Bücher fürs Denken ohne Geländer: Online-Präsentation der KrönerEditionKlöpfer

»Mehr Literatur: Bücher fürs Denken ohne Geländer« – unter diesem Motto laden das
Schriftstellerhaus Stuttgart, das Evangelische Bildungszentrum Hospitalhof und der Kröner
Verlag zur Online – Vorstellung der Edition Hubert Klöpfer im Kröner Verlag ein.
Die Veranstaltung findet statt am 15. April 2021 ab 19.30 Uhr.

Im Hospitalhof Stuttgart ( Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart ) stellen die Verleger Alfred Klemm und Hubert Klöpfer die neue Edition vor.

Der Stuttgarter Verlag Alfred Kröner positioniert sich ab dem Frühjahr 2021 neu und wird
zukünftig auch aktuelle deutschsprachige Literatur verlegen. Kröner-Verleger Alfred Klemm hat
sich dazu mit dem renommierten Büchermacher Hubert Klöpfer zusammengetan und die
»Edition Hubert Klöpfer bei Kröner« gegründet. Im Frühjahrsprogramm sind vor wenigen Tagen die ersten sechs Titel erschienen. Bei der Veranstaltung ist die Autorin Daniela Engist mit ihrem Roman »Lichte Horizonte« vertreten, Joachim Zelter mit »Die Verabschiebung« und zugeschaltet aus den USA ist Peter Blickle mit »Andershimmel«.
Moderation: Astrid Braun (Schriftstellerhaus) und Monika Renninger (Hospitalhof)

Die Veranstaltung, eine Kooperation vom Stuttgarter Schriftstellerhaus e.V., dem Verlag Alfred Kröner und dem Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart, findet online statt. Ein Kostenbeitrag ist nicht notwendig, eine Reservierung ist unter diesem Link möglich:

https://www.hospitalhof.de/programm/150421-mehr-literatur-buecher-fuers-denken-ohne-gelaender/

Wenige Tage später, am Dienstag, 20. April, wird Walle Sayer seinen Band „Nichts, nur“ bei den Dornstetter Buchwochen vorstellen. Mehr Informationen dazu gibt es hier: https://www.dornstetten.de/gaeste/veranstaltungen/online-lesung-mit-walle-sayer-annette-rieger-nichts-nur-id_1463/

Dieses wunderbare Lesebuch, das Gedichte, Prosagedichte und Erzählminiaturen von Walle Sayer aus 35 Jahren enthält, wurde bereits ausführlich bei Signaturen besprochen: https://signaturen-magazin.de/walle-sayer–nichts,-nur.html

.Und wer einen Eindruck von Joachim Zelters „Die Verabschiebung“ gewinnen möchte, dem sei am 10. April die WDR-Sendung „Gutenbergs Welt“ empfohlen, die sich um „Recht oder Gesetz“ dreht: https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-gutenbergs-welt/recht-oder-gesetz-100.html

Walle Sayer: Nichts, nur

Nichts, nur

Nichts, nur der Vollmond, der sich spiegelt im ruhigen Wasser, ein an den See entrichteter Obolus der Nacht. Nichts, nur ein paar Raben, Funktionäre der Farbe Schwarz, hocken im Geäst, zerkrächzen die Sicht. Nichts, nur die Runde am Nebentisch, Schaumkronen setzen sie sich auf, erlassen ihre Edikte, danken ab. Nichts, nur: diese Tonfolge, dieser Auftakt.

Gegenden, Landschaften, Orte, ein Figurenkabinett, die Her­kunft, der Historienhauch, das Antlitz der Dinge, Wortfährten, Alltagsbühnen: „Nichts, nur“ versammelt Gedichte, Prosage­dichte und Erzählminiaturen von Walle Sayer aus 35 Jahren des Schreibens. „Nichts, nur“ ist ein Lesebuch, Kompendium, Querschnitt und Zwischensumme des Schriftstellers aus dem Schwarzwald.

Walle Sayer schreibt selbst dazu: „Konturiert sich eine Geschichte, hat es etwas von einer Er­zählminiatur. Ich glaube, wenn ein Lyriker erzählt, sucht er den Punkt, den Augenblick, die Wendung, den Gedankensprung, mit dem oder durch den Prosaisches in Poesie übergeht.“

Obwohl das Buch erst am 18. März offiziell im Kröner Verlag erscheint, kann man sich jetzt schon einen Eindruck machen. Gedok Stuttgart lädt ein zu »Sprachlandschaften«, einer Online-Leseperformance am Sonntag, 14. März um 15 Uhr.

Fünf preisgekrönte Schriftsteller*innen der verschiedensten Gattungen aus Baden-Württemberg präsentieren Textminiaturen und -fragmente in Form einer Live-Lese-Collage. Aus den individuellen Arbeiten entstehen in der fragmentarischen Zusammenschau neue Sprachlandschaften. Daniel Oliver Bachmann verbindet die verschiedenen Textfragmente mit den Klängen seiner Handpan.Mit dabei: Daniel Oliver Bachmann, Beate Rygiert, Tina Stroheker, Eva Christina Zeller und eben Walle Sayer, der Einblick in „Nichts, nur“ gewährt.

Die Veranstaltung ist kostenlos und unter folgendem Link anzusehen: https://youtu.be/sWiJnOFVVO4.

Walle Sayer lebt mit seiner Familie in Horb und schreibt Gedichte und Prosa. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, u. a. den Thaddäus-Troll-Preis, den Förderpreis zum Hölderlinpreis, das Hermann-Lenz-Stipendium, den Berthold-Auerbach-Preis, die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg, den Ludwig-Uhland-Förderpreis, das Spreewald Literaturstipendium, den Basler Lyrikpreis fürs bisherige Gesamtwerk sowie den Gerlinger Lyrikpreis. Er ist Mitglied im deutschen PEN.

Walle Sayer. Bild: Karl-Heinz Kuball

Angaben zur Veranstaltung: Leseagentur Sabine Fecke
Informationen zum Buch: Kröner Verlag
Pressekontakt und Rezensionsexemplare: b.boellinger@kroener-verlag.de

Ein Besuch bei Aufklappen

Was aufklappen, was nicht? Eine gute Orientierungshilfe ist für mich da schon seit einiger Zeit der Literaturblog „Aufklappen“. Nicht immer muss man einer Meinung mit den Rezensenten sein, aber die Kritik bei Aufklappen ist immer fundiert, wohldurchdacht und bietet nachvollziehbare Gründe. Und vor allem wird das Team seinem eigenen Anspruch gerecht: „Geboten wird unterhaltsame Literaturkritik mit Niveau und einem klaren Urteil.“

Hubert Klöpfer (links) und Alfred Klemm, Kröner Verlag. Bild: Yvonne Berardi

Seit einiger Zeit veröffentlicht Aufklappen auch Gespräche mit Akteuren aus dem Literaturbetrieb, so mit der Schriftstellerin Iris Wolf, dem Literaturwissenschaftler Jan Süselbeck und nun mit Verleger Hubert Klöpfer. Das freut mich natürlich ungemein, da Hubert Klöpfer als Programmleiter beim Kröner Verlag, für den ich die Pressearbeit leiste, die „Edition Hubert Klöpfer“ herausgibt. Bei „Aufklappen“ spricht er über die Höhen und Tiefen eines Verlegers, der leidenschaftlich dem guten Buch verpflichtet ist.

Ein Auszug:

Allzu abgebrüht darf man nicht sein, bevor man einen Verlag gründet? Wenn man alle Tücken des Betriebs kennt, bringt man gar kein Buch mehr heraus? 

„Das ist nicht schlecht, das ist gut formuliert, ja. Ich glaube, so wie es uns ging, geht es vielen jungen Verlegerinnen und Verlegern. Es gehört eine herzhaft naive Leidenschaft dazu. „Wir schaffen das“, man glaubt ans gute Buch, ans schöne Buch, und hat das Gefühl, hat die Hoffnung, mit Literatur etwas zu bewirken. Diese Naivität bringt einen überhaupt erst zum Handeln. Irgendwann stößt man sich den Kopf schon von selber an. Und man stößt ihn sich überhaupt immer wieder an. Aber freilich gibt’s halt auch immer die verlegerische Freude und Lust, zu erleben, zu spüren, wie sich aus einer ersten Idee etwas Größeres, Stärkeres entwickelt. Wie eine Autorin, ein Autor ihr resp. sein Thema, seinen Erzählton findet. Verlegerinnen und Verleger sind Hebammen auch.“

Das Interview in ganzer Länge gibt es hier zu lesen: „Literatur als Einmischung und Eroticum“

Zum Blog: https://aufklappen.com/

Telegramme für Literatur

Über ein Interview mit Daniela Engist, deren zweiter Roman „Lichte Horizonte“ in wenigen Tagen beim Kröner Verlag erscheint, wurde ich nun auf die wunderbaren „Telegamme für Literatur“ und den erst 2019 gegründeten Telegramme Verlag aufmerksam.
2016 begann das Schweizer Schriftstellerpaar Dana Grigorcea und Perikles Monioudis mit dem Telegramme-E-Magazin, drei Jahre später folgte der Verlag.

Schon das Wappentier ist ein Kunstwerk, aber auch die Auswahl der Bände zeugt vom ästhetischen Feinsinn der beiden Herausgeber. Das Paar wird von Gallus Frei-Tomic in seinem literaturblatt.ch – ebenfalls eine sehr empfehlenswerte Adresse für Bibliophile – vorgestellt.

Die Liste der Autorinnen und Autoren, die bislang im Telegramme-E-Magazin Originalbeiträge veröffentlicht haben, ist beeindruckend: Unter anderem schrieben hier bereits Rolf Lappert, Nora Bossong, Terézia Mora, Hildegard Keller, Franz Hohler und Franzobel, um nur einige zu nennen.

In der Rubrik „Entre nous“ werden sieben feststehende Fragen an die Schreibenden gestellt.
Daniela Engist erzählt dabei von der Entstehung ihres Romans „Lichte Horizonte“, von den Themen und Diskursen, die sie interessieren, von der Erwartung an die Rezeption des Buches: „Nein, jeder kann es lesen, wie er will, es bietet hoffentlich genug Lesarten, um nicht in einer Schublade zu landen. Nur mit dem Etikett «Frauenliteratur» würde ich mich schwertun.“


Weiterführende Links:
Telegramme: https://www.neue-telegramme.ch/
Daniela Engist: https://www.daniela-engist.de/

China, Japan, Ulm und drumherum

„In der heutigen, von Chinas Aufstieg beflügelten Großmachtrivalität steht Japan fest an der Seite seines Verbündeten Amerika. Die beiden asiatischen Kulturen aber bleiben einander eng verbunden und werden das westliche Denken im 21. Jahrhundert herausfordern. Von Tokio wie von Peking aus betrachtet wird es gewiss nicht das Jahrhundert Amerikas oder Europas sein: Das würden sich Japaner und Chinesen jederzeit schriftlich geben.“

Bild: Birgit Böllinger

Dieses Fazit zieht der Internationale Korrespondent der Zeit, Matthias Naß, nach der Lektüre des jüngsten Werks von Professor Kai Vogelsang. In „China und Japan. Zwei Reiche unter einem Himmel“ zeigt der Hamburger Sinologe auf, wie eng verbunden die beiden Länder sind. Sein Buch, das im Kröner Verlag erschien, soll einen Beitrag dazu leisten, einen anderen Blick auf die beiden Kulturen zu eröffnen – im Westen nimmt man sie überwiegend als politische Rivalen wahr, dabei sind beide Nationen eng verbunden.

Der Beitrag in der Zeit ist online hier nachzulesen. Darüber hinaus ist Kai Vogelsang mit einem Gastbeitrag zum Thema bei der NZZ vertreten: „Die Geburt Chinas in Japan“.

Freudige Nachrichten gibt es nun auch für den Buchhandel: Ab 8. März endlich wieder offen! Obwohl viele Buchhändler sich mit guten Ideen und Einhaltung aller Hygienevorschriften für die Pandemie wappneten, währte auch für sie der Lockdown lange – für manche kleine, inhabergeführte Buchhandlung leider zu lange. Man hätte sich auch von der Politik nach dem ersten Lockdown 2020 die Entwicklung besserer Konzepte für den Einzelhandel gewünscht. Da könnte manches Beispiel aus dem Buchhandel Schule machen, wie der Beitrag von Ulrich Rüdenauer in der Frankfurter Rundschau zeigt: Er bezeichnet den Buchhandel in Deutschland als Meister der Corona-Krise. Und ein leuchtendes Beispiel dafür ist Rasmus Schöll mit seiner Buchhandlung Aegis in Ulm.

Überhaupt gibt es während dieser Pandemie gerade unter Bücherleuten eine sehr große Solidarität. Ein Beispiel dafür bietet auch der Blog „We read Indie“, der nun die Aktion #bücherhamstern fortsetzt. Damit wird ein Augenmerk auf die feinen unabhängigen Verlage und ihre wunderbaren Bücher gelenkt, für die abgesagte Messen, ausgefallene Veranstaltungen und Lesungen und vieles mehr, was Corona durcheinander wirbelt, schon erhebliche Folgen haben. Dass zum Auftakt der wunderbare Mirabilis Verlag vorgestellt wird, freut mich natürlich sehr.

Rundum eine gelungene Woche für mein kleines Pressebüro 🙂

Die Edition Hubert Klöpfer im Kröner Verlag

Wie bereits hier angekündigt, erscheint im Alfred Kröner Verlag Stuttgart ab dem Frühjahr 2021 auch deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Programmverantwortlich ist dafür der renommierte Verleger und Büchermacher Hubert Klöpfer. Und das sind die ersten sechs Titel in der neuen Edition Hubert Klöpfer, die Mitte März erscheinen:

Mehr Informationen finden sich in der Frühjahrsvorschau: https://www.book2look.com/book/98T3MHi8ch

Ein Heft mit Leseproben und Rezensionsexemplare können unter der Email b.boellinger@kroener-verlag.de angefragt werden.

Neuerscheinung: »Das Wanderkind« im Kröner Verlag

Mit »Das Wanderkind« der frankokanadischen Schriftstellerin Aude macht der Kröner Verlag erstmals ein Werk dieser Autorin dem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Eine feine, melancholische Erzählung, die mit viel Gespür für die Innenwelt ihrer Figuren die Geschichte eines ungleichen Zwillingspaares erzählt.

»Das Kind regt sich in ihr, als ob es auf sich aufmerksam machen wollte. Sie fühlt jetzt keine Wut und keinen Abscheu mehr, eher ein sonderbares Mitleid für das Kind, das nur noch seinen kalten, erstarrten Schatten umarmt. Es muss den entseelten, an ihn geschmiegten Körper seines Bruders spüren.«

Ein Zwillingspaar, der eine groß und kräftig, der andere klein und zerbrechlich. Einem von ihnen ist es bestimmt, den anderen am Leben zu erhalten. Ein kleiner, sehr feiner, beinahe märchenhafter Roman über die Brüchigkeit des Lebens und die schmerzhafte Schönheit menschlicher Bindungen.

Ausgezeichnet mit dem Großen Leserpreis von Elle Québec, auf der Shortlist des Prix Ringuet. Trois. Revue d’écriture et d’érudition urteilte direkt nach dem Erscheinen 1998: »Diese Autorin beherrscht die Kunst, eine ganze Welt wie selbstverständlich zu erschaffen, obwohl nichts davon glaubwürdig wäre ohne ihren unvergleichlichen Stil.«

Claudette Charbonneau alias Aude wurde in 1947 Montréal geboren und gilt als eine der wichtigsten Figuren der frankokanadischen Literaturszene. Nach dem Studium unterrichtete sie in Québec Kreatives Schreiben und Literaturtheorie. Ihr preisgekrönter Kurzgeschichtenband Cet imperceptible mouvement (1997) erschien 1998 auf Englisch (The Indiscernible Movement). Nach einer Phase des düsteres Erzählens über Wahnsinn und Tod wandte sie sich mit L’enfant migrateur einer hoffnungsfrohen Weltsicht zu. Aude starb 2012 an Leukämie. Sie wurde posthum zur Ehrenpräsidentin des nach ihr benannten Centre Aude d’études sur la nouvelle zur Förderung der Gattung Kurzgeschichte.

Ina Böhme studierte Romanische Philologie und Interkulturelle Deutsch-Französische Studien in Marburg, Poitiers, Aix-en-Provence und Tübingen. Nach mehreren Jahren in Frankreich lebt sie inzwischen als literarische Übersetzerin in Berlin. 2018 war sie Stipendiatin des Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms für junge Literaturübersetzer und erhielt 2019 ein Initiativstipendium des Deutschen Übersetzerfonds.

Informationen zum Buch:
Aude
Das Wanderkind
Roman. Aus dem Französischen von Ina Böhme
Erscheint am 1.2.2021, 120 Seiten, Halbleinen mit Lesebändchen
https://www.kroener-verlag.de/details/product/das-wanderkind/

Neues aus dem Büro

Es war zwar etwas ruhiger in der Weihnachtszeit, aber gelesen wurde dennoch – und so habe ich mich über einige schöne Besprechungen gefreut:

In der Frankfurter Rundschau wurde „Fuíoll Fuine“ – also „Die Asche des Tages“, erschienen im Kröner Verlag, vorgestellt: https://www.fr.de/kultur/literatur/airti-o-cadhain-die-asche-des-tages-soll-er-nicht-doch-mit-dem-grabstein-anfangen-90148156.html. Alexander Kluy stellte Máirtín Ó Cadhain und die Romane von Eimar O`Duffy, ebenfalls im Kröner Verlag erschienen, in der Buchkultur vor. Einen Blick auf das Frühjahrsprogramm mit der ersten Edition Hubert Klöpfer kann man hier werfen: https://www.book2look.com/book/98T3MHi8ch

Theres Essmann, die sich über ein Stipendium des Landes Baden-Württemberg freuen kann, wurde dazu in SWR 2 interviewt. Ihr Debüt wurde zudem im WDR besprochen. Und Sabine Ibing hat den Roman „Federico Temperini“ ebenfalls gelesen: https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/federico-temperini-von-theres-essmann.html#-1

Bei Petras Bücher-Apotheke und bei Schillerbuch finden sich schöne Besprechungen des „Andrin“ von Martina Altschäfer, erschienen im Mirabilis Verlag. Aus diesem Verlag stammt auch die Novelle „Die Zeit so still“ von Florian L. Arnold, die auf Renies Lesetagebuch begeistert besprochen wurde. Und der MDR wird das Buch in der nächsten Sendung „Unter Büchern“ vorstellen.

Eine wunderbar einfühlsame Rezension gab es zum Haiku-Band „goldfüchse im schnee und leise lacht ein faun“ aus dem Mirabilis Verlag durch Kerstin Fischer: https://lyrikatelierfischerhaus.com/2021/01/12/goldfuchse-im-schnee-und-ganz-leise-lacht-ein-faun-janette-burkle-petra-c-erdmann/

Viel Aufmerksamkeit für ihren Debütroman „Mutters Puppenspiel“ erhielt die Verhaltenstherapeutin Ulla Coulin-Riegger, die ihr Romanthema – die verheerende Wirkung narzistisscher Elternteile auf ihre Kinder – in einem Fachbeitrag für den Spiegel aufarbeitete.
Anton Philipp Knittel urteilt bei literaturkritik.de: „Mutters Puppenspiel ist ein geschickt konstruierter, literarisch unprätentiöser Roman mit mehrfachen und gebrochenen Spiegelungen der Figuren. Coulin-Rieggers Debüt über fragile Identitäten ist zudem ein Text über Frauen- und Männerbilder, über bewusste und unbewusste Zuschreibungen. Mutters Puppenspiel ist zugleich eine Erzählung über misslingende Kommunikation zwischen den Geschlechtern und den Generationen sowie über deren Erwartungen und Bedürfnisse.“
https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=27490

Informationen zu den erwähnten Büchern finden sich hier: https://birgit-boellinger.com/bucher/

Preis der Akademie für gesprochenes Wort – Uta Kutter-Stiftung und des PEN-Zentrums Deutschland e.V.

Bild von World-fly auf Pixabay

Pressemitteilung der Akademie für gesprochenes Wort:

Das Jubiläum zum 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins mit rund 700 geplanten Veranstaltungen wurde durch die Corona-Pandemie jäh unterbrochen. Viele Lesungen und Konzerte, Aufführungen und Ausstellungen mussten abgesagt oder verschoben werden. Zugleich wuchs die Sorge um die Auswirkungen der Pandemie. In dieser eigentümlichen und bedrohlichen Konstellation wurde immer wieder auf das Hölderlinwort aus der Hymne Patmos verwiesen: Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch

Hölderlins Verse verströmen – gerade in ihrer dialektischen Spannung – Trost und Zuversicht. Doch worauf fußt die Zuversicht, worin ist die Hoffnung jenseits ihrer rhetorischen Kraft begründet? Welche Einsichten und Aussichten lassen sich aus den Versen gewinnen, welche Erkenntnisse und Erfahrungen mit ihnen verbinden?

Die Akademie für gesprochenes Wort – Uta Kutter-Stiftung und das PEN-Zentrum Deutschland greifen mit der Preisfrage Wächst das Rettende auch? ein Diskursformat auf, das zu Hölderlins Lebenszeit sehr verbreitet war und den Austausch zwischen Wissenschaft bzw. Literatur und Gesellschaft fördern sollte. Akademie und PEN regen damit zur literarischen Auseinandersetzung mit individuellen und sozialen Dimensionen der aktuellen Krise und ihrer geistigen Bewältigung an.

Die Preisfrage wird ausgeschrieben als offener, anonymer Wettbewerb. Es werden zehn Preise mit einem Gesamtumfang von 20.000 Euro ausgelobt. Eingereicht werden können Essais, Prosa, Poesie und dramatische Texte mit max. 15.000 Zeichen (ohne Leerzeichen). Jede/r Teilnehmer/in kann nur einen Text einreichen. Der Text muss unveröffentlicht sein. Über die Zuerkennung des Preises / der Preise entscheidet eine Fachjury. Die ausgewählten Texte werden veröffentlicht in der Edition Hubert Klöpfer bei Kröner, Stuttgart.

Alle weiteren Informationen finden sich hier: http://www.akademiepreis.gesprochenes-wort.de/

Ab 2021: Start der ›Edition Hubert Klöpfer‹ beim Kröner Verlag

Der Alfred Kröner Verlag Stuttgart positioniert sich neu: Das traditionsreiche Stuttgarter Verlagshaus wird ab dem Frühjahr 2021 auch deutschsprachige Literatur verlegen. Programmverantwortlich ist dafür der renommierte Verleger und Büchermacher Hubert Klöpfer, der 1991 den Klöpfer & Meyer Verlag gegründet hatte, der seit Jahrzehnten für schöne Literatur, Sachbücher und Essayistik steht.

Mit der ›Edition Hubert Klöpfer‹ zieht die deutschsprachige Gegenwartsliteratur beim Stuttgarter Traditionsverlag ein.
Hubert Klöpfer (links) und Alfred Klemm (rechts). Bild: Yvonne Berardi

In der ›Edition Hubert Klöpfer‹, die mit sechs Titeln an den Start geht, finden sich namhafte Autorinnen und Autoren mit ihren neuesten Werken wieder, die seit Jahren eng mit dem Klöpfer & Meyer Verlag verbunden sind. Aber auch neue, junge Stimmen der Literatur sollen dort künftig ihren Raum erhalten.

Für den Kröner Verlag bedeutet dieses neue verlegerische Engagement eine „stimmige Weiterentwicklung“, betont der Verleger Alfred Klemm. Das Stuttgarter Haus mit seiner über hundertjährigen Geschichte hatte sich in den vergangenen Jahren immer mehr der schönen Literatur geöffnet. Neben klassischen Ausgaben wichtiger Werke aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, für die Kröner bekannt ist, traten unter anderem in der Reihe ›Erlesenes Lesen‹ Klassiker der Weltliteratur. In den vergangenen Jahren folgten Übersetzungen von Klassikern der Moderne, wie dem Schlüsselwerk der irischen Literatur, Grabgeflüster von Maírtín Ó Cadhain, die damit erstmals dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht werden.
„Dass wir uns nun als unabhängiger Verlag auch der deutschsprachigen Literatur zuwenden, hat sich daraus beinahe organisch entwickelt“, so Alfred Klemm. „Dass Hubert Klöpfer mit seinem Gespür für außergewöhnliche und gute Literatur dafür die Programmleitung übernimmt, ist ein Glücksfall für uns.“ Beide verbindet neben der Leidenschaft fürs Büchermachen eine jahrelange Freundschaft sowie die Zusammenarbeit im Vorstand des baden-württembergischen Landesverbandes des Börsenvereins.