaube an Kommunismus und Sozialismus, ohne Glaube an Änderung und Besserung in den nächsten Jahrzehnten. Ich habe die Menschen geliebt, länger als ein Jahrzehnt habe ich mir die Finger wund geschrieben und den Kopf leergedacht, um sie vor dem Wahnsinn der heranbrechenden Barbarei zu warnen. Eine Maus, die durch Piepsen eine Lawine aufhalten will. Die Lawine ist gekommen, die Maus hat ausgepiepst.“

Irmgard Keun, „Nach Mitternacht“, 1937

Irmgard Keun, die mit „Gilgi“ und ihrer Doris beachtliche Publikumserfolge erzielt hatte, hatte auch nach der nationalsozialistischen Machtergreifung nicht „ausgepiepst“: Sie schrieb weiter, versuchte sich gegen das Verbot ihrer Bücher zu wehren, beobachtete und kommentierte spitzzüngig und satirisch die Vorgänge daheim „im tausendjährigen Reich“. Aber „das kunstseidene Mädchen“ ist in ihrem Schreiben auch reifer, erwachsener geworden: In die leichten, satirischen Töne mischt sich immer mehr ein dunkler Glanz ein, kommen Melancholie und Traurigkeit als Farben hinzu.

„Ich stehe auf der Straße, die Nacht ist meine Wohnung. Bin ich betrunken? Bin ich verrückt? Die Stimmen und Geräusche um mich herum fielen von mir ab wie ein Mantel, ich friere. Die Lichter sterben. Ich bin allein.“

Schon 1935 beginnt Irmgard Keun an ihrem Roman „Nach Mitternacht“ zu arbeiten. „Es ist ein richtiger Anti-Nazi-Roman – aus dem bürgerlichen Nazi-Deutschland, was noch keiner geschrieben hat“, berichtet Irmgard Keun im Juni 1936 – inzwischen lebt auch sie im Exil – an ihren ehemaligen Geliebten Arnold Strauss (der zu dieser Zeit bereits in den USA ist und sie nach wie vor drängt, nachzukommen). Die „Pariser Tageszeitung“ druckt das Buch vorab ab, 1937 wird es dann im Exilverlag „Querido“ veröffentlicht. Ihr erster Exilroman, ihr erster auch ausgesprochen politischer Roman.

Wieder wählt Irmgard Keun die Erzählperspektive einer jungen Frau, die – wie auch das kunstseidene Mädchen Doris – im naiven, jugendlichen Plauderton aus ihrem Alltag berichtet. Aber eben aus einem Alltag, der von Judenverfolgung, Diskriminierung, Denunziation und ständiger polizeistaatlicher Bedrohung gekennzeichnet ist. Die Handlung spannt sich über zwei Tage im Frühjahr 1936. Die 19jährige Sanna lebt in Frankfurt bei ihrem Halbbruder „Algin“, einem ehemaligen Erfolgsautor, der in Ungnade fiel und sich durch Volkstümliches zu rehabilitieren versucht, obwohl er das Landleben hasst:

„Trotzdem er in seinen Geschichten jetzt tut, als müsse man jedes Häufchen Kuhmist an sein Herz drücken, um ein anständiger Mensch zu sein.“

„Das Buch vom Algin liegt nicht mehr auf dem Tisch neben der Theke, weil die Nationalsozialisten es auf eine schwarze Liste gesetzt haben. Es ist nämlich zersetzend und vergeht sich an dem elementaren Aufbauwill des Dritten Reichs. Das hat die nationalsozialistische Zeitung in Koblenz geschrieben. Mein Vater war zunächst nicht Nationalsozialist, aber für einen elementaren Aufbauwillen“.

Irmgard Keun wendet einen subversiven erzählerischen Kunstgriff an: Indem ihre Hauptfigur zunächst scheinbar unreflektiert das Vokabular der Nazis nachplappert, entlarvt sie die Hohlheit und den Irrsinn dieses Jargons. Doch der Eindruck täuscht: Sanna durchaus nicht so naiv, wie sie zunächst wirkt. „Irmgard Keun stattet sie mit pragmatischen Verstand, mit wacher Beobachtungsfähigkeit, mit dem Bedürfnis nach Anerkennung und Liebe und einer gesunden Portion Ehrgeiz aus (…)“, so die Keun-Biografin Hiltrud Häntzschel. Und mit Mutterwitz: So vergleicht sie anfangs des Buchs eine Parade während eines Hitler-Besuchs in Frankfurt mit dem Kölner Karneval: Ein großer Aufmarsch, viel Volk, aber ohne Freude.

