MIRABILIS VERLAG: Martina Altschäfer – Andrin

Susanne ist Schriftstellerin und Ghostwriterin. Als sie für einen zahlungskräftigen »Premium«-Kunden eine geschönte Autobiografie verfassen soll und dessen Änderungswünsche ins Utopische abgleiten, ist sie nahe am Verzweifeln. Ihr Verleger stellt Susanne kurzerhand seine Ferienwohnung in Italien zur Verfügung, um sie zu motivieren. Doch auf der Reise in den Süden verhindert mitten in den Schweizer Alpen ein Steinschlag die Weiterfahrt. Sie macht sich zu Fuß auf den vermeintlich leichten Weg zum Gebirgspass, bis sie von einem Unwetter überrascht wird. Andrin, ein hagerer, schweigsamer Mann undefinierbaren Alters, nimmt sie mit nach Voglweh, eine kleine verfallene Siedlung mit lediglich zwei Bewohnern, die kaum eine Verbindung zur Außenwelt haben und sich selbst versorgen. Aus ursprünglich einer Notübernachtung werden Tage, Wochen, Monate … ohne Telefon- und Internetverbindung, ohne Auftraggeber und Zwänge.

Statt zu schreiben, erkundet Susanne die Umgebung und hilft Andrin bei der Sanierung eines Hauses. Dabei wird sie Zeugin merkwürdiger Vorgänge im Hochtal, die offenbar einzig Andrin verstehen und deuten kann. Alles scheint mit der besonderen Gesteinsformation und einer verlassenen Militäranlage in Verbindung zu stehen, und Susanne erlebt die unmittelbare Kraft der Natur, die ebenso zerstörerisch wie helfend wirken kann. –

Und es wird tagtäglich gekocht – nach ungewöhnlichen Rezepten eines exzellenten Kochs, der vor Susanne Gast in Voglweh war und ihr beim Lesen seiner Aufzeichnungen zunehmend vertrauter wird. Als sie sich vor Einbruch des Winters unfreiwillig auf den Heimweg begeben muss, nimmt sie nicht nur wertvolle Geschenke mit, sondern auch einen Auftrag und die Gewissheit, dass sich Vieles für sie ändern wird.

Martina Altschäfer hat Bildende Kunst und Germanistik an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz und Freie Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Konrad Klapheck studiert. Ihre künstlerische Arbeit ist unter anderem mit dem Burgund-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz sowie dem Preis des Landes Rheinland-Pfalz für Graphik ausgezeichnet worden. Trotz ihrer großen Vorliebe für das Gebirge lebt und arbeitet Martina Altschäfer in Rüsselsheim am Main.

„Andrin“ ist Martina Altschäfers Romandebüt, nachdem 2017 bereits ihr Erzählband „Brandmeldungen“ mit zahlreichen farbigen Zeichnungen und Textcollagen im Mirabilis Verlag erschienen ist.

Informationen zum Buch beim Mirabilis Verlag: https://mirabilis-verlag.de/produkt/martina-altschaefer-andrin-roman/

Homepage von Martina Altschäfer: http://www.altschaefer.de/

STIMMEN ZUM BUCH:

„Die Autorin Martina Altschäfer ist (auch) bildende Künstlerin, was in ihren Landschaftsbeschreibungen durchdringt. Manchmal wirkt es beim Lesen so, als würde man ein Gemälde betrachten.“
Riccarda Gleichauf bei Faust Kultur
„Dieser Roman ist, als lege Martina Altschäfer einen Sprachteppich über ihre Gemälde.“ – Charlotte Martin in der Main-Spitze
„Martina Altschäfer überlässt das Wort der Ich-Erzählerin Susanne, die weit abseits vom Mainstream aus ihrer subjektiven Perspektive anschaulich und fantasievoll, mitreißend und unterhaltsam vom Leben in der Natur „berichtet“.
Dieter Wunderlich
„Unterhaltsam, gut geschrieben, lesenswert.“ – Stefan Härtel von Bookster HRO
„Ein Buch, das trotz wenig äußerer Handlung eine Spannung entwickelt, die mich bis zum Ende nicht losgelassen hat. Lesenswert!“ – Susanne Martin bei Schillerbuch
„Andrin ist ein faszinierender Roman, der wie ein Vexierbild mit der Realität und dem Alltag, wie wir sie kennen, spielt.“ – Dr. Yvonne Schauch
„Wo endet die Realität und wo beginnt der Traum? Sprachlich stelle ich mir bei Martina Altschäfer diese Frage nicht. Sie formuliert mit einer traumwandlerischen Sicherheit, und so schön!“ – Petras Bücher Apotheke
„Die Autorin Martina Altschäfer scheint ein Genussmensch zu sein, denn selten sind Speisen und deren Herstellung mit soviel Fantasie und Poesie geschildert worden.“ – Renies Lesetagebuch
„Die Geschichte lebt von ihren Geheimnissen und einige bleiben auch nach Abschluss der Lektüre als solche im Raum stehen.“ – Dagmar Eger-Offel bei Literatur im Fenster
„Ich genoss die wunderschöne Sprache, die anschaulichen Metaphern, ausdrucksvollen Formulierungen und bildhaften und eindrücklichen Landschaftsbeschreibungen.“ – Susanne Probst bei Lieslos!

