KRÖNER VERLAG: Hubert Klöpfer erhält „KiLAG-Preis für Kirche und Kultur“

Aus Anlass ihres 50-jährigen Jubiläums verleiht die KiLAG, die Kirchliche Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung der fünf Baden-Württembergischen Kirchen (der Erzdiözese Freiburg, Diözese Rottenburg/Stuttgart, Evang. Landeskirche in Württemberg, Evang. Landeskirche in Baden und Evang.-Methodistischen Kirche), erstmals den „KiLAG-Preis für Kirche und Kultur“. Damit soll das Werk eines Menschen ausgezeichnet werden, der den Dialog zwischen Kirche und Kultur sucht und auf seine besondere Weise betreibt.

Bild: Yvonne Berardi

Träger dieser besonderen Auszeichnung wird Hubert Klöpfer: Er erhält sie für sein großes verlegerisches Engagement, in dem es ihm ein Anliegen ist, mit Büchern „für ein Denken ohne Geländer“ Freiräume zu eröffnen, in denen der gesellschaftliche Diskus einen literarischen Ort hat.

In diesen Freiräumen konnte sich auch das Religiöse immer wieder zu Wort melden, konnten, jenseits des Klerikalen, literarische Versuche gemacht werden, so die Begründung der Jury. Dieses Anliegen, mit dem sich der Klöpfer&Meyer Verlag über 30 Jahre einen Namen gemacht hat, setzt sich nun in der anspruchsvollen, literarisch ausgerichteten ›KrönerEditionKlöpfer‹ im Alfred Kröner Verlag fort. „Mit seiner Arbeit und seiner verlegerischen Leidenschaft hat Hubert Klöpfer dafür gesorgt, dass sich Autorinnen und Autoren, Leserinnen und Leser mit den aktuellen und den grundlegenden Themen und Fragen unserer Zeit und Gesellschaft auseinandergesetzt haben, ebenso ernsthaft wie sinnlich, herausfordernd und ästhetisch“, heißt es vonseiten der Veranstalter.

Der „KiLAG-Preis für Kirche und Kultur“ steht dafür, dass Kirche sich und ihre Bildungsarbeit als Teil des öffentlichen Diskurses begreift, ihren spezifischen Beitrag dazu leistet und zugleich die Beiträge von Menschen und Institutionen aus Kunst und Kultur schätzt und aufmerksam wahrnimmt. Für Hubert Klöpfer ist diese Auszeichnung ein besonderes Geburtstags­geschenk – wenige Tage nach der Verleihung feiert er im engsten Familienkreis seinen 70. Geburtstag.

„Die Auszeichnung ist die Würdigung einer außergewöhnlichen Lebensleistung“, so Alfred Klemm, Verleger des Alfred Kröner Verlags. „Wir freuen uns, durch Hubert Klöpfer und seine Edition diese Bücher, die die gesellschaftliche Debatte beleben, seit diesem Jahr in unserem Programm zu haben.“

Die Verleihung findet am Donnerstag, 18. November 2021 in Stuttgart statt. Die Laudatio hält Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Tübingen. Der KiLAG-Preis für Kirche und Kultur ist mit 2.000 € dotiert, der Preisträger erhält zugleich eine Skulptur des Tübinger Künstlers Woyteck.

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Kröner Verlag.

Pressestimmen:

Online im BuchMarkt, dem Ideenmagazin für den Buchhandel: https://buchmarkt.de/meldungen/hubert-kloepfer-erhaelt-kilag-preis-fuer-kirche-und-kultur/
Im Börsenblatt: https://www.boersenblatt.net/news/kilag-preis-fuer-hubert-kloepfer-213649