„Die Welt war groß und dunkelblau, die tanzenden Männer waren schwarz und gleichmäßig – ohne Gesichter und stumm, in schwarzer Bewegung. Ich habe in einem Kulturfilm mal Kriegstänze von Negern gesehen, die waren etwas lebhafter, aber der Tanz der Reichswehr hat mir auch sehr gut gefallen.“

Der Pragmatismus ist angesagt, denn in den zwei Tagen, die das Geschehen umspannt, fällt zugleich auch die kleine Welt der Sanna zusammen: Ihr Halbbruder und dessen Frau Liska haben sich auseinandergelebt, Liska wiederrum liebt den Schriftsteller und Journalisten Heini (wie das Eingangszitat verdeutlicht, trägt dieser ganz offensichtlich die Züge von Kurt Tucholsky), der Suizid vergeht, Sannas Geliebter Franz wird zum Mörder an einem Nazi-Denunzianten und das junge Pärchen muss das Land fluchtartig verlassen, ebenso wie der gutmütige jüdische Arzt Breslauer, der nicht verstehen kann, warum er trotz Assimilation und Patriotismus in Deutschland, seiner Heimat, nicht mehr sicher ist … so schmal der Roman, so konzentriert gelingt es Irmgard Keun doch Archetypen, Schicksale dieser Zeit, typische Personen – vom machtgierigen Blockwart über korrupte Parteigenossen bis hin zu den Vertretern der anpassungsfähigen, opportunistischen Halbboheme – unterzubringen.

Wegen der Präzision der Beobachtungen aus dem Innern der deutschen Wirklichkeit wurde „Nach Mitternacht“ nicht nur von den Kollegen im Exil, so Klaus Mann und Ludwig Marcuse, hochgelobt, sondern auch in zahlreichen Zeitschriften des Auslands vorgestellt und besprochen. Klaus Mann schrieb über das Buch:

„Da kommt nun eine begabte Frau und erzählt uns, wie es heute aussieht in diesem für uns unbetretbaren Land. Irmgard Keun hat es lange ausgehalten im Dritten Reich, sie kennt es, und der Roman, den sie uns nun vorlegt ist bis zum Rande voll von gescheiten Beobachtungen, oft sehr witzigen und sehr schaurigen Details, von kleinen, frappierend lebendigen Dingen (…).“

Die witzigen Details, sie sollen nicht unterschlagen werden. Denn „Nach Mitternacht“ ist auch heute nicht nur deswegen lesbar und empfehlenswert, weil der Roman das literarische Dokument einer finsteren Zeit ist. Sondern auch, weil die Keun-Texte mit ihrem eigenständigen satirischen Sprachduktus immer noch lebendig und frisch wirken, insbesondere dort, wo die Autorin ganz unnachahmlich frech Typen zeichnet:

„Diese Betty Raff kam mir von Anfang an noch gefährlicher vor als die Tant Adelheid, obwohl man ihr nur Gutes statt Böses nachsagen kann. Sie ist lang und dünn mit einem ganz kleinen Kopf. Sie hat eine grünlichbraune Hautfarbe, unerhört neugierige braune Quellaugen in einem spitzmäusigen Gesicht, aalglatt zurückgekämmtes braunes Haar und glibbrig kalte magere kleine Froschhände. Sie ist dreißig Jahre alt, reicht säuerlich und sieht auch so aus.“

„Nach Mitternacht“: Als Irmgard Keun mit diesem Roman begann, war es für sie in Deutschland schon fünf vor Zwölf. Wie ihrer Sanna bleibt ihr nur die Flucht, das Exil:

„Armer Emigrant. Glatt und hart wie eine Kastanie wird jedes Land für dich sein. Dir selbst wirst du zur Qual werden und anderen Menschen zur Last. Die Dächer, die du siehst, sind nicht für dich gebaut. Das Brot, das du riechst, ist nicht für dich gebacken. Und die Sprache, die du hörst, wird nicht für dich gesprochen.“

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Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen

„Tilli sagt: Männer sind nichts als sinnlich und wollen nur das. Aber ich sage: Tilli, Frauen sind auch manchmal sinnlich und wollen auch manchmal nur das. Und das kommt dann auf eins raus“.

Irmgard Keun, „Das kunstseidene Mädchen“, 1932.

