KRÖNER VERLAG: Sibylle Knauss – Der Glaube, die Kirche und ich

Bin ich noch Christin? Und was bedeutet das für mich? Werden meine Enkel noch Christen sein? Oder wird es eine Zukunft geben, in der die Erzählung von Kreuzestod und Auferstehung des Gottessohns in Vergessenheit geraten sein wird? Nein, sagt entschieden die Autorin, sie ist einfach zu ergreifend. Das größte Narrativ der Welt, nennt sie sie und nimmt uns im zentralen Kapitel mit auf eine Reise nach Golgatha.
Es ist das persönlichste Buch der Romanautorin Sibylle Knauss, in dem sie ihr Leben, in Form eines Essays, als eine Beziehungsgeschichte mit Gott erzählt. Eine Beziehung zwischen den Polen Distanz und Nähe, Gläubigkeit und kühler Betrachtung, Alltagserfahrung und Transzendenz. Keine theologische Abhandlung, sondern ein Zeugnis gelebten Lebens und der Suche nach Spuren göttlicher Gegenwart darin. Ein aufgeklärtes zeitgenössisches Bewusstsein und Christ Sein schließen sich nicht aus, meint die Autorin. Davon handelt dieses Buch.

Zur Autorin:
Sibylle Knauss, aufgewachsen am Rande des Ruhrgebiets, Studium der Germanistik, Anglistik und Evangelischen Theologie in München und Heidelberg, 1992–2012 Professorin an der Filmakademie Baden-Württemberg und Drehbuch-Dramaturgin, schreibt seit 1981 Romane, darunter den Bestseller ›Evas Cousine‹, von der New York Times unter die notable books of the year gewählt. Ihre letzten Romane, veritable Erfolge, erschienen alle unter der Verlegerzeit Hubert Klöpfers: Das Liebesgedächtnis und Der Gott der letzten Tage, zuletzt, 2019: Eine unsterbliche Frau. Sibylle Knauss ist Mitglied im deutschen PEN.

Stimmen zum Buch:
Mit Achim Schmitz-Forte spricht Sibylle Knauss in „Neugier genügt“ beim WDR darüber, warum sie aus der Kirche aus- und wieder eintrat, die Zwiespältigkeit des Glaubens und was er für ihr persönliches Leben bedeutet.

Informationen zum Buch:
Sibylle Knauss
Der Glaube, die Kirche und ich
Alfred Kröner Verlag, März 2022
160 Seiten, Klappbroschur, 16,00 €
ISBN 978-3-520-72201-0
https://www.kroener-verlag.de/details/product/der-glaube-die-kirche-und-ich/

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Alfred Kröner Verlag

KRÖNER VERLAG: Hubert Klöpfer erhält „KiLAG-Preis für Kirche und Kultur“

Aus Anlass ihres 50-jährigen Jubiläums verleiht die KiLAG, die Kirchliche Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung der fünf Baden-Württembergischen Kirchen (der Erzdiözese Freiburg, Diözese Rottenburg/Stuttgart, Evang. Landeskirche in Württemberg, Evang. Landeskirche in Baden und Evang.-Methodistischen Kirche), erstmals den „KiLAG-Preis für Kirche und Kultur“. Damit soll das Werk eines Menschen ausgezeichnet werden, der den Dialog zwischen Kirche und Kultur sucht und auf seine besondere Weise betreibt.

Bild: Yvonne Berardi

Träger dieser besonderen Auszeichnung wird Hubert Klöpfer: Er erhält sie für sein großes verlegerisches Engagement, in dem es ihm ein Anliegen ist, mit Büchern „für ein Denken ohne Geländer“ Freiräume zu eröffnen, in denen der gesellschaftliche Diskus einen literarischen Ort hat.

In diesen Freiräumen konnte sich auch das Religiöse immer wieder zu Wort melden, konnten, jenseits des Klerikalen, literarische Versuche gemacht werden, so die Begründung der Jury. Dieses Anliegen, mit dem sich der Klöpfer&Meyer Verlag über 30 Jahre einen Namen gemacht hat, setzt sich nun in der anspruchsvollen, literarisch ausgerichteten ›KrönerEditionKlöpfer‹ im Alfred Kröner Verlag fort. „Mit seiner Arbeit und seiner verlegerischen Leidenschaft hat Hubert Klöpfer dafür gesorgt, dass sich Autorinnen und Autoren, Leserinnen und Leser mit den aktuellen und den grundlegenden Themen und Fragen unserer Zeit und Gesellschaft auseinandergesetzt haben, ebenso ernsthaft wie sinnlich, herausfordernd und ästhetisch“, heißt es vonseiten der Veranstalter.

Der „KiLAG-Preis für Kirche und Kultur“ steht dafür, dass Kirche sich und ihre Bildungsarbeit als Teil des öffentlichen Diskurses begreift, ihren spezifischen Beitrag dazu leistet und zugleich die Beiträge von Menschen und Institutionen aus Kunst und Kultur schätzt und aufmerksam wahrnimmt. Für Hubert Klöpfer ist diese Auszeichnung ein besonderes Geburtstags­geschenk – wenige Tage nach der Verleihung feiert er im engsten Familienkreis seinen 70. Geburtstag.