KRÖNER VERLAG: Otto A. Böhmer – Auf das, was da noch war

Wer Nietzsche zu nahekommt, darf sich über die Folgen nicht beklagen. Das bekommt auch der Ich-Erzähler des Buches zu spüren: Man ruft ihn zum Nietzschekenner aus, obwohl seine Begabungen erkennbar limitiert sind und ihm wesentliche Erinnerungen abhanden kommen. Muss er sich Sorgen machen? Das muss er wohl, zumal ihm eine seltsame, fast kurios anmutende Krankheit zusetzt, die nicht mehr therapierbar ist. Insgesamt aber befindet er sich noch immer in bester Gesellschaft: Man raunt, plappert und schreibt voneinander ab. Eine Zeitlang macht der Erzähler da noch mit; er betätigt sich als Referent, Biograph, Filmemacher und Auftragspoet. Danach wird’s eng für ihn: Als eine Pandemie die irritierte Menschheit belästigt, hat er sich bereits sein eigenes Virus eingefangen, mit dem er aber zurechtkommt. Ohnehin ist er ja müde geworden und freut sich in der Helle von Hindeloopen am Ijsselmeer auf sein Ende, das er sich heiter und friedfertig oder, noch besser, lieber gar nicht vorstellt. Es kommt, wie es kommen muss, und zu guter Letzt herrscht »Ruhe im Karton«.
Friedrich Nietzsche führte uns Leben und Philosophie als offenen Spielbetrieb vor, in dem das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Das mutet unbefriedigend an, macht aber auch das aus, was wir, in den uns geneigten Stimmungen, als lebenswert bezeichnen.

Zum Autor:
Otto A. Böhmer, 1949 in Rothenburg ob der Tauber geboren, lebt als Schriftsteller in Wöllstadt (Wetterau). Rundfunkarbeiten für den BR, SWR und WDR. Essays und Literaturkritiken u.a. für Die Zeit, die Neue Zürcher Zeitung und die Wiener Zeitung. Mehrere renommierte Auszeichnungen, darunter der Erich-Fried-Preis und das Hermann-Hesse-Stipendium.
Zahlreiche Buchveröffentlichungen. Bei Klöpfer & Meyer erschienen mit Erfolg seine Erzählung »Hegel & Hegel oder Der Geist des Weines« sowie sein Roman »Nächster Halt Himmelreich«. Bei Alber erschien 2021 sein Essay »Reif für die Ewigkeit. Kierkegaard und das Lachen der Götter.«

Informationen zum Buch:
Otto A. Böhmer
Auf das, was da noch war
Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, 2021
285 Seiten, Halbleinen mit Lesebändchen, 22,00 €
ISBN 978-3-520-75701-2

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Kröner Verlag.

KRÖNER VERLAG: Daniela Engist – Lichte Horizonte

Auf einem Festival für Literatur und Musik begegnet Anne Stéphane. Gerade ist ihr Debütroman erschienen. Aus ein paar Blicken und einem ersten Gespräch entwickelt sich ein Mailwechsel über Kreativität und Begehren, der zunehmend ins Erotische kippt. Stéphane, etablierter Sänger, trägt ihr eine heimliche Liebesgeschichte an. Anne zögert. In der Phantasie wirkt alles leicht, aber in der Realität gibt es ihren Mann, ihre Kinder, das ganze bürgerliche Leben.
Anne verwirft das Manuskript, an dem sie gearbeitet hat, und beginnt ein neues. Sie schreibe, um etwas herauszufinden, sagt sie. Oder doch, um die Kontrolle über den Fortgang der Geschichte zu behalten? Plötzlich sieht sie sich um Jahre zurückversetzt, in eine Zwischenzeit noch voller Möglichkeiten. Scheinbar unverbunden stellen sich Erinnerungen an verschmähte oder verpasste Liebschaften ein – und zwischen sie drängt sich die erste Liebe mit ihrem verstörenden Ende.
Im Ferienhaus ihrer Freundin in der Bretagne wartet Anne auf Stéphane. Und während sie am Ende der Welt nach einer Sprache sucht, mit der sich nicht nur ihr Leben zurechterzählen lässt, wird die Frage immer lauter, ob man etwas tatsächlich leben muss, damit es wahr wird.