Sie vertrat die falschen Ansichten. Sie hatte eine Meinung. Und: Sie war selbstbewusst und frei. Alles, was eine Frau in Nazi-Deutschland nicht sein durfte. So musste auch Irmgard Keun (1905 – 1982) den Unrechtsstaat verlassen – kurz, nachdem sie mit dem „kunstseidenen Mädchen“, ihrem zweiten Buch, einen Sensationserfolg erzielt hatte. Aber die darin geschilderte Frauenfigur passte eben so gar nicht zum Frauenideal des Dritten Reiches: Zu kess, zu flatterhaft, zu eigenständig – das ist die 18jährige Doris, die Kunst- und Halbseidene, die in der Metropole Berlin unbedingt „ein Glanz“ werden möchte.
Das gelingt am Ende nicht – zum einem, weil Doris mit ihrem weichen Herzen und dem Hang zu falschen Männern halt doch nicht ganz zum Glanz taugt, zum anderen, weil die Umstände nicht so sind in der Weimarer Republik. Denn Doris schildert nicht nur das schillernde und glitzernde Berlin der 20er Jahre in ihrem unablässigen monologischen Gedankenfluss – Keun, als Vertreterin der „Neuen Sachlichkeit“ zeigt in diesem Roman, dass auch sie den „stream of consciousness“ perfekt beherrscht – sondern auch die Schattenseiten. Götterdämmerung ist angesagt: Armut, Arbeitslosigkeit, Nationalismus, Antisemitismus, Rassenhass…all das sind die Unter- und Hintergründe, die durch die (nur scheinbar) belanglose Plauderei der kleingroßen Naiven durchschimmern. Und nicht zuletzt ist „Das kunstseidene Mädchen“ auch einer der herausragenden Großstadtromane dieser Zeit. Die pulsierende Metropole, betrachtet aus den großen Augen einer staunenden Frau:

„Und ich kam an auf dem Bahnhof Friedrichstraße, wo sich ungeheures Leben tummelte. Und ich erfuhr, daß große politische Franzosen angekommen sind vor mir, und Berlin hatte seine Massen aufgeboten. Sie heißen Laval und Briand – und als Frau, die öfters wartend in Lokalen sitzt, kennt man ihr Bild aus Zeitschriften. Ich trieb in einem Strom auf der Friedrichstraße, die voll Leben war und bunt und was Kariertes hat. Es herrschte eine Aufregung! Also ich dachte gleich, daß sie eine Ausnahme ist, denn so furchtbare Aufregung halten auch die Nerven von einer so enormen Stadt wie Berlin nicht jeden Tag aus.“

Doris, die einerseits ein kunstseidenes Mädchen und andererseits doch eine ganz starke Frau ist, scheitert und bleibt allein – als hätte Irmgard Keun ihren eigenen Lebensweg vorgezeichnet. Man mag an dem Frauenbild und Frauentyp zweifeln – trotz ihres Ehrgeizes, aufzusteigen und aus den kleinen Verhältnissen ihrer Familie auszubrechen, verkörpert Doris eben nicht die neue, emanzipierte Frau, sondern das Mädchen, das sich verkauft. Aber auch das ist immer noch zeitgemäß:

„Aktuell sind gerade heute Stoff wie Schreibweise. Junge Mädchen, die als Germanys next Topmodel oder als Schlagersternchen „ein Glanz werden“ wollen, sehen, wie Keuns Doris, in einer Krisenzeit keine anderen Möglichkeiten für sozialen Aufstieg.“

Sonja Hilzinger in einem Keun-Portrait für die Deutsche Welle.

„Und so war auch das Buch, so wie das Leben, so wie im Film, schnell und oberflächlich und genau, weltmitschreibend, sich selbst verschenkend an die Welt, spielend mit der Welt, Schritt für Schritt Berlin erobern, die Männer erobern, das Leben erobern. Nicht mit Arbeit. Mit einem Glanz, der von innen kommt, mit einem Magnetismus, der die Welt tanzen lässt, um das kunstseidene Mädchen herum.“

Volker Weidermann in „Das Buch der verbrannten Bücher“.

Doch der Tanz wird – die Zeitumstände sind schuld daran, zugleich aber auch eine charakterliche Disponierung zum Alles-Verschlingen, zur Sucht, zur Selbstzerstörung – der Tanz also wird zum traurigen Walzer. Denn Irmgard Keun war sicher nicht das, was man eine in sich ruhende Persönlichkeit nennen könnte – zu temperamentvoll, zu sprunghaft, zu lebenslustig und lebenshungrig.

Wenn man Glück mit den Männern haben will, muß man sich für dumm halten lassen.