Verlagsabend und Buchpremiere in Neu-Ulm – Bericht von Veronika Lintner in der Augsburger Allgemeinen: https://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Neu-Ulm-Literatur-unter-Baeumen-in-Neu-Ulm-Mirabilis-ein-Verlag-fuer-kleine-Wunder-id58034261.html

Leseprobe in der nd (neues deutschland):
https://www.nd-aktuell.de/amp/artikel/1141026.die-zeit-steht-still-in-voglweh.amp.html

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Mirabilis Verlag.

 

MIRABILIS VERLAG: Martina Altschäfer – Brandmeldungen

„Die Bahnhofshalle, die wir kurz darauf betraten, war prachtvoll ausgestattet und vermittelte auf einen Blick einen Eindruck von der vergangenen Größe und dem ehemaligen Reichtum des Landes. Der eindrucksvolle Raum wurde von einem mächtigen stählernen Himmel überspannt, die Wände zierten meisterhaft ausgeführte Malereien, die von der glorreichen Stadtgeschichte erzählten. Durch schlanke hohe Fenster floss Licht über gleichermaßen geschmackvoll wie bequem aussehende Wartebänke und zauberte grafische Muster auf stumpfe Marmorfliesen. Die Schalter, die sich an beiden Seiten der Halle befanden, waren verwaist, ihre Fensteraugen mit braunem Packpapier verklebt. Ein Hauch von Melancholie umwogte unsere Knöchel und es roch irgendwie abgestanden, nach verbrauchter Zeit.“

Aus der Erzählung „Nach Süden“ aus „Brandmeldungen“, Martina Altschäfer, 2017, Mirabilis Verlag.

Ein Paar strandet auf einem Bahnhof im Süden, kein Zug fährt mehr, das Geld ist weg. So weit, so klassisch. Doch aus dieser zunächst konventionell erscheinenden Erzählsituation bindet Martina Altschäfer ein kleines, surreales Traumgewinde, das uns zunächst in ein unterirdisches Labyrinth führt, in dem der Bahnhofswärter Gegenstände von gestrandeten Reisenden hortet. Ein wenig Unbehagen kommt auf, doch der Tausch zweier gußeisener Pfannen gegen einen Schattenspringer, ein winziges Pferdchen, hilft zurück ins Freie. Und zwei gestohlene Goldbarren verhelfen dem Paar schließlich aus der Stadt …

Diese kurze Umschreibung einer Erzählung aus dem Band „Brandmeldungen“ vermittelt vielleicht einen Eindruck vom Stil, den Martina Altschäfers Stories prägen: Die Hauptfigur, meist eine Ich-Erzählerin, gerät aus einer alltäglichen Situation – ein Verehrer überbringt ein Geburtstagsgeschenk, ein schwarzer Kater stattet dem Garten einen Besuch ab, ein Ritt auf dem Pferd durch die Berge – in eine absurde Verstrickung: Das Geschenk, ein Welpe, beginnt zu fliegen, der Kater beginnt zu sprechen, das Pferd beginnt zu hyperventilieren. Manchmal wird man als Leser auch mitten hineingeschleudert in das skurrile Geschehen – wenn beispielsweise ein Ford Mustang aus der titelgebenden Erzählung den schmalen Wohnungsflur versperrt.

Aus dem Alltäglichen das Wunderbare, Merkwürdige, Abseitige herauszuschälen: Das ist die Kunst, die Martina Altschäfer in diesem kurzem Erzählband pflegt. Hierin liegt auch ihre Stärke – „Der Pekinese“, die Erzählung von einem Kriegsheimkehrer aus den Augen eines Kindes, fällt hier beinahe ein wenig aufgrund der konventionellen Entwicklung ab. Aber ansonsten überwiegen in diesem feinen, schmalen Band die Geschichten, die einen mit ihrer skurrilen Konzeption einfangen. Martina Altschäfer schreibt dabei nicht grell und laut, sondern beinahe zart und still, in den Worten passend zu ihren hintergründigen Illustrationen auf Transparentpapier, die die Erzählungen bereichern.

Die Autorin hat Bildende Kunst und Germanistik an der Johannes Gutenberg Universität in Main und Freie Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Sie wurde für ihre künstlerische Arbeit bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Einen Einblick in ihre Bilderwelt erhält man hier: http://www.altschaefer.de/

Verlagsinformationen zum Buch:
http://mirabilis-verlag.de/produkt/martina-altschaefer-brandmeldungen-erzaehlungen/

Stimmen zum Buch:

„Martina Altschäfer hat ihre tollen Ideen unaufgeregt, sprach- und bildgewaltig umgesetzt und fesselnd erzählt.! – Susanne Probst beim Blog „LiesLos!“

„Immer dann eine unerwartete Wendung, ein Hauch Magie, der den Erzählungen eine fantasievolle Würze gibt ohne übertrieben zu wirken.“ – Blog Wissenstagebuch

Kurznotiz zum Buch mit Foto von der Künstlerin und einem ihrer Gemälde im Göttinger Tageblatt.

Im Rahmen meiner Pressearbeit für den Mirabilis Verlag.