Zur Autorin:
Daniela Engist, 1971 bei Schwäbisch Gmünd geboren, lebt mit ihrer Familie in Freiburg und arbeitete als freie Journalistin und PR-Managerin. Nach 13 Jahren bei multinationalen Konzernen in der Schweiz tauschte sie Brot gegen Kunst und widmet sich seitdem dem literarischen Schreiben. Bei Klöpfer & Meyer erschien 2017 mit gehörigem Erfolg ihr erster Roman ›Kleins Große Sache‹.

Zur Homepage von Daniela Engist

Informationen zum Buch:
Daniela Engist
Lichte Horizonte
Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, 2021

Stimmen zum Buch:

„Zu den Wahrheiten des Lebens gehört, dass es oft mehr mehr Fragen als Antworten enthält. Davon erzählt der Roman, dass kaum etwas einfach, klar eindimensional ist.“ – Bernd Müller, Gmünder Tagespost

„Ein Buch, das etwas Lichtes, Leichtes hat, neben all den klugen Gedanken über Beziehungen. Daniela Engist schreibt in einer feinen, aber nicht zu feinen Sprache, auch mal trocken, ironisch kommentierend und immer reflektierend.“ – Günter Keil, Literaturkritiker, bei Radio Ego FM

„Lichte Horizonte» ist also ein Spiel mit Erinnerung und Identität, eine Geschichte über die Selbstsuche – oder vielleicht besser: Selbsterfindung. Spannend daran ist, dass der Mensch, der sich da auf die Suche begibt, kein Mann ist wie weiland Stiller, Faber oder Kürmann bei Frisch, sondern eine Frau. “ – Matthias Zehnder – mit Video-Buchtipp und Interview mit Daniela Engist

„Es sind die „Grenzregionen ohne sichtbare Grenzen“, das Spiel mit der Wahrheit, Versuchung und der Erinnerung, die der Roman auf mehreren Ebenen bespricht und ihn lesenswert machen, es sind lichte Horizonte, obwohl vielmehr von lichten Erinnerungen gesprochen wird.“ – Lea Katharina Kasper bei Aufklappen

„Dürfen Frauen über Männer schreiben?“ – Interview bei Aufklappen

„Etwas wirklich leben“ – Interview bei Telegramme für Literatur

Auf ein Buch mit – Aktion des Börsenvereins

„In ihrem Erzählen um die vielen Facetten des Verliebens befragt die Autorin die Welt, in der wir leben. Es geht ihr um Erkenntnis, Deutung und Sinn.“ – Anton Knittel, Literaturhaus Heilbronn

Ein Buch, das zur Einkehr anstiftet und zugleich hungrig macht auf das Lebendige, Erfüllende, Haltlose. Kurzum: ein richtig gutes Buch, zumindest für jene, die nicht nur unterhalten, sondern auch erschüttert und inspiriert werden wollen. Die es mögen, wenn ein Buch Wellen schlägt in einem. Und unter die Haut geht.“ – Timo Brandt

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Kröner Verlag.

KRÖNER VERLAG: Johannes Schweikle – Grobe Nähte

»Fremd«, so sagte bereits Karl Valentin, »ist der Fremde nur in der Fremde.« In seinem Roman »Grobe Nähte« zeigt Johannes Schweikle auf, wie schwer wir uns damit tun, das Fremdsein zu überwinden. »Grobe Nähte« ist auch ein Buch über die fragile Befindlichkeit einer Stadt von Welt.

Zum Buch:

Sie heißen Victor, Benedikt und Korbinian. Sie leben in München. Mehr Gemeinsamkeiten haben sie nicht. Victor stammt aus Nigeria. Als Stürmer wird er für seine Tore gefeiert. – Benedikt spielt Tuba. Er hofft, bald von der Musik leben zu können. – Korbinian schreibt als Journalist für eine bessere Welt. Mit seiner Familie lebt er in einem bunten und begehrten Viertel.
Dann kommen die Flüchtlinge, und die reiche Stadt empfängt sie mit offenen Armen. Was aber folgt auf die erste Willkommensbegeisterung? Der Ton wird rau. Benedikts Wohngemeinschaft bricht auseinander. Hält seine Beziehung? – Victor stolpert außerhalb des Spielfeldes durch die Widersprüche der deutschen Gesellschaft. – Korbinian kämpft um die linksliberale Deutungshoheit: Die Geflüchteten sind ein Glück für unser Land. Doch wie reagiert seine Frau, als neben dem Kinderladen ihrer Tochter Migranten untergebracht werden sollen?
Schweikles Roman prüft die Nähte im Gewebe einer Metropole. Packend beschreibt er die Zerreißprobe während der sogenannten Flüchtlingskrise. Eine Art ›Blitzlichtroman‹ von hoher gesellschaftspolitischer Relevanz.

Zum Autor:

Johannes Schweikle, 1960 in Freudenstadt geboren, schrieb in München für die ›Süddeutsche Zeitung‹. Heute arbeitet er als freier Autor u. a. für Die Zeit und FAZ, Geo und Brandeins. Seine Erzählungen und Romane, allesamt bei Klöpfer & Meyer erschienen, spannen den Bogen von der Gegenwart zu historischen Stoffen. Zuletzt, 2017, erschien die Romanbiografie Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais. In der hoch gelobten, mehrauflagigen literarischen Reisereportage Westwegs (2012) erkundet Schweikle zu Fuß das Zentralmassiv deutschen Gefühls: den Schwarzwald. »Einfach amüsant«, so die FAZ.

Informationen zum Buch:

Johannes Schweikle
Grobe Nähte
Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, 2021
240 Seiten, Halbleinen, 22,00 €
ISBN: 978-3-520-75401-1

Stimmen zum Buch:

»Mit viel Empathie, ordentlich Münchner Lokalkolorit, einem guten Schuss satiregeladenem Humor und gut gezeichneten Charakteren beschreibt Johannes Schweikle, ohne in Schwarz-Weiß-Malerei zu verfallen, die ganze Widersprüchlichkeit und Verletzbarkeit unserer Gesellschaft, die alles andere als stabil ist. Sehr lesenswert!« – Günter Bielemeier für Buchprofile/medienprofile

»Weltoffen und konservativ, hilfsbereit und egozentrisch – die Widersprüche Münchens sind Thema des Romans „Grobe Nähte“. Autor Johannes Schweikle zeichnet ein polarisierendes Bild der Stadt und erklärt, warum es dennoch Hoffnung gibt.« – Bernhard Blöchl, Süddeutsche Zeitung

»Dabei insinuiert der Romantitel die Ambivalenz von groben Nähten zwischen Zusammenhalt und drohender Zerreißprobe. Er bedient sich durchgehend gekonnt den Mitteln von Ironie und Satire, ohne zu dick aufzutragen.« – Klaus Wolf, Literaturportal Bayern

»Johannes Schweikles Roman lässt tiefe Einblicke in das Innere eines Kosmos zu, in dem das (Vernissagen-) Publikum „lässig seine Exklusivität zelebriert“.« – Gerhard Keck, Schwarzwälder Bote

»Schweikle sieht es nicht als Aufgabe eines Romanciers, politisch Position zu beziehen. Doch mit diesem Roman habe er sich in eine aktuelle gesellschaftspolitische Auseinandersetzung gewagt.« – Dorothee Hermann, Schwäbisches Tagblatt

»Ein couragierter Roman darüber, dass Gesellschaft Widersprüche aushalten muss. Dass das Zusammenleben komplex und anstrengend ist. Und ein Plädoyer dafür, im Gespräch zu bleiben – trotz aller Meinungsverschiedenheiten.« – Eike Birck, Mein Bielefelder

»Leseempfehlung, unbedingt!!!!« – Renies Lesetagebuch

Johannes Schweikle zu Gast in Freies Radio Wüste Welle

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Kröner Verlag.