Und manches Mal auch mutig bis hin zum Übermut: Ihr erster Roman „Gilgi – eine von uns“ (1931) machte sie über Nacht berühmt, 1932 folgt der Bestseller „Das kunstseidene Mädchen“, 1933 werden ihre Bücher von den Nazis beschlagnahmt und verboten. Bevor Keun jedoch ins Exil flüchtet (und dort Joseph Roth, ihrem Schicksalsmann, wie unter anderem auch in Weidermanns „Ostende“ beschrieben, begegnet), legt sie sich mit der Zensur an: Sie erhebt Schadensersatzklage wegen des Verdienstausfalls, den sie durch die Beschlagnahmung ihrer Bücher erlitten habe. Zugleich aber beantragt sie auch die Aufnahme in die Reichschrifttumskammer. Auch das ist ein wenig kunstseidene Doris – die Hin- und Hergerissenheit zwischen den Möglichkeiten und dem Notwendigen. Manches wird später zurechtgebogen von ihr selbst und überhöht – eine Gestapo-Haft erlebte sie nie, auch nicht Folter und Verhöre.

Die Keun-Biografin Hiltrud Häntzschel schreibt in ihrer rororo-Monographie über Irmgard Keun:

„Irmgard Keun hatte zur Wahrheit ihrer Lebensumstände ein ganz spezielles Verhältnis: mal aufrichtig, mal leichtsinnig, mal erfinderisch aus Sehnsucht nach Erfolg, mal phantasievoll aus Lust, unehrlich aus Not, mal verschwiegen aus Schonung.“

Ganz so, wie auch das kunstseidene Mädchen war.

In ihrer Heimat kann sie nicht mehr arbeiten, verlassen will sie sie jedoch ebenfalls nicht. 1936 ist es jedoch unumgänglich, Irmgard Keun flieht in das Exil. Es folgen Wanderjahre, Existenzsorgen, zudem ein zunehmender Alkohol- und Tablettenmissbrauch, vor allem aber treibt Irmgard Keun die Sorge um die im Deutschen Reich zurückgebliebene Mutter und das Heimweh um. 1940 kehrt sie heimlich – aber von den Nazis wohl durchaus wahrgenommen – nach Deutschland zurück, überlebt in der Illegalität. Nach Kriegsende fällt es ihr, wie vielen anderen Autoren der Weimarer Republik auch, schwer, im Literaturbetrieb wieder Fuß zu fassen.

Eigentlich wäre „Das kunstseidene Mädchen“ auch eine Frau der zweiten Nachkriegszeit in Deutschland – eine, die sich durchschlagen muss, durchaus selbstbewusst und frech, die aus der Not heraus versucht, das Beste aus ihren Lebensumständen zu machen, eine Frau, die „ihren Mann“ steht. Aber es scheint, als habe die neue Zeit keinen Raum für diese schnodderige Sprache mehr, keinen Sinn mehr für diesen Stil, der doch eng auch mit den „Roaring Twenties“ verknüpft ist. Das Frauenbild der Weimarer Republik hat ausgedient, die Kunstseidene wird zur Trümmerfrau.

Bei Irmgard Keun im wahrsten Sinne des Wortes – sie verarmt immer mehr, lebt kurzfristig in einem zerbombten Haus, immer weiter geplagt von ihren Abhängigkeiten. Kurze Phasen von Produktivität wechseln sich mit Krankenhausaufenthalten ab, 1966 wird sie dann für Jahre in die Psychiatrie eingewiesen. Nach ihrer Entlassung 1972 erlebt sie wenigstens in ihren letzten Lebensjahren als Schriftstellerin neue Beachtung – sie wird als Stimme der Weimarer Republik von Jürgen Serke im Rahmen seiner Recherche für seine verdienstvolle Stern-Serie „Die verbrannten Dichter“ wiederentdeckt, ihre Bücher werden wieder aufgelegt (zum Verlag hier) und erfahren erneut größeres Interesse. 1982 stirbt Irmgard Keun in Köln.

Was von ihr bleibt?

Ihre Romane, nicht nur „Das kunstseidene Mädchen“, auch die „Gilgi“ oder das bedrückende Buch „Nach Mitternacht“. Eine Frauenstimme, die klingt zwischen Lebenshunger und Verzweiflung. Die Sehnsucht nach der dunkelblauen Glocke wie im kunstseidenen Mädchen:

„Ich wünsche mir sehr mal die Stimme von einem Mann, die wie eine dunkelblaue Glocke ist und in mir sagt: hör auf mich; was ich sage, ist richtig; und wünsche mir dann ein Blut in mein Herz, was ihm glaubt…“

 

 

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