„Die Auszeichnung ist die Würdigung einer außergewöhnlichen Lebensleistung“, so Alfred Klemm, Verleger des Alfred Kröner Verlags. „Wir freuen uns, durch Hubert Klöpfer und seine Edition diese Bücher, die die gesellschaftliche Debatte beleben, seit diesem Jahr in unserem Programm zu haben.“

Die Verleihung findet am Donnerstag, 18. November 2021 in Stuttgart statt. Die Laudatio hält Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Tübingen. Der KiLAG-Preis für Kirche und Kultur ist mit 2.000 € dotiert, der Preisträger erhält zugleich eine Skulptur des Tübinger Künstlers Woyteck.

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Kröner Verlag.

Pressestimmen:

Online im BuchMarkt, dem Ideenmagazin für den Buchhandel: https://buchmarkt.de/meldungen/hubert-kloepfer-erhaelt-kilag-preis-fuer-kirche-und-kultur/
Im Börsenblatt: https://www.boersenblatt.net/news/kilag-preis-fuer-hubert-kloepfer-213649

#VerschämteLektüren (3): Die Perlengazelle und die literarische Unzüchtigkeit

windsor-castle-709163_1920-1024x577

Ziemlich unzüchtig ging es bisweilen zu hinter den königlichen Mauern – hier ein Bild von Windsor Castle. Bild von A. H. auf Pixabay

Unter dem Namen „Perlengazelle“ vermutet man zunächst ganz Feines, Schöngeistiges, Ätherisches…Tja, so kann ein Name täuschen – denn die Gazelle hat es faustdick hinter den Ohren, wenn ich das mal so postulieren darf. Das zeigt ihre verschämte Lektüre…aber dazu gleich mehr.

Marion alias Perlengazelle betreibt ihren Blog „gazelleblockt“ seit 2011. Ein Schatzkästchen mit lyrischen Schätzen, Eindrücken aus Büchern, Buchvorstellungen, Zitaten und vieles mehr rund um die Literatur und das Leben. So stellt sie sich selbst vor:

„Ich komme: aussem Pott. Ich bin: eine Rechenknechtin, Erbsenzählerin, Randfichte, Sitzriesin, Heinzelmännin. Ich mag: Woody Allen, Mascha Kaléko, Rilke, Siri Hustvedt, Vilhelm Hammershøi, Hannes Wader, Ludwig Hirsch, Kimmo Joentaa, Professor Boerne, Meryl Streep, Dr. Eddie „Fitz“ Fitzgerald, Walt Kowalski, den Ruhrpott-Humor, lesen, schreiben, rechnen, Föhr, Kaffee, Katzen … … und … und … und …“

Und ihre verschämte Lektüre? Unzüchtig! Und auf dem Index! Ja, da schau her:

„Die Idee zu #VerschämteLektüren hat bei mir Erinnerungen an längst (zu Recht) vergessen geglaubte Bücher geweckt. Ganz tief im Bücherschrank meiner Eltern finde ich mich auf einmal wieder. Zwischen den Bertelsmann- Buchausgaben gibt es eine Fülle von Schinken. Die meisten habe ich jüngst aus Platzmangel entsorgt. Schade eigentlich.

Ein ganz gewichtiger von über 800 Seiten darunter: „Amber“ von Kathleen Winsor – ein Roman, der im England des 17. Jahrhunderts spielt.  Er erzählt die Geschichte des Waisenkindes  Amber St. Clare, die sich auf ihrem Weg nach oben durch die Reihen der Gesellschaft bis an den englischen Königshof hochschläft, während sie einen Mann liebt, den sie nie haben wird. Achgottachgottachgott, Scarlett O´Hara lässt grüßen. Tatsächlich wurde „Vom Winde Verweht“ ein paar Jahre früher geschrieben.

Höchst unanständig, aber doch sehr aufregend fand ich als Jugendliche diese Amber, die sich mit 16 diesem Bruce Carlton an den Hals wirft, der ihr zwar ein Kind macht, aber gar nicht daran denkt, sie zu heiraten. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, sie pflegt ihn aufopferungsvoll, als er die Pest bekommt, immer wieder macht sie sich Hoffnung, vergeblich.

Geboten werden 70 Stellen mit Geschlechtsverkehr, 39 uneheliche Schwangerschaften, 7 Abtreibungen und 10 Beschreibungen von Frauen, die sich vor Männern ausziehen. In einigen US-Staaten wurde es verboten.

Der australische Minister für Zoll, Senator Keane, sagte 1945: „Der Allmächtige hat nicht den Menschen die Augen gegeben, damit sie diesen Müll lesen.“ Es kam ebenso auf den Index. Die katholische Kirche geißelte es als Unzucht.

Folgerichtig war „Amber“ das meistverkaufte US-Buch der 40er Jahre. Qed.

Direktemang führte mich Amber zu D. H. Lawrence, „Lady Chatterley“. Stand in der zweiten Reihe im Bücherschrank. Das gehört aber nicht hier hin.“

Und hier geht es zum Blog der Perlengazelle: http://gazelleblockt.wordpress.com/

Weitere Geständnisse zu #VerschämteLektüren dürfen gerne hier abgelegt werden: b.boellinger@gmx